Arno Strobel: Abgründig

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Arno Strobel: Abgründig
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783785578643

Informationen zum Buch

Seiten
240

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Ist alles in Ordnung, Junge?"

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Handlungsort

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Eine Bergtour. Ein Unwetter. Ein Mord.
Eingesperrt auf engstem Raum,
ohne Aussicht auf Rettung,
erkennt man ganz neue Seiten an seinen Freunden .
Hässliche Seiten.
Tödliche Seiten ...

Geplant war eine lässige Bergtour auf eigene Faust auf die Zugspitze und wieder zurück, bevor die anderen im Camp etwas merken. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zur Prügelei. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt.

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Abgründig

Eine Gruppe Jugendlicher begibt sich auf eine unbedachte Bergtour und muss während eines Unwetters über Nacht in einer Hütte Unterschlupf suchen. Am Morgen ist einer der Jugendlichen verschwunden und ein anderer hat Blut an den Händen...

Man merkt dem Buch sehr deutlich an, dass es ein Jugendthriller ist. Die Sprache ist knapp und einfach, die Handlung kommt schnell und ohne viel Umschweife auf den Punkt. Dadurch ist zwar der Hintergrund ein wenig dürftig, doch der eigentlichen Handlung schadet das nicht.

Die beteiligten jugendlichen Personen werden nach und nach eingeführt und gut beschrieben, so dass man, zumindest was die 3-4 Hauptpersonen betrifft, klare Sympathien und Antipathien entwickeln kann kann. Dabei treten nach und nach bei mehreren Jugendlichen ganz andere charakterliche Aspekte zutage, als man zunächst erwartet hat - und genau dies ist das Interessanteste am Buch.

Es wird nachvollziehbar beschrieben, wie die Jugendlichen in ihre missliche Lage geraten. In der Zeit, die die Gruppe auf der Hütte verbringt, ist das eigentlich Spannende dann die Gruppendynamik, in der sich, wie der Buchtitel schon vermuten lässt, gewisse Abgründe auftun. Dies entwickelt sich trotz einiger Längen sehr spannend und kulminiert in emotionalen, bewegenden Situationen. Als Leser wird man stückchenweise nach und nach mit Informationen gefüttert und bekommt immer neue Aspekte gezeigt. Leider spielt Alkohol hier eine Rolle, die eigentlich für die Geschichte nicht zwingend nötig wäre - meiner Ansicht nach wird hier etwas zu sehr übertrieben.

Die Auflösung am Ende ist recht versöhnlich (jeder hat etwas dazugelernt und ist um eine Erfahrung reicher), wirkt aber teilweise etwas konstruiert und greift mir (aus Elternsicht gesehen) in einem ganz bestimmten Aspekt zu kurz. Jugendliche, die im echten Leben von diesem Phänomen betroffen sind, finden hier nicht die Ermutigung, die sie idealerweise brauchen könnten - hier kommen, wie so oft in der Realität, die Täter glimpflicher davon als das Opfer, und diese Botschaft gefällt mir in einem Jugendbuch nicht. Andererseits sind Personen und Taten so gezeichnet, dass jugendliche Leser eine Haltung zu dem Gelesenen finden und sich eine Meinung bilden können, was man ihnen ruhig auch zutrauen kann. Hier die richtige Balance zu finden und nicht in Richtung "pädagogischer Zeigefinger" abzugleiten, ist sicher nicht ganz einfach.

Trotzdem bleibt ein klein wenig Enttäuschung am Ende übrig, weil ich mir gerade in einem Jugendbuch eben doch eine klarere Stellungnahme des Autors zu besagtem Thema wünsche und nicht zuletzt auch weil die Erwartungen, die der Prolog bei mir geweckt hat, nicht ganz erfüllt wurden.

Dennoch bietet das Buch ein schönes, schnelles Lesevergnügen für Jugendliche ab 14 Jahre.

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Das Bergcamp Grainau erwartet neue Feriengäste, unter ihnen der 16-jährige Tim, der sich auf sein Abenteuer „Klettern“ ohne Eltern freut. Leider sind im Camp aber auch jüngere Kinder untergebracht und so fühlt sich die Gruppe der Jugendlichen schnell unterfordert mit den einfachen Kletterübungen, die so gar nicht zu dem passen, was man sich vorgestellt hat. Daher schließt man sich mehrheitlich der Meinung von Ralf, der sich in der Gegend rund um die Zugspitze auskennt, an und beschließt auf eigene Faust eine echte Klettertour zu wagen. Viel Ausrüstung ist nicht erforderlich, denn Ralf kennt sich ja aus und der Weg nach oben ist einfach kinderleicht. Also startet man ohne große Vorräte, ohne Ausrüstung und ohne Kartenmaterial, aber mit einer Menge Alkohol in ein großes Kletterabenteuer. Schon nach kurzer Zeit schlägt das Wetter um, aber man beschließt nicht umzukehren, denn schließlich ist man schneller an der nahe gelegenen Hütte, die Ralf kennt, als zurück im Bergcamp. Doch mit zunehmendem Regen und Sturm verliert Ralf die Orientierung und die Gruppe braucht endlos lange bis sie endlich, alle bis auf die Knochen durchnässt, Unterschlupf in einer Hütte finden. Dort verbringen sie gemeinsam eine Nacht. Streitereien, Eifersüchteleien und Schuldzuweisungen prägen den Aufenthalt in der Hütte und als am nächsten Morgen ein Mitglied der Gruppe fehlt, sich an seinem Platz eine Blutlache findet und Tim im Gesicht Blutspuren aufweist, sich aber an nichts erinnern kann, beginnt ein großer Albtraum. Der Leser blickt in die Abgründe der jugendlichen Seelen.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Tim beschrieben und so fühlt man sich diesem besonders nahe und erfährt noch vor allen anderen von seinen Problemen, die ihn bereits seit Kindertagen durchs Leben begleiten. Kann es sein, dass dieser auf den ersten Blick sehr sympathische junge Mann etwas mit dem Verschwinden eines Gruppenmitglieds zu tun hat?

Arno Strobl präsentiert mit „Abgründig“ seinen ersten Thriller für Jugendliche. Es gelingt ihm alleine durch Aktionen und Reaktionen seiner handelnden Charaktere ein unglaublich bedrückendes Szenario zu erschaffen. Beim Lesen fühlt man sich wie in einen Sog hineingezogen und kann kaum fassen, welches Unwetter hier nicht nur draußen vor der Hütte, sondern auch in ihrem Inneren tobt. Einziges Manko der Geschichte sind der übermäßige Alkoholkonsum der jungen Leute und das Ende und damit der Weg zurück, der mir persönlich allzu leicht erschien.

Insgesamt gesehen aber überzeugt dieser Jugendthriller und führt über Höhen und Tiefen, durch eine Klamm, auf den Berg und wieder zurück, durch gewaltige Emotionen jeglicher Art zu den Abgründen, die in jedem Menschen stecken und die in einer solchen Ausnahmesituation mit großer Gewalt an die Oberfläche drängen.

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Spannender Psycho-Thriller für Jugendliche

Ein Feriencamp in den Bergen. Eine Menge Jugendliche. Und eine dumme Idee. Mit diesen Zutaten hat Arno Strobel, der erfolgreich Thriller für Erwachsene schreibt, seinen ersten Jugendthriller geschrieben. Und ich finde: Es ist ihm geglückt.

Zwar ist „Abgründig“ nicht so nervenaufreibend und blutig wie manch anderer Thriller, aber ich denke, für etwa 14-17-Jährige ist es genau das richtige Maß. Mein 16-jähriger Sohn war jedenfalls begeistert. Aber auch ich habe das Lesen genossen und mit den Protagonisten mitgefiebert.

Während draußen ein fürchterliches Unwetter tobt, zeigen die Jungs und Mädels in einer abgeschiedenen Hütte, ganz auf sich allein gestellt, ihr wahres Gesicht. Die Nerven liegen bald blank, die Aggressionen steigen. Es kommt zu Machtkämpfen und gegenseitigen Beschuldigungen, als einer aus der Gruppe über Nacht verschwunden ist und Blutflecken gefunden werden. Plötzlich ist jeder verdächtig und man kann eigentlich niemandem mehr trauen, nicht mal sich selbst.

Arno Strobel versteht es, die Spannung langsam ansteigen zu lassen und immer wieder für Überraschungen zu sorgen. Aufgrund des Gruppenzwangs machen die jungen Leute zum Teil Dinge, die sie selbst nicht für richtig halten. Auch der teilweise sorglose Umgang mit Alkohol fördert in den Jugendlichen Seiten zutage, die zur Eskalation der Situation beitragen. Die Darstellung der Charaktere hat mir recht gut gefallen. Fast jeder trägt ein Geheimnis mit sich herum, das nach und nach gelüftet wird. Die Auflösung finde ich persönlich gut gelungen, wenn sie auch etwas konstruiert erscheint.

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Abgründig

Zum Inhalt: Tim Kommt in ein Ferien-Camp und trifft auf unterschiedliche Freunde, auch auf Ralf, der die Sache in die Hand nimmt und eine Bergtour plant - ohne Aufsicht, ohne, dass jemand davon Bescheid weiß. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Die Gruppe findet sich in einem heftigem Unwetter wieder und sie müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Ein Abstieg ist bei diesem Wetter unmöglich. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zum handgreiflichen Streit. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt. Was ist in der Nacht geschehen?

Mir persönlich hat die Story sehr gefallen: Bergtour, Unwetter, Verschwinden - mal ein anderer Aufhänger für einen Thriller und somit für mich persönlich etwas Neues. Die Figuren sprachen mich wirklich sehr an, sie waren realistisch, gut gewählt und blieben bis zum Ende hin ihrem Stil treu. Positiv aufgefallen ist mir dabei vor allem, dass sie total gegensätzliche Charaktere verdeutlichen, und doch miteinander auskommen müssen. Dadurch wurde das Buch sehr belebt. Die etwas ungewöhnliche Erzählweise - normalerweise bin ich bei einem Thriller gewöhnt, dass eine Person erzählt - aus Erzähler-Sicht lies jede Person zur Hauptperson machen.
Das ganze Buch begann interessant, steigerte sich dann in eine Neugierde und wuchs dann schließlich hin bis zu einer richtigen Spannungsquelle, die erst kurz vor Schluss aufgelöst wurde - somit war das Buch wirklich spannend bis zur letzten Seite.
Abzug erhält es nur wegen des Prologs, der mir persönlich nicht so sehr gefallen hat, da er das gute Ende schon vorweg genommen hat.
Die Story selbst ist strukturiert aufgebaut, hätte im Endeffekt aber sicher noch etwas länger dauern und mehr Fahrt aufnehmen können und so mehr Zeit für ein paar "Verwirrungen" oder "Wendungen" bieten können.

Fazit: Ein abwechslungsreicher Thriller, spannungsgeladen und nicht nur als Jugendbuch geeignet. Interessant fande ich auch, dass das Buch durch den Inhalt und den Aufbau den Leser vor die Probleme und Folgen von Vorurteilen stellt und diese auch deutlich macht!

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Eine Bergtour mit Hindernissen

Meine Erwartungen an dieses Buch waren recht hoch. Die beiden Thriller von Arno Strobel, die ich bisher gelesen habe, waren solide und spannend. Bei diesem Buch fand ich das sehr gelungene Cover und vor allem den doppeldeutigen Titel sehr verheißungsvoll. Aber … dann war ich schon sehr enttäuscht vom Prolog, weil er mich nicht auf die Geschichte einstimmt, sondern mir ganz einfach das Ende verrät. Genau das mag ich an einem Thriller überhaupt nicht, weil dadurch viel zu viel vorweg genommen wird und das hat sich auch bei diesem Buch bestätigt.

Dann werden alle Teilnehmer der Bergtour vorgestellt. Aber leider nicht interessant, sondern eher langweilig, fast schon wie eine Personen-Auflistung mit Alter und Herkunft. Das hätte man wirklich fesselnder gestalten oder in eine Liste packen können. Trotz allem waren ein paar sehr interessante und vor allem verschiedene Charaktere dabei.

Als die jungen Leute sich dann zu einer unerlaubten Bergtour aufmachen, kommt endlich ein bisschen Fahrt in die Geschichte. Die Gruppe gerät in ein fürchterliches Unwetter und das war wirklich toll geschildert. Ich habe fast gefroren beim Lesen. Auch so kleine Andeutungen „Er irrte sich gewaltig“ am Ende eines Abschnitts waren sehr förderlich für den Spannungsbogen, der zwischendurch immer wieder durch Wiederholungen und zu breit getretenen Diskussionen gelitten hat.
Ich hatte mich auf Abgründe wie in Goldings „Herr der Fliegen“ gefreut und sollte leider enttäuscht werden. Der Titel ließ mich auf eine psychologisch spannende Geschichte hoffen, aber das Potential, das in diesem Plot steckt, hat Arno Strobel leider verschenkt. Er lässt den Alkohol, den der Anführer gönnerhaft verteilt, zum Schuldigen werden und das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich finde es nicht passend für ein Jugendbuch und die Geschichte war mir dadurch viel zu einfach gestrickt. Und auch das Ende, das ich ja teilweise durch den Prolog schon kannte, hat mir nicht gefallen.

So fand ich das Buch nur mittelmäßig … ganz nett, aber es gibt viel bessere und auch spannendere Bücher in diesem Genre.

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Wo war der Abgrund?

Ein paar Jugendliche aus einem Bergcamp entschließen sich zu einer unerlaubten Bergtour. Allen voran einer, der alles zu wissen meint, Arztsohn und Großsprecher Ralf. Ihm folgt so ziemlich alles, was es an Teenagern gibt. Und schon nach wenigen Metern ist klar, dass ihre Tour keine gute Idee war - am Ende klebt Blut an den Händen eines der Jugendlichen und niemand kann es sich erklären.

Ein durchaus gelungenes Jugendbuch, gut ausgearbeitete und zugleich schön fragwürdige Charaktere. Der Thriller im Buch bleibt sehr versteckt. Für mich bleibt die Frage, wo der "Abgrund" denn nun eigentlich liegt...
Viel spannender sind dann noch die Konflikte der Personen untereinander, wo sich jedoch "häßliche" Seiten zeigen sollen? Manches ist schon recht hart, aber in (auch jugendlichen) Relationen gesehen noch sehr watteweich verpackt.
Angeschnitten, aber dann doch nicht zu Ende diskutiert ist der recht beachtliche Alkoholkonsum der Jugendlichen. Man hätte sich hier vielleicht noch mehr Auswirkungen vorstellen können - so wird Wodka gekippt und außer, dass alle recht blau sind, passiert "nichts".

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Wie tief ist dein Abgrund?

Eine Gruppe Jugendlicher packt in einem Feriencamp die Abeteuerlust und sie machen sich ohne Genehmigung der Betreuer auf, um eine Bergtour zu unternehmen, natürlich kommt es so, wie es kommen muss und die Gruppe gerät in ein Unwetter und findet Unterschlupf in einer Hütte und dort nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Alles in allem bietet das Buch für Jugendliche spannende Unterhaltung, aber mich als Erwachsenen hat das Buch nicht so richtig gepackt. Es gab zwar einige Momente, die mich aufschrecken ließen und auch die Grundidee ist gut. Aber es gibt einige Unklarheite, vor allem gegen Ende des Buches, die mich etwas unbefriedigt zurückließen, beispielsweise wenn sich auf den möglichen Täter eines Mordes eingeschossen wird, aber auch wie die Hauptfiguren mit ihrer Situation am Ende umgehen, damit kam ich nicht so richtig klar, es wirkte alles schnell zusammengeschustert, damit das Buch ein Ende findet und es irgendwie stimmig ist.

Arno Strobel braucht in Sachen Jugendthriller noch etwas Übung, da es sein erstes Buch für Jugendliche ist, oder er bleib bei dem Genre, dass ihm besser liegt, nämlich bei Psychothrillern.

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Wenn alle gegen dich sind, was dann?

Tim freut sich auf das Bergcamp, endlich kann er einmal wandern und klettern wie er mag. Nur leider stellt sich sehr schnell heraus, dass es im Camp total langweilig ist. Kurzerhand machen sich Tim und einige andere aus seiner Gruppe auf eigene Faust auf den Weg zu einer richtigen Bergtour. Womit keiner gerechnet hat: ein Unwetter zieht auf und zwingt unsere Protagonisten in einer heruntergekommenen Hütte Schutz zu suchen. Auf engstem Raum und mit wenigen Lebensmitteln ausgestattet, schlägt die Stimmung in der Gruppe schnell um. Und als am nächsten Morgen plötzlich einer aus der Gruppe verschwunden und die Hütte voller Blut ist, da liegen die Nerven blank. Was ist geschehen? Gibt es in der Gruppe einen Mörder?

Das Buch startet mit einem überaus spannenden Prolog, als Leser macht man sich sofort seine Gedanken, was da passiert sein könnte. Der Einstieg in die Geschichte fällt einfach, da der Autor die richtigen Worte für die angesprochene Leserschaft findet. Man kann sich die Protagonisten optisch gut vorstellen, da sie in dieser Hinsicht detailliert beschrieben werden.

Aber damit hört es dann leider auch schon auf an Positivem. Unsere Protagonisten haben sich gerade erst kennengelernt und machen sich sofort auf eine Bergtour. Bereits auf den ersten Metern kommt es zu Streitereien. Im Verlauf der Geschichte entsteht immer mehr Aggressivität, Schimpfworte fliegen und es kommt zu übermäßigem Alkoholkonsum. Die Geschichte lebt nicht wirklich durch Inhalt, sondern baut ausschließlich auf Vermutungen und Schuldzuweisungen auf. Zudem sind die Charaktere von ihrer Gefühls- und Gedankenwelt sehr oberflächlich dargestellt, die Mehrheit bleibt blass und wenig nachvollziehbar. Ich wurde mit keinem der Protagonisten so recht warm und vor allem Tims Handeln war mir oft ein Rätsel.

Las ich zu Beginn noch mit Spannung, stieg meine Enttäuschung immer mehr, da Alkohol und Machtgehabe einfach eine zu große Rolle spielten. Ich mag nichts lesen wo Alkoholkonsum unter Jugendlichen offenbar zum Alltäglichen gehört. Zudem wird Mobbing vom Autor einfach bagatellisiert, was ich einfach nur erschreckend fand.

Die Idee zur Geschichte ist ja wirklich nicht schlecht, nur schwächelte es in meinen Augen doch stark an der Umsetzung.

Fazit: Dieses Buch konnte mich selbst als Jugendthriller nicht wirklich überzeugen, da einfach kein Thrill vorhanden war. Dieses Buch würde ich nicht meinen Freunden empfehlen. Nur bedingt lesenswert!

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