Anika Beer: Als die schwarzen Feen kamen

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Anika Beer: Als die schwarzen Feen kamen
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783570401477

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Dick und undurchsichtig türmten sich die Nebelschwaden am rotvioletten Himmel.

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Handlungsort

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Eine Geschichte, die einen Lesesog entfaltet, dem man sich nicht entziehen kann

Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie von Gabriel, dem Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries Schatten bemerkt er etwas Beunruhigendes: einen Schwarm gefährlich anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen, geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie erschuf, die jetzt aber von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen …

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(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
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Ich habe das Buch wirklich gern gelesen

"Aus jedem bösen oder traurigen Gedanken schlüpft eine schwarze Fee, die deine glücklichen Erinnerungen frisst."
S. 60


Inhalt:

Hamburg. Marie und Theresa wohnen hier und sind beste Freundinnen. Für ihre Freundin Theresa hat sich Marie sogar zu einem Tanzkurs überreden lassen. Und da gibt es noch diesen Tänzer...Johannes. Für ihn schwärmt Theresa.

Theresa enttäuscht Marie für Johannes. Sehr sogar!

Marie ist krank. Die Anfälle plagen sie in unregelmäßigen Abständen. Nach der Enttäuschung mit Theresa spürt Marie, wie ein neuer Anfall kommt...

Marie lebt zusammen mit ihrer Mutter. Ständig hat sie diesen Traum von einer Stadt, in der unendlich viele schwarzgeflügelte Wesen leben. Ein Albtraum...

Gabriel beobachtet Marie seit geraumer Zeit. Ihm sind die schwarzen Feen in ihrem Schatten nicht entgangen. Denn er kann sie sehen. Die Schattenwesen! Doch was haben die Feen in Marie´s Schatten zu bedeuten? Um das herauszufinden, benötigt Gabriel die Hilfe seiner Schattenkreatur. Seiner Bestie...

Unterdessen geht Marie zu Dr. Roth, ihrem Therapeuten. Dr. Roth erzählt ihr, dass sie als Kind immer von schwarzen Feen geträumt hatte. Genau wie im Traum von letzter Nacht. Die Feen hatte Marie bis jetzt vergessen.

Lea lebt unterdessen in der Obsidianstadt. Sie hat den Maskierten schon ein Leben lang an ihrer Seite. Aber auch seine Kraft schwindet. Der Nebel ist einfach unaufhaltsam. Die schwarzen Feen bieten Lea die so dringend benötigte Hilfe an. Aber ist es wirklich die Hilfe, die sich Lea erhofft hat?

Meine Meinung:

Ich finde die Idee zur Geschichte gut! Man erlebt die Welten von Lea auf der einen und die Welt von Marie auf der anderen Seite hautnah und realistisch. Der Autorin gelingt es gut, Marie´s Kindheitstraumata und die damit einhergehende Vergangenheitsbewältigung zu beschreiben. Die dunklen Gedanken werden in Form der schwarzen Feen klasse dargestellt.
Die einst leuchtende Obsidianstadt , die Marie und ihr Vater in ihren Gedanken erschaffen haben, kann man förmlich vor seinen Augen sehen. Eigentlich fand ich es richtig schade, dass diese Stadt bei Marie in Vergessenheit geraten ist und verdrängt wurde.

Die Charaktere im Buch sind gut getroffen. Aus der toughen und unnahbaren Marie wird vorübergehend ein unsicheres und verschrecktes Mädchen, das die Welt nicht mehr versteht. Langsam entdeckt sie ihre Gefühlswelt, als Gabriel, einer der beliebtesten Schüler am Gymnasium, in ihr Leben tritt. Zum Ende hin zeigt Marie Entschlossenheit, Kraft und Mut. Und findet ihre erste große Liebe....

Gabriel ist der coole Typ an der Schule, den alle Mädchen anhimmeln. Er hat erst auf diese Schule gewechselt. War er an seiner alten Schule auch schon der Mädchenschwarm? Was wirklich in ihm vorgeht, weiß niemand. Er ist ein Einzelgänger. Bis er Marie kennen lernt und an sich heranläßt. Gabriel hat ein düsteres Geheimnis. Und es ist ihm gelungen, seine Bestie zu unterwerfen...

Theresa, die beste Freundin von Marie und Jenny, ebenfalls ein Mitglied der Clique, sind die üblichen Zicken, die man an jeder Schule findet...

Urteil:

Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Ich fand die Geschichte unterhaltsam und die für mich notwendige Spannung wurde aufgebaut. Alles in allem ist es der Autorin gelungen, dass ich auf jeden Fall wissen wollte, wie es weitergeht. Das Buch ist aus meiner Sicht kein "Must Read", aber dennoch deutlich besser als der Durchschnitt. Insofern kann ich es nur jedem empfehlen und vergebe gute 4/5 Ratten.

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(Aktualisiert: 25 Mai 2012)

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Eine unheimliche und zugleich faszinierende Geschichte

Gabriel kann die Kreaturen sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen. Wesen, die Ausdruck ihrer düsteren Gefühle und Ängste sind. Die meisten Menschen kennen ihre Schattenkreatur nicht, lassen sich aber von dessen Bedürfnissen lenken. Etwas an Maries Schatten, einem Schwarm unheimlicher schwarzer Feen, beunruhigt Gabriel so sehr, dass er sie warnt. Aber ihr fällt es schwer, ihm zu glauben, da sie dahinter einen schlechten Scherz einer Freundin vermutet. Erst als es ihrer Mutter schlecht geht und Marie kleine sich bewegende Schatten unter deren Haut sieht, wendet sie sich wieder an ihn. Zusammen versuchen sie das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dafür haben sie allerdings nicht viel Zeit, denn diese sind dabei, in die Realität vorzudringen.

Bereits nach den ersten Sätzen hatte mich die wunderbar dichte Atmosphäre eingefangen und dafür gesorgt, dass ich das Buch nur ungern zur Seite gelegt habe. Mir wurde mal wieder bewusst, wie sehr ich tiefgründige Geschichten mag - und dieser Roman gab mir da einiges! Allein die Idee mit den Schattenkreaturen bietet vieles, worüber man nachdenken kann. Wie fühlt es sich an, diese ständig zu sehen? Wie furchtbar sieht meine eigene aus? Wie sehr beeinflusst mich meine Schattenkreatur? Und gibt es vielleicht auch so eine Art Gegenstück, ein Lichtwesen, das alle positiven Gedanken und schönen Momente verkörpert?

Die beiden Hauptfiguren waren sympathisch und wirkten auf mich auch sehr nah, so dass ich schnell mit ihnen mitgefiebert habe. In Marie konnte ich mich leicht hinein versetzen, was auch - aber nicht nur - an ihrer zurückhaltenden Art lag. Bei Gabriel war das eher intuitiv, da er ja ein sehr rätselhafter aber für mich auch faszinierender Charakter ist, über den man nach und nach mehr erfährt. Die zarte Liebesgeschichte war ganz nach meinem Geschmack, denn die Annäherung wurde sehr liebevoll und behutsam beschrieben. Ich konnte viel Gefühl spüren, ohne dass große Worte darum gemacht wurden. Einfach schön!

"Als die schwarzen Feen kamen" ist eine Geschichte voller unheimlicher Wesen, die mir öfter eine Gänsehaut verursacht haben. Die Stimmung wird immer düsterer und es scheint so, als ob die anfängliche Hoffnung mit jeder Seite mehr schwindet. Es gibt aber auch Szenen, die einem Halt geben - und in Marie die Kraft wecken, sich ihrer Schattenkreatur zu stellen. Das Buch hat mich aufgewühlt, mir viele Bilder beschert, mich zum Weinen und Nachdenken gebracht. Eine sehr stimmungsvolle und emotionale Lektüre, die einen starken Eindruck bei mir hinterlassen hat. Und einige Dinge, über die ich immer mal wieder nachdenke, da nicht alle Ereignisse bis ins kleinste Detail aufgelöst wurden. Ich mag sowas ja, da ich als Leser auch gern etwas gefordert werde...

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Ein Blick in die Schattenwelt

Inhalt:
Marie hat sich als Kind zusammen mit ihrem Vater eine Fantasiewelt ausgedacht: die Obsidianstadt. Doch Maries Vater ist tot und jeder Gedanke an die Obsidianstadt schmerzt. So hat Marie im Lauf der Jahre diese Fantasiewelt lieber vergessen. Dies hat schlimme Folgen. Die Menschen dort verblassen immer mehr. Die schwarzen Feen gewinnen an Macht.

In der Realität hat die 15-jährige Marie mit den alltäglichen Problemen eines Teenagers zu kämpfen: zickige Freundinnen, erste Verliebtheit, ab und zu Stress mit der Mutter. Das wirkt alles sehr normal, doch bei Marie kommen noch Anfälle hinzu, die sie nicht im Griff hat. Doch bei ihrem Psychologen Dr. Roth fühlt sie sich gut aufgehoben.

Ihre Welt gerät aus den Fugen, als Gabriel sie anspricht. Er hat eine ganz besondere Gabe, er kann nämlich Wesen in den Schatten der Menschen sehen, und er erkennt, dass Marie von den schwarzen Feen in ihrem Schatten verfolgt und bedroht wird. Denn sie haben einen Weg von der Fantasiewelt in die Wirklichkeit gefunden. Marie und Gabriel müssen eine Möglichkeit finden, um sie aufzuhalten.

Meine Meinung:
In ihrem Debütroman hat die Autorin Anika Beer viel Sinn für Fantasie bewiesen, ohne die Realität aus den Augen zu verlieren. Die diesem Jugendbuch zugrunde liegende Idee hat mir sehr gut gefallen. Unsere wirkliche Welt und die parallele Schattenwelt sind ganz wunderbar miteinander verwoben. Allerdings hätte ich mir noch mehr Informationen über die Obsidianstadt gewünscht. Die Erklärungen dazu und die Beschreibungen waren mir ein bisschen zu knapp.

Die Geschichte wird mal aus Maries Sicht, dann wieder aus Gabriels Sicht erzählt, aber nicht in der Ich-Form, sondern in der 3. Person. Dadurch werden die Geschehnisse von verschiedenen Seiten beleuchtet, was ich ganz gut finde. Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, die die Handlung in der Parallelwelt beschreiben.

Die Protagonisten Marie und Gabriel sind mir beide schnell ans Herz gewachsen. Sie werden sehr authentisch beschrieben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie hier in der Nachbarschaft leben. Jeder von ihnen hat eine traurige Vorgeschichte. Dadurch und durch die bösen Absichten der schwarzen Feen ist die Stimmung eigentlich im ganzen Buch relativ düster und bedrückend.

Gabriel ist durch seine Gabe mit den Schattenwesen ziemlich vertraut, für ihn ändert sich nicht so viel. Doch Marie macht eine enorme Entwicklung durch, die aber recht glaubhaft dargestellt wird. Sie ist anfangs sehr unsicher und zurückhaltend und fühlt sich im Schatten ihrer Freundin Theresa wohl. Doch muss sie im Lauf der Geschichte immer mehr lernen, ihren eigenen Weg zu gehen. Dabei entwickelt sie eine ungeahnte innere Stärke. Gabriel steht ihr aber zur Seite. Es war schön mit anzusehen, wie sich zwischen den beiden langsam das Vertrauen einstellt. Nach und nach kommen sie sich immer näher und der anfängliche Respekt geht in eine zarte Zuneigung über. Ich habe das sehr gern gelesen, weil es sich so wohltuend von den zur Zeit gängigen Jugendfantasyromanen abhebt, in denen die Protagonistin einen überirdisch schönen Jüngling von morgens bis abends anhimmelt. Die Liebesgeschichte läuft hier aber mehr im Hintergrund. Vordergründig geht es darum, die schwarzen Feen zu besiegen, und das ist eine recht spannende Angelegenheit, obwohl es nicht viele überraschende Wendungen gibt.

Fazit:
Ein gelungenes Debüt einer deutschen Autorin, das Jugendlichen gefallen wird, aber auch Erwachsene gut unterhalten kann.

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