Amie Kaufman, Meagan Spooner: These Broken Stars

 
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Eine Liebe im Weltraum – manchmal zu viel des Guten
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ACHTUNG: Rezension kann Spoiler enthalten!


Der Inhalt...

Ein kurzer Blick, ein kleiner Flirt - und schon sind die zwei einander verfallen. An Board der Icarus, einem riesigen Raumschiff lernen der Soldat Tarver und die reiche Unternehmenstochter Lilac sich kennen. Doch haben die zwei überhaupt eine Chance? Bei einem tragischen Absturz des Schiffs landen die beiden nach einer unsanften Landung in einer Notkapsel auf einem unbekannten Planeten. Einzige Hoffnung: Das Wrack der Icarus finden und ein Notsignal absetzten! Auf dem beschwerlichen Weg dorthin lernen die zwei sich selbst, einander und ihre Umgebung immer besser kennen und merken schnell, dass etwas auf diesem Planeten ganz und gar nicht stimmt...


Die Charaktere...

Lilac und Tarver sind die zwei Hauptcharaktere in dem Buch, und so ziemlich die einzigen die man besser kennenlernt. Tarver ist ein junger Soldat, der früh gelernt hat wie unerbittlich das Leben sein konnte. In seinen jungen Jahren ist er schon mehrmals an der Front gewesen, hat seine Mitsoldaten und Freunde sterben sehen und mehr als genügend Erfahrungen in der freien „Wildnis“ sammeln können. Erfahrungen von denen die reiche Unternehmenstochter Lilac nur träumen kann. Sie hat, von ihrem Vater und ihren Freunden stets verhätschelt und beschützt, wenig Ahnung davon wie das Leben wirklich ist. Somit ist sie auch mehr als aufgeschmissen, als die zwei nach einer Bruchlandung auf einem einsamen und unbekannten Planeten landen.

Am Anfang konnte ich Lilac nicht wirklich leiden. Sie wirkte arrogant, zickig und einfach nur falsch. Ich hätte ihr den Hals umdrehen können, als sie dem armen Tarver mit ihrem gemeinen Spiel weh getan hat. Ich meine, der Respekt vor ihrem Vater in aller Ehren, aber.. sie darf ja wohl lieben wen sie will? Warum stemmt sie sich nicht gegen ihren dominanten und skrupellosen Vater und steht auf eigenen Beinen? Vor allem wenn man bedenkt, wie einfach das ganze am Ende dann doch ging... Außerdem ging mir ihr Gezicke nach der Landung gehörig auf die Nerven! Mir war schon klar, dass sie so gut es geht versucht hat Tarver auf Abstand zu halten („mit dicken/alten Männern geht das eben besser“ ^^), aber es war einfach nur abgrundtief nervig wie sehr sie die reiche und verzickte Prinzessin hat raushängen lassen! Zum Glück legte sich die Zickerei nach einer (langen!) Zeit, und eine andere Lilac kam zum Vorschein. Eine Lilac die stark und mutig handelte, sich Gefahren aussetzte und für Tarver durchs Feuer gehen würde, und deren technische Affinität immer mehr zum Vorschein kam; eine Lilac die ich deutlich (!) sympathischer fand als die nörgelnde und versnobte Version von ihr. Tarver mochte ich eigentlich von Anfang an. Er hatte so eine lockere und charmante Art an sich. Unter seiner Maske aus Erwachsensein und Ernsthaftigkeit, lag jugendlicher Leichtsinn und Humor im Überfluss. Ich mochte einfach den Mix aus Ruhe und Lockerheit bei ihm. Ich hab mich gefreut als er auf dem Planeten zeigen konnte was er drauf hatte: Wo er sich auf der Icarus durch seinen Rang noch minder fühlen musste, konnte er im Freien zeigen, was er als Soldat gelernt hat. Insgesamt konnten mich die zwei aber zusammen nicht restlos verzaubern. Eine gewisse Distanz zwischen ihnen und zu mir blieb leider; nicht nur zuletzt deswegen, weil die zwei sich fast bis zum bitteren Ende noch gesiezt haben. Küssen und kuscheln unter freiem Himmel? Klar, aber bloß nicht die Grenze überschreiten und Du zueinander sagen... Macht total viel Sinn... Als dann auch noch diese „Ich bin nicht gut genug für dich“-Nummer zwischen den beiden auftrat, nachdem sie sich endlich(!) ans Herz gefasst und beide ihre Gefühle offenbart haben, hätte ich echt im hohen Bogen kotzen können. Warum, warum muss es genau so was immer in jedem zweiten Jugendbuch geben? „Ich hasse dich, nein warte ich liebe dich, ich bin nicht gut genug für dich, wir leben in völlig verschiedenen Welten“ - das sind so Sätze da könnte ich echt ausrasten! Denn jeder weiß doch wie es am Ende ist: Sie kommen trotzdem zusammen und lieben sich, also warum noch extra dieses unnötige Drama erschaffen?! Insgesamt ist der Funke bei den beiden auf mich einfach nicht übergesprungen. Ich mochte die zwei eigentlich ganz gerne (ja, auch Lilac hab ich zum Ende hin akzeptiert ^^), aber die zwei zusammen waren.. einfach nicht passend in meinen Augen. Sie hatten ganz süße gemeinsame Momente, aber immer wieder hatte ich diese kleine Stimme im Kopf die mir fragend zugeflüstert hat, ob das wohl auch auf Dauer bei den beiden ist... Immerhin haben sie sich in einer Art Extremsituation kennengelernt. Ob ihre Beziehung in der „wirklichen Welt“ auch noch Bestand haben kann? Ich bin gespannt...

Da sich das ganze Buch eigentlich nur um Lilac und Tarver dreht, lernt man nicht wirklich andere Charaktere kennen. Ein bisschen schade wenn ich ehrlich bin. Zwar lernt man die BEIDEN so sehr gut kennen, aber eben niemand anderen, und das kann auf Dauer – und bei einem kilometerlangen (oder eher seitenlangen ^^) Marsch durch die Flora und Fauna des Planeten – sehr eintönig werden. Ein paar Charaktere werden mal genannt, und kurz angeschnitten, bleiben aber leider nur sehr farblos und unausgereift.


Die Geschichte...

Die Geschichte um Lilac und Tarver und den Planeten auf den sie abstürzen ist im Grunde gut gelungen; die Atmosphäre mit den Raumschiffen und der endlosen Weite des Alls hat gut gepasst. Und doch kommt jetzt das große Aber: Das Ende! Schon beim Lesen traten immer mehr Fragen auf, die nicht wirklich geklärt wurden. Man wurde verwirrt und mit tausend Fragen zurückgelassen. Und die letzten Seiten haben es mir dann vollends gegeben. Ich habe ziemlich wenig von dem verstanden was dort stand. Der Spalt, die Stimmen, der ganze Planet... Mir hat sich der Sinn dahinter überhaupt nicht erschlossen, und die endgültige Erklärung des „großen Ganzen“ fand ich etwas unbefriedigend und in manchen Teilen auch unlogisch und bewusst kompliziert, um den Leser zu verwirren. Ich hatte das Gefühl an den ganzen Erklärungen und Informationen zu ersticken, so sehr wurde man auf den letzten Seiten damit zugeballert.. Da hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass die Autorinnen unbedingt fertig werden, und die Geschichte schnell zum Ende bringen wollten. Außerdem fand ich die Sache rund um Lilac und ihrem Vater etwas lächerlich... Ich hatte es ja schon angedeutet, aber: HÄH? Plötzlich ging es so einfach?! Ein paar böse Wort, eine Drohung und der sonst so knuppelharte Fiesling von Vater wird ganz klein?! Das fand ich wirklich überhaupt nicht nachvollziehbar! Die Grundidee fand ich super und hab ich auch so noch nicht allzu häufig in Jugendbüchern gelesen (bewege mich nur selten in den SiFi-Kreisen), aber die Umsetzung hätte deutlich besser sein können. An Action hat es an mehreren Seiten gefehlt; Spannung kam nur dann auf wenn es auf die gruseligen Stimmen zu sprechen kam. Zwischendurch fand ich es auch schlichtweg langweilig, als Tarver und Lilac ewig durch die Walachei liefen um zum Wrack der Icarus zu kommen. Da hätten (wie schon erwähnt) noch zusätzliche Charaktere, die man hätte kennenlernen können, durchaus Abhilfe schaffen können.


Der Schreibstil...

Fand ich durchaus gelungen. Schöne, detaillierte Beschreibungen, aber auch gefühlvolle Dialoge. Eine gute Mischung. Einen großen Unterschied hab ich grundsätzlich nicht bemerkt, obwohl das Buch ja von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Keine Ahnung, ob ich einfach eine unaufmerksame Leserin bin oder die zwei schlichtweg gut harmonieren - ist mir auch einerlei, Hauptsache der Schreibstil passt! Von daher hab ich hier nichts zu meckern!


Das Fazit...

Grundidee top, der Rest eher mittelmäßig. Insgesamt eine ganze nette Geschichte mit SiFi-Elementen; mehr aber auch nicht. Lilac fand ich fast zur Hälfte des Buches sehr anstrengend und das Ende.. Dazu sage ich nur noch eins: Ich bin VERWIRRT! Ich hatte wohl zu hohe Erwartungen.. Leider nur 3 Sterne von mir. Ob ich mich den nächsten Teilen widmen werde, bleibt die Frage...


Vielen Dank für die Bereitstellung eines Leseexemplars :)
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Klischeehaft mit einigen Längen
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Lilac, die Tochter des reichsten Unternehmers der Galaxis, trifft auf einem Raumschiff auf Tarver, einen Soldaten aus einfachen Verhältnissen. Als das Schiff abzustürzen droht, retten sich beide in dieselbe Rettungskapsel und landen auf einem fremden Planeten. Gibt es dort Siedlungen? Haben andere Menschen überlebt? Können die beiden trotz ihrer Standesunterschiede zusammen überleben oder feinden sie sich weiterhin gegenseitig an? Und was sind das für Stimmen, die Lilac auf einmal hört?

Das Buch selbst ist wunderschön gestaltet, was besonders auffällt, wenn man den Schutzumschlag abnimmt – Buchrücken und –klappen sind mit einem schönen Weltraummotiv bedruckt und somit auch ohne das eigentliche Cover ein Hingucker. Leider kann für mich der Inhalt mit der Optik nicht mithalten.

Nachdem die Geschichte zunächst an „Godspeed“ erinnert, finde recht schnell die Landung auf dem Planten statt. Dort geht es dann primär ums Überleben („Tribute von Panem“) und die Beziehung der beiden Hauptfiguren zueinander. Besonders extrem ist der Unterschied für die verwöhnte Lilac zwischen der hochtechnologisierten und optimierten Gesellschaft einerseits und dem einsamen Waldplaneten andererseits. Doch trotz ihrer Prinzessinnenattitüde zeigt sie schnell, dass noch mehr in ihr steckt. Tarver, der bereits einen Kriegseinsatz und Überlebenstrainings hinter sich hat, findet sich problemlos in der neuen Situation zurecht. Aufgrund der Lage gibt es außer den beiden keine weiteren relevanten Personen. Dafür, dass es nur die beiden gibt, bleiben sie, obwohl sie sympathisch sind, viel zu blass und klischeehaft.

Es werden einige interessante Andeutungen gemacht, vor allem was die Geschichte von Tarver angeht, doch leider wird auf diese in dem Buch nur am Rande eingegangen. Stattdessen zieht sich durch die gesamte Handlung ein Gefühls-Hin-und-Her zwischen „wir wollen uns nicht mögen“ und „heimlich steh ich ja doch auf ihn/sie“, was irgendwann ermüdend wird. Da ansonsten streckenweise nicht viel mehr passiert, zieht sich die Geschichte. Die Erzählung wechselt kapitelweise zwischen den Perspektiven der beiden. Das Ende kommt dann sehr überstürzt und wirkte auch mich als wollten die Autorinnen einfach irgendwie fertig werden. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, es gab nicht viel zum Miträtseln oder Mitfiebern und auch keine überzeugenden Erklärungen.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist gut, jedoch nicht herausragend. Besonders schade fand ich, dass die Figuren sich irgendwann annähern, aber sich dennoch lange Zeit weiterhin siezen. Das ist wohl der deutschen Übersetzung geschuldet und wirkt sehr störend.

Nach einem vielversprechenden Einstieg driftet das Buch in eine eher langweilige Mittelmäßigkeit ab, woran auch eine überraschende Wendung nichts ändert. Das Buch ist eher Liebesgeschichte als ScienceFiction und hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt, wird aber sicherlich auch begeisterte Leser finden.

Reiheninfo: Die „These broken stars“-Trilogie soll laut Homepage der Autorin aus Geschichten im selben Universum bestehen, die jedoch nicht unmittelbar zusammenhängen. Jedes Buch wird zwei neue Hauptcharaktere haben.
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