Jochen Siemens: Besuch von oben

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Jochen Siemens: Besuch von oben
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426305904

Informationen zum Buch

Seiten
288

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Sie hatten die neuen Listen schon vor zwei Tagen in die Bekanntmachungskästen gehängt.

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Was würden Sie Ihren verstorbenen Eltern erzählen, wenn Sie sie noch einmal treffen könnten?
Johannes Schweikert kann es nicht glauben: Vor 22 Jahren sind seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen – und nun stehen sie auf einmal vor ihm! Eine Halluzination? Ein Trick?

Zunächst ist der Architekt mit dieser Situation schlichtweg überfordert, zumal er zu seinem Vater nie ein gutes Verhältnis hatte. Und nun stellt dieser plötzlich Fragen nach seinem Leben, nach seiner Familie, nach seinem Beruf – und wundert sich über Dinge wie Handys und Internet . Es ist kompliziert – vor allem weil Johannes ihm eigentlich ein paar unangenehme Wahrheiten beichten müsste. Der tote Vater und der lebende Sohn - der alte Konflikt flammt wieder auf. Wie soll er seinen toten Eltern gestehen, dass auf dem Friedhof kein Platz für zwei Särge war und er sie deshalb einäschern lassen musste? Und das wäre erst der Anfang dieses Besuchs aus dem Jenseits.

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Besuch von oben

„Besuch von oben“ von Jochen Siemens ist ein Roman, der seine Leser vor die Frage stellt, was man seinen verstorbenen Eltern erzählen wurde, wen man sie noch einmal treffen könnte. So geht es dem Hauptprotagonisten Johannes Schweikert in diesem Roman, seine Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, das ist bereits 22 Jahre her. Nun stehen sie plötzlich vor ihm. Dass man hier an eine Halluzination oder gar einen Trick denkt ist verständlich, doch all dies geschieht tatsächlich. Johannes Eltern haben einen Tag Ferien vom Jenseits erhalten und nutzen diesen zur Kontaktaufnahme mit ihrem Sohn. Das Jochen nun mit dieser Situation überforder ist, kann man sich gut denken, aber es wird noch unangenehmer für ich, denn er muss seinen Eltern einige unangenehme Dinge beichten.

Meinung:

„Besuch von oben“ ist das Romandebüt des Autoren. Der Klapptext verspricht einen unterhaltsamen, locker leichten Roman über den man nachdenken und an der einen und anderen Stelle vielleicht auch lachen kann. All dies ist dem Autoren bei der an für sich traurigen und ersten Thematik „Tod“ hervorragend gelungen.

Die Story insgesamt ist trotz dieses Themas locker und leicht behandelt, geht stetig voran und lässt zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Mich hat dabei angesprochen, dass der Autor den Spagat zwischen diesem sehr ersten Thema und humorvollen Einlagen geschafft hat.

Der Schreibstil ist angenehm, gut und flüssig zu lesen und orientiert sich am Wesentlichen. Der Hauptprotagonist wurde hervorragend ausgearbeitet, mal mit beiden Beinen fest im Leben stehen und mal hilflos wirkend, wirkte er sehr sympathisch auf mich.

Fazit: kurzweilige, manchmal nachdenkliche und manchmal humorvolle Lektüre

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Humorvoll und zum Nachdenken, aber leider etwas zu langatmig

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe bin ich etwas zwiegespalten. Der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht und ich habe eine humorvolle, aber auch ernste Geschichte erwartet. Dem war zwar auch so, aber teilweise kam die Geschichte nicht wirklich in Fahrt und hat meine Leselust ausgebremst.

Die Geschichte dreht sich um Johannes, der vor 22 Jahren bei einem Unfall seine Eltern verloren hat. Und nun stehen sie plötzlich vor ihm. Mit dieser unwirklichen Situation ist er anfangs sehr überfordert, aber langsam aber sicher nähert er sich seinen Eltern wieder an – vor allem mit seinem Vater, mit dem er einst ein angespanntes Verhältnis hatte. Die Eltern kommen vor allem mit den Neuerungen der Zukunft weniger zurecht – und es gibt auch ein paar Dinge, die Johannes ihnen noch beichten muss…

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist locker-leicht und schön flüssig, so dass die Geschichte nur so dahinfliegt. Toll finde ich den Humor des Autors, der mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Jedoch wurde der Lesefluss teilweise etwas getrübt, denn der Autor verliert sich oft in Details, so dass die eigentliche Geschichte immer wieder stoppt und auf der Stelle tritt. Man erfährt viel über die Vergangenheit der Figuren und die Gegenwart wird immer wieder unterbrochen, was mir persönlich nicht so richtig gefallen hat. Der Fluss wurde dadurch etwas gestört.

Das Ende dagegen war sehr traurig und regt zum Nachdenken an. Vor allem, da auch die Figuren einem im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen sind. Doch leider hat bei mir der Funke nicht wirklich gezündet, denn zu oft wurde die Geschichte zu langatmig und kam nicht richtig in Fahrt.

Fazit:
Eine humorvolle, aber auch zum Nachdenken anregende Geschichte, die mit liebenswürdigen Figuren punktet, sich aber leider immer wieder in zu vielen Details verliert.

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Interessantes Gedankenspiel, blasse Figuren

Die Eltern von Johannes starben vor 22 Jahren bei einem Autounfall. Der heute 49-Jährige hatte ein eher gespaltenes Verhältnis zu den beiden, vor allem zu seinem Vater. Doch plötzlich stehen seine Eltern wieder vor ihm: Sie haben einen Tag „Urlaub“ vom Jenseits und viele Fragen an Johannes – was ist seit ihrem Tod in der Welt und bei ihm privat passiert?

Das Buch erzählt aus Johannes‘ Ich-Perspektive im Wechsel von dem unerwarteten Besuch seiner toten Eltern und der Vergangenheit. Die Figuren waren mir leider nicht wirklich sympathisch. Johannes‘ Abneigung gegen den Vater, die größtenteils einer generellen Ironie- und Antihaltung geschuldet war, war für mich etwas übertrieben gezeichnet. Selbst die Rückblicke auf sein Leben führten nicht dazu, dass ich mich besser mit ihm hätte identifizieren können. Auch die Eltern - hierbei vor allem die Mutter - bleiben eher blass, da man sie nur aus Johannes‘ Sicht flüchtig kennenlernt. Das ändert sich erst gegen Ende des Buches in Bezug auf den Vater und man kann beide Seiten marginal besser verstehen.

Das Besondere an diesem Buch ist wohl seine Gewöhnlichkeit. Johannes ist kein Held und nicht einmal jemand, der wirklich polarisieren könnte. Sein Leben verlief trotz verschiedener Phasen und der Suche nach sich selbst relativ gradlinig; seine Karriere ist in Ordnung, aber nicht spektakulär; er hat Frau und Kind. Kurzum: Johannes ist ein Durchschnittsbürger. Gerade das hebt ihn von der Masse der üblichen Protagonisten ab. Der Autor Jochen Siemens schildert hier (eventuell in Zügen biographisch geprägt?) das Leben eines ganz gewöhnlichen Deutschen - inklusiver seiner Erfahrungen mit dem Mauerfall - mit all seinen privaten Verstrickungen.

Das einzig Ungewöhnliche ist die Frage, die der Autor dem Leser mit auf den Weg gibt: „Was würden Sie Ihren verstorbenen Eltern erzählen, wenn Sie sie noch einmal treffen könnten?“ So entsteht aus einem Gedankenspiel ein Roman, der sich teils in etwas zu vielen Details verliert, der aber flüssig lesbar ist und zum Nachdenken anregt.

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