Nina Blazon: Der dunkle Kuss der Sterne

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Nina Blazon: Der dunkle Kuss der Sterne
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570161555

Informationen zum Buch

Seiten
528

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Am Morgen vor meiner Hochzeit erwachte ich, ohne zu ahnen, dass ich tot war, obwohl mein Herz noch schlug.

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Handlungsort

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Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

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Ein wundervoller neuer Fantasy-Roman aus der Feder von Nina Blazon!

Canda ist eine Tochter einer der einflussreichen Familien der Stadt Ghan. Ihre Hochzeit mit einem passenden jungen Mann steht kurz bevor. Doch in der Nacht davor hat sie einen merkwürdigen Traum und als sie morgens aufwacht, ist auf einmal alles anders. Die Menschen erkennen sie fast nicht wieder, sie scheint ihre Schönheit und ihren besonderen Glanz verloren zu haben. Und ihr Verlobter Tian ist verschwunden!

Canda ist verzweifelt und kann sich nicht vorstellen, dass Tian sie freiwillig verlassen hat. Obwohl sie mit dieser Meinung allein zu sein scheint, will sie nicht einfach aufgeben. Durch einen Handel mit der Mégana, der Herrscherin der Stadt, erhält sie die Möglichkeit, Ghan zu verlassen und Tian zu suchen. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Sklaven Amad macht sie sich auf eine gefährliche Reise. Canda muss ihr gesamtes Weltbild auf den Prüfstand stellen und alles überdenken, was sie bisher als wahr und gegeben angenommen hat. Sie lernt viele neue Orte und Personen kennen und erfährt so immer mehr über die Welt, deren Grenzen für sie bisher die Stadtmauern von Ghan waren. Wird sie Tian am Ende ihrer Suche wiederfinden?

Für mich war dieser neue Jugendfantasy-Roman von Nina Blazon wieder einmal ein absolutes Lebe-Erlebnis!
Ungemein fesselnd entfaltet sie hier eine Geschichte voller Geheimnisse und Details, die sich beim Lesen erst nach und nach erschließen. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein bisschen schwer, da die Gaben der Bewohner Ghans erst ein wenig schwierig zu begreifen sind. Aber spätestens, als Canda und Amad die Stadt verlassen, hatte mich das Buch absolut gepackt und ich mochte es nur noch ungern aus der Hand legen.
Viele überraschende Wendungen und tolle Charaktere machen die Lektüre zu einem ganz besonderen Highlight! Ich bin mir sicher, auch beim zweiten oder dritten Lesen kann man in diesem Buch immer noch neue Details entdecken und die vielschichtige Handlung noch besser verstehen und genießen!

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(Aktualisiert: 11 Mai 2014)
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Diesem Buch wohnt ein ganz besonderer Glanz inne

Canda gehört zu den "Oberen" in der Stadt Ghan und soll ihren Jugendfreund Tian heiraten. Als sie am Tag der Hochzeit aus einem Alptraum erwacht, muss sie feststellen, dass Tian verschwunden ist und sie selbst ihren besonderen Glanz, der sie immer ausgezeichnet hat, verloren hat. Von ihrer eigenen Familie wird sie daraufhin weggesperrt, schafft es aber, dank der rätselhaften Hilfe der obersten Mégane zu entkommen. Fest überzeugt von einer Entführung Tian's, macht Canda sich auf die Suche nach ihm und bekommt von der Mégane als Unterstützung den Sklaven Amad an die Seite gestellt. Auf ihrer Reise lernt Canda dabei nicht nur die vielen Gefahren außerhalb von Ghan kennen, sondern erfährt das Geheimnis ihrer Stadt und ihrer Kaste und muss bald feststellen, dass ihr Leben auf sehr vielen Lügen aufgebaut ist.

Aus der Ich-Perspektive von Canda wird der Leser durch das Buch geführt und von der ersten Seite an war ich gefangen in der Welt von Ghan. Gemeinsam mit Canda erlebt der Leser viele Schrecken, erfährt aber auch nach und nach das furchtbare Geheimnis von Ghan und was wirklich mit Tian passiert ist. Dabei tappte ich selber sehr lange komplett im Dunkeln und die Auflösung hat mich komplett überrascht. Die Idee hinter dem geheimnisvollen Glanz gefällt mir sehr gut und ich bin immer noch sehr begeistert von dieser gelungenen Geschichte.

Die Figuren sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet und schön konnte ich als Leser auch die Entwicklung gerade von Canda nachvollziehen. Wie sie sich von einer verwöhnten oberen Tochter in eine Kämpferin verwandelt, fand ich sehr gelungen beschrieben und habe von der ersten bis zur letzten Seite mit ihr mitgelitten und mich mit ihr auch gefreut. Auch alle anderen auftretenden Charaktere, wie auch andere Lebewesen, sind sehr detailliert ausgearbeitet und die Idee von Wandel-Haien und anderen Wesen, fand ich sehr gelungen. Ich selber möchte zwar einem Wandel-Hai nie begegnen, aber die Idee alleine, gefällt mir sehr gut.

Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich sehr schnell lesen. Gleichzeitig sind die Umgebung und die Städte so gut beschrieben, dass mein Kopfkino während des Lesens immer auf Hochtouren lief und ich sogar jetzt noch beim Schreiben dieser Rezension die Bilder aus dem Buch vor Augen habe.

Das Ende ist spannend und auch wieder sehr überraschend und bildet für mich den perfekten Abschluss für ein rundum gelungenes Buch. Ich habe nichts vermisst, sondern ganz im Gegenteil viel mehr bekommen, als ich erwartet hatte. Für mich ist dieses Buch ein absoluter Buchtipp und eine klare Empfehlung für jeden, der gerne fantastische gut erzählte Geschichten liest.

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Was für ein toller Roman!

Am Tag ihrer Zeremonie zur Vereinigung mit Tian, wacht die junge Canda auf mit dem Gefühl, daß ein Teil von ihr gestorben ist. Tatsächlich muß sie feststellen, daß eine ihrer Gaben, ihre glänzende Ausstrahlung, abhanden gekommen ist. Desweiteren stellt sich kurz darauf heraus, daß Tian verschwunden ist. Während die Obersten von Ghan davon überzeugt sind, daß Tian Candas Gabe gestohlen hat und damit geflohen ist, ist Canda sich sicher, daß Tian gegen seinen Willen entführt wurde. Plötzlich steht Candas Welt auf dem Kopf, nichts ist mehr, wie es vorher war, und ihr bleibt nur die Flucht, wenn sie nicht in einem Heim für Verwaiste weggesperrt werden will. Ihr Ziel ist es, Tian und seine Entführer zu finden.

Mein erster Roman von Nina Blazon hat mir ausnehmend gut gefallen, selten habe ich einen so raffiniert und poetisch gestrickten Fantasy-Roman gelesen. Daß das Buch ein Jugendroman ist, vergisst man sehr schnell während der Lektüre; zudem verlangt das Buch ein konzentriertes Lesen, da sich die Zusammenhänge erst allmählich erschließen, viele Hinweise werden geschickt in die Handlung eingebaut. Trotzdem werden zum Schluß alle Fragen beantwortet und sämtliche offenen Handlungsenden perfekt zusammengeführt. Dennoch bleiben die Zukunftsaussichten vage, was aber zu dem Ende der Geschichte perfekt passt, alles andere wäre nicht glaubwürdig gewesen.

Die Autorin hat es mühelos geschafft, mich immer wieder mit völlig unerwarteten Wendungen zu überraschen. Beinahe sämtliche Spekulationen oder Ahnungen meinerseits haben sich als falsch herausgestellt. Charaktere und Ereignisse sind nicht immer so, wie sie sich zuerst darstellen, oftmals stecken andere Wahrheiten dahinter. Die fantastischen Anteile sind sehr geheimnisvoll, unheimlich und spannend. Aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz: diese Szenen sind einfach nur wunderschön und gefühlvoll beschrieben.

Die Charaktere sind ein absoluter Höhepunkt der Geschichte: vielschichtig, unvorhersehbar und unberechenbar. Die junge Canda Moreno ist Mitglied einer der führenden Familien von Ghan und will zusammen mit Tian das zukünftige Herrscherpaar der Stadt werden. Dementsprechend wurde sie dazu erzogen, sich über die Menschen von niedrigerem Stand zu erheben; außerdem lebt sie in dem Glauben, daß sie aufgrund ihrer Gaben und ihrer Vorfahren auf das Leben perfekt vorbereitet ist, ein Irrtum, wie sie bald nach ihrer Flucht feststellen muß. Ziemlich schnell muß sie außerhalb der Mauern Ghans lernen, daß sie ohne den Sklaven Amad-ar völlig hilf- und ahnungslos ist. Ihre damit verbundene Entwicklung ist authentisch und nachvollziehbar dargestellt, sie erkennt, daß vieles nicht so ist, wie es ihr immer vermittelt wurde.

Amad-ar gibt viele Rätsel auf: er ist zwar ein Sklave, benimmt sich aber nicht so. Viel ist von ihm nicht bekannt, außer, daß er sich sehr gut in der Wüste auskennt, aus einem fernen Land stammt und an einem Krieg teilgenommen haben soll, obwohl er noch so jung ist. Sobald Canda versucht, etwas über ihn zu erfahren, verschließt er sich.

Die Gesellschaftsform von Ghan sowie die Bedeutung des Herrscherpaares, den Mégan, erschließen sich dem Leser ebenfalls häppchenweise – und nicht nur der Leser wird von den Entscheidungen der Mégan und Candas Eltern überrascht. Tian erlebt der Leser lange Zeit nur aus der Perspektive von Canda bzw. ihren und Tians Eltern; die Einschätzungen über sein Tun sind völlig gegensätzlich und ich konnte lange Zeit nur darüber spekulieren, welche Seite nun recht hat.

Eine meiner liebsten Nebenfiguren ist die Haijägerin Juniper, die mit ihrer offenen und erfrischenden Art Canda überrascht und sie damit zwingt, ihr Verhältnis zu den „normalen“ Menschen zu überdenken.

Dieses Buch ist in jedem Fall für mich ein Buchtipp – und ich möchte nun so bald wie möglich noch die anderen Bücher der Autorin lesen.

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Eine wunderschöne Geschichte mit einem komplexen Verwirrspiel

Inhalt:
Als die 17-jährige Canda am Morgen ihres Hochzeitstages aufwacht, ist ihre Zukunft zerstört. Der Glanz, der sie bis dahin umgeben hat, ist über Nacht verschwunden, ebenso Tian, der Bräutigam, dem sie seit ihrer frühesten Kindheit versprochen war. Canda und Tian gehören zur obersten Kaste in der Stadt Ghan. Die Herrschenden sind hier mit Gaben ausgestattet, die man im gemeinen Volk nicht findet. So hat Canda zum Beispiel eine ausgeprägte Begabung für Zahlen, ein enormes Erinnerungsvermögen und einen Glanz, eine Ausstrahlung, die die Menschen für sie einnimmt. Da Canda ohne ihre große Liebe Tian eine „Einzelne“ ist, wird sie von ihrer Familie verstoßen und eingesperrt. Ihr gelingt die Flucht, und ausgerechnet die höchste Herrscherin, die Mégana, unterstützt sie dabei. Sie schließen einen gefährlichen Pakt. Die Mégana gibt Canda den Sklaven Amad zur Seite, denn allein hätte das in Geborgenheit aufgewachsene Mädchen außerhalb der Stadt keine Chance.

Meine Meinung:
Nina Blazon hat mich mit ihrem neuen Fantasyroman von der ersten Seite an gefangen genommen. Durch die bildhaften Beschreibungen und die äußerst lebendig dargestellten Figuren kann man tief in die Geschichte eintauchen. Dabei hilft auch, dass die Protagonistin Canda in der Ich-Form erzählt. So lernt man vor allem diese Person gut kennen - soweit sie sich selbst kennt. Die anderen bleiben lange Zeit sehr mysteriös und undurchschaubar, was natürlich die Spannung, abgesehen von der Handlung an sich, noch einmal erhöht. Man weiß nie, wem man trauen soll und wem besser nicht. Konzentriertes Lesen erhöht die Chance, dass man die vielen Details, zum Teil auch abstrakten Ideen, richtig sortiert und die eigenen Spekulationen in die richtige Richtung gehen lässt.

Der Charakter Canda hat mir ausgesprochen gut gefallen. Das Mädchen entwickelt sich von einer arroganten höheren Stadtbewohnerin, die in strengen Regeln gefangen ist, ohne sie zu hinterfragen, zu einem offenen Wesen mit einem großen Herz für andere. Dabei mutiert sie aber nicht zu Super-Woman, sondern macht auch Fehler, wirkt manchmal unbeholfen und verletzlich. Auf ihrer abenteuerlichen Reise mit Amad durch die Wüste und über das Meer lauern unzählige Gefahren. Canda lernt nicht nur mit Waffen und um ihre Liebe zu kämpfen, sondern muss auch erkennen, dass die Gesellschaft der Stadt Ghan auf einem Geheimnis beruht, das weit in die Vergangenheit zurückreicht. Blazon versteht es hier perfekt, Canda und mit ihr den Leser lange Zeit zu verwirren. Erst ganz am Schluss wird klar, was hinter allem steckt. Dieses Verwirrspiel ist wirklich einzigartig. Kaum etwas in diesem Buch ist vorhersehbar. Und hat man noch kurz vorher den Eindruck, das ist alles zu verzwickt, das geht niemals auf, belehrt die Autorin uns eines Besseren. Die Auflösung ist stimmig, und die wichtigsten Fragen werden befriedigend beantwortet. Einfach klasse gemacht!

Obwohl „Der dunkle Kuss der Sterne“ in derselben fantastischen und magischen Welt angesiedelt ist wie „Faunblut“ und „Ascheherz“, ist es ein Einzeltitel. Wir begegnen hier neuen Charakteren und neuen Landstrichen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Die Handlung ist in sich abgeschlossen. Auch wenn ich gerne noch mehr von Canda und Amad lesen würde, finde ich es toll, dass ich nun nicht ewig auf eine Fortsetzung warten muss.

Fazit:
Anspruchsvolle Jugendfantasy, auch für Erwachsene bestens geeignet :-)

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Skyline

Klappentext:

"Die finstere Vergangenheit der Macht

Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …"

Gestaltung:

Das Cover ist super gewählt, es passt zur Geschichte und zeigt ein junges Mädchen, welches die Protagonistin Canda sein könnte. Auf der einen Seite ist das Mädchen klar zu erkennen und auf der anderen jedoch scheint es sich (im Wasser) zu spiegeln. Ein Mädchen mit und eins ohne Glanz, derselbe Mensch und doch vom Aussehen her in einer bestimmten Art verschieden. Dazu die dunklen, mysteriösen Farben und der Titel in blauer Glanzschrift, die perfekt zur mysteriösen Handlung passen.

Meine Meinung:

Ich bin ein großer Fan von Nina Blazons Büchern, vor allem die Welt aus Faunblut und Ascheherz fand ich wunderschön, sodass ich es kaum erwarten konnte, „Der dunkle Kuss der Sterne“ in die Finger zu bekommen, da diese Geschichte in derselben Welt spielt. Und wie ich es erwartet habe: ich wurde nicht enttäuscht!

Der bildreiche Schreibstil von Nina Blazon hat mich selbst mehrmals tief in die Wüste versetzt, sodass ich schon beinahe an eigener Haut die Hitze gespürt habe. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Canda, die man dadurch besser verstehen lernt und so auch ihre Entwicklung wirklich gut nachvollziehen kann. Canda durchlebt auf ihrer Reise mehrere Abenteuer und entwickelt sich von der anfänglich hochnäsigen Stadtprinzessin zu einer liebenswürdigen, warmherzigen und weitsichtigen Heldin, die aber auch sturköpfig ist und auch Fehler macht.

Aber nicht nur die Protagonistin ist ein wirklich bunter Charakter, sondern auch die anderen Figuren sind sehr vielschichtig und super beschrieben. Man erlebt mit ihnen die Reise, hat das Gefühl, sie zu Freunden zu haben und wenn man das Buch schließt, glaubt man, ihre Schatten kurz neben sich zu spüren, ehe sie langsam verblassen und in ihre Wüstenwelt zurückkehren.

Wundervoll gemacht waren auch die ganzen Geheimnisse, Entdeckungen und Verstrickungen der Handlung. Nichts war so, wie man dachte, man konnte mit rätseln und wurde am Ende dennoch überrascht. Die Spannung wurde stets aufrechterhalten und wenn man ein paar Mysterien geklärt hatte, so tauchten gleich neue auf, die es zu entdecken und enthüllen galt. Es hat wirklich Spaß gemacht, immer wieder aufs Neue hinters Licht geführt zu werden und mitzuraten, nur um am Ende zu entdecken, wie weit die Verstrickungen reichen. Vorhersehbar war wirklich kaum etwas, sodass man, gepackt von der Handlung, die ganze Zeit gemeinsam mit Canda versucht , die Rätsel zu lösen.

Einzig einen Stern Abzug gibt es dafür, dass es für mich manchmal schwer war, aufgrund der vielen Begegnungen, alle Namen und Menschen der Reise zu behalten. So habe ich auch, wegen der vielen Andeutungen, die alle wichtig schienen, manchmal etwas die wichtigen Geschehnisse aus dem Blick verloren (da ich mich in die Details vertieft habe). Wett gemacht wird dieser kleine Kritikpunkt aber durch die farbenfrohen, liebenswürdigen Charaktere, den tollen Weltentwurf und das packende Rätselraten um die Geheimnisse Ghans, Candas verlorenen Glanz und den mysteriösen, sympathischen Sklaven Amad!

Fazit:

Ein spannender Fantasyroman in typischer Nina Blazon-Manier! Einzig die vielen Begegnungen und Andeutungen zu Beginn von Candas Reise lassen den Leser etwas den Überblick verlieren. Aber der spannende Twist am Ende lässt auch dies vergessen. Ein wundervoller Schreibstil, ein romantisches, packendes Abenteuer, rätselhafte Geheimnisse und tolle Protagonisten machen diese Geschichte zu einem wahren Lese-Highlight.

4 von 5 Sternen!

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