Cat Jordan: Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan: Der Sommer, der uns trennte

 
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Cat Jordan: Der Sommer, der uns trennte
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Leaving Season
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783959670371
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
englisch

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Handlungsort

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Nate wird vermisst! Vermutlich ist er tot.

Die Gedanken wirbeln erbarmungslos durch ihren Kopf. Das darf nicht sein. Denn wenn es stimmt, bricht ihre Welt zusammen. Gemeinsam aufs College gehen, verloben, heiraten, all das würde es nie mehr geben. Niemand scheint Middie in ihrem Schmerz zu verstehen. Bis auf Lee – Nates bestem Freund, mit dem sie sich nie gut klargekommen ist. Aber er ist der Einzige, an den sie sich anlehnen kann. Und plötzlich erwächst aus der gemeinsamen Sorge, etwas Neues … Doch ist es wirklich in Ordnung Gefühle für Lee zu haben?

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Ruhige und emotionale Geschichte

Meredith, genannt Middie, und Nate sind seit 5 Jahren ein Paar. Nate ist Middies Lebensmittelpunkt, ihre Gegenwart und ihre Zukunft. Sie sind das ideale Paar und das sieht auch ihr Umfeld so. Die beiden haben gemeinsame Pläne, wie z.B. dass sie zusammen die gleiche Uni besuchen wollen. Doch während Middie noch das Abschlussjahr auf der Highschool vor sich hat, verbringt Nate ein Jahr in Honduras um unterprivilegierte Kinder zu impfen. Ein paar Tage nach seiner Ankunft wird das Dorf, in welchem Nate war, angegriffen und es werden keine Überlebenden gefunden.
Für Middie bricht ihre Welt zusammen.

In ihrer Trauer ist es erstaunlicherweise Nates bester Freund Lee, der sie versteht und ihr Halt gibt. Er lockt sie aus ihrem Kokon der Trauer. Gerade er, der in ihren Augen ein Loser, Kiffer und Faulenzer ist, schafft es als einziger ihr einen Weg zu zeigen wie es ohne Nate weitergehen kann.

Von der ersten Seite an, hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Am Anfang zeigt die Autorin Middie und Nate als Liebespaar, bevor er sich auf die Reise macht. Es wird deutlich dass die beiden eine Einheit sind und dass sie eine innige und von Liebe geprägte Bindung miteinander verbindet. Dadurch konnte ich Middies Verzweiflung gut verstehen, als sie von dem Überfall erfährt.

Es folgt eine Zeit der Trauer und Fassungslosigkeit, in der ihr viel Verständnis von ihrem Umfeld entgegengebracht wird, dass sie aber oft mehr erdrückt als ihr zu helfen. Ohne Nate fühlt sie sich leer und hat das Gefühl nicht zu wissen wer sie eigentlich ist.

Und dann kam für mich der interessanteste Teil der Geschichte. Durch Lee wird aus Middie Meredith, die ihren eigenen Weg und zu sich selbst findet, bis sie an einen Punkt gelangt, an dem sie entscheiden muss, wer sie in Zukunft sein will. Einer Zukunft, die nicht bereits verplant ist, sondern die sie frei und ganz nach ihren Wünschen gestalten kann, ohne den Einfluss von Nate, ihren Freunden oder ihrer Familie.
Und wieder stellt das Schicksal sie auf eine harte Probe und sie muss eine schwere Entscheidung treffen.

Die Autorin hat der Geschichte Raum gegeben sich zu entwickeln. Sie erzählt sie ruhig und ohne große dramatische Gesten und Szenen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ein weiterer Grund war sicherlich Lee, ein junger Mann mit etwas sperrigem Charakter, der keinen Wert auf die Meinung anderer legt und der ein Gespür dafür hat, was Meredith gut tut.

Auch wenn der Klappentext schon einiges verrät und der Rest oft vorhersehbar ist, liest es sich einfach sehr schön, wie Middie und Lee sich gegenseitig helfen ihre Trauer zu bewältigen und wie sie sich dabei näher kommen. Für mich war das Buch ein echter Pageturner.

Fazit: Eine ruhige und sehr emotionale Geschichte über eine junge Frau, die den Verlust ihrer großen Liebe bewältigen muss und dabei zu sich selbst findet.

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Vorhersehbar

Middies Freund Nate, mit dem sie seit 5 Jahren zusammen ist, wird ein Auslandsjahr in Honduras einlegen, während Middie selbst in Oregon in die Abschlussklasse geht. Danach wollen beide am selben College studieren. Soweit der Plan, doch es kommt ganz anders: Nates Dorf wird überfallen und er für tot erklärt. Lee, Nates bester Freund, den Middie eigentlich nie leiden konnte, ist in dieser schwierigen Situation für sie da.

Die Beziehung zwischen Middie und Nate wird in diesem Buch glorifiziert, beide werden durchgehend als das „perfekte Paar“ beschrieben. Dann geht Nate einfach ins Ausland und lässt Middie zurück, die ihn zwar vermisst, aber nicht eine Sekunde lang darüber nachdenkt, ihn vielleicht von seinem Vorhaben abzubringen. Schade, das und ein paar Schwächen hätten diese Beziehung realistischer gemacht.

Nach Nates Verschwinden werden Middies Emotionen zwar gut geschildert, trotzdem konnte ich nicht mit ihr mitfühlen. Vielleicht auch deshalb, weil sie nur relativ kurz trauert. Trotz des angenehmen Schreibstils habe ich mich eher gelangweilt. Das Buch hat sich beim Lesen gezogen, es wirkte alles so banal. Ein Grund dafür ist sicherlich die Vorhersehbarkeit der Handlung. Schon beim Lesen des Klappentextes hatte ich eine Vermutung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird und wie sie letztendlich ausgehen könnte. Leider hat sich diese Vermutung eins zu eins bestätigt.

Auch wurde nicht erklärt, warum sich Middie und Bad Boy Lee schlagartig super verstehen. Klar, der Tod eines gemeinsamen Freundes schweißt zusammen, aber hier wirkte es auf mich zu konstruiert. Er nennt sie immer wieder „Yoko“, nach Yoko Ono, was man sich als Leser aus einem Halbsatz erschließen muss. Ich bezweifle, dass die Zielgruppe mit dieser Anspielung etwas anfangen kann.

Statt des erhofft emotionalen Jugendbuches über den Umgang mit dem Verlust der ersten großen Liebe ist „Der Sommer, der uns trennte“ leider nur eine vorhersehbare Geschichte. Trotzdem gab es auch schöne Stellen, an denen Lee die verklemmte Middie dazu anstiftet, sich ins Leben zu stürzen.

Positiv überrascht war ich vom Schluss des Buches. Auch wenn dieser zu erwarten war, konnte mich die Autorin auf dem letzten 80 Seiten endlich mitreißen und mich berühren. Wäre das ganze Buch so gewesen, hätte ich es mit Freuden weiterempfohlen.

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