Amie Kaufman, Meagan Spooner: These Broken Stars

 
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These Broken Stars. Lilac und Tarver
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Erster Satz:
Tarver
"Nichts an diesem Salon ist echt."

Meine Meinung zum Buch:
Mit "These Broken Stars" hat sich das Autorenduo - Amie Kaufman & Meagan Spooner - etwas ganz Besonderes einfallen lassen, denn die Story spielt nicht wie üblich in irgendeiner amerikanische Stadt, sondern im Weltraum. Doch dann passiert das undenkbare: die Icarus - das Luxusraumschiff schlecht hin - stürzt ab und Lilac und Tarver landen auf einem verlassenen Planeten und kämpfen ums Überleben.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen und ich hatte unglaublich viel Spaß dem Geschehen zu folgen. Erzählt wird die Story abwechselnd aus der Sicht von Lilac und Tarver, so dass ich mich noch besser in deren Gedanken- und Gefühlswelt hineinversetzen konnte. Zwischen den einzelnen Kapiteln gab es dann noch kurze Auszüge einer Befragung - mein Interesse wurde dadurch definitiv geweckt.

Mit Lilac und Tarver haben die Autorinnen zwei ganz wunderbare Charaktere gezeichnet. Auf den ersten Blick wirkt Lilac wie das typische reichen Mädchen, aber auf den zweiten Blick steckt so viel mehr in ihr als man erahnen kann. Sie ist eine Kämpferin und hat ein unglaubliches Geschick im Umgang mit Elektronik. Aber Lilac ist auch das typisches Mädchen -zickig und launisch. Tarver mochte ich sogar noch einen ticken lieber als Lilac. Er ist sympathischer Junger Mann der das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Die Auflösung war für mich nicht wirklich logisch bzw. ich verstehe es auch nicht wirklich. Zudem blieben zu viele Fragen über die Wesen offen. Aber vielleicht war mir die Logik einfach zu hoch.

Fazit:
Mir hat "These Broken Stars" sehr gut gefallen, so dass ich mich wahnsinnig auf den 2. Band der Trilogie freue. Sympathische Charaktere und eine originelle Story runden das Buch komplett ab.
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Wird dem Hype nicht ganz gerecht, ist aber dennoch gut
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Plot / Unterhaltungswert
 
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Inhalt
Tarver ist eine gefeierter Kriegsheld und so bleibt ihm nichts anderes übrig als auf der Icarus, einem riesigen Raumschiff, für die Medien zu posieren. Doch da er aus sehr einfachen Verhältnissen kommt, hat er es dennoch nicht leicht.
Als er Lilac kennenlernt, wird schnell klar, dass er bei ihr keine Chance hat, denn ihr Vater hat nicht nur die Icarus erbaut, er ist der reichste Mann der Welt und beschützt seine Tochter vor allem. Wer sie anspricht oder auch nur falsch anschaut, darf mit Konsequenzen rechnen.
Doch dann stürzt die angeblich so sichere Icarus ab und Tarver und Lilac müssen sich zusammen auf einem völlig fremden Planeten zurechtfinden und überleben, ohne zu wissen, ob Rettung auf den Weg ist.

Meine Meinung
"These Broken Stars- Lilac und Tarver" gehört zu den Büchern um denen direkt bei Erscheinen ein riesiger Hype gemacht wird. Ich weiß nicht, wie oft ich schon gelesen habe, dass es ein Highlight ist und man es gelesen haben muss. Aus diesem Grund waren meine Erwartungen an das Buch immens hoch, vielleicht zu hoch. Denn obwohl ich das Buch wirklich gut finde, kann ich mich den Begeisterungsstürmen nicht ganz anschließen. Für mich gibt es weitaus bessere Bücher.

Den Beginn des Buches mochte ich noch sehr. Man lernt Tarver und Lilac kennen und erfährt etwas über deren Hintergründe. Als die Icarus dann abstürzt, wird es richtig spannend. Doch anschließend passiert lange Zeit nur wenig. Tarver und Lilac versuchen zu überleben, müssen mit wenig auskommen und hoffen auf andere Überlebende oder Rettung. Nach und nach erfährt man mehr über den Planeten und man kann mit Lilac und Tarver spekulieren auf was für einem Planeten sie gelandet sind.
Doch an sich zieht sich der Plot etwas. Erst das letzte Drittel konnte mich wieder völlig in seinen Bann ziehen und begeistern. Denn hier erfährt man, was hinter allem steckt, es passieren unglaubliche Dinge und es gibt Wendungen, die mich emotional völlig in ihren Bann gezogen haben.

Die Idee hinter allem finde ich mehr als gelungen und auch die zu erwartende Liebesgeschichte konnte mich überzeugen, auch wenn es mich zuerst genervt hat, dass die beiden sich immer nur anzicken, obwohl sie doch beide andere Gefühle haben und die Kommunikation untereinander fehlt. Nachdem die beiden aber zueinander gefunden haben, konnte mich die Liebesgeschichte völlig überzeugen und emotional mitnehmen.
Neben dem Science-Fiction-Anteil gibt es aber auch einen leichten Fantasyanteil, über den ich hier aber nicht mehr verraten möchte, da das die Spannung nehmen würde.

Die beiden Autorinnen schreiben sehr emotional, bildgewaltig, dabei aber leicht und locker, aber auch atmosphärisch. Mit wenigen Worten haben sie es geschafft ein wahres Kopfkino vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Der Plot wird abwechselnd aus Tarvers und Lilacs Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr mochte, da man so deren Beweggründe und Gedankengänge hautnah miterlebt. Zwischendurch gibt es kurze Passagen, in denen Tarver verhört wird, was die Neugierde schürt.

Die beiden Protagonisten konnten mich ebenfalls überzeugen, denn sie sind sehr gut ausgearbeitet. Tarver ist der typische Überlebenskämpfer und kann schlecht über seine Gefühle reden. Dafür weiß er, was zu tun ist um zu überleben. Ich mochte ihn von dem ersten Augenblick. Und auch Lilac mochte ich schnell. Zuerst wirkt sie noch wie eine verwöhnte Prinzessin, aber was sie beim Absturz leistet und auch was sie später auf dem Planeten schafft, macht sie überraschend tiefgründig, aber auch zäh und, auch wenn sie dickköpfig ist, sehr liebenswürdig.

Das Ende bietet einen spannenden und gelungenen Abschluss und so konnte ich das Buch alles in allem sehr zufrieden zuklappen.

Fazit
Ich kann den Hype um das Buch nicht ganz verstehen, dennoch fand ich Lilacs und Tarvers Abenteuer sehr gut und habe es genossen die beiden auf ihrem Kampf ums Überleben zu begleiten. Beide waren mir sehr sympathisch und das Buch nimmt gegen Ende eine mehr als spannende Wendung ein. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Weltraumabenteuer mit einer überzeugenden Liebesgeschichte nicht abgeneigt ist und auch über einen seichteren Plot hinwegsehen kann.
MB
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Gerade im Mittelteil sehr überzeugend und mitreißend!
Gesamtbewertung
 
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Klappentext
„Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...“

Gestaltung
Die Sterne, die über den beiden Gesichtern verteilt sind, finde ich sehr schön, weil sie schon auf das Weltall-Setting hinweisen und auch der metallic-schimmernde Titel gefällt mir gut. Die Gesichter mag ich jedoch nicht so gerne. Irgendwie sieht für mich vor allem die untere linke Ecke mit der Nase des Mädchens seltsam aus und durch das Close-Up der beiden Gesichter erkennt man (abgesehen von den Augen) nicht viel. Die Gestaltung UNTER dem Schutzumschlag ist dafür wunderschön! Das Buch ist mit einem Planeten bedruckt, der umgeben ist von einer Galaxie. Das war ein wirklicher Blickfang und hat mir viel besser gefallen, als die beiden Gesichter des Covers.

Meine Meinung
Nachdem das englische Original von „These Broken Stars – Lilac und Tarver“ so hochgelobt und geradezu gehypt worden war, war ich natürlich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich wollte erfahren, warum es so hochgelobt ist und so vielen Lesern gefallen hat. Nun, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich die Euphorie einerseits verstehen, aber andererseits habe ich auch ein paar kleinere Kritikpunkte, die mich dem Buch nicht die volle Anzahl an Sternen geben lassen.

Positiv an „These Broken Stars“ ist die Mischung aus mehreren verschiedenen Elementen. Dieses Buch hat mich teilweise an die Fernsehserie „Lost“ erinnert, aber auch an „Die 100“ oder an „Die Tribute von Panem“. Eigentlich hat „These Broken Stars“ sogar das Beste von ihnen in sich vereint: die Geschichte spielt zunächst im Weltall auf einem Raumschiff, doch nach einem dramatischen Absturz findet ein rapider Ortswechsel statt, denn die beiden Hauptfiguren, Lilac und Tarver, finden sich dann auf einem grünen, gefährlichen Planeten wieder auf dem seltsame Dinge vor sich gehen. Dort auf diesem Planeten sind sie der einen oder anderen Gefahr ausgesetzt, die durchaus auch zu Verletzungen führen…

So greift „These Broken Stars“ alles auf, was ich so sehr liebe: Action, Dramatik, Geheimnisse, den Kampf ums Überleben und vieles mehr! Gerade der Mittelteil des Buches konnte mich überzeugen, da Lilac dort eine ziemliche Entwicklung durchgemacht hat und sich sehr mutig zeigt. Zudem gab es im letzten Drittel eine ziemliche Überraschung, einen Twist, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Manch ein Handlungsverlauf war für mich zwar sehr vorhersehbar, aber dennoch habe ich die Geschichte genossen, da sogar Dinge eingetreten sind, die ich mir zuvor insgeheim gewünscht hatte, um der Story das gewisse Etwas zu geben.

Obwohl nun so manch einer kritisch nachfragen würde, ob das Buch denn dann überhaupt noch Neues zu bieten habe, wenn es doch an andere Bücher/Serien erinnert, dem kann ich sagen: ja, das tut es. Natürlich ist das Buch gerade für Fans der oben genannten Medien ein besonderes Highlight, aber „These Broken Stars“ hat seinen ganz eigenen Handlungsverlauf mit neuen Ideen. So hört Lilac beispielsweise auf der Insel seltsame Stimmen. Das Rätsel um diese Stimmen hat dem Buch zusätzlich einen Mitrateeffekt verpasst, denn ich habe beim Lesen die ganze Zeit über Theorien aufgestellt, was hinter dem Geheimnis des Planeten stecken könnte.

Kritisch anzumerken ist für mich jedoch zum einen die Beziehung zwischen Lilac und Tarver (dessen Name auch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Fast die ganze Zeit über habe ich Traver gelesen!). Die beiden haben zu Beginn das typische Jugendbuch-Liebespaar-Verhalten an den Tag gelegt: es war offensichtlich, dass sie sich mögen, jedoch haben sie es einander nicht gezeigt, sondern stattdessen lieber miteinander gezankt (nur um sich schlussendlich dann doch zu kriegen, versteht sich. Aber das ist ja für jeden Leser von vorneherein klar…siehe Untertitel des Buches..). Für mich müssen Liebesgeschichten in Jugendbüchern nicht immer nach diesem Schema F ablaufen und ich hätte mich gefreut, wenn die Autorinnen das Anbandeln von Lilac und Tarver ein wenig anders gestaltet hätten. Zumal es meiner Meinung nach auch ziemlich lange gedauert hat, bis die beiden sich endlich ordentlich ausgesprochen hatten…

Mein zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf das Ende (ca. die letzten 80 Seiten), denn dort ging mir so manches zu schnell und zu leicht. Manche Fragen blieben offen und einige Dinge blieben ungeklärt. Für mich war es teilweise sogar etwas verwirrend, da mir Lösungen präsentiert wurden, ohne dass erklärt wurde, warum diese Lösungen möglich waren. Zudem konnte Lilac ihren Vater (der zuvor als ziemlicher Schurke und sehr streng dargestellt wurde) einfach so in den Schatten stellen, was meiner Meinung nach viel zu einfach war. Hier hätten die Autorinnen ruhig noch ein paar Seiten anhängen können, um die Geschichte angemessen ausklingen zu lassen.

Fazit
Alles in allem war „These Broken Stars – Lilac und Tarver” ein spannendes Leseabenteuer, das mich mit auf eine Reise zu fremden Planeten genommen hat. Wer „Lost“, „Die 100“ oder „Die Tribute von Panem“ mag, dem wird „These Broken Stars“ sehr gefallen! Gerade der Mittelteil konnte mich mit all seinen Gefahren, seiner Dramatik und seinen Entwicklungen mitreißen und überraschen. Das Ende ging mir etwas zu schnell, aber nichtdestotrotz hat mir dieser erste Band einer Trilogie sehr gut gefallen und mich gerade aufgrund seines Settings überzeugt.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. These Broken Stars - Lilac und Tarver
2. These Broken Stars - Jubilee und Flynn (erscheint am 25. November 2016 auf deutsch)
3. Their fractured light (bereits auf Englisch erschienen)
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Spannende Geschichte mit Kitsch-Faktor
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Lilac und Tarver – Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und plötzlich eine gemeinsame Geschichte teilen. Lilac LaRoux ist das reichste Mädchen des Universums, und Tarver ein einfacher Soldat. Es verbindet sie nicht mehr als eine flüchtige Begegnung auf dem luxuriösen Raumkreuzer „Icarus“, ehe das unglaubliche geschieht. Die Icarus stürzt ab, und Lilac und Tarver müssen plötzlich gemeinsam ums Überleben kämpfen. Dabei wird schnell klar, dass es auf dem Planeten, auf dem sie gestrandet sind noch mehr Gefahren gibt, als wilde Tiere und Kälte…

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Lilac und Tarver erzählt, wobei mir Tarver von Anfang an sympathisch war, während ich mit Lilac erstmal warm werden musste. Denn sie wirkt zunächst wie die typische Tochter aus reichem Hause, ehe klar wird, dass doch etwas mehr in ihr steckt. Sehr neugierig machen auch die kurzen Dialog-Auszüge am Anfang der Kapitel. In denen Tarver mit einer unbekannten Person spricht. Diese Dialoge lassen einiges erahnen und werfen gleichzeitig sehr viele Fragen auf und halten die Neugier hoch.

Charaktere sind in diesem Buch kaum vorhanden. Am Anfang kommen natürlich einige Randfiguren vor, aber spätestens nach dem Absturz sind Lilac und Tarver die einzigen Protagonisten, sodass man sich vollständig auf ihre Entwicklung konzentrieren kann, die sich auch meist gut nachvollziehen ließ. Manchmal hat es mich allerdings schon etwas gewundert, wie sich die beiden verhalten haben, vor allem, wenn man ihre Situation bedenkt. Dennoch hat es Spaß gemacht, ihre Beziehung zu verfolgen.

Die Story wird vor allem von Neugier von Seiten der Leser getragen. Es gibt immer wieder Hinweise auf bestimmte Ereignisse der Vergangenheit und der Zukunft, die einfach neugierig machen zu erfahren, was dahinter steckt. Ansonsten ist es stellenweise zwar spannend, und es gibt auch mal ein bisschen Action, aber die meiste Spannung wird hier eindeutig durch die Geheimnisse erzeugt, die es zu lüften gilt. Schade fand ich allerdings, dass das Sci-Fi Genre hier fast schon ein wenig in den Hintergrund gerückt ist, und bis auf die gelegentliche Erwähnung technischer Spielereien kaum eine Rolle gespielt hat.

Fazit

Alles in allem ist „These broken stars – Lilac und Tarver” eine spanende, wenn auch stellenweise etwas kitschige Geschichte, die sich leicht lesen lässt und Lust auf die weiteren Bände macht, auch wenn diese mit anderen Charakteren sein werden.
LL
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Eine Liebe im Weltraum – manchmal zu viel des Guten
Gesamtbewertung
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert
 
3.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
4.0
ACHTUNG: Rezension kann Spoiler enthalten!


Der Inhalt...

Ein kurzer Blick, ein kleiner Flirt - und schon sind die zwei einander verfallen. An Board der Icarus, einem riesigen Raumschiff lernen der Soldat Tarver und die reiche Unternehmenstochter Lilac sich kennen. Doch haben die zwei überhaupt eine Chance? Bei einem tragischen Absturz des Schiffs landen die beiden nach einer unsanften Landung in einer Notkapsel auf einem unbekannten Planeten. Einzige Hoffnung: Das Wrack der Icarus finden und ein Notsignal absetzten! Auf dem beschwerlichen Weg dorthin lernen die zwei sich selbst, einander und ihre Umgebung immer besser kennen und merken schnell, dass etwas auf diesem Planeten ganz und gar nicht stimmt...


Die Charaktere...

Lilac und Tarver sind die zwei Hauptcharaktere in dem Buch, und so ziemlich die einzigen die man besser kennenlernt. Tarver ist ein junger Soldat, der früh gelernt hat wie unerbittlich das Leben sein konnte. In seinen jungen Jahren ist er schon mehrmals an der Front gewesen, hat seine Mitsoldaten und Freunde sterben sehen und mehr als genügend Erfahrungen in der freien „Wildnis“ sammeln können. Erfahrungen von denen die reiche Unternehmenstochter Lilac nur träumen kann. Sie hat, von ihrem Vater und ihren Freunden stets verhätschelt und beschützt, wenig Ahnung davon wie das Leben wirklich ist. Somit ist sie auch mehr als aufgeschmissen, als die zwei nach einer Bruchlandung auf einem einsamen und unbekannten Planeten landen.

Am Anfang konnte ich Lilac nicht wirklich leiden. Sie wirkte arrogant, zickig und einfach nur falsch. Ich hätte ihr den Hals umdrehen können, als sie dem armen Tarver mit ihrem gemeinen Spiel weh getan hat. Ich meine, der Respekt vor ihrem Vater in aller Ehren, aber.. sie darf ja wohl lieben wen sie will? Warum stemmt sie sich nicht gegen ihren dominanten und skrupellosen Vater und steht auf eigenen Beinen? Vor allem wenn man bedenkt, wie einfach das ganze am Ende dann doch ging... Außerdem ging mir ihr Gezicke nach der Landung gehörig auf die Nerven! Mir war schon klar, dass sie so gut es geht versucht hat Tarver auf Abstand zu halten („mit dicken/alten Männern geht das eben besser“ ^^), aber es war einfach nur abgrundtief nervig wie sehr sie die reiche und verzickte Prinzessin hat raushängen lassen! Zum Glück legte sich die Zickerei nach einer (langen!) Zeit, und eine andere Lilac kam zum Vorschein. Eine Lilac die stark und mutig handelte, sich Gefahren aussetzte und für Tarver durchs Feuer gehen würde, und deren technische Affinität immer mehr zum Vorschein kam; eine Lilac die ich deutlich (!) sympathischer fand als die nörgelnde und versnobte Version von ihr. Tarver mochte ich eigentlich von Anfang an. Er hatte so eine lockere und charmante Art an sich. Unter seiner Maske aus Erwachsensein und Ernsthaftigkeit, lag jugendlicher Leichtsinn und Humor im Überfluss. Ich mochte einfach den Mix aus Ruhe und Lockerheit bei ihm. Ich hab mich gefreut als er auf dem Planeten zeigen konnte was er drauf hatte: Wo er sich auf der Icarus durch seinen Rang noch minder fühlen musste, konnte er im Freien zeigen, was er als Soldat gelernt hat. Insgesamt konnten mich die zwei aber zusammen nicht restlos verzaubern. Eine gewisse Distanz zwischen ihnen und zu mir blieb leider; nicht nur zuletzt deswegen, weil die zwei sich fast bis zum bitteren Ende noch gesiezt haben. Küssen und kuscheln unter freiem Himmel? Klar, aber bloß nicht die Grenze überschreiten und Du zueinander sagen... Macht total viel Sinn... Als dann auch noch diese „Ich bin nicht gut genug für dich“-Nummer zwischen den beiden auftrat, nachdem sie sich endlich(!) ans Herz gefasst und beide ihre Gefühle offenbart haben, hätte ich echt im hohen Bogen kotzen können. Warum, warum muss es genau so was immer in jedem zweiten Jugendbuch geben? „Ich hasse dich, nein warte ich liebe dich, ich bin nicht gut genug für dich, wir leben in völlig verschiedenen Welten“ - das sind so Sätze da könnte ich echt ausrasten! Denn jeder weiß doch wie es am Ende ist: Sie kommen trotzdem zusammen und lieben sich, also warum noch extra dieses unnötige Drama erschaffen?! Insgesamt ist der Funke bei den beiden auf mich einfach nicht übergesprungen. Ich mochte die zwei eigentlich ganz gerne (ja, auch Lilac hab ich zum Ende hin akzeptiert ^^), aber die zwei zusammen waren.. einfach nicht passend in meinen Augen. Sie hatten ganz süße gemeinsame Momente, aber immer wieder hatte ich diese kleine Stimme im Kopf die mir fragend zugeflüstert hat, ob das wohl auch auf Dauer bei den beiden ist... Immerhin haben sie sich in einer Art Extremsituation kennengelernt. Ob ihre Beziehung in der „wirklichen Welt“ auch noch Bestand haben kann? Ich bin gespannt...

Da sich das ganze Buch eigentlich nur um Lilac und Tarver dreht, lernt man nicht wirklich andere Charaktere kennen. Ein bisschen schade wenn ich ehrlich bin. Zwar lernt man die BEIDEN so sehr gut kennen, aber eben niemand anderen, und das kann auf Dauer – und bei einem kilometerlangen (oder eher seitenlangen ^^) Marsch durch die Flora und Fauna des Planeten – sehr eintönig werden. Ein paar Charaktere werden mal genannt, und kurz angeschnitten, bleiben aber leider nur sehr farblos und unausgereift.


Die Geschichte...

Die Geschichte um Lilac und Tarver und den Planeten auf den sie abstürzen ist im Grunde gut gelungen; die Atmosphäre mit den Raumschiffen und der endlosen Weite des Alls hat gut gepasst. Und doch kommt jetzt das große Aber: Das Ende! Schon beim Lesen traten immer mehr Fragen auf, die nicht wirklich geklärt wurden. Man wurde verwirrt und mit tausend Fragen zurückgelassen. Und die letzten Seiten haben es mir dann vollends gegeben. Ich habe ziemlich wenig von dem verstanden was dort stand. Der Spalt, die Stimmen, der ganze Planet... Mir hat sich der Sinn dahinter überhaupt nicht erschlossen, und die endgültige Erklärung des „großen Ganzen“ fand ich etwas unbefriedigend und in manchen Teilen auch unlogisch und bewusst kompliziert, um den Leser zu verwirren. Ich hatte das Gefühl an den ganzen Erklärungen und Informationen zu ersticken, so sehr wurde man auf den letzten Seiten damit zugeballert.. Da hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass die Autorinnen unbedingt fertig werden, und die Geschichte schnell zum Ende bringen wollten. Außerdem fand ich die Sache rund um Lilac und ihrem Vater etwas lächerlich... Ich hatte es ja schon angedeutet, aber: HÄH? Plötzlich ging es so einfach?! Ein paar böse Wort, eine Drohung und der sonst so knuppelharte Fiesling von Vater wird ganz klein?! Das fand ich wirklich überhaupt nicht nachvollziehbar! Die Grundidee fand ich super und hab ich auch so noch nicht allzu häufig in Jugendbüchern gelesen (bewege mich nur selten in den SiFi-Kreisen), aber die Umsetzung hätte deutlich besser sein können. An Action hat es an mehreren Seiten gefehlt; Spannung kam nur dann auf wenn es auf die gruseligen Stimmen zu sprechen kam. Zwischendurch fand ich es auch schlichtweg langweilig, als Tarver und Lilac ewig durch die Walachei liefen um zum Wrack der Icarus zu kommen. Da hätten (wie schon erwähnt) noch zusätzliche Charaktere, die man hätte kennenlernen können, durchaus Abhilfe schaffen können.


Der Schreibstil...

Fand ich durchaus gelungen. Schöne, detaillierte Beschreibungen, aber auch gefühlvolle Dialoge. Eine gute Mischung. Einen großen Unterschied hab ich grundsätzlich nicht bemerkt, obwohl das Buch ja von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Keine Ahnung, ob ich einfach eine unaufmerksame Leserin bin oder die zwei schlichtweg gut harmonieren - ist mir auch einerlei, Hauptsache der Schreibstil passt! Von daher hab ich hier nichts zu meckern!


Das Fazit...

Grundidee top, der Rest eher mittelmäßig. Insgesamt eine ganze nette Geschichte mit SiFi-Elementen; mehr aber auch nicht. Lilac fand ich fast zur Hälfte des Buches sehr anstrengend und das Ende.. Dazu sage ich nur noch eins: Ich bin VERWIRRT! Ich hatte wohl zu hohe Erwartungen.. Leider nur 3 Sterne von mir. Ob ich mich den nächsten Teilen widmen werde, bleibt die Frage...


Vielen Dank für die Bereitstellung eines Leseexemplars :)
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