Davide Morosinotto: Verloren in Eis und Schnee

Davide Morosinotto: Verloren in Eis und Schnee

 
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Davide Morosinotto: Verloren in Eis und Schnee
Untertitel
Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
La sfolgorante luce di due stelle rosse. Il caso dei quaderni di Viktor e Nadya
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783522202510
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
440

Sonstiges

Originalsprache
Italienisch
Erster Satz
An meinem vierzehnten Geburtstag wurde ich zu einem Helden.

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Ihr dürft euch nicht verlieren!, hat die Mutter den Zwillingen Nadja und Viktor eingeschärft. Doch im überfüllten Bahnhof werden sie auseinandergerissen. Viktor verschlägt es nach Sibirien. Für ihn wird der Weg zurück zu einem Kampf gegen Hunger und Kälte. Nadja hält sich währenddessen auf einer Festung versteckt, wo sich die Lage ebenfalls zuspitzt. Abgeschnitten von der Außenwelt und ohne Nachricht voneinander versuchen die Geschwister verzweifelt, sich wiederzufinden.

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Spannend und beeindruckend

Inhalt:
Die Zwillinge Nadja und Viktor sind dreizehn Jahre alt, als 1941 ihrer Heimatstadt Leningrad droht, von den Deutschen eingenommen zu werden. Die Kinder werden zusammen mit vielen anderen aus der Stadt geschickt, um weit weg das Ende des Krieges in Sicherheit abzuwarten. So der Plan - doch es kommt natürlich ganz anders. Bereits am Bahnhof werden Viktor und Nadja getrennt und in verschiedene Züge gesteckt. Viktor landet in einer Kolchose in Sibirien, während Nadjas Zug gar nicht weit kommt. Dieses Buch erzählt nun, was die Zwillinge erleben, während sie auf der Suche nacheinander sind.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr liebevoll und detailliert gestaltet. In der Rahmenhandlung muss Oberst Waleri Gawrilowitsch Smirnow darüber entscheiden, ob sich Viktor und Nadja schuldig gemacht haben oder nicht. Zur Entscheidungsfindung dienen ihm die Tagebücher, die die Zwillinge während ihrer Odyssee durch die Sowjetunion geschrieben haben. Er versieht sie mit Randnotizen, Kommentaren und vor allem Paragraphen, gegen die die Kinder angeblich verstoßen haben. Die Akribie, mit der er nach Verstößen sucht, wirkt zuweilen fast schon lächerlich. Neben Oberst Smirnows Randnotizen enthalten die Tagebücher auch z.B. Fotos, Zeichnungen und Zeitungsausschnitte, die die Kinder eingeklebt haben. Das Papier ist auf alt getrimmt und die Schriftfarben in den Tagebüchern sind unterschiedlich: Viktor schreibt rot, Nadja blau. Alles in allem also eine sehr aufwändige Gestaltung, die mit zum Lesevergnügen beiträgt.

Abwechselnd bekommt der Leser Abschnitte aus Nadjas und Viktors Tagebüchern zu lesen. Es sind haarsträubende Dinge, die die beiden schildern. Vieles davon ist sicherlich realistisch, anderes frei erfunden. Tatsächliche historische Ereignisse und Personen kommen ebenso vor wie fiktive. Man bekommt einen guten Eindruck vom Leben in Kriegszeiten, aber auch von der Eiseskälte des Winters 1941/42, der viele Menschen das Leben gekostet hat.

Davide Morosinotto schreibt sehr fesselnd. Ich kann mich für historische Romane sonst nicht begeistern, aber er hat es geschafft, mich von Anfang bis Ende für seine Geschichte einzunehmen. Zwar kann man sich nicht unbedingt mit den Protagonisten identifizieren - das ist meiner Meinung nach bei einem solchen Roman aber auch gar nicht nötig. Da betrachte ich die Ereignisse doch lieber aus der Distanz. Trotzdem ist die Erzählung wahnsinnig spannend, aber auch ein wenig gefühlvoll. Die innige Verbindung der Zwillinge ist beeindruckend sowie auch ihr Sinn für Gerechtigkeit und ihr außerordentlicher Mut.

Für junge Leser ab ca. 12 Jahren ist dies die perfekte Lektüre, um sich „unterhaltsam“ mit dem 2. Weltkrieg in Russland zu beschäftigen.

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Spannend

An seinem 14. Geburtstag begriff er sofort, dass er zum Helden wurde…
Es wird gegen die Zwillinge Viktor und Nadja eine Untersuchung eingeleitet … Beruhend auf dem Tagebuch, das beide geschrieben haben… Die Hefte dafür hatten sie von ihrem Vater erhalten…
Viktor und Nadja sind mit dem Kinderzug in der Sowjetunion in den Osten geschickt worden. Doch die Zwillinge wurden in verschiedene Züge gesteckt…
So kam es, dass Victor weiter im Osten landete als Nadja…
Und dann hieß es, der Zug Nr. 76 sei bombardiert worden…. Doch Victor war sich hundertprozentig sicher, dass seine Schwester noch lebte…
Und er machte sich auf die Suche, bei sich ihm die anderen Kinder anschlossen…
Doch Leningrad war von Hitler eingeschlossen – fast….
Und da gab es diese Insel im Lagodasee…
Wieso sollte er zum Helden geworden sein? Wie kam er auf diese Idee? Warum wurde gegen die Zwillinge eine Ermittlung eingeleitet? Was hatten sie in ihr Tagebuch geschrieben, das sie belastete? Woher hatte ihr Vater diese Hefte, in die sie schrieben? Warum landeten die Zwillinge in verschiedenen Zügen? Wo landete Victor und wo Nadja? War der Zug wirklich bombardiert worden? Wieso war sich Victor so sicher, dass seine Zwillingsschwester noch lebte? Warum schlossen sich ihm die anderen Kinder bei seiner Suche an? An welcher Stelle war eine Lücke im Belagerungsring von Leningrad? Was hatte es mit dieser Insel im Lagodasee auf sich? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Es war auch gleich von Anfang an spannend und diese Spannung hielt sich bis zum Ende. Das Buch beruht auf diesen Tagebucheinträgen der Zwillinge. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die beiden hineinversetzen, auch wenn ich persönlich keinen Krieg erlebt habe. (Zum Glück!) Mir taten die beiden leid, als sie am Bahnhof getrennt wurden. Und ich bewunderte Victor, als er nach seiner Schwester suchte. Er nahm da einiges auf sich. Doch ich bewunderte auch Nadja, die auch nicht auf den Kopf gefallen war, was Ideen betrifft. Das Buch hatte mich in seinen Bann gezogen, auch wenn ich (ich habe das E-Book) etwas zu bemängeln habe: Fast auf jeder Seite gab es als Bild ein leeres Blatt. Ab und zu waren auch Bilder zu sehen, aber die leeren Blätter überwiegen. Ich weiß nicht, ob das so sein soll, auf jeden Fall stört es den Lesefluss, da ich auch viel öfter blättern musste. Ob das im Printexemplar genauso ist, weiß ich nicht. Daher muss ich leider, auch wenn mir das Buch sehr gut gefiel, einen Stern abziehen. Ansonsten fand ich das Buch klasse, die Abenteuer der Zwillinge sind sehr schön und ausführlich erzählt. Und das Ende gefällt mir auch sehr gut, zumindest das für die Zwillinge. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und bekommt von mir vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

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