Alexandra Kui: Solange es hell ist

 
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Alexandra Kui: Solange es hell ist
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570165157

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich habe mir ein Spiderman-T-Shirt gekauft.

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Handlungsort

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Eine Irrfahrt von Leuchtturm zu Leuchtturm, ein verschollener Vater, zwei kleine Geschwister im Schlepptau: Manchmal, wenn sie nach Mitternacht aufs Meer schaut, kommt es Mika (15) vor, als ob die Pause zwischen zwei Lichtzeichen ewig dauert. „Man wartet und wartet, die Nacht wird immer schwärzer, aber irgendwann dann kommt es doch. Und solange es hell ist, für diesen kurzen Moment, ist plötzlich alles ganz einfach. Du siehst den Weg wieder“.

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Roadtrip zu den Leuchttürmen von Dänemark

Was veranlasst die 15-jährige Mika ihre beiden Geschwister in das Auto der Mutter zu packen und ohne Führerschein nach Dänemark zu fahren? Die drei Kinder sind eigentlich zusammen mit ihrer Mutter im Harz im Urlaub, der erste Urlaubstag war sehr harmonisch, warum also entschließt sich Mika dazu, so eine Verrückheit zu machen?

Schnell wird klar, dass es sich nicht um eine durchgeknallte „Verrücktheit“ einer Jugendlichen handelt, denn Mika erscheint für ihr Alter bereits sehr erwachsen. Sie fühlt sich für ihre Geschwister verantwortlich und will vermeiden, dass sie auseinandergerissen werden. Katie, die alleinerziehende Mutter der Drei, ist keine Unbekannte beim Berliner Jugendamt, hatte sie immer mal wieder Schwierigkeiten, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Seit Katie jedoch einer regelmäßigen Arbeit nachgeht, verlief das Familienleben in „normaleren“ Bahnen. Aber man merkt beim Lesen deutlich, dass Mika oftmals die Rolle der Mutter für ihre beiden jüngeren Geschwister eingenommen hat, da diese ihr blind vertrauen. Was aber nicht heißen soll, dass sie sich nicht auch fetzen, wie das bei Geschwistern normal ist.

Die Suche nach dem Leuchtturm gestaltet sich nicht ganz einfach: Mika kennt nicht den Namen des Leuchtturms, nur dass er in Dänemark steht und ihre Mutter dort die glücklichste Zeit erlebt hat. Dazu kommt, dass Mika mit 15 Jahren natürlich keinen Führerschein besitzt und damit das Alditüte genannte Auto der Mutter gar nicht fahren dürfte, ebenso sind die Geldmittel begrenzt, was die Drei zu gewagten Improvisationen zwingt und ihnen auch mehr oder weniger angenehme Bekanntschaften einbringt.

Die Reise nach Dänemark ist nicht nur eine Flucht, sondern auch eine Suche nach Hoffnung und Zukunft und auch wenn Mika dabei gezwungen ist, die Grenzen der Legalität zu überschreiten, habe ich mitgefiebert, ob sie ihr Ziel erreichen und sich ihre Wünsche erfüllen werden. In den sommerlichen Dünen am Nordseestrand erscheint das Leben jedenfalls viel leichter und unbeschwerter.

Ich fand, dass sich Mika mit ihrer 11-jährigen Schwester Penny, einer kleinen Diva und Teilzeitzicke, und dem 5-jährigen Elias, Sonnenschein und Nesthäkchen der Familie mit zeitweisen Temperamentsausbrüchen, sehr gut ergänzt hat. Die Drei kamen für mich sehr authentisch rüber und trotz der normalen Streitigkeiten merkte man, dass sie eine Familie sind.

Mit Mika teile ich übrigens eine Gemeinsamkeit: die Faszination für Leuchttürme. Mir geht es wie ihr, dass ich das Leuchtfeuer, welches mit gleichbleibender Regelmäßigkeit die Dunkelheit durchschneidet, als sehr beruhigend und verlässlich empfinde.

„Solange es hell ist“ ist für mich ein berührendes Buch, nicht nur für Jugendliche, zu deren Zielgruppe ich schon länger nicht mehr gehöre.

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Auf der Suche nach DEM Leuchtturm

Inhalt:
Die fünfzehnjährige Mika macht mit ihrer Mutter und ihren zwei Geschwistern Urlaub im Harz. Eine ganz normale Familie. Oder doch nicht? Eines Morgens packt Mika ihre Schwester Penny und ihren Bruder Elias und fährt mit ihnen in einem alten Polo nach Dänemark. Eine abenteuerliche Reise von Leuchtturm zu Leuchtturm beginnt.

Meine Meinung:
Obwohl ich mit über 50 nicht zur Zielgruppe dieses Jugendbuchs gehöre, hat es mich sofort in seinen Bann gezogen. Was veranlasst Mika, die erst 15 ist, ihre beiden Geschwister einzupacken und mit dem Auto der Mutter, für das sich natürlich keinen Führerschein hat, loszufahren in Richtung Dänemark? Die Beweggründe für diese Reise erfahren wir so nach und nach. Mika lässt uns teilhaben an ihren Gedanken. Sie bezeichnet sich selber als „wandelnden Widerspruch“. Sie macht Dinge, die eigentlich gegen ihr Gewissen sind, in diesem Moment aber überlebenswichtig. Sie ist ein tolles Mädchen, das aber tatsächlich widersprüchlich ist! Zum einen ist sie sich der Verantwortung für ihre beiden jüngeren Geschwister bewusst, denkt und handelt wie eine Erwachsene, zum anderen ist sie ein pubertierender Teenager mit ambivalenten Gefühlen. Dass sie sich auch noch verliebt, macht ihre Gefühlswelt nicht unbedingt einfacher.
Was die drei auf ihrer abenteuerlichen Reise erleben, geht unter die Haut! Ich habe mit ihnen gehofft und gebangt, gelacht und geweint. Trotz aller Sorgen und scheinbar unüberwindlicher Hindernisse geht Mika der Humor nicht verloren („das Schicksal hat Humor, definitiv.“). Sie meistert alle Hürden mehr oder weniger perfekt.
Ihre Geschwister sind auch herzallerliebst! Penny steht mit ihren elf Jahren am Anfang der Pubertät, aber man merkt ihr die Liebe zu ihren Geschwistern an. Obwohl schon mal die Fetzten fliegen, halten die drei bombenfest zusammen. Das Nesthäkchen Elias (6) weiß gar nicht so recht, wie ihm geschieht, er ist einfach zuckersüß.
Am Ende wird es nicht ganz so, wie Mika es sich erträumt hat, aber es wird alles gut.
Neben der eigentlichen Geschichte haben mich als Nordsee-Fan auch die Landschaftsbeschreibungen begeistert. Da ich einige Orte (und Leuchttürme!) kenne, die hier eine Rolle spielen, habe ich mich sofort heimisch gefühlt.

Fazit:
„Solange es hell ist“ ist ein berührendes Buch, absolut lesenswert, nicht nur für Jugendliche.

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