Thomas Thiemeyer: Der Atem des Teufels

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Thomas Thiemeyer: Der Atem des Teufels
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783785570494

Informationen zum Buch

Seiten
464

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Am 27. August des Jahres 1883 ereignete sich in der Meerenge zwischen Sumatra und Java eine der schrecklichsten Naturkatastrophen der Neuzeit: Die Explosion des Vulkans Krakatau.

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Tief im Inneren der Erde haust das Volk der Steinernen. Vor Jahrtausenden wurde es von dieser Welt verstoßen durch die Gier eines einzelnen Mannes. Betrogen und verraten, holt es sich jetzt zurück, was ihm einst gehörte. Zwölf Jahre nach dem verheerenden Ausbruch des Vulkans Krakatau in der Meerenge zwischen Java und Sumatra kommt die Erde nicht zur Ruhe. Tiefe Spalten, aus denen undurchdringlicher gelber Nebel quillt, öffnen sich quasi über Nacht. Seltsame gehörnte Kreaturen steigen heraus und versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Vorfälle rufen den Generalgouverneur Niederländisch-Indiens auf den Plan. Er wendet sich an seinen Außenminister, der wiederum den Rektor der Universität zu Berlin um Hilfe bittet. Und der kennt nur einen Mann, der das Rätsel der steinernen Teufel von Java lösen könnte: Carl Friedrich von Humboldt, Spezialist für unerklärliche Phänomene und Kopf seines unerschrockenes Teams der Weltensucher.

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Spannende Fortsetzung der Reihe

Wie schon in den vorangegangenen drei Bänden der Chroniken der Weltensucher, gelingt es Thomas Thiemeyer hier wieder auf unnachahmliche Weise, reale Gegenden und Naturphänomene, existierende Völker und Mythen aufs Spannendste mit einer fiktiven Handlung zu verknüpfen. Wieder entführt er uns in eine Weltgegend, die etwas abgelegen ist und wenig im Fokus des europäischen Interesses liegt. Diesmal nach Java, wo es seltsame Erscheinungen gibt, die irgendwie mit Vulkanismus zu tun haben müssen. Thiemeyer scheint ein unerschöpfliches Ideenreservoir zu haben.

Die aus den Vorgängerbänden bekannte Reisegruppe reist wieder in der bekannten Zusammensetzung mit der Pachacútec. Zusätzlich mit dabei sind diesmal noch Professor Lilienkron, ein eigenwilliger Wissenschaftler, der trotz Meinungsdifferenzen mit Humboldt die Truppe bereichert, und Oskars alte Freundin Lena, die in Oskar verliebt ist, was dem ganzen einen besonderen Kick gibt. Neben den realen Naturforschungsfragen spielen also auch wieder zwischenmenschliche Probleme eine große Rolle und würzen die Reise, sozialer Zusammenhalt in der Gruppe und das Verständnis füreinander bekommen diesmal eine große Bedeutung. Oskar und Charlotte kommen sich weiterhin näher. Lena bringt eine neue Dynamik ins Spiel, mit der Oskar zurechtkommen muß, und Professor Lilienkron sorgt für Reibereien, aber auch für Überraschungen. Auch die kleine Kiwi-Dame Wilma spielt (zu meiner Freude) wieder eine wichtige Rolle bei der Expedition.

Wie in den vorigen Bänden scheint einiges im Buch etwas unglaubwürdig (die Steinernen...). Trotzdem finde ich, die Verknüpfung von Realität und Fiktion ist sehr gut gelungen und weckt das Interesse des Lesers. Ganz am Ende des Buches geschieht allerdings etwas, bei dem man sich fragt, wie Thiemeyer das jemals wieder auflösen will (jedenfalls, solange man den Titel des kürzlich neu erschienenen fünften Bandes nicht kennt). Dies ist also ein ganz klarer Hinweis auf den nächsten Band.

Die Aufmachung des Buches und die schöne Coverillustration passen zur Handlung und zu den Bänden 1 bis 3. Auf den inneren Umschlagseiten gibt es diesmal eine historische Karte von Java. Leider ist die Schrift so klein, daß zumindest ich keinerlei Ortsbezeichnungen lesen kann. Wo die im Buch erwähnten Vulkane liegen, bleibt also ein Ratespiel oder man informiert sich anderweitig.

Der Atem des Teufels ist eine würdige Fortsetzung der Chroniken der Weltensucher, auch wenn ich es nicht ganz so mitreißend fand wie seine Vorgänger. Spannung und Abenteuer für Kinder ab 12 (die hier in puncto Geschichte und Geographie dazulernen können) und auch junggebliebene Erwachsene kommen auf ihre Kosten - was will man mehr. Ich hoffe, daß wir noch weitere Bände lesen dürfen.

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Der Atem des Teufels

In seinem leichten Erzählstil geht es nun in das vierte Abenteuer der Chroniken der Weltensucher. Diesmal nach Java und ins innere der Erde. Eine Rasse unbekannten Ursprungs lebt unter Java und tyrannisiert von dort aus die Menschen auf der Eroberfläche. Der Forscher Humboldt, Oskar, Charlotte und Eliza sowie ein weiterer Forscher Professor Konrad Lilienkron sollen herausfinden worum es sich dabei handelt und helfen eine Lösung zu finden. In bester Abenteuermanier geht es dann los und eine heikle Situation jagt die Andere.

Bei die „Chroniken der Weltensucher-Der Atem des Teufels“ handelt es sich um einen weiteren Jugendroman, den auch durchaus Erwachsene lesen können. Sie sind dann aber auch dementsprechend schnell gelesen. Gut gefällt mir immer wieder wie der Autor geschichtliche Ereignisse mit einfliesen lässt und diese dann auch gut erklärt. Die fiktive Figur des Humboldt ist nicht einfach nur ein Forscher der die unterschiedlichsten Wesen entdeckt und bekämpft sondern auch ein Erfinder. Seine technischen Geräte werden dann auch immer dementsprechend gut erklärt und dargestellt. Gerade diese Mischung aus Geschichte und fantastischem Abenteuer gefällt mir gut. Manchmal würde ich mir nur wünschen, es wäre nicht ganz so einfach erzählt, aber dann wird eben auch klar, dass es sich um Jugendbücher handelt. Trotz meiner leichten Kritik hat mir auch dieser Band wieder gut gefallen und Oskar, Charlotte und ihre Familie sind mir richtig ans Leseherz gewachsen.

Auch dieses vierte Buch hat wieder ein tolles Cover, sowie eine Karte und am Schluss einige Erklärungen über die geschichtlich belegten Figuren sowie über die Schauplätze. So was lese ich immer wieder gern, so auch hier. Ein Lesebändchen rundet das Gesamtbild dann auch sehr schön ab.

Mein Fazit: „Die Chroniken der Weltensucher – Der Atem des Teufels“ ist wieder ein herrliches Abenteuer für spannende Lesestunden. Wer Lust hat in Welten abzutauchen die trotz aller Fantasy einen historischen Hintergrund haben ist hier genau richtig. Auch kann man die Bücher durchaus einzeln lesen. Jedes Abenteuer ist in sich abgeschlossen. Allerdings würde der Leser dann nicht mitbekommen wie sich die Protagonisten so langsam von Kindern zu jungen Erwachsenen weiterentwickeln. So darf man gespannt sein wie sich die Beziehungen im nächsten Band dann weiterentwickeln werden.

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Abenteuer auf Java

Professor Konrad Lilienkron, seines Zeichens Vulkanologe, entdeckt im Jahre 1895 auf Java einen sonderbaren Graben. Nebelschwaden steigen aus diesem auf und als Lilienkron die Tiefen der Schlucht ergründen will, begegnet er einer seltsamen Kreatur.

In Berlin werden der Forscher von Humboldt und seine Freunde Oskar, Charlotte, Eliza und natürlich Wilma vom neuen Rektor der Universität zu einem Gespräch geladen. Dort erhalten sie den Auftrag gemeinsam mit Professor Lilienkron, der zwischenzeitlich von seiner Expedition zurückgekehrt ist, nach Java zu reisen. Vor Ort sollen sie ergründen, was es mit den Gerüchten über die Steinernen auf sich hat, die unter den Einheimischen kursieren seit vor einiger Zeit der Vulkan Krakatau ausgebrochen ist. Angeblich kommen die Kreaturen aus den Tiefen der Erde und überfallen Siedlungen, plündern diese und verschleppen Menschen. Mittlerweile werden gar freiwillig von den Einheimischen Menschen geopfert um die Erde und die Steinernen nicht weiter zu erzürnen.

Ein willkommenes, neues Abenteuer lockt also unsere Abenteurer und sie machen sich schon bald mit der Pachacútec auf nach Java. Auch wenn Professor Lilienkron und von Humboldt nicht die allerbesten Freunde sind, so müssen sie sich hier gemeinsam in eine Richtung bewegen, was beiden nicht immer leicht fällt.

Aber nicht nur unter den Forschern gibt es die eine oder andere Schwierigkeit zu überwinden. Oskar hat in Liebesdingen so manches Problem. War doch eigentlich klar, dass er sich zu Charlotte hingezogen fühlt, so entlockt ihm plötzlich auch Lena, seine Freundin aus früheren Zeiten, Gefühle. Oskar ist verunsichert und weiß wohl nicht mehr so genau welche nun die Richtige für ihn ist. Da Lena sich als blinder Passagier mit auf die Reise nach Java begibt, sind auch hier Probleme vorprogrammiert.

Unter den Einheimischen auf Java, allen voran König Bhamban der Dritte, erleben die Freunde erstaunliche Dinge und irgendwann müssen sie erkennen, dass der König ein falsches Spiel spielt. Doch damit ist das Abenteuer noch lange nicht zu Ende, denn auf sonderbare Weise gelangen sie in eine andere Welt, in eine Welt tief unter der Erde.

Mit diesem 4. Band der Reihe „Chroniken der Weltensucher“ bleibt der Autor Thomas Thiemeyer seinem Erzählstil treu. Er vermischt erneut wissenschaftliche Erkenntnisse und Fiktion und lässt seine Protagonisten eintauchen in eine fantastische Welt, die jeden Leser, auch wenn er älter sein sollte als die angesprochene Zielgruppe, faszinieren wird. Eine ausgefallene Pflanzenwelt, außergewöhnliche Tiere und ganz besondere Bauwerke machen die Faszination der neu entdeckten Welt aus.

Das Cover glänzt erneut durch eine wundervolle Illustration und auch an Informationen für den Leser mangelt es nicht. Die Encyclopedia Humboldica am Ende des Buches gibt Auskünfte zu vielen wichtigen Dingen und wer genau wissen will, wohin es die Abenteuer verschlägt, der möge sich die orographisch-physikalische Karte von Java genau ansehen, die sich vorne und hinten im Buchdeckel befindet.

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