Adriana Popescu: Mein Sommer auf dem Mond

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Adriana Popescu: Mein Sommer auf dem Mond
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783570311981

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
»Es sieht gar nicht aus wie eine … eine …«

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Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...

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Authentisch, vielfältig und sehr, sehr einfühlsam


Klappentext
„Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört
Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ...“

Gestaltung
Die Pastellfarben des Covers mag ich sehr gerne, da sie aufgrund ihrer Helligkeit für mich sehr gut zum im Titel erwähnten Mond passen. Der Strand und das Meer auf dem Covermotiv erinnern mich zudem auch ein wenig an den Mond, weswegen ich finde, dass das Cover den Titel sehr schön und ein wenig spielerisch aufgreift. Die vier Menschen visualisieren zudem für mich passend die Hauptfiguren des Buches, wodurch man auf den ersten Blick sehen kann, um wen es geht. Das Pastellpink des Titels sticht vor dem hellen Blau etwas hervor, aber auch nicht zu stark, was ich sehr gerne mag.

Meine Meinung
Nun war es auch endlich für mich soweit und ich habe mein erste Buch von Adriana Popescu gelesen. Der Name der Autorin war mir durch ihre verschiedenen, bereits erschienenen Jugendbücher und ihren in diesem Genre im deutschsprachigen Raum hohen Bekanntheitsgrad ein Begriff und nun habe auch ich endlich ein Buch aus ihrer Feder gelesen. Ich habe davon gehört, dass „Mein Sommer auf dem Mond“ der wohl persönlichste Roman der Autorin sei und ich fand, dass man dies beim Lesen spüren konnte. Für mich war jedes Wort wohlgewählt und hinter jedem Satz steckten die verschiedensten Gefühle.

Das Thema des Buches ist dabei kein leichtes, denn es geht um vier Jugendliche, die ein Therapiezentrum auf Rügen besuchen. Fritzi, Bastian, Tim und Sarah besuchen dort dieselbe Therapiegruppe, die Astronauten, und versuchen mit ihren verschiedenen Schicksalen fertig zu werden, denn alle haben eins gemeinsam: sie sind durch verschiedene Dinge aus der Bahn geworfen worden. Die Astronauten geben einander bei den verschiedensten Dingen und vor allem beim Therapiealltag Halt und Unterstützung. Ich habe beim Lesen manchmal ein klein wenig an den „Club der roten Bänder“ gedacht, wo auch zwischen den verschiedensten Figuren ein tiefes Band der Freundschaft entstanden ist.

In „Mein Sommer auf dem Mond“ ist es ganz ähnlich, denn Fritzi, Basti, Sarah und Tim wachsen mit jeder Seite immer weiter zusammen und dabei kommt auch jeder sich selbst immer näher. Dabei mochte ich besonders gerne, wie unterschiedlich diese vier Charaktere doch waren, denn ihre Schicksale waren alle grundverschieden, wodurch sie auch charakterlich sehr vielfältig und bunt wurden. Diesbezüglich fand ich es auch super, wie die Autorin es geschafft hat, dass ich mit jedem der Vier mitgelitten habe und immer wenn ich dachte, dass ich am Ende meiner Gefühlsskala angekommen wäre, hat Adriana Popescu noch eine Schüppe drauf gelegt.

Auf diese Weise ist das Buch einfach unglaublich emotional und ergreifend. Unheimlich überzeugend fand ich es, wie feinfühlig und ergreifend die Autorin die Figuren, ihr Leben und ihren Alltag beschrieben hat. Der Schreibstil von Frau Popescu ist einfach unglaublich einnehmend und poetisch! Ich habe immer wieder Sätze entdeckt, die ich sehr berührend fand und so gerne mochte, dass ich sie mir als Zitat aufgeschrieben habe, weil die Autorin es geschafft hat, mit wenigen Worten, große Gefühle zu umschreiben.

Trotz der doch traurigen Grundthematik des Buches ist es aber nicht durchweg traurig. Vielmehr klingen leise Hoffnungsschimmer und positive Töne hindurch, weswegen ich die Geschichte gleich noch viel mehr mochte. Neben dem Finden der eigenen Persönlichkeit und dem Band der Freundschaft geht es auch um Vertrauen, Mut und den Glauben an die eigenen Träume und die Zukunft. Ein für mich ganz großer Pluspunkt war es auch, wie die Adriana Popescu es geschafft hat, die Figuren und ihre Geschichte so authentisch und real erscheinen zu lassen. Vieles war einfach wie aus dem Leben gegriffen, wodurch beim Lesen für mich eine unglaubliche Nähe entstanden ist.

Fazit
Mit „Mein Sommer auf dem Mond“ hat Adriana Popescu ein einfühlsames, ergreifendes und emotionales Buch geschrieben, das ich unheimlich gerne gelesen habe, da es trotz der schweren und bedrückenden Thematik positive Töne versprüht hat. Besonders der gefühlsbetonte Schreibstil konnte mich mit seinem Einfühlungsvermögen und seiner Art, Worte und Sätze in Poesie zu verwandeln, fesseln. Ein weiteres Highlight war für mich, wie authentisch die Figuren und ihre Geschichte waren und wie realistisch alle Charaktere in ihrem Handeln, Erleben und in ihren Gefühlen waren.
5 von 5 Sternen!

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Astronauten unter sich

Der Inhalt...

Ein Sommer auf Rügen – klingt nach einem tollen Urlaub? Nicht für Franziska – genannt Fritzi. Die muss nämlich ihren Sommer im Sonnenhof verbringen, einem Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen. Also doch kein entspannter Urlaub! Vor allem nicht, als Fritzi ihre drei Mitinsassen auf der Station kennenlernt: Basti, der lässige Sprücheklopfer, Tim, der Sportler und Mädchenschwarm und Sarah, die schüchterne Träumerin. Alle Vier erleben einen Sommer, den sie so schnell nicht vergessen werden...

Meine Meinung...

Dies war mein erstes Buch von Popescu, auch wenn es bestimmt nicht mein Letztes gewesen sein wird! Da psychische Erkrankungen (leider) auch in meiner Familie aktuell sind, hat mich dieses Buch natürlich besonders gereizt. Mir war schon von Beginn an klar, dass das Thema nur oberflächlich behandelt werden kann, aber mehr habe ich von einem Jugendbuch auch nicht erwartet. Trotzdem finde ich, dass es Popescu gelungen ist ein sehr tiefgründiges und zugleich leichtes Buch zu schreiben, das einem das Thema psychische Erkrankungen ein Stück weit näher bringt.
Die Charaktere haben mich umgehauen! Vor allem Basti und seine frechen Underdog-Sprüche und seine Gedankenwelt haben es mir innerhalb von Sekunden angetan. Doch auch die kratzbürstige Fritzi und die anderen Astronauten der McFly waren wirklich toll gezeichnet. Auch wenn die Autorin hin und wieder mit Stereotypen spielt, schaffte sie es trotzdem eine einzigartige und mitreißende Geschichte zu schreiben. Ich muss dazu sagen, dass ich mich vor Beginn der Lektüre in einer kleinen Leseflaute befunden habe, doch dieses Buch hat es geschafft mich aufzuwecken und aus dieser Flaute zu katapultieren. Das schafft zum einen der tolle und schräge Nerd-Humor, zum anderen auch der Schreibstil, mit dem ich mich direkt heimelig auf Rügen gefühlt habe und meine Reiselust geweckt wurde. Auch, dass moderne Themen (z.B. soziale Medien) aufgegriffen und kritisch durchleuchtet wurden, hat mich positiv gestimmt. Generell haben viele Themen wie Vertrauen, Freundschaft, Liebe etc. in dem Buch Platz gefunden, ohne, dass es überladen wirkte. Grundsätzlich finde ich es auch gut, dass es in sich geschlossen ist und ein sehr offenes Ende hat, aber – und ja hier kommt leider ein aber – bleiben dadurch auch noch viele Fragen offen. Es mag Leute geben, die das gut finden, weil sie sich dann selber die weitere Geschichte ausmalen können... ich gehöre aber eher weniger dazu. Mich macht es ganz wuschig nicht zu wissen, was aus Isa und Fritzi wird, oder ob Bastian klar kommt, oder Tim sich seinen Freunden stellt. Man sieht schon: Tausend Fragen, die (leider) ungeklärt bleiben! Allerdings macht gerade das offene Ende die Geschichte gleich noch viel spannender und reizvoller – ich bin eindeutig in einem Zwiespalt! Auf jeden Fall gibt es dadurch Potenzial für einen zweiten Teil im Sonnenhof ;) Die Perspektive der Erzählenden fand ich gut gewählt. Zwar war es in einem Hinblick schade, weil ich mir zwischendurch gewünscht habe, auch Tims und Sarahs Sicht und ihre Gedanken näher kennen zu lernen, allerdings konnte man so auch, hinsichtlich ihrer Krankheit, Detektivarbeit leisten und munkeln, was die beiden wohl in den Sonnenhof trieb. Ein kleiner Kritikpunkt: Ich kann nicht genau sagen wieso, aber zum Ende hin ist die, sehr stark gestartete, Geschichte etwas abgeflaut, obwohl Sarah nochmal einen kleinen Höhepunkt (oder soll ich lieber Tiefpunkt sagen?) gesetzt hat, der einen hat tief durchatmen lassen.

Das Fazit...

Insgesamt ist „Mein Sommer auf dem Mond“ ein wirklich gelungenes und überraschend tiefgründiges Jugendbuch, mit tollen Charakteren und einem offenen Ende, das mich persönlich leider ein bisschen zwiegespalten zurücklässt. Trotzdem ein tolles Lesevergnügen!

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