Jeyn Roberts: Dark Inside

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Jeyn Roberts: Dark Inside
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Dark Inside
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783785573969

Informationen zum Buch

Seiten
400

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Schlagworte

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Handlungsort

Handlungsorte
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Aries kämpft sich nach einem Erdbeben durch zerstörte Straßen. Clementine überlebt als Einzige ein Blutbad in der Gemeindehalle. Mason verliert all seine Freunde bei einem Bombenanschlag. Michael entkommt nur knapp dem Amoklauf zweier Polizisten. Vier Jugendliche kämpfen in einer postapokalyptischen Welt um ihr Überleben. Sie können niemandem trauen. Nicht einmal sich selbst. Erdbeben verwüsten ganze Kontinente, zerstören Städte und Häuser. Doch etwas regt sich, was tausendmal schlimmer ist: eine dunkle Kraft, die Menschen in rasende Bestien verwandelt. Wer nicht befallen wird, kämpft um sein Leben. Keiner kann den Monstern entkommen, denn sie sind mitten unter uns: ein Freund, ein Familienmitglied, ein Kind. Ihre Tarnung ist perfekt. „Dark Inside" ist der erste von zwei Bänden.

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Spannender Auftakt!

Vom einen auf den anderen Augenblick stürzt die Welt ins Chaos. Schwere Erdbeben zerstören die Städte, weltweite Bombenanschläge verbreiten Angst und die elektronische Kommunikation kommt zum Erliegen. Als wäre das noch nicht genug, verhalten sich viele Menschen plötzlich unberechenbar. Sie sind extrem gewaltbereit, morden und foltern wie unter einem Anfall. Inmitten dieser postapokalyptischen Welt kämpfen vier Jugendliche um ihr Überleben.

"Sie sind die dunklen Gedanken in uns, die wir nicht hören wollen. Wir haben sie ignoriert, aber sie sind einfach nicht weggegangen. Sie wurden stärker. Lauter. Und dann fingen sie an, einen Sinn zu ergeben."

Das Buch konnte mich direkt ab Beginn fesseln. Die Kapitel sind kurz gehalten und enden meist sehr spannend. Anfangs musste ich beim Wechsel der Handlungsstränge die kleine Zusammenfassung auf der Rückseite nachlesen, da sich die Probleme der Protagonisten doch sehr ähneln. Das Buch befasst sich auch eher mit diesen zwischenmenschlichen Details, statt Schauplätze und Orte zu beschreiben. Unterbrochen werden die Kapitel durch das Nichts. Einzelne Abschnitte tragen diesen Namen. Hierin schien es um Erklärungen zu gehen, weshalb die Menschen zu Mördern werden. Jedoch bleibt der Verfasser dieser Gedanken und Zwiegespräche im Dunkeln. Man kann nur vermuten, dass es sich um einen der Charaktere handelt, Ideen hätte ich schon.

Der Schreibstil wirkt distanziert, oft berichtartig ohne Gefühl. Mir hat er aber gut gefallen, da er auch zum Geschehen passt. Man kann niemandem trauen, verliert Freunde und Familie, vereinsamt und zweifelt. Am Ende verknüpft Jeyn Roberts die Geschichten und zeigt Hoffnung auf, eine gewisse Gruppendynamik entsteht. Es bleibt nur fraglich, ob das so förderlich ist. Der Terrorismus der sich in den Köpfen der Menschen ausbreitet, ist noch immer nicht greifbar.

"Dark Inside" ist der erste von zwei Teilen. Der Folgeband wird hoffentlich die restlichen Fragen beantworten. Ein Grundstein ist jedenfalls gelegt: spannende Jugenddystopie voller Rätsel. Ich bin gespannt, wie es fortgeführt wird.

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(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
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Für Endzeitliebhaber ein absolutes Lesemuss!

"Das Böse, das uns infiziert, ist schon immer da gewesen.
Seit Anbeginn der Zeit, bevor es Namen gab,
bevor es Schrift gab - sie haben schon immer existiert." S. 350)

Inhalt:

Aries. Clementine. Mason. Michael. Vier unterschiedliche Schicksale und doch dieselbe Tragödie. Denn überall auf der Welt passiert es: gigantische Erdbeben, Bombenanschläge, Amokläufe.
Die vier Jugendlichen aus verschiedenen Orten in Amerika haben eins gemeinsam: Sie wurden Zeuge einer dieser Katastrophen und der Apokalypse danach: Die Menschen sind nicht mehr bei Sinnen, sie töten sich gegenseitig auf grausame Art.
Die Stromnetze und sämtliche Kommunikationswege sind ausgefallen. Jeder der Jugendlichen kämpft auf seine Art ums Überleben, niemals in Sicherheit vor den anderen oder sich selbst. Denn die "Leere" kann jeden infizieren.

"Was ist mit deinen Freunden? Kennst du sie wirklich so gut?
Würdest du ihnen dein Leben anvertrauen?" S. 289

Meine Meinung:

Das erste Kapitel war irgendwie seltsam und machte mich doch gleichfalls neugierig. Der Titel war "NICHTS" und ich wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Doch dann begann die Erzählung aus der Sicht der Protagonisten und ihre Erlebnisse während des Armageddons.
Die Geschichte war so greifbar, ich raste durch die Seiten, immer auf der Suche nach befriedigenden Antworten auf das "WARUM?"
Jeder Charakter macht sich seine eigenen Gedanken, was passiert sein könnte und so bekommt der Leser immer neue Ideen und spekuliert mit.

Anhand des Klappentextes/der Inhaltsangabe hatte ich eine weitere Dystopie erwartet. Doch der Leser wird in "Dark Inside" nicht in eine (ferne) Zukunft geschickt, sondern alles entwickelt sich aus unserem Jetzt zu dem, was wir diesem Genre zuordnen würden.

Die Protagonisten:

Aries trifft im Bus auf einen Verrückten, der sie kurz vor dem Beben versucht zu warnen. Nach der Katastrophe lernt sie Daniel kennen, der ihr den richtigen Weg weist und sie wird zur Anführerin ihrer Gruppe.

Clementine konnte dem Massaker ihrer gesamten Kleinstadt gerade noch entkommen. Sie schlägt sich unaufhaltsam durch, auf der Suche nach ihrem Bruder, der in Seattle studiert. Die "Gespräche" mit ihm halten sie am Leben, zwingen sie durchzuhalten.

Michael wird erst Zeuge eines brutalen Mordes, dann einer Hinrichtung durch die Polizei. Zusammen mit Evan gelingt ihm die Flucht und sie gesellen sich mit anderen Überlebenden zu einer Gruppe zusammen. Doch am Ende zählt das eigene Überleben, oder?

Der interessanteste Protagonist war für mich aber Mason. Er ist einerseits beschützend und fürsorglich, dann aber wiederum agressiv und unbeherrscht. Mehr wird aber nicht verraten!

Dann gibt es noch das "NICHTS"... Kapitel für Kapitel bekommt der Leser mehr Einblicke, aus wessen "heutiger" Sicht sie geschrieben sind.

Der Schreibstil:

"Dark Inside" ist in kurze Kapitel mit dem Titel der erzählenden Perspektive untergliedert. Man hat das Gefühl, als höre/sähe man einen Bericht über die Geschehnisse.
Stutzig machte mich das erste Kapitel, das - im Gegensatz zu allen anderen - im Präsens geschrieben ist, wie alle weiteren Kapitel, die den Titel "NICHTS" tragen.
Die völlig unterschiedlichen Handlungsstränge zogen mich in ihren Bann. Ich wollte herausfinden, was passiert ist und gleichzeitig mehr über die Person erfahren, die das "NICHTS" spricht.

Etwas muss ich leider auch über das Buch selbst loswerden: Es ist dick und schwer, sehr unpraktisch für ein Taschenbuch. Ich musste beim Lesen stets beide Hände benutzen, um es "festzuhalten", da es den großen Drang hatte, zuzuklappen. Der Seitenrand auf der Innenseite ist beinahe zu schmal. Mein Lesevergnügen hat dies leider etwas gestört.
(Und außerdem: Die Broschierung hat Klappen, auf denen der äußere Druck fortgesetzt wird. Sehr zu meinem Leid, denn: Ich hielt den schwarzen Fleck am Rande meines Sichtfeldes ständig für irgendein Tierchen, dass mir aufs Buch krabbeln will! Aber das ist persönliches Empfinden, ich wollte es nur loswerden.)

Urteil:

"Dark Inside" ist anders. Es passiert so viel und doch wieder nicht. Aber eins ist sicher: Die Spannung ist auf jeder einzelnen Seite greifbar. Bis zum Schluss hatte ich auf Antworten zu den viiieeeeelen offenen Fragen gehofft, leider wurde mein Wunsch nicht erhört, was das Gesamtgefühl über "Dark Inside" leider schmälert. Wer ein spannendes Endzeiterlebnis sucht, ist hier aber genau an der richtigen Stelle. Daher bekommt "Dark Inside" von mir 4/5 Ratten.

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Wenn nichts mehr so ist wie es war

Meine Meinung:

Erdbeben, Amokläufe, Selbstjustiz - damit beginnt Jeyn Roberts ihr apokalyptisches Abenteuer in Dark Inside. Während die Erde bebt, geschieht noch etwas viel Schlimmeres: Die Wut und der Zorn, der sich schon seit Angedenken in den Menschen befindet, gewinnt nun die Überhand und die Welt versinkt in Anarchie und Gewalt. Menschen töten sich gegenseitig aus Spaß und werden so zu "Hetzern".

Dies ist das Szenario, das die Autorin hier entwirft und in welchem sie ihre vier Protagonisten - Clementine, Mason, Michael und Aries - auf die Reise schickt. Alle vier werden auf unterschiedlichste Weise Opfer der Katastrophe, doch sie haben eines gemeinsam: den Willen zu Überleben.

Das Buch ist so gegliedert, dass die einzelnen Kapitel immer einer Person zugeordnet sind und der Leser die Welt dann aus deren Augen wahrnimmt. Das schafft Abwechslung und Spannung, da die Kapitel natürlich meistens mit Cliffhangern enden und es mir so ging, dass ich häufig einfach weiterlesen "musste", weil ich erfahren wollte, wie es der Person denn nun erging. Die vier Protagonisten stellen verschiede Persönlichkeiten dar - Clementine, die beliebte Cheerleaderin; Aries, die geborene Anführerin; Mason, der Rebell; und Michael, der Gutmütige - und man wird als Leser dazu eingeladen, mit ihnen zu leiden und zu lachen. In einer Welt, in der nur noch Gewalt herrscht, man ständig auf der Flucht ist und niemanden vertrauen kann, finden die vier dennoch Wege, sich mit ihrem Schicksal abzufinden und das beste daraus zu machen.

Unterbrochen wird der Plot immer wieder von kurzen Kapiteln, die unter dem Titel "Nichts" stehen und in dem eine anonyme Person das Geschehen Revue passieren lässt. Diese Kapitel, die im Gegensatz zu den anderen aus der Sicht eines Ich-Erzählers und im Präsens geschrieben sind, dienen dazu, den inneren Kampf darzustellen, den die Protagonisten ausfechten müssen. Sie sind sich alle darüber bewusst, dass sie selbst auch Opfer ihrer eigenen Wut und Verzweiflung werden könnten und somit als einer von den "Hetzern" enden könnten. Es lässt sich darüber spekulieren, welcher Protagonist genau hinter dieser Stimme steckt, aber eigentlich würde sie auf alle vier passen.

Das Buch hat mich insgesamt sehr gut unterhalten und obwohl es der erste von zwei Bänden ist, fand ich das Ende durchaus gelungen und in sich geschlossen. Es lässt einen Funken Hoffnung zu, zeigt aber auch auf, dass die Welt nie wieder so werden wird, wie sie einmal war. Die Reise der vier Jugendlichen ist spannend und es wird nichts beschönigt. Dabei sollte erwähnt werden, dass das Buch vielleicht nichts für zarte Gemüter ist. Ich lese selten Young Adult-Romane, aber von den wenigen, die ich gelesen habe, ist es mit Abstand das brutalste und blutrünstigste.

Einziger Kritikpunkt ist, dass mir die "Nichts"-Kapitel teilweise zu anklagend waren. Es wird darüber philosophiert, dass die Menschen selbst an ihrem Untergang Schuld sind, da sie die Welt zu lange ausgenutzt haben und dass Globalisierung und auch der selbstverständliche Umgang mit Kommunikationsmedien (vor allem dem Internet) sozusagen eine Krankheit überdeckt haben, die schon immer in den Menschen geschlummert hat. Das war mir ein wenig zu pathetisch.

Ansonsten aber ein unterhaltsames, schnell zu lesendes Endzeit-Abenteuer.

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