John Ajvide Lindqvist: So ruhet in Frieden

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John Ajvide Lindqvist: So ruhet in Frieden
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Hanteringen av odöda
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783404159130

Informationen zum Buch

Seiten
446

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
"Salud, comandante."

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Stockholm, 13. August 2002: Nach einer extremen Hitzewelle legt sich ein elektrisches Feld über die Stadt. Lampen können nicht mehr gelöscht, Maschinen nicht mehr ausgeschaltet werden. Die Menschen leiden unter mörderischen Kopfschmerzen, ein Chaos droht. Doch plötzlich ist alles wieder vorüber. Oder doch nicht? Irgendetwas ist verändert.Als der pensionierte Journalist Gustav Mahler einen Anruf aus dem nahegelegenen Krankenhaus bekommt, will er nicht glauben, was ihm berichtet wird: Die Toten seien erwacht ...

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Bei diesem Buch fällt mir eine Gesamtwertung schwer.

Sehr gut ist auf jeden Fall der Ausgangspunkt der Geschichte: Die Toten erwachen, aber nicht alle Toten, sondern nur diejenigen, die innerhalb eines bestimmten, nicht sehr lange zurück liegenden Zeitraumes, gestorben sind. Damit ist auch die „Gegenseite“ interessant, denn bei den Angehörigen ist die Trauer noch sehr frisch – und damit auch ihre Hoffnungen und ihr Festhalten an dem „Wunder“. Diese beiden Pole machen die Faszination in meinen Augen aus, und der Autor beschreibt sehr eindrücklich und nachfühlbar, was in den Angehörigen vorgeht. Ein unbedingter Pluspunkt für das Buch!

Mir hätte dieser Punkt aber schon ausgereicht, um vom Buch fasziniert zu sein. Leider schiebt der Autor das Buch unnötigerweise in den Horrorbereich, d. h. er beschreibt teilweise äußerst genau den nicht immer ganz frischen Zustand der Toten (das können sich die Leser doch selbst denken, meine ich) und die Anstrengungen manches Angehörigen, dieses Zustand wieder „aufzufrischen“. Das fand ich hin und wieder etwas widerlich – wie gesagt, in meinen Augen waren diese bildhaften Beschreibungen völlig unnötig, denn die Geschichte an sich ist so gut, dass sie das nicht so plakativ gebraucht hätte.

Der Autor lässt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählen, auch das fand ich sehr gelungen. Da ist einmal der ehemalige Journalist Mahler, der kürzlich seinen Enkel verloren hat und sich verzweifelt an die Hoffnung klammert, dass alles so wird wie es einmal war – und alles dafür tut. Dann gibt es noch David, dessen Frau gerade bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist – und die sofort nach der Todesnachricht wieder „erwacht“. Schließlich sind da noch Flora und ihre Großmutter Elvy, die vor nicht allzu langer Zeit den Großvater bzw. Ehemann verloren haben, und deren erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit dem Leser interessante Einblicke in das Geschehen geben. Man erfährt von den Personen eigentlich nicht so viel – aber der Leser kann sie über die Art, wie sie mit den Geschehnissen umgehen, sehr gut kennenlernen und ihre Handlungen und Gedanken verstehen. Besonders interessant ist natürlich die Beschreibung, wie unterschiedlich die Personen mit den Geschehnissen umgehen.

Die erwachten Toten sind keineswegs die Zombies, wie wir sie aus den alten Filmen kennen – auch das ist ein Pluspunkt des Buches. Es sind einfach mitleiderregende Wesen, die mit ihrem Zustand auch nicht zurecht kommen, die nur nach Hause wollen und deren Verwirrung beim Leser Mitleid erregt.

Das Buch war spannend zu lesen, wenn auch in der Mitte die Handlung eine Zeit lang vor sich hin dümpelt und nicht allzu viel passiert. Aber das war nicht so schlimm, dass ich das Buch hätte abbrechen wollen. Interessant fand ich, dass der Autor auch ausschnittweise Medienberichte und Gesprächsprotokolle eingefügt hat – das beschreibt gut den Blick von außen auf die Ereignisse.

Mit dem Schluss konnte ich mich gut anfreunden, der war für mich zwar nicht außergewöhnlich überraschend, aber völlig in Ordnung.

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