Lukas Erler: Brennendes Wasser

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Lukas Erler: Brennendes Wasser
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783401069357

Informationen zum Buch

Seiten
272

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Tot zu sein, war gar nicht so schlimm.

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Josh, Caro und Speedy trauen ihren Augen nicht: Als sie heimlich den alten Matthis in seinem Haus beobachten, sehen sie, wie dort Feuer aus dem Wasserhahn schießt. Kurz darauf explodiert das ganze Haus. Ein schrecklicher Unfall? Während die Jugendlichen in Norddeutschland noch rätseln, sorgt die Explosion in einem kanadischen Energiekonzern für Aufregung: Im Gebiet um Matthis‘ Haus haben sie Fracking-Probebohrungen angestellt. Die drei Augenzeugen könnten ein Millionengeschäft zum Platzen bringen. Jemand muss sie schnellstens zum Schweigen bringen …

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Spannender Umweltthriller zu einem aktuellen Thema

Kantheim in Niedersachsen ist eher ein beschaulicher Ort. Hier sollte die Welt noch in Ordnung sein. Das denken auch Caro, Josh und Speedy, als sie sich eines Tages mit einer Kamera bewaffnet auf den Weg zum Haus des alten Messie Matthis machen. Der Eigenbrötler lebt einsam und zurückgezogen auf kargem Land und die drei Freunde wollen ihn nun heimlich dabei filmen, wie er nackt durch sein Haus tanzt. Klar, dass sie dieses Video anschließend auf Youtube stellen wollen, oder? Nur kommt es ganz anders, denn als die drei in Position sind, beobachtet Caro durch die Kamera, wie eine Stichflamme durch den Wasserhahn schießt. Kurz darauf explodiert das Haus und die Freunde werden schwer verletzt.

Parallel zu den Vorkommnissen in Deutschland, betritt der siebzehnjährige Gary Warshinski in Denver, Colorado ein Gebäude des Unternehmens National Gas & Oil und zwingt die anwesenden Manager, verseuchtes Wasser zu trinken. Als auf Umweltfragen spezialisierte Rechtsanwältin Gillian Hayes im Auftrag der NGO (Non-Governmental Organizations) Clean Water Fund seine Vertretung übernimmt, ahnt sie noch nicht, mit welch skrupellosen Menschen sie es bald zu tun haben wird.

Fracking ist das Stichwort, um das es hier geht. Lukas Erler ließ sich von seinem Sohn inspirieren, der im Erdkundeunterricht zum ersten Mal über diese umstrittene Art der Erdgasförderung gehört hatte. Gemeinsam sahen sie sich die Dokumentation "Gasland" an und der Jugendthriller war beschlossene Sache. Doch was ist Fracking? Wikipedia hilft hier weiter:

Beim Hydraulic Fracturing, kurz Fracking, wird nach Erstellung einer bis zu mehreren tausend Meter tiefen Bohrung, unter Druck eine Flüssigkeit durch das Bohrloch in den Zielhorizont, also den geologischen Horizont, aus dem gefördert werden soll, gepumpt. Diese Flüssigkeit besteht normalerweise aus Wasser, das mit chemischen Zusätzen und Stützmitteln versetzt ist. Durch diese Technik bestehen potentielle Umweltrisiken, insbesondere die Verunreinigung des Grundwassers und des Oberflächenwassers durch die Chemikalien, sogar Mikrobeben scheinen im Bereich des Möglichen (was aber von vielen Experten ausgeschlossen wird).

Lukas Erler hat seine Hausaufgaben gemacht. Er vermittelt in "Brennendes Wasser" die aktuelle Lage zum Thema Fracking und hält sich nicht lange damit auf, seinem Personal allzu viel Komplexität zu verleihen. Die Protagonisten sind hier auch nicht so wichtig, sondern die Kritik an Erdgasförderungsmethoden, die bis heute umstritten sind, weil die Folgen nicht absehbar sind. Der Autor positioniert sich ganz klar gegen Fracking und beleuchtet deshalb das Thema nicht ganz so ausgewogen, wie es möglicherweise ist - doch man darf auch nicht vergessen, dass es sich hier nicht um Fachliteratur, sondern um einen spannenden Jugendthriller handelt. Spannend und temporeich ist das Buch allemal: Und das ganz besonders für die Zielgruppe der 12 bis 15-jährigen. Erler spart neben all der Spannung nicht mit Fakten und nach und nach entwickelt sich sogar noch ein gewisser Lerneffekt, der auch Erwachsenen gut tun wird (wer außer einem "Öko" befasst sich schon mit langweiligen Umweltthemen?).

"Brennendes Wasser" beleuchtet das Thema Fracking vielleicht nicht von allen Seiten, aber das Buch riss mich fast von Anfang an mit. Besonders gut gefallen hat mir, dass Erler kein Friede-Freude-Eierkuchen-wir-retten-die-Welt-Ende bietet, sondern die aktuelle Situation realistisch einschätzt und sogar die Möglichkeit einer Fortsetzung andeutet.

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Brennendes Wasser

Inhalt: Josh, Caro und Speedy trauen ihren Augen nicht: Als sie heimlich den alten Matthis in seinem Haus beobachten, sehen sie, wie dort Feuer aus dem Wasserhahn schießt. Kurz darauf explodiert das ganze Haus. Ein schrecklicher Unfall? Während die Jugendlichen in Norddeutschland noch rätseln, sorgt die Explosion in einem kanadischen Energiekonzern für Aufregung: Im Gebiet um Matthis‘ Haus haben sie Fracking-Probebohrungen angestellt. Die drei Augenzeugen könnten ein Millionengeschäft zum Platzen bringen. Jemand muss sie schnellstens zum Schweigen bringen …

Im Jugendthriller "Brennendes Wasser" behandelt Lukas Erler in hochbrisantes Thema, das auch in Deutschland immer wichtiger wird. Die Idee zu diesem Buch, dank dem bisher eher unbekannten Thema, finde ich sehr gelungen.

Die Protagonisten: Die drei Jugendlichen Speedy, Josh und Caro erwecken einen liebenswerten, sympathischen, neugierigen, eben authentischen Eindruck. Gary, der im Buch eine Art Parallel-Rolle spielt und den man ganz am Anfang kennenlernt - nunja, ich hielt ihn zuerst für einen Spinner, doch befasst man sich weiter mit der Materie, empfindet man Verständnis für dem amerikanischen Farmersohn.
Die Story ist dank dem angenehmen Schreibstil recht gut und flott zu lesen.

Gelungen finde ich zudem das "Hin-und-Her-Wechseln" der Orte, an denen das Buch spielt - in Norddeutschland, Kananda und USA. Anfangs besteht gar keine Verbindung, doch mit der Zeit werden diese Orte zusammen immer wichtiger. Auch die Verbindung der zwei Fälle gelingt dem Autor.
Im Buch erhält der leser genügend Infos über das Thema Fracking, im Vordergrund stehen allerdings die Folgen und Probleme (vor allem die von Gary und den drei Jugendlichen in Deutschland).

Etwas schade fand ich allerdings, dass das Buch nur ganz am Anfang und am Ende in richtiger Thiller war. Denn im Mittelteil sank die Spannungskurve.

Fazit: Ein teilweise spannendes Buch über Fracking, das gut ausgearbeitet ist!

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