Adele Griffin: Alles, was ich von mir weiß

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Adele Griffin: Alles, was ich von mir weiß
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783734850127

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

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Handlungsort

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Als Ember einen schweren Autounfall verursacht und ihr Beifahrer Anthony dabei ums Leben kommt, ist nichts mehr so, wie es war. Ember überlebt schwer verletzt, kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Während ihre Eltern und Freunde nicht über die Geschehnisse reden wollen, stellt sich Ember immer wieder dieselben Fragen: Was ist in dieser Nacht passiert? Warum hat sie ihr Gedächtnis verloren? Und vor allem: Wer war Anthony? Bei der Suche nach Antworten trifft sie auf den geheimnisvollen Kai, der sie wie kein anderer zu kennen scheint. Gemeinsam versuchen sie, der Vergangenheit nachzugehen. Aber ist Ember wirklich bereit, die Wahrheit zu erfahren?

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Bewältigung von Gedächtnisverlust und Trauma gut dargestellt


Die junge Ember hat nach einem selbstverschuldeten schweren Autounfall einen Teil ihres Gedächtnisses verloren. Nachdem sie viele Monate im Krankenhaus verbringen musste, um zumindest körperlich wieder hergestellt zu werden, versucht sie mühselig sich zu Hause wieder in ihrem alten Leben zurecht zu finden. Jedoch fehlen ihr gute drei Monate Erinnerung an die Zeit direkt vor ihrem Unfall und sie muss sich auch noch mit der Tatsache auseinandersetzen, dass der Beifahrer, der neben ihr saß, tod ist. Gleichzeitig hat sie keinerlei Erinnerungen an diesen Beifahrer Anthony und das Gefühl, dass ihr ihre Umgebung auch nicht alles sagen möchte.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Ember geschrieben, wodurch der Leser mit ihr gemeinsam durch die Panikattacken geht und gemeinsam mit ihr versucht ihre verloren gegangenen Erinnerungen zu rekonstruieren. Dabei hat man dann auch als Leser schnell das Gefühl, dass sowohl die Eltern, wie auch zum Teil die Freunde gewisse Dinge vor Ember verheimlichen und gar nicht so unbedingt möchten, dass sie sich wieder erinnert.

Die Geschichte hat auf mich einen unglaublichen Sog ausgeübt und ich konnte das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es denn mit Ember weitergeht und was diese zum Teil seltsamen Erlebnisse, die sie hat, zu bedeuten haben.

Stück für Stück setzt man als Leser gemeinsam mit Ember ihre Erinnerung wieder zusammen, aber auf die Auflösung am Ende war ich dann doch nicht vorbereitet. Da konnte mich die Autorin nochmal richtig überraschen, da ich mit so einer Wendung überhaupt nicht gerechnet hatte.

Ich finde das die Autorin das Thema Gedächtnisverlust und auch Trauma-Bewältigung gut und gefühlvoll umgesetzt hat und mit Ember eine Hauptfigur geschaffen hat, die ich gut nachvollziehen konnte.

Alles in allem ein sehr gelungener Jugendroman, der mich gefesselt und auch tief berührt hat und mit einem überraschenden Ende aufwarten konnte.

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Alles, was ich von mir weiß

„Alles, was ich von mir weiß“ ist die Geschichte von Ember, einer jungen Frau, die nach einem Autounfall viele Monate in Krankenhaus und Reha verbringen musste und die nun wieder in ihr altes Leben entlassen wird. Allerdings gibt es ein Problem, denn Ember kann sich nicht mehr an ihr gesamtes altes Leben erinnern. Die Zeit einige Wochen vor dem Unfall ist in ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht. Dinge, die weiter zurückliegen, sind nach wie vor präsent. Ember ist einerseits froh wieder zu Hause sein zu dürfen, andererseits hat sie auch diverse Ängste. Sie merkt wie besorgt ihre Eltern, Freunde und Mitmenschen sind, aber sie hat auch das Gefühl, dass man versucht Dinge vor ihr zu verbergen. Warum spricht niemand mit ihr über diese Zeit vor dem Unfall, die ihr fehlt?
Ember beginnt Nachforschungen anzustellen, findet heraus, dass sie sich einige Wochen vor dem Unfall scheinbar sehr verändert hat und lernt auf der Suche nach ihrem alten, unbekannten „Ich“ Kai kennen, einen jungen Künstler.

Fortan darf der Leser teilhaben an dieser jungen, erfrischenden Liebe und sich mit Ember über das Verhalten ihrer Mitmenschen wundern. Embers Nachforschungen ergeben, dass sie bei dem Autounfall wohl nicht alleine, sondern in Begleitung eines jungen Mannes namens Anthony war. Aber Anthony lebt nicht mehr und Ember weiß nicht einmal wie er aussah, woher sie ihn kannte und was sie überhaupt mit ihm verband.

„Alles, was ich von mir weiß“ ist eine interessante Geschichte mit überraschendem Ausgang, die sich mit der Thematik einer Amnesie auseinandersetzt. Hier wird sehr deutlich wie sehr die fehlenden Erinnerungen den Patienten selbst, aber auch seine Mitmenschen belasten und auch in ihrem Handeln beeinflussen können.

Mich persönlich konnte die Geschichte dennoch nicht vollkommen überzeugen, da mir das Verhalten von Embers Eltern und Schulkameraden zu aufgesetzt und lebensfremd vorgekommen ist. Das mag aber auch am vorliegenden Erzählstil in der Ich-Perspektive gelegen haben. Und da ich mit Ember auch als Person nicht wirklich klar gekommen bin, ist wohl auch ihre Betrachtungsweise der Dinge mir persönlich etwas fremd.

So hat dieses Buch mich zwar unterhalten, aber nicht völlig überzeugen können. Und das Ende hat mich zwar überrascht, meine Distanz zur Geschichte an sich aber nur vergrößert.

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Alles, was ich von mir weiß

Ember, 17 Jahre alt, leidet nach einem Autounfall unter einer Amnesie... sie weiß teilweise Sachen vor oder nach dem Unfall nicht mehr. Auch an ihren Beifahrer kann sie sich nicht erinnern... Es ist unklar, ob sie sich jemals wieder an das Geschehene erinnern wird. Der Leser begleitet Ember die erste Zeit nach der Klinikentlassung in den Alltag. Wir erfahren ihre Bedenken, erleben ihre Ängste und Sorgen...emotional und sehr einfühlsam geschrieben, die Charaktere sind sehr greifbar und sehr bildlich.Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit, sowie Freundschaft sind hier Thema. Ember fühlt sich erstmal alleine und ist hilflos, da sie erstmal gar nicht mehr weiß wer und was sie überhaupt ist, Schritt für Schritt muss sie sich wieder in ihrem Leben einfinden, Hilfe bekommt sie hier von ihren Eltern, ihrer besten Freundin Rachel, ihrem Exfreund Holden und auch von Kai.Mehr will ich hierzu aber nicht verraten, sonst gebe ich zuviel vom Inhalt bekannt... Ich kann nur eins sagen, dieses Buch sollte man gelesen haben!!!

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Sechs verlorene Wochen

"Alles, was ich von mir weiß" behandelt ein Thema, das von sich aus schon ganz viel Spannungspotenzial besitzt: Gedächtnisverlust. Nicht nur, weil es spannend sein könnte aufzuarbeiten, was denn in der verlorenen Zeit geschehen ist, sondern auch, weil ich es unglaublich interessant finde, wie die Betroffenen und deren Umgebung damit umgehen. All dies habe ich mir von diesem Buch über die junge Frau Ember, die nach einem schweren Autounfall sechs Wochen ihres Lebens vergessen hat, erhofft und, wenn auch nur teilweise, aber auf außergewöhnliche Weise bekommen.

Diese Geschichte beginnt an einem Tag, an dem Ember wieder aus der Reha zurück nach Hause zu ihren Eltern gehen darf. Nach dem Unfall lag sie einige Wochen im Krankenhaus und verbrachte danach noch viele Monate in der Reha. Sie hat einige schwere Verletzungen davongetragen und musste natürlich erst mal wieder lernen mit ihrem geschwächten Körper umzugehen. Auch die vergessenen sechs Wochen vor dem Unfall verursachten ihr immer wieder Sorgen. Als sie dann wieder Zuhause ist, wird sie zwar herzlichen empfangen, aber doch auch sehr vorsichtig. Sie wird wie ein rohes Ei behandelt und fühlt sich dabei sehr schnell eingeengt von zu viel Fürsorglichkeit. Zudem merkt Ember schnell, dass ihr nicht alles gesagt wird. Zuerst ist da der junge Mann, der beim Unfall auch mit im Auto saß, aber da scheint noch viel mehr zu sein.

Embers Sicht führt uns durch ihr Leben nach der Reha und somit beginnt das Buch recht ruhig. Der Schreibstil ist gefühlsbetont und nachdenklich und beschäftigt sich viel mit Embers Gedanken. Durch den eher stillen Einstieg in die Geschichte konnte ich mich persönlich schnell und gut in Embers Gedankenwelt einfühlen und war deshalb unglaublich interessiert, wie ihr alltägliches Leben nun mit dem Gedächtnisverlust weitergeht. Auch wenn es nur sechs Wochen sind, die ihr fehlen, scheinen sich diese wie ein riesiges Loch in ihren Gedanken anzufühlen. Schließlich ist es nicht nur die Unfallnacht, die ihr fehlt. Wenn man so etwas noch nie erlebt hat, kann man sich das wahrscheinlich nicht mal im geringsten vorstellen, bei "Alles, was ich von mir weiß" hatte ich aber zumindest das Gefühl, dass es sich dem Thema annähern konnte.

Besonders eindringlich wurden hier auch die Reaktionen der Menschen um Ember herum beschrieben. Da waren nicht nur ihre Eltern, sondern auch Freunde oder bloße Bekannte. Niemand schien so recht zu wissen, wie man nun mit ihr umgehen sollte, was man sagen darf und was nicht. In dem Zusammenhang spielen auch die sechs vergessenen Wochen eine Rolle, denn Ember selbst scheint in dieser Zeit eine ganz andere Person gewesen zu sein, die aber niemand so richtig mehr haben will. Alle scheinen froh zu sein, dass sie wieder die alt bekannte Ember haben. Viele, viele Seiten über hat sich in meinen Augen einfach jeder verdächtig gemacht, der offensichtlich nicht alles aus- oder angesprochen hat. Genau das hat wiederum enorm zum Spannungsaufbau beigetragen. So interessant die Reaktionen der anderen Personen auch waren, so hätte ich mir doch gewünscht, dass sie mehr sein könnten als bloß stereotype und besorgte Menschen. Da wirklich alles nur aus Embers Sicht beschrieben ist, bekommt der Leser natürlich auch nur diese mit, sodass besonders ihre Eltern schnell zu nervigen, übereifrigen und nervösen Menschen degradiert werden und ihre beste Freundin oft mehr eifersüchtig als froh wirkt. Hier wären weitere Sichtweisen oder auch nur erklärende Szenen wichtig gewesen, um diese Personen aus dem Klischee herauszuholen.

Ember, die den neuen Alltag auf sich zukommen lassen soll, um die vergessene Zeit ganz von allein wieder zu bekommen, ist ein Charakter, der mich zweigespalten zurückgelassen hat. So ruhig das Buch auch angefangen hat, so schnell wird klar, dass Ember nicht immer ein leiser oder sanfter Mensch ist. Sie entwickelt mit der Zeit ihre eigene "Kopf durch die Wand"-Methode, die ihr vielleicht Ergebnisse bringt, irgendwann allerdings nur noch fürchterlich egoistisch wirkt. Ich suche zwar per se nicht ständig Charaktere, die ich sympathisch finden kann, aber hier fand ich die Entwicklung wirklich schade. Vor allem, weil sich dadurch viele Situationen andauernd wiederholt haben, beispielsweise Szenen, bei denen Ember viel zu spät nach Hause kam und mal wieder genervt war von der Sorge ihrer Eltern, die stundenlang gebangt hatten. Was ihr allerdings während dieser spontan Aktionen passiert, ist wiederum ziemlich faszinierend, weil sich hier eine kleine, aber intensive Liebesgeschichte entwickelt. Sie trifft Kai, Kai trifft Ember und beide werden gleich unglaublich voneinander angezogen. Eine frische Liebe, die fast surreal wirkte und beim Lesen viel Spaß machte.

"Alles, was ich von mir weiß" ist nicht nur ein Buch, das einen schweren Unfall, Schuldgefühle und einen Gedächtnisverlust aufarbeitet, sondern auch eine Suche nach sich selbst. Ember, die sich durch die lange Zeit in der abgeschiedenen Reha-Klinik gar nicht mehr zu kennen scheint, fühlt sich langsam wieder in sich selbst ein. Es ist ein spannendes Buch voller Geheimnisse mit einer überraschenden Wendung, die dem Gedächtnisverlust noch ein weiteres Level verpasst. Für mich war die Wendung an sich nichts, das mich vom Hocker gerissen hätte (dafür sind mir ähnliche Überraschungen in letzter Zeit zu oft begegnet), aber sie war dennoch kaum vorauszusehen und besonders die Erklärungen haben mich überzeugt. Trotz einiger Längen durch Wiederholungen empfehle ich dieses Buch allen weiter, die sich für das Thema Gedächtnisverlust interessieren.

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Ein Unfall mit fatalen Folgen

Nach einem schweren Autounfall, hat die 16-jährige Ember ihr Gedächtnis verloren. Die letzten sechs Monate vor ihrem Unfall sind aufgrund eines schweren Schädel-Hirn-Traumas wie ausgelöscht. Erst nach und nach kommen die Erinnerungen, an jene schlimme Nacht zurück. Und auch daran, dass sie dabei einen Jungen, Anthony, getötet hat. Für Ember sind es vor allem die Schuldgefühle, die es ihr ganz schön zu schaffen machen. Und auch die vielen helfenden Hände, ihre Eltern, ihre beste Freundin Rachel oder ihr Exfreund Holden, können ihr bei der Bewältigung ihrer Gefühle auch nicht wirklich weiterhelfen... Und immer wieder kreisen Embers Gedanken um die Frage: Was ist in dieser Nacht bloß passiert? Und wer war Anthony? Auf der Suche nach den Antworten trifft sie zufällig Kai, einen Jungen, der ihr einfach nicht mehr aus dem Sinn gehen will...

Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde gewonnen, und möchte mich auf diesem Weg nochmal ganz herzlich beim Team und beim Verlag dafür bedanken!

Der Einstieg war für mich etwas komisch. Da ich kurz zuvor schon ein Buch zum Thema Gedächtnisverlust gelesen hatte, war mir vieles von dem Ember gesprochen hatte, natürlich nicht allzu fremd. Das war im ersten Moment ein klein wenig seltsam, hat sich aber nach und nach wieder gelegt!:D Zu Ember, der Hauptprotagonistin, habe ich mir bis zum Schluss keine richtige Meinung bilden können. Aus irgendeinem Grund mochte ich sie nicht wirklich. Sie war nicht grundsätzlich unsympathisch, versteht mich da nicht falsch, aber ich kam mit ihrer Art und Weise in mancher Hinsicht nicht so ganz zurecht. Schon alleine die Sache mit Kai fand ich schrecklich nervig! ER bestimmte immer wann sie sich trafen, ER kam meisten zufällig vorbei, und SIE ließ dann immer alles und jeden stehen und liegen, um sich in seine Arme zu werfen! Sie belog ihre Eltern und ihre Freunde seinetwegen, und machte einfach alles, um es IHM Recht zu machen. Ich fand das in diesem Moment einfach nur total schwach vom Ember! Zwar hat sich Kais merkwürdiges Verhalten am Ende logisch erklären lassen, aber in den jeweiligen Situationen gingen mir beide entsetzlich auf die Nerven! Eine zweite Sache, die mich immens gestört hat: Wie Ember die Leute in ihrem Umfeld behandelt hat! Vor allem Holden! Der arme Holden! Ember hat ihn benutzt und ihn dann fallen gelassen, anstatt sich mal ernsthaft mit ihm und seinen Gefühlen auseinander zu setzten. Und der gut aussehende, zuvorkommende, immer gut gelaunte, humorvolle und liebenswürdige Holden lässt sich das natürlich gefallen. Warum fragt ihr euch? Tja... Was macht man nicht alles aus Liebe...? Ihren Eltern gegenüber verhielt sie sich anfänglich noch ganz passabel, aber spätestens nach ihrem kleinen „Ausraster“ hätte ich sie echt schütteln können! Ich meine, was denkt sie denn bitte? Das ihre Eltern munter dabei zusehen, dass sie fast bei einem schweren Unfall draufgeht, und sie dann einfach wieder das machen lassen, was sie will? Schon klar, dass ihre Fürsorge in mancher Hinsicht vielleicht nervig war, aber welche Eltern würden ihr Kind nach einem solchen Erlebnis nicht bemuttern? Und Ember regte sich nur darüber auf. Im Ernst, da konnte ich echt nur noch mit den Augen rollen... Holden (Er ist einfach nur ein so goldiger Schatz von einem Freund!) und Rachel fand ich beide sehr sympathisch. Schon auf den ersten Seiten lernt man Embers beste Freundin, genannt Smarty, kennen, mit ihrer frechen und aufmüpfigen Art. Sie wirkte auf mich, wie eine gute und ehrliche Freundin (was sie öfter mal unter Beweis stellte, denn ja (!) sie sagt ihr Meinung deutlich!), die immer einen guten und lockeren Spruch auf den Lippen hat. Ich mochte sie total gerne. Kai und ich wurden bis zum Schluss leider keine Freunde. Diese riesige geheimnisvolle und mysteriöse Wolke die ihn umgab, hat mich mehrmals an den Rand der Verzweiflung getrieben! Er tauchte immer auf und verschwand, wann, wie und wo es ihm passte, war unzuverlässig, und meldete sich nie wie versprochen. Alleine schon die allererste Begegnung zwischen ihm und Ember hat nur ein einziges Gefühl bei mir hervorgerufen: Häh?!. Diese Begegnung war wirklich mehr als komisch; mit allem drum und dran! :D Ich konnte Ember aber in mancherlei Hinsicht auch verstehen, dass sie diese „Romanze“ mit ihm, als eine Art Neuanfang für sich sah: Sie ließ ihr altes Leben, und damit auch Holden, hinter sich, und nahm ihr „neues“ Leben in Angriff. Aber... Ich mochte ihn eben einfach nicht. Und die beiden zusammen, erst Recht nicht!

Ein riesiger Pluspunkt ist definitiv der Spannungsbogen! Trotz der teils, für mich, unsympathischen Charaktere, bleibt man an der Geschichte dran, weil immer die große Fragen über allem schwebte: Was ist in jener Nacht wirklich passiert? Und das wird wirklich bis zum Schluss offen gelassen! Man räselt die ganze Zeit hin und her: Kannten sich Anthony und Kai? Was steckt wirklich hinter ihm? Wird Ember ihre Erinnerung zurück bekommen? Und was ist überhaupt mit ihr? Wird sie nach jenem schlimmen Unfall, bei dem ein Mensch starb, wieder so sein können wie zuvor? Will sie ihr altes Leben überhaupt zurück? Fragen über Fragen, die Stück für Stück geklärt wurden. Das überraschende Ende hat mich dann auch etwas versöhnlich gestimmt. Es hat viele seltsame Momente und Erinnerungen auf logische Weise aufgeklärt. Hier war mir Ember auch so ziemlich das erste und einzige Mal nah; an der Stelle habe ich ihren Verlust erst so wirklich spüren und auch fühlen können. Insgesamt bin ich leider nicht wirklich mit ihr warm geworden. Ich war zwar gespannt, was genau in jener Nacht passierte und interessert am Verlauf der Geschichte, aber Embers Gefühlswelt ließ mich völlig kalt. Ich konnte mich nicht richtig in sie hineinversetzen und habe keinen wirklichen Draht zu ihr gefunden, was echt schade war, da die Geschichte an sich eine Menge Potenzial hatte!

Fazit: Ich vergebe sonst ungern halbe Sterne, aber hier konnte ich mich partout nicht entscheiden, ob ich nun drei oder doch vier Sterne vergeben soll. Die Story hatte grundsätzlich gute Ansätze und war definitiv spannend und interessant gestaltet. Allerdings wurde, meiner Meinung nach, Potenzial verschenkt... Deswegen „nur“ 3,5 Sterne von mir!

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Wenn ein Unfall dein Leben für immer verändert...

Die überaus hübsche Gestaltung des Buches und der interessante Klappentext ließen mich neugierig auf das Buch werden, hatte ich bis dato doch noch kein Buch der Autorin gelesen.

In der Geschichte selbst geht es um Ember, die einen von ihr verursachten Autounfall schwer verletzt überlebt, ihr Beifahrer jedoch nicht. Seitdem leidet sie an Gedächtnisverlust und hat Angst vor dem Leben außerhalb der Klinik. Wird sie jemals wieder leben können wie vorher?

Die Handlung wird uns über Ember als Ich- Erzählerin näher gebracht, so dass wir als Leser immer nur so viel wissen wie die an Amnesie leidende Protagonistin. Ember blieb mir im Buch lange fremd, wobei ich fast die Vermutung habe, dass das von der Autorin so gewollt ist, denn Ember ist sich ja lange selbst fremd. Ihr Handeln konnte ich nicht immer verstehen. Gerade ihr Verhalten gegenüber Holden hat mich arg geärgert.

Ansonsten spürt man in dem kompletten Buch die blanke Hilflosigkeit der Protagonistin und man mag gar nicht daran denken wie man selbst in solch einer Lage handeln wollen würde. Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern man muss ins Leben zurückfinden oder man hat für immer verloren.

Das Buch berührt und weckt auf. Leider sprang der Funke bei mir erst zum Ende des Buches über. Die Wende zum Schluss hat mich arg überrascht, denn damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Der Schluss ist passend und für mein Empfinden blieb auch keine Frage unbeantwortet.

Fazit: Ein Buch über ein schweres Thema, das nicht jedermanns Sache sein wird. Ich empfehle es daher nur bedingt weiter.

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Trotz Kritik ein Buch für schöne Lesestunden

Zunächst ein großes Lob an die Buchgestalter. Ich finde nicht nur das Cover traumhaft schön, sondern auch das Buch selbst, denn dieses ist mit den Blättern, die auch auf dem Schutzumschlag zu sehen sind, bedruckt ? Da ich beim Lesen den Schutzumschlag entferne, freue ich mich immer, wenn das Buch selbst ebenfalls hübsch aussieht. Und das tut "Alles, was ich von mir weiß" wirklich.

Nach einem schweren Unfall, kann sich die Protagonistin Ember an die letzten Monate vor dem Unfall nicht mehr erinnern. Doch ausgerechnet in dieser Zeit scheint sich die 16-Jährige stark verändert zu haben. Was ist bei dem Unfall passiert? Und warum hat Ember kaum noch etwas mit ihrer besten Freundin Rachel unternommen? Dann lernt sie den mysteriösen Kai kennen und verliebt sich in ihn. Doch auch er scheint seine Geheimnisse zu haben.

Sofort wird der Leser in Ember's Welt gesogen. Ich konnte mich schon auf den ersten Seiten sehr gut in sie hineinversetzen und bewunderte sie für ihre Stärke. Wie schwer muss es sein, wenn man sich an das eigene Leben, und wenn es auch "nur" einige Monate sind, nicht mehr erinnert? Ember versucht ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen und schafft es nach und nach ihre Erinnerungslücken zu füllen. Ich habe mit ihr mitgelitten, mitgefiebert und gehofft.

Der Schreibstil sticht nicht aus der breiten Masse hervor. Er ist sehr angenehm und einfach zu lesen.

Die Eltern nehmen keine allzu große Rolle in dieser Geschichte ein. Viel mehr geht es auch um Embers Exfreund Holden, ihre beste Freundin Rachel und natürlich Kai. Was mich während des Lesens wunderte, war die Tatsache, dass sowohl die Eltern als auch die Freunde ständig Andeutungen bezüglich der letzten Monate machten, ihr aber keiner aktiv half, die Erinnerungen zurück zu erlangen. In diesem Punkt wurde sie sich komplett selbst überlassen. Das passt für mich nicht zusammen. Während ich Holden sehr mochte, war ich Rachel gegenüber eher skeptisch. Sie schien zwar sympathisch, lies jedoch immer wieder durchblicken, dass sie mit der Ember der letzten Monate nicht einverstanden und wegen irgendetwas enttäuscht war. Dies ärgerte mich, da Ember keine Möglichkeit hatte diesen Ärger nachzuvollziehen. Und dann war da natürlich noch Kai. Kai, dem Ember bereits bei der ersten Begegnung verfallen war und dennoch immer wieder zu Holden rannte. Kai, der bestimmte wann und wo sie sich sehen und sich oftmals tagelang nicht meldete. Dieses Hin und Her fand ich stellenweise etwas nervig.

Nach ca. 100 Seiten hatte ich in Bezug auf das Ende eine Vermutung, die während des Lesens immer weiter bestärkte und sich zum Schluss auch bestätigte. Auch wenn der "Überraschungseffekt" bei mir deshalb nicht eintrat, fand ich das nicht weiter schlimm. Ich war sogar froh, schon vorher Bescheid zu wissen. Mir hat diese Entwicklung sehr gefallen, auch wenn die Meinungen hier sehr stark auseinander gehen werden. Das Ende selbst wurde in meinen Augen leider zu schnell abgehandelt. Es kommt der große Knall, dann gibt es noch ein paar Sätze dazu und das Buch ist auch schon ausgelesen.

Fazit: Ein schönes Jugendbuch, dass mir trotz kleiner Kritikpunkte ein paar schöne Lesestunden bescherte.

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