Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand

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Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Skulduggery Pleasant
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783785559222

Informationen zum Buch

Seiten
344

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Gordon Edgleys plötzlicher Tod war ein Schock für alle -nicht zuletzt für ihn selbst.

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Handlungsort

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Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und ... er ist ein Skelett. Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie ihn in eine Welt voller Magie begleiten - eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zu Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet ...

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Unterhaltsame Kinderfantasy

Ich habe das Buch im englischen Original gelesen.

Als der geliebte Onkel der zwölfjährigen Stephanie unverhofft stirbt, verändert sich ihr Leben radikal. Nicht nur, dass sie zum Ärger von Onkel und Tante den größten Teil des Vermögens erbt, sie macht auch eine sonderbare Bekanntschaft. Skulduggery Pleasant heißt der mysteriöse Mann, der sich ständig so vermummt, dass von seinem Gesicht nichts zu sehen ist. Bald erfährt Stephanie auch den Grund für diese Kleidungsgewohnheiten: Skulduggery ist ein Skelett! Stephanie erfährt, dass versteckt in unserer Welt Magier leben, und Skulduggery ist natürlich einer von ihnen. Sie, die ein ruhiges, behütetes Leben führt, wird natürlich neugierig, möchte mehr über die Parallelwelt wissen und endlich auch einmal etwas erleben. - Und das tut sie dann auch, beinahe mehr, als ihr lieb ist. Denn es stellt sich heraus, dass die Waffenruhe zwischen den guten und bösen Magiern zu kippen droht und das Bestehen der Welt in Gefahr ist.

Mit einem beachtenswerten Elan und viel Mut stürzt sich Stephanie hinein ins Abenteuer, das sich trotz der üblichen Fantasyingrediensen als erstaunlich spannend erweist. Nicht zuletzt ist dies dem rasanten Stil zu verdanken, der mich (im Original) durchaus zufriedengestellt hat. Landy kann nicht nur gute Dialoge schreiben sondern versteht sich auch darauf, Actionsequenzen angemessen zu schildern. Wenn es auch für meinen Geschmack zu viele Kämpfe gab, so waren sie doch mitreißend dargestellt. Auch an Sprachwitz fehlt es nicht.
Stephanie, die Hauptperson, gefiel mir ebenfalls gut. Weibliche Protagonistinnen sind in Kinderfantasy ja immer noch in der Minderheit, und solche, die auch bei einer körperlichen Auseinandersetzung ihre Frau stehen können, erst recht. - So was habe ich mir in meiner eigenen Kindheit immer gewünscht, vielleicht gefällt es mir deshalb so gut. - Aber Stephanie ist nicht nur Heldin, sondern auch ein zwölfjähriges Kind, eine geliebte Tochter geliebter Eltern und wenn auch dieser Aspekt für meinen Geschmack weiter ausgebaut werden könnte, so ist er doch immerhin vorhanden.
Mit Skulduggery hingegen bin ich nicht ganz zufrieden. Meiner Meinung nach wird zuwenig aus der Tatsache, dass er ein Skelett ist, gemacht, und auch seine Tätigkeit als Detektiv kommt zu kurz. Das wird von dem "Wir-retten-die-Welt"-Thema und der daraus resultierenden Action weitgehend verdrängt.
Auch die "normalen" Nebenfiguren bleiben zu schemenhaft. Über Stephanies Eltern hätte ich gerne mehr erfahren und über die klischeehafte Darstellung von Onkel und Tante samt unerträglichen Kusinen habe ich mich geärgert. Harry Potters Verwandtschaft lässt viel zu deutlich grüßen.
Besser gelungen sind die die magisch begabten Nebenfiguren, aber trotzdem muss festgestellt werden, dass die Charakterzeichnung nicht im Zentrum des Buches steht. Hier geht es um vorrangig Spannung und Action, und das ist gelungen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ältere Kinder großen Gefallen an diesem Buch finden, für Erwachsene gibt es allerdings etwas zu wenig her. Aber immerhin hat es mir einige unterhaltsame Stunden geboten.

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#1 Rezensent
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Skulduggery Pleasant ist ein höchst ungewöhnlicher Detektiv, kann er doch zaubern und ist nicht zuletzt ein wandelndes Skelett. Damit das niemand sofort mitkrieg, kleidet er sich in einen langen Mantel, Schal und Hut. Als Gordon Edgley stirbt, glaubt Skulduggery nicht an einen Unfall und gemeinsam mit Edgleys Nichte Stephanie macht er sich auf die Suche nach dem Mörder.

"Skulduggery Pleasant" ist ein Jugendbuch, das auf seine Zielgruppe maßgeschneidert ist. Die Hauptperson ist ein zwölfjähriges Mädchen mit jeder Menge flotter Sprüche, die ein Skelett erblassen lassen. Doch Skulduggery steht dem in nichts nach und so folgt ein Schlagabtausch dem anderen. Für Erwachsene mit der Zeit sicher etwas ermüdend und nervtötend, obwohl die Sprüche durchaus humorvoll sind.

Die Handlung ist kurzweilig und in genauso kurzweilige Kapitel aufgeteilt, so dass man das Buch recht zügig lesen kann. Leider gehen durch die rasante Erzählweise auch Details verloren und das ganze wirkt oft etwas nachlässig herausgearbeitet. Sieht man außerdem von dem skelletierten Hauptcharakter ab, bietet es leider auch nicht viel Neues.

Da einige Todes- und Kampfszenen vorkommen, ist die Altersempfehlung "ab 12" in Ordnung, aber auch Erwachsene dürften wegen der teilweise schwarzhumorigen Sprüche auf ihre Kosten kommen. Sehr positiv empfinde ich, dass "Skulduggery Pleasant" - obwohl es sich hier um einen ersten Teil handelt - in sich abgeschlossen ist und man nun nicht nägelkauend auf die Fortsetzung warten muss.

Die Ausstattung des Loewe Verlages muss noch extra gelobt werden: Nicht nur das gelungene Cover passt ganz zum Inhalt, nein, das Buch hat außerdem noch ein praktisches Lesebändchen.

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