Antje Babendererde: Wie die Sonne in der Nacht

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Antje Babendererde: Wie die Sonne in der Nacht
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783401603315
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Schein roter Flammen flackerte auf seiner nackten Brust mit den lehmigen hellen Streifen und warf seinen tanzenden Schatten auf die uralten Steinmauern.

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Handlungsort

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Am Ende ihres Austauschjahres in New Mexico sucht Mara das Abenteuer. Und es fällt ihr buchstäblich vor die Füße: in Gestalt eines verletzten Jungen mit rabenschwarzem Haar, der ohne Gedächtnis ist und ohne Sprache. Einzig an seinen Namen kann er sich erinnern - Kayemo. Gemeinsam brechen die beiden in die Wildnis auf. Sie entdecken geheime Orte der Pueblo-Indianer und Spuren, die in Kayemos Vergangenheit führen. Mit jedem Schritt dringen mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Geheimnisse, die die wachsenden Gefühle zwischen Mara und Kayemo unmöglich zu machen scheinen. Aber längst schlagen die Herzen der beiden füreinander …

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Absolut lesenswert!

Mara hat ein Austauschjahr in Taos, New Mexico in den Vereinigten Staaten von Amerika verbracht. Zum Ende möchte sie sich mit ihrem Freund Nils, der sie besuchen will, einfach in ihren kirschroten Pick-up steigen und losfahren, das Land erkunden. Doch Nils bleibt in Deutschland und Mara ist anfangs zwar wütend und traurig, beschließt dann aber, das Beste aus der ihr verbleibenden Zeit in den USA zu machen. Kurze Zeit später begegnet sie einem verletzten Jungen, der sein Gedächtnis verloren hat und kaum ein Wort mit ihr redet. Mara bringt Kayemo ins Krankenhaus, doch als er wenig später dort ausbüxt, nur um anschließend wieder bei Mara aufzutauchen, folgt sie ihm schließlich. Dabei dringt Mara in altes Stammesgebiet vor, was Weißen eigentlich untersagt ist, entdeckt geheime Orte der Pueblo-Indianer und letztlich die Gegend, die Kayemo besser als seine Westentasche zu kennen scheint. Doch nach wie vor kann sich der junge Native American nicht an sein eigentliches Leben erinnern... Was ist nur vorgefallen, das Kayemo so traumatisiert hat?

Die Geschichte von Mara und Kayemo ist ungewöhnlich, denn die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Im Grunde könnte man sagen, dass in vielerlei Hinsicht Welten aufeinander treffen - sowohl was ihre Herkunft als auch ihre Sozialisation, ihren (spirituellen) Glauben und ihre Werte angeht. Bemerkenswert ist, dass Antje Babendererde sehr viel Respekt und Gespür füreinander zugesteht - vor allem Mara, die deutlich fortschrittlicher ausgewachsen ist. Und so ist es letztlich möglich, dass die beiden mit ihren unterschiedlichen Auffassungen und Einstellungen nebeneinander existieren, sich Freiraum lassen und mit Respekt begegnen können. Da machen Jugendliche etwas vor, was vielen Menschen heutzutage schon bei feinsten Unterschieden abhanden gekommen ist! Großartig!
Wer schon einmal ein Buch von Antje Babendererde gelesen hat, könnte durchaus mitbekommen haben, dass sie ein Faible für Native Americans hat. Auch in "Wie die Sonne in der Nacht" widmet sie sich einer Gruppe von ihnen und ihrer Kultur und selbst wenn auf mich die Spiritualität der Pueblos - oder besser gesagt die Traditionen und der Glaube, in dem Kayemo erzogen wurde - nicht selten wie aus der Zeit gefallen gewirkt hat, so habe ich die Details nahezu aufgesogen. Alleine schon, weil ich Kayemo gerne verstehen wollte!

Die gekonnte Mischung aus gefühlvoller Liebesgeschichte, Details aus dem Leben und der Kultur der Pueblo-Indianer und dem Abenteuer von Mara und Kayemo hat mich fasziniert und ich habe das Jugendbuch sehr gerne gelesen. Der gewohnt fesselnde Schreibstil der Autorin, ihr feines Gespür für ihre jugendlichen Figuren und die Pueblo-Kultur hat mich komplett überzeugt, dass Antje Babendererde weiterhin auf meiner sogenannten Autobuy-Liste bleibt.

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Eine spannende und emotionale Geschichte mit Tiefgang

Inhalt:
Die siebzehnjährige Mara aus Deutschland hat ein Jahr als Austauschschülerin in Taos, New Mexico, verbracht. Hier lernt sie in den letzten Wochen ihres Aufenthalts den jungen Indianer Kayemo lernen, der ihr quasi vor die Füße fällt. Kayemo ist verletzt, er hat sein Gedächtnis verloren und spricht nicht, doch Mara fühlt sich dem geheimnisvollen Jungen sehr schnell verbunden. Zusammen versuchen sie, Kayemos Geheimnis zu ergründen.

Meine Meinung:
Mit „Wie die Sonne in der Nacht“ ist Antje Babenderde wieder mal ein ganz toller Roman gelungen. Man spürt hier wie in vielen ihrer anderen Jugendbücher, dass ihr Herz für die Indianer schlägt. Diesmal entführt sie die Lesenden zu den Pueblo-Indianern nach New Mexico. Viele der beschriebenen Dinge waren mir nicht geläufig, haben aber direkt mein Interesse geweckt, sodass ich im Internet noch weiter recherchiert habe. Für das Verständnis der Handlung ist dies aber nicht notwendig. Ich finde es allerdings immer toll, wenn ich durch einen Unterhaltungsroman angeregt werde, etwas dazuzulernen.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Maras Ich-Perspektive erzählt. Aber auch Kayemos Sicht wird immer wieder eingeschoben, wenn auch in der 3. Person. So kann man aber auch beide auf keinen Fall verwechseln. Man lernt dadurch diese beiden jungen Leute ziemlich gut kennen, Mara etwas schneller als ihren männlichen Gegenpart, denn seine Geheimnisse sollen ja erst nach und nach aufgedeckt werden.

Mit den beiden Protagonisten kam ich wunderbar klar. Beide waren mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich konnte all ihre Handlungen gut nachvollziehen, auch wenn ich sie vielleicht nicht immer gut fand. Aber es wird immer klar, warum sie so handeln, wie sie es nun mal tun, und das ist in sich schlüssig. Allerdings würde ich aufgrund einiger bestimmter Szenen das Buch eher ab 14 Jahren empfehlen, nicht wie der Verlag ab 12 Jahren. Doch das kommt natürlich immer auf den einzelnen Leser an.

Mit Mara und Kayemo prallen zwei Welten aufeinander, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Das führt immer wieder zu Missverständnissen und amüsanten Situationen. Und doch gibt es eine Art magische Verbindung zwischen ihnen, die schließlich ein zartes Band der Liebe entstehen lässt. Einige Szenen sind so emotional, dass mir richtig das Herz wehtat. Maras drohende Abreise hängt wie ein Damoklesschwert über dem jungen Paar. Kann es für die beiden eine gemeinsame Zukunft geben? - Das findet ihr am besten selbst heraus. ;-)

Fazit:
„Wie die Sonne in der Nacht“ gibt einen kleinen Einblick in die Welt der Pueblo-Indianer in New Mexico. Das Jugendbuch verbindet ein spannendes Abenteuer mit einer wundervollen Liebesgeschichte und vermag von der ersten Seite an zu fesseln. Antje Babendererdes eindringlicher und bildhafter Schreibstil sorgt für ein wunderschönes Leseerlebnis.

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Eine Liebesgeschichte mit Tiefgang

Inhalt:
Mara, eine 17-jährige Deutsche, verbringt ein Jahr in den USA. Dort lernt sie den Indianerjungen Kayemo kennen. Die beiden verlieben sich ineinander - zwei Welten treffen aufeinander! Zusammen verbringen sie abenteuerliche Tage, gehen durch Höhen und Tiefen. Wird ihre Liebe reichen, um die Unterschiede ihrer Herkunft zu überbrücken?

Meine Meinung:
Für mich war „Wie die Sonne in der Nacht“ das erste Buch von Antje Babenderende. Von der ersten Seite an war ich gefesselt, obwohl ich nicht mehr zur Zielgruppe (Jugendliche) gehöre. Hierzu sei bemerkt, dass die Altersangabe „ab 12“ meines Erachtens nicht richtig ist. Für 12-jährige sind manche Dinge, die in dem Buch vorkommen, völlig unpassend. Ich finde, man sollte mindestens 14 sein, um das Buch zu lesen. Das nur am Rande.
Die Geschichte spielt in Taos, New Mexico. Die beiden Protagonisten, Mara und Kayemo, stammen aus völlig unterschiedlichen Welten. Mara steht kurz vor dem Abi, Smartphone und Internet sind für Sie selbstverständlich. Kayemo hingegen hat die letzten Jahre mit seiner Mutter und seinem Opa in der Abgeschiedenheit gelebt. Sein Leben war und ist bestimmt vom Geisterkult seiner Vorfahren. Antje schafft es, diese beiden Charaktere einfühlsam und liebevoll zusammen zu bringen. Es gibt natürlich auch Konflikte, Kummer und Tränen. Aber letztlich zeigt sich, dass der Zusammenhalt von Familie und Freunden viele Hürden überwinden kann.
Das Buch wirkt sehr lebendig, da die Geschichte aus der Sicht beider Protagonisten erzählt wird. Wie unterschiedlich die gleiche Situation aus verschiedenen Blickwinkeln empfunden werden kann, hat mich des Öfteren erstaunt.
Der Schreibstil der Autorin hat mich rundum begeistert!
Sowohl die Landschaftsbeschreibungen als auch die geschichtlichen Hintergründe sind so beschrieben, dass man sich als Leser wirklich hautnah dabei fühlt. Die Lebensweise der Pueblo-Indianer ist wunderbar beschrieben und hat mich wirklich gefesselt. Dabei wurde mir wieder klar, wie unbedacht und sorglos wir in unserer Konsumgesellschaft mit der Natur und der Umwelt umgehen.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch, nicht nur für Jugendliche. Ein Liebesroman ohne Kitsch, dafür mit Tiefgang.

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Liebesgeschichte in New Mexico

Inhalt:
Die siebzehnjährige Mara verbringt als Austauschschülerin ein Jahr in New Mexico. In den letzten Wochen ihres Aufenthaltes findet sie quasi am Strassenrand einen Indianerjungen. Kayemo erinnert sich nur an seinen Namen. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und wollen herausfinden, was Kayemo zugestossen ist.

Meine Meinung:
Eine Jugendliche aus Deutschland und ein Pueblo-Indianer treffen aufeinander. Unterschiedlicher könnte der gesellschaftliche und kulturelle Hintergrund nicht sein. Partys und Handys im Gegensatz zu Gemüseanbau und Geisterwelt. Man merkt, das Antje Babendererde für ihre Bücher ausgiebig recherchiert.

"Wie die Sonne in der Nacht" ist zwar ein Jugendbuch, aber mehr als reine Unterhaltung. Die Geschichte von Maya und Kayemo ist fesselnd, spannend und romantisch, aber die Hintergrundinformationen über das Leben und die Geschichte des Volkes der Pueblo-Indianer habe ich mit genauso viel Interesse gelesen.

Von Beginn an merkt man, dass Maya und Kayemo etwas verbindet. Die Autorin bringt die Figuren dem Leser so nah, dass man mitfiebert, und hofft, dass die Beiden zusammen sein können. Dabei ist dies nicht unbedingt klar. Die Beziehung wird nicht von allen gut aufgenommen und der ein oder andere Schurke tut ein Übriges dazu, die Liebenden von ihrem Weg abzubringen. Auch Maya und Kayemo sind nicht immer ohne Zweifel. Mara wird in Deutschland erwartet und auch der Weg von Kayemo scheint durch seine Herkunft vorbestimmt.

Nach "Isegrim" war dies mein zweites Buch der Autorin und wie das erste hat es mich voll überzeugt. Ein Jugendbuch, unbedingt auch für Erwachsene, mit einer wunderschönen Liebesgeschichte und einem Einblick in die Welt der Pueblo-Indianer, der zum Nachdenken anregt.

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