Jonathan Stroud: Bartimäus - Der Ring des Salomo

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Jonathan Stroud: Bartimäus - Der Ring des Salomo
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Bartimaeus - The Ring of Solomo
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783570139677

Informationen zum Buch

Seiten
480

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Sonnenuntergang über den Olivenhainen.

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Handlungsort

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Endlich hat das Warten für alle Fans der fantastischen Bartimäus-Trilogie ein Ende: Das heiß ersehnte Prequel zu den faszinierenden Abenteuern um den jungen Magier Nathanael und seinen unfreiwilligen Diener Bartimäus ist da! Und Bartimäus, der Dschinn aller Dschinns, darf seine ruhmreiche Vergangenheit präsentieren - die sogar seine späteren Heldentaten mit Nathanael beinahe in den Schatten stellt. Schließlich hat Bartimäus seinerzeit nur den Besten der Besten und Hochwohlgeborenen gedient: Mächtige Magier und wunderschöne Königinnen waren seine Gebieter - und mit dem berühmten König Salomon stand er sogar auf Du und Du ...

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Barti rocks!

Bartimäus, der gewitzte Dschinn mit überdimensionalem Ego und großer Klappe, schafft es immer wieder, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Diesmal ist seine Beschwörung durch einen Zauberer mächtig schiefgegangen, und er wird auf eine von König Salomos Großbaustellen strafversetzt.

Der große Salomo hat derzeit Ärger mit Königin Balkis von Saba, die immer wieder seine Heiratsanträge abweist. Jetzt hat er ihr ernsthafte Sanktionen angedroht bis hin zur Vernichtung ihres Reiches durch seinen zaubermächtigen Ring. Balkis schickt ihre in diversen Kampfkünsten ausgebildete Dienerin Asmira in Verkleidung nach Jerusalem, um die Sache zu richten, doch die Reise nach Jerusalem ist voller Gefahren, und zum König selbst vorzudringen erweist sich als deutlich schwieriger, als die Damen angenommen haben.

Gut, dass es da noch Bartimäus gibt, der mit dem König und seinen Scharen von Zauberwesen eh noch ein Hühnchen zu rupfen hat ...

Bartimäus ist vor allem eins: unglaublich unterhaltsam. Jonathan Stroud ist da eine wirklich originelle Figur gelungen, die man mit ihrer Wortgewandtheit und Selbstironie trotz aller Besserwisserei und Prahlerei ganz einfach mögen muss. Die alten Legenden um König Salomo und die schöne Königin von Saba verwebt Stroud mit seiner eigenen Welt voller verrückter Phantasiegestalten und seinem ausgereiften Magiekonzept zu einem temporeichen Abenteuer.

Bartimäus' schnoddriger, respektloser Erzähltonfall ist so herrlich anders als manch langatmiges Fantasyepos, und ich liebe ganz einfach die skurrilen Einsprengsel per Fußnoten. Barti höchstselbst ist allerdings nicht die alleinige Erzählstimme, auch Asmira und einige andere Figuren kommen zu Wort und schildern die Ereignisse aus ihrer Perspektive.

Die Handlung an sich wäre gar nicht so wahnsinnig spektakulär - mächtiger Mensch besitzt Gegenstand mit potentiell zerstörerischen Kräften und muss davon abgehalten werden, damit Böses anzurichten - aber was Stroud mit seinem Ideenreichtum, seiner Figurenfülle und vor allem seinem wunderbar trockenen Humor daraus gemacht hat, ist schon etwas Besonderes.

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„Bartimäus – Der Ring des Salomo“ ist eigentlich die Entstehungsgeschichte zu den bereits veröffentlichten Bänden der Bartimäus-Trilogie. Ein in sich abgeschlossenes Buch, in dem es um einen gewitzten, stets zu Streichen aufgelegten Dschinn geht, der immer wieder wider Willen von Magiern heraufbeschworen wird. Man kann es völlig unabhängig von der Trilogie lesen.

Gleich zu Beginn folgt eine Liste der Hauptpersonen, eine Karte mit den Ländern Israel, Saba und deren Umgebung zum Handlungszeitpunkt. Nach dem eigentlichen Schluss der Geschichte kommen noch Anmerkungen zu Zauberei und Geistern. Und nach Erwähnung der Trilogie ein kleines Kapitel, von dem ich ausgehe, dass es sich um ein Kapitel des ersten Bandes der Trilogie handelt – die ich leider noch nicht gelesen habe.

Doch zum Inhalt. Bartimäus ist ein Dschinn. Ein Wesen, das seinem Meister alle Wünsche erfüllen muss. Sein Herr ist Magier am Hofe König Salomos 959 v. Chr. in Jerusalem. Salomo wiederum, Hüter eines Ringes, der ihm unendliche Macht und Reichtum verleiht, scheint sich alle umliegenden Königreiche untertan machen zu wollen. Er schreckt nicht davor zurück, den Geist des Ringes heraufzubeschwören, um seine Macht zu erhalten und sein Gefolge gefügig zu halten.

Als Salomo das Königreich Saba bedroht, schickt die Königin eine ihrer Wächterinnen nach Jerusalem. Diese soll den König töten und den Ring nach Saba bringen. Asmira, die Wächterin macht sich sofort auf den Weg und trifft dabei auf Bartimäus und seinen Herrn. Mit ihrer Hilfe gelangt sie schneller als erwartet in den Palast Salomos.

Doch dort stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Ihr blinder Gehorsam gegenüber ihrer eigenen Königin ist plötzlich infrage gestellt, als sie mit Bartimäus Hilfe in den Besitz des Ringes zu kommen versucht. Ist Salomo ein tyrannischer Machthaber oder gehen hinter seinem Rücken Dinge vor, die er nicht weiß? Herrscht er oder wird er beherrscht? Sie und der Dschinn müssen einige Schwierigkeiten meistern und um ihr Leben kämpfen.

Ich würde das Buch in die Kategorie All-Age (zumindest ab 14 aufwärts) einsortieren und wurde von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten. Stroud hat mich in eine fantastische Welt aus Zauberern, Kobolden, Dämonen und Menschen eintauchen lassen. Der Schauplatz ist größtenteils im antiken Jerusalem, wobei Zeit und Ort vermutlich auch hätten beliebig ausgetauscht werden können, denn es ist gewissermaßen eine ganz eigene Welt, in die man sich beim Lesen begibt. Am Ende kommt wie gesagt vermutlich der Auftakt der Trilogie. Jedenfalls landet der Dschinn in der modernen Zeit bei einem Jungen in London.

Doch soweit ist es anfangs noch nicht. Bösartige und gewalttätige Dschinns werden beschrieben, die immer bereit sind auf ihren Herrn zu stürzen und diesen zu töten, sobald dieser die kleinste Schwäche zeigt. Und ihre Sehnsucht nach Freiheit, die genau genommen nie erfüllt wird, denn jeder der ihren Namen kennt, kann sie heraufbeschwören und sie müssen ihm bedingungslos gehorchen oder werden bestraft. Bartimäus ist ein bereits uralter Dschinn, sarkastisch und humorvoll und trotz seiner Hinweise auf seinen Appetit kommt er liebenswert herüber. Er glaubt an das Gute im Menschen, als er auf Asmira trifft, und wird gewissermaßen belohnt. Sie schafft es nicht nur, den Bann, der ihn an seinen bisherigen Herrn bindet, zu brechen (an der Stelle habe ich mich köstlich amüsiert, wer die Gelegenheit hat einen Blick auf die Seiten 276-280 zu werfen, weiß vielleicht warum). Sie verspricht ihm auch die Freiheit, sobald er ihr geholfen hat, den Ring zu bekommen. Asmira wiederum würde alles für ihre Königin tun, sogar ihr eigenes Leben opfern. Blind gehorcht sie jedem Befehl, bis sie zu begreifen beginnt, dass Gehorsam vielleicht nicht alles ist und es zwischen Schwarz und Weiß viele Grautöne gibt.

Stroud lässt zum einen Bartimäus selbst zu Wort kommen, zum anderen wird die Geschichte von einem Beobachter erzählt. Was mich anfangs etwas störte, waren die Fußnoten, die keiner eigentlichen Erklärung dienen, sondern genau genommen teilweise recht biestig-eloquente Gedanken des Dschinns sind. Doch das war wie gesagt nur anfangs, was vielleicht wiederum am äußerst lebendigen Stil und modernen Sprachgebrauch des Autors liegen könnte. Damit führt er einen leicht verständlich in die Handlung ein, wobei er gleichzeitig von Anfang an Spannung aufbaut. Seine Ideen sind durchdacht, nichts wirkt langatmig. Die Beschreibung seiner Figuren, wie auch ihrer Erlebnisse ist detailliert.

Fazit: Das Buch hat eindeutig nicht nur für Jugendliche Unterhaltungswert. Mich hat es auf die bereits 2006/2007/2008 erschienene Trilogie mehr als neugierig gemacht. Auf einer Skala von 1 – 5 bekommt „Bartimäus – Der Ring des Salomo“ die volle Punktzahl, weil einfach alles stimmt.

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Mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht, las ich dieses Buch

Dieses Buch ist das beste, welches ich jemals über Bartimäus gelesen habe. Mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht habe ich die Abendteuer von Bartimäus und Samira verfolgt, musste das ein oder andere mal laut loslachen, aber auch die Spannung bliebt nicht auf der Strecke. Viele Fallen warten auf dieses seltsame Duo und obwohl jeder auf den anderen eher ungewollt angewiesen ist, ergänzen sie sich perfekt. Teilweise ist dieses Buch sogar fast anrührend.
Abgesehen von der spannenden Geschichte, erfreute mich diese Geschichte vor allem auf Grund von Bartimäus Beschreibungen, sarkastischen Zwischenbemerkungen und seiner schnodderigen und frechen Art. Dieser kleine Dschinn hat mein Herz im Flug erobert und sehr schnell verzeiht man ihm alles, weil man einfach nicht anders kann.
Ich habe dieses Buch geliebt und mir bewusst Zeit gelassen, damit ich möglichst lange von diesem genialen Lesegenuss hatte.

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