M.R. Carey: Die Hungrigen

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M.R. Carey: Die Hungrigen
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The boy on the bridge
ET (Original)
2018
ISBN-13
978-3426522301

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Pressestimmen
»Der würdige Nachfolger für einen der besten Zombie-Romane ever« Tor.com
»Ein gruseliger, mitreißender Pageturner darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein« Kirkus Review
»M.R. Carey ist eine Klasse für sich.« Daily Mail
Erster Satz
Die Verantwortlichkeiten wurden verteilt und die Argumente so oft gedreht und gewendet, bis sie allen zu den Ohren raushingen.

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Handlungsort

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Ein parasitärer Pilz hat unzählige Menschen in »Hungrige« verwandelt, ausgemergelte Zombies, die nach lebendigem Fleisch gieren. In einem zum Labor umgebauten Panzer ist eine kleine Gruppe von Militärs und Wissenschaftlern auf der Suche nach Antworten, unter ihnen der 15-jährige Hochbegabte Steven. Bei einem seiner heimlichen Streifzüge entdeckt er eine Gruppe von Kindern unter den Hungrigen, die sich eigentümlich kontrolliert verhalten. Steven erkennt in den Kindern die einmalige Chance auf ein Heilmittel – doch wie weit wird er gehen, um die Menschheit – oder die, die sich dafür halten – zu retten?

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Nicht so toll wie "Die Berufene", aber eine nette Ergänzung

„Die Hungrigen“ ist die Vorgeschichte zu „Die Berufene“, kann aber auch für sich allein gelesen werden. Es ist also weder notwendig, „Die Berufene“ zu kennen noch diesen Roman hinterher zu lesen. Beide Bücher sind in der derselben postapokalyptischen Welt angesiedelt, „Die Hungrigen“ ca. zwanzig Jahre früher.

Inhalt:
Vor etwa zehn Jahren begann der Untergang der Welt, als sich ein Pilz in den Gehirnen der Menschen breit machte und die befallenen Personen zu willenlosen „Hungrigen“ mutierten. Sie jagen andere Menschen - ein Biss eines dieser Zombies ist sofort ansteckend. Kein Wunder, dass bald kaum noch gesunde Menschen überleben.

Eine Gruppe von sechs Wissenschaftlern und sechs Soldaten macht sich in dem zum Labor umgebauten Panzer Rosalind Franklin auf, um nach einem Heilmittel zu suchen. Mit an Bord ist auch der fünfzehnjährige Stephen Greaves, ein Genie, aber meiner Meinung nach hochgradig autistisch. Ihm gelingt tatsächlich ein Fortschritt, doch kann er ihn nicht adäquat kommunizieren, wodurch einige Menschen in Gefahr kommen.

Meine Meinung:
Obwohl ich von „Die Berufene“ vor einigen Jahren begeistert war und das Setting jetzt bereits kannte, tat ich mir mit „Die Hungrigen“ anfangs recht schwer. Es werden etliche neue Charaktere eingeführt, wobei es mir schwer fiel, sie auseinanderzuhalten, wenn sie nicht gerade exponierte Stellungen innehatten. Sie blieben mir in den meisten Fällen auch bis zum Schluss zu blass. Außerdem verhalten sich einige von ihnen einfach nur dumm, was mich doch etwas störte.

Die wichtigste und interessanteste Person ist sicherlich der junge Stephen Greaves, der sich von seinen Mitstreitern komplett zurückzieht und nicht fähig ist, eine normale Unterhaltung zu führen. Lediglich Dr. Rina Khan ist auf seiner Seite, der Rest der Crew verachtet ihn und unterschätzt ihn leider auch. Ich mochte ihn eigentlich sehr, einmal aufgrund seines außergewöhnlichen Überblicks über die Situation, aber auch, weil er fast das menschlichste Mitglied der Crew ist. Trotz seiner Soziophobie nimmt er Wesen als Menschen wahr, wo die anderen sie nur als Feinde sehen.

Spannend ist der Roman nicht nur wegen der permanenten Gefahr durch die Hungrigen, sondern auch wegen der Intrigen, denen Colonel Isaac Carlisle ausgesetzt ist. Zudem schaukelt sich die Stimmung unter den Crewmitgliedern, die in Rosie, wie der Laborpanzer liebevoll genannt wird, auf engstem Raum zusammengepfercht sind, immer weiter hoch, je länger die Mission dauert. Insgesamt empfand ich die Handlung aber als etwas zu dünn. Es gibt einfach zu wenig Neues, wenn man "Die Berufene" schon kennt.

Sehr gut hat mir dann der Epilog gefallen, der zu dem Mädchen Melanie, der Protagonistin aus „Die Berufene“, überleitet.

Fazit:
Bei diesem Roman handelt es sich um die Vorgeschichte zu „Die Berufene“. Er lässt sich aber auch für sich allein lesen, ist vielleicht sogar spannender, wenn man keine Vorkenntnisse dieser apokalyptischen Welt hat.

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geniales Prequel

Wenn ein Autor ein Prequel zu einem großen Bucherfolg schreibt, drängt sich dem geneigten Leser sicher die Frage auf, was denn in einer solchen Vorgeschichte noch Neues, Unbekanntes kommen könnte, welches den Blick in das neue Buch lohnt. So ähnlich ging es mir natürlich auch mit „Die Hungrigen“ dem neuen Roman von M.R. Carey, der zeitlich vor „Die Berufene“ spielt und der grundsätzlich keine überraschend neuen Ansatzpunkte bringt.

Ein parasitärer Pilz hat über 90 Prozent der Weltbevölkerung befallen und entweder ausgelöscht oder zu willfährigen blutrünstigen Zombies gemacht, die alles fressen und töten wollen, was nach Blut riecht und sich bewegt; egal ob Mensch oder Tier. Eine kleine Gruppe Menschen hat sich verbarrikadiert und schickt einen Stoßtrupp aus, der Material zur weiteren Erforschung der Seuche sammeln soll. In einem schwer gepanzerten Fahrzeug, dass den freundlichen Namen Rosie bekommen hat, ist ein Team von Wissenschaftlern und Soldaten auf einer gefährlichen Fahrt durch England; auf der Suche nach Zombies, um deren Gehirne und den Pilz zu extrahieren.

Soweit nichts wirklich Neues. Aber Carey fesselt von der ersten Seite an mit seinen Protagonisten. Er gibt den Darstellern schnell Profil und Tiefe und weckt Interesse und Empathie beim Leser. Diese Stärke hat er schon im ersten Buch zur Geltung gebracht. Dies mag man in meinem Fall auch daran erkennen, dass ich Zombiefilme hasse und Zombiebücher eigentlich fürchterlich finde. Aber es geht hier zum zweiten Mal um viel mehr, als einen Horrorroman. Vielmehr wird hier vom Kampf der Menschen und explizit einer kleinen Gruppe Überlebender erzählt, die versuchen, den Pilz zu verstehen, seine Schwächen zu finden und ein Gegenmittel zu suchen. Dabei könnten die Protagonisten nicht unterschiedlicher in ihren Methoden und Zielen sein.

Da gibt es die Wissenschaftlerin, die trotz all des Grauens um sie herum den Optimismus nicht verloren hat und gewillt ist, ihr ungeborenes Kind in diese dystophische Welt zu gebären, weil sie an das Gute und an den Sieg der Wissenschaft glauben möchte. Da ist der junge Autist, der von fast allen als dumm und stupide verkannt wird und der doch durch seine Inselbegabungen der erste ist, der auf eine Gruppe überlebender Kinder stößt, die scheinbar trotz des Pilzes menschliche Züge behalten haben und die Lösung für eine Zukunft der Menschheit sein könnten. Aber da gibt es auch den hochrangigen Soldaten, der in den infizierten „Hungrigen“ nur tote Menschen sieht, und der als einziges durchführbares Mittel gegen die Zombies deren absolute und effektive Tötung im Sinn hat und der gegen jede Form der Demokratie eine Militärische Führung als Ziel seiner Pläne anstrebt.

Mich faszinierten die Perspektivwechsel der einzelnen Kapitel, wodurch man allen Akteuren sehr nahe kommt. Und die Fragen nach wirklicher Menschlichkeit und in wie weit in den Untoten und vor allem in den seltsamen Kindern denkende, fühlende und menschliche Menschen stecken, die es zu schützen gilt.

Auch wenn ich weiß, wohin die Geschichte letztendlich führt – nämlich zu „der Berufenen“ – so ist es doch ein Prequel, welches ich atemlos und mit großem Vergnügen gelesen habe und es ist tatsächlich egal, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher liest, denn der Autor schaffte es, dass ich auch diesmal wieder geflasht war vom Erzählstil und der Tiefe und feinen Psychologie der Handlung.

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Endzeitstimmung in Großbritannien

Durch eine Pilzerkrankung verwandeln sich die Toten in Zombies (genannt: Hungrige), die Jagd auf Lebende machen. In Großbritannien macht sich eine zwölfköpfige Mannschaft mit einem zur Forschungsstation umgebauten Panzer auf den Weg quer durchs Land, um Proben zu sammeln und der Epidemie Einhalt zu gebieten.

Das Buch ist das Prequel zum Roman "Die Berufene". Auch wer den Roman (so wie ich) nicht kennt, kann problemlos die "Die Hungrigen" lesen.

Das Team, bestehend aus Forschern und Soldaten zu deren Schutz, hat mir gut gefallen. Es handelt sich um eine bunte Mischung aus Personen, wobei sich die Geschichte hauptsächlich auf die Epidemiologin Dr. Samrina Khan und den 15jährigen Stephen Greaves konzentriert. Die Auswahl der beiden als Protagonisten liegt nahe, da sie die interessantesten Geschichten zu erzählen haben. Über Dr. Khan möchte ich an dieser Stelle nichts verraten, aber Stephen ist nicht nur der jüngste Teilnehmer der Expedition, sondern auch der klügste und ein Autist. Leider bleibt etwa die Hälfte des Teams komplett blass und man lernt sie kaum richtig kennen.

Schwierigkeiten hatte ich mit den Namen der Personen, was wohl auch daran lag, dass ein und dieselbe Person immer wieder anders betitelt wird: z.B. Dr. Khan, Khan, Samrina, Rina. Im zweiten Kapitel gibt es eine Zusammenstellung des Expeditionsteams, so dass ich immer wieder dorthin zurückgeblättert habe. Ich hätte mir diese Liste als Personenübersicht am Anfang des Buches gewünscht.

Vom Schreibstil war ich zunächst enttäuscht. Gerade zu Beginn wirkten viele Formulierungen extrem flapsig (z.B. als es um einen Vergleich mit den drei Weisen aus dem Morgenland geht: "Wenn man unbedingt mit der ganzen Jesuskiste anfangen will. Und einem Stern folgen sie gleich gar nicht.") und ich bin auch über ein paar merkwürdige Formulierungen gestolpert (z.B. "Fassungslos bestaunten sie den Hirschen" - statt "Hirsch"). Entweder das besserte sich im Laufe der Geschichte oder ich habe mich einfach daran gewöhnt. Zumindest störte mich der Stil nicht mehr, nachdem ich einmal in der Handlung drin war.

Richtige Spannung kam nicht auf, aber ich wollte wissen, wie die Entwicklung von Dr. Khan und die Beobachtungen von Stephen weitergehen. Besonders gut hat mir die Stimmung in dem Buch gefallen. Der Autor schafft es glaubhaft, ein Endzeitgefühl gespickt mit Hoffnung und die Enge und den militärischen Einfluss in dem Panzer zu vermitteln.

Alles in allem ist "Die Hungrigen" ein guter Endzeitroman, der allerdings auch seine Längen hat und mich als Beobachter außen stehen ließ, anstatt mich tatsächlich in die Handlung hineinzuziehen.

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