Bram Stoker: Dracula

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Bram Stoker: Dracula
Verlag
ET (D)
1987
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Dracula
ET (Original)
1897
ISBN-13
9783423620178

Informationen zum Buch

Seiten
548

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Bistritz, 3. Mai. - München ab am 1. Mai 8.35 abends.

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Handlungsort

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Jonathan Harker, ein junger Londoner Rechtsanwalt, reist geschäftlich nach Transsilvanien. Am Reiseziel angekommen, empfängt ihn der Schloßherr, Graf Dracula! Harker soll ihm bei Grundstücksverhandlungen in England behilflich sein. Diese verzögern sich. Der Rechtsanwalt wird vom Berater zum Gefangenen.

Nach und nach erfährt er, daß Graf Dracula seit 400 Jahren als Untoter lebt und seine Gestalt verändern kann. Der junge Anwalt schreibt seine Erlebnisse in Briefen und Tagebüchern nieder. Gerade noch rechtzeitig entkommt er aus seinem Gefängnis, um seine Frau und deren Freundin vor dem Untoten zu schützen.

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Schauerklassiker

Die Gestalt des Grafen Dracula ist eine der bekanntesten literarischen Figuren der Welt. Seit im Jahr 1897 der Vampirroman "Dracula" des irischen Unterhaltungsschriftstellers Bram Stoker erschien, ist sie aus Literatur und Film kaum mehr wegzudenken. Besonders das Kino hat die Vampire schnell bildgewaltig für sich entdeckt. Den genre-eigenen Qualitäten des literarischen Originals hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Bis heute ist Stokers Roman über den jungen Anwalt Harker und den dämonischen Untoten Dracula ein schaurig-schönes Leseerlebnis.

Nun habe ich auch diese Leselücke geschlossen und Bram Stokers "Dracula" in der Ausgabe des Anaconda-Verlage gelesen, genau die, die Jari vor mir verlinkt hat. Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass die Übersetzung von Stasi Kull stammt, der hier im Thread schon angepriesen wurde.

Anfangs hatte ich echt meine Probleme mit dem Roman. Vor allem die Erzählform in Briefen, Tagebucheinträgen, Zeitungsartikeln und ähnlichen Schnipseln fand ich zunächst sehr ermüdend. Der dadurch ständig entstehende Perspektivenwechsel ließ mich nicht so richtig in den Lesefluss kommen.

Das änderte sich schlagartig, als Van Helsing auf den Plan tritt. Ab diesem Moment bekam die Handlung für mich eine durchschaubare Struktur und der Roman konnte mich mehr und mehr fesseln. Die Jagd auf Graf Dracula mit all den Plänen der Protagonisten und ihrer Suche nach dem richtigen Weg fand ich sehr faszinierend.

Den Zeitgeist der Entstehungszeit finde ich sehr anschaulich getroffen, ebenso kam mit der Zeit auch eine gewisse Gruselstimmung bei mir auf, die sich aber von den Schockelementen heutiger Horror- und Thrillerliteratur deutlich durch ihre Subtilität unterscheidet. Mir gefiel das sehr gut, ebenso die elegante und bildhafte Sprache des Schriftstellers, die nach heutigen Maßstäben wohl als verstaubt gilt.

Mit dem Frauen- und Männerbild, den noch nicht bekannten Blutgruppen und anderen seltsam auffallenden Elementen kam ich durchwegs gut zurecht, weil ich mir des Zeitfilters von über 100 Jahren beim Lesen durchaus bewusst war. Dass mir die Figuren nicht besonders nahe standen, liegt ebenso an diesem Zeitfilter, aber auch an dem häufigen Perspektivenwechsel. Als Kollektiv fand ich die Truppe aber einfach toll zusammengewürfelt und ich konnte mit den Vampirjägern schaudernd mitfiebern.

Obwohl der Anfang für mich ein Stück harte Arbeit war, bereue ich es nicht, diesen Klassiker der Schauerliteratur gelesen zu haben und empfehle es gerne weiter an Fans des Genres, die vor den genannten Problem(ch)en nicht zurück schrecken.

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Da ich noch keine Dracula-Verfilmung gesehen hatte und auch sonst nichts genaueres über die Handlung wusste, war mir gar nicht klar, auf was ich mich bei dem Buch einlasse. Dass es einen Graf Dracula gibt, der ein Vampir ist, war auch alles, was mir vorher bekannt war.

Am Anfang ging es auch richtig gut los, das Buch war spannend, ich fühlte mich sofort mitten in der Geschichte. Leider hat die Spannung sehr schnell nachgelassen, endlose Tagebucheinträge und das Gefühl, dass gar nichts vorangeht haben meine Freude an dem Buch schnell reduziert.

Van Helsing war mir zwar als Figur nicht unsympathisch, aber sein schlechtes Englisch war anstrengend zu lesen. Auch die "einfache" Bevölkerung mit ihren schrecklichen Dialekten waren teilweise kaum zu verstehen. Das mag zwar alles zur Authentizität des Buches beitragen, aber sicher nicht zur Lesefreundlichkeit. Dass Mina auf einmal zur Superfrau wird und dann am Ende doch in Naivität nicht zu übertreffen ist, fand ich auch sehr albern.

Und auch wenn das Buch schon vor über hundert Jahren geschrieben wurde kann ich nicht über Logikfehler und nicht nachvollziehbare plötzliche Charakteränderungen von Personen hinwegsehen. Für mich war es spätestens ab der zweiten Hälfte eine Qual das Buch zu lesen und ich bin froh, dass ich es jetzt hinter mich gebracht habe.

Natürlich war es interessant, den ersten Vampirroman überhaupt zu lesen und zu sehen, wo diese ganzen Vampir-Klischees etc. herkommen und es gab durchaus Passagen, die ich gerne gelesen habe.

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Der Klassiker unter den Vampir-Romanen. Dieses Buch hat meinen Geschmack getroffen, da mir vor allen Gothic- & Fantasyromane gefallen. Dieser Roman war der Ursprung des Vampir-Erfolgs in den Medien und diente dem Film 'Nosferatu' als Vorlage. Er ist erfrischend in seiner Umsetzung und anspruchsvoll zu lesen. Dieser Roman hat nichts mit den kitschigen 'Vampirromanen' neuerer Zeit zu tun (er strapaziert den Leser etwa nicht mit schwarzen, um sich schießenden Vampiren oder sinnlosem Blutgemetzel). Der Roman baut auf einem raffinierten Plot auf und stumpft die Sinne des Lesers nicht ab, wozu auch der romantische Nebenplot des Protagonsiten Jonathan Harker dient.

Der Leser wird langsam in die Thematik eingeführt und ebenso entrollt sich langsam der Plot. Aus verschiedenen Sichtweisen wird erzählt, in welcher Weise die jeweiligen Protagonisten mit dem \'Vampir\' Dracula zu tun haben werden und was dessen Plan ist. Der Antagonist, ein niederländischer Arzt, kommt mit Religion und Wissenschaft schließlich zu einer Waffe gegen Draculas 'child mind'. Der Roman spielt im 19. Jhd., zum einen in der fremden Welt osteuropäischer Karpaten und zum anderen in England.

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