Eoin Colfer: Der Klunkerfischer

 
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Eoin Colfer: Der Klunkerfischer
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
W.A.R.P The Hangmen's Revolution
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783785579480

Informationen zum Buch

Seiten
392

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Einst war London voller Magie gewesen.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ein haarsträubendes Abenteuer im Herzen Londons, das die Zukunft verändern wird. Bestsellerautor Eoin Colfer mixt ein weiteres Mal die Genres: Zeitreise, Dystopie, Agententhriller. Ein lustvolles Lesevergnügen voller Fantasie und Abenteuer vom Autor der Artemis-Fowl-Bücher. Chevie Savano ist ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt. Aber durch ihre Reise in die Vergangenheit hat sich der Zeitenlauf verändert. Die halbe Welt befindet sich nun im Krieg und Chevie soll zur Soldatin ausgebildet werden. Doch glücklicherweise gibt es auch in dieser Gegenwart eine WARP-Kapsel, mit der sie ins 19. Jahrhundert zurückkehren kann, um den Zeitstrahl wieder geradezubiegen. Im Jahr 1899 hat sich Riley unterdessen mit dem ehemaligen Gangsterboss und Klunkerfischer Otto Malarkey verbündet. Denn es gibt einen neuen Gegner: FBI Agent Colonel Box, der sich seit dreißig Jahren in den Katakomben von London versteckt, plant einen Aufstand, der den Lauf der Geschichte verändern wird

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Der Klunkerfischer

Mit „Warp – Der Klunkerfischer“ geht die neue Reihe des Autors Eoin Colfer weiter. Chevron Savano ist nach ihrem ersten Zeitreiseabenteuer in ihre eigentliche Gegenwart zurückgekehrt, nur ist die Welt dort völlig verändert. Sie ist nicht länger eine FBI Agentin sondern ist nun im Boxitenreich gelandet, in dem Colonel Box die Macht an sich gerissen hat und als Alleinherrscher regiert. London hat sich verändert. Die alten Sehenswürdigkeiten sind verschwunden und es herrschen tyrannische Zustände. In Savanos Brust schlagen zwei Herzen. Sie ist zerrissen zwischen ihrem Ich aus dem Boxitenreich und dem Ich der ehemaligen FBI Agentin. Als es ihr jedoch gelingt zurück in die Vergangenheit zu gelangen, gewinnt ihr altes Ich den internen Kampf und Savano versucht gemeinsam mit ihrem alten Freund Riley den künftigen Herrscher Colonel Clayton Box zu stoppen und damit zu verhindern, dass es in der Zukunft überhaupt zu einem Boxitenreich kommt. Dafür aber müssen die zwei Freunde einige Strapazen auf sich nehmen und auch in die stinkende Unterwelt Londons hinabsteigen. Zum Glück erhalten sie von ganz unerwarteter Seite Unterstützung. Allerdings müssen sie sich auch mit den beiden Thundercat Damen Clover Vallicose und Lunka Witmeyer auseinandersetzen, die aus dem Boxitenreich kommend mit in das London des Jahres 1899 gelangt sind.

Auch dieser zweite Band der Reihe ist abenteuerlich und ganz von Colfers ausgefallenen Ideen und seinem besonderen Humor durchdrungen. Manches wirkt allerdings auch arg konstruiert und man muss schon ein großer Fan solcher ausgefallener fantastischer Zeitreiseabenteuer zu sein um hier den gedanklichen Anschluss nicht zu verlieren. So ist die Geschichte wohl eher etwas für wirklich eingefleischte Colfer-Liebhaber.

Optisch gesehen passt das Buch perfekt zum ersten Band und ist von der Aufmachung her sicherlich ein absoluter Hingucker im Buchregal. Ich würde es dennoch nur den Lesern empfehlen wollen, die bereits den ersten Band kennen und neben einem bloßen Zeitreiseabenteuer auch gerne eine vollkommen verrückte und abgedrehte Geschichte lesen wollen. Dabei ist dann ganz sicher höchste Konzentration erforderlich, denn Colfers Stärke liegt in seiner bildhaften Sprache und den vielen kleinen Details.

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Zeitreiseabenteuer voller Action

Auf den ersten paar Seiten fand ich alles etwas verwirrend. Zum Glück dauerte es nicht lange und ich war wieder in der Handlung drin, auch wenn die „neue“ Chevie etwas gewöhnungsbedürftig war. Durch ihr Eingreifen in die Vergangenheit hat sich die Zukunft verändert und Chevies Leben dadurch auch. Sie ist jetzt eine brave Boxitenkadettin und von der forschen und selbstbewussten Agentin aus Band 1 ist nichts zu spüren.
Doch sobald sie wieder in der Vergangenheit ist, ist sie wieder ganz die „Alte“ und rettet Riley aus einer brenzligen Situation. Gemeinsam mit dem Gangsterboss Malarkey bilden sie ein interessantes Gespann.

Wie schon beim Vorgänger gibt es jede Menge Action und der Autor geht mit den Nebenfiguren nicht zimperlich um. Aufgelockert wird das Ganze durch den humorvollen Schreibstil, für den ich Colfer so mag, genauso wie für seine tollen, stellenweise auch aberwitzigen, Ideen.
Der neue Charakter Figary, mit seinen Sprüchen und seiner ruppigen Art, hat viel zu meiner Unterhaltung beigetragen und er ist eindeutig meine Lieblingsfigur in diesem Buch.

Es ist interessant zu lesen, was teilweise tatsächlich hinter Mythen steckt und wie bedenkenlos mancher Fanatiker seinem Leitbild folgt, selbst wenn er sich die Wahrheit dafür so zurechtrücken muss, dass es in seine Vorstellung passt.

Leider hat es die Handlung trotzdem nicht immer geschafft mich zu fesseln und mit den Figuren mitzufiebern, vielleicht weil bei der ganzen Action das Zwischenmenschliche etwas zu kurz kommt.

Am Ende gibt es einen Ausblick auf die Handlung in Band 3, der mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.

Fazit: Die Mischung aus Zeitreiseabenteuer und Dystopie dürfte Actionfans, die einen humorvollen Schreibstil zu schätzen wissen, gut gefallen.

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Ein neues Zeitreiseabenteuer mit Chevie Savano

Inhalt:
Chevron Savano ist Kadettin einer Militärakademie, die Colonel Box untersteht, der sich als Gott feiern lässt. Alles könnte so einfach sein, wenn da nicht diese aufrührerische Stimme in ihrem Kopf wäre, die gegen den Colonel intrigiert. Kein Wunder fällt Chevie ihren Vorgesetzten auf und soll eliminiert werden, zusammen mit Professor Smart. Glücklicherweise kann dieser in letzter Sekunde eine Zeitkapsel aktivieren, sodass Chevie zusammen mit zwei Thundercats, Mitgliedern der Eliteeinheit des Boxitenmilitärs, im Jahr 1899 landet, wo sie bald auch wieder auf Riley trifft …

Meine Meinung:
Klasse fand ich, dass Eoin Colfer gleich zu Anfang die Hintergründe dieser Zeitreisegeschichte noch einmal darstellt, ohne auf die Ereignisse im ersten Band genauer einzugehen. Das ist auch nicht notwendig, denn abgesehen davon, dass nur durch die damaligen Ereignisse das jetzige Szenario zustandekommen konnte, ist „Der Klunkerfischer“ fast eine eigenständige Geschichte, allerdings mit denselben Personen. Wer kann, sollte natürlich trotzdem möglichst die Reihenfolge beim Lesen einhalten.

Chevie findet sich also als Kadettin in einem alternativen Zeitstrahl wieder. Das fand ich anfangs etwas verwirrend, doch beim Weiterlesen wurde es immer klarer. Colonel Box hat die Herrschaft über die ganze Welt übernommen (außer Frankreich) und unterdrückt das Volk nach Strich und Faden. Sobald Chevie wieder in der Vergangenheit ist, setzt sie sich zum Ziel, Box’ „Auftauchtag“ und somit seine Machtübernahme zu verhindern. Riley ist dabei natürlich an ihrer Seite und zusammen sind die beiden mehr oder weniger unschlagbar. Auch wenn es manchmal eher nach weniger aussieht. ;-)

Riley ist inzwischen erwachsener geworden, er ist nicht mehr der kleine Junge aus dem 1. Band. Als Zauberer hat er allerlei hilfreiche Tricks auf Lager, und seine Loyalität und Freundschaft Chevie gegenüber ist sowieso riesengroß. So können die beiden mit allerlei Gefahren und Widrigkeiten fertigwerden. Erwähnen sollte ich vielleicht, dass viel gestorben wird in diesem Band (in der Regel gewalttätig und unfreiwillig), und auch der Ekelfaktor ist recht hoch (ich sag nur Kanalisation).

Zwar gibt es einige Längen, hier hätte man Beschreibungen oder Kämpfe gerne etwas abkürzen können. Doch Colfer versteht es, durch seinen very britischen Humor und eine Menge Sarkasmus zu überzeugen. Man muss einfach immer wieder schmunzeln. Natürlich fiebert man auch mit den sympathischen Protagonisten mit, spannende Szenen gibt es zur Genüge.

Eine meiner Lieblingsfiguren in diesem Band war der König der Rammböcke, Otto Malarkey, der ja auch schon aus dem 1. Band bekannt ist. Hier hat er nun eine tragende Rolle. Er wurde vielschichtig ausgebaut, was ihm wirklich guttut. Ein Charakter, der für so manche Überraschung gut ist.

Am Ende greift Colfer zu einem geschickten Schachzug, indem er einen Ausblick auf den nächsten Band gibt. Denn jetzt möchte ich natürlich gerne sofort erfahren, ob Chevie und Riley es schaffen, ihr Vorhaben erfolgreich abzuschließen. Doch wann der 3. Band auf Deutsch erscheint, ist leider noch nicht bekannt.

Fazit:
Durch einige Längen und zum Teil auch verwirrende Handlung konnte mich das Buch nicht ganz so begeistern wie der Vorgänger, ist aber auf jeden Fall lesenswert und führt die Reihe gut weiter.

Die Reihe:
1. WARP - Der Quantenzauberer
2. WARP - Der Klunkerfischer
3. WARP - (engl. Titel: The Forever Man, erscheint Juni 2015)

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Ein Buch für große und kleine Zeitreisefans

Inhalt
Inhalt
FBI-Junior-Agentin Chevie Savano ist ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt. Doch durch die Zeitreisen hat sich die Gegenwart komplett verändert und alles ist anders als zuvor. Colonel Box herrscht über fast die ganze Menschheit und zählt als Gott. Chevie erinnert sich nicht an ihr eigentliches Leben und das alles gar nicht so sein sollte, außer in Träumen und einer inneren Stimme, die zu ihr spricht und manchmal auch für sie handelt. Doch durch einen Zufall landet sie wieder in einer Zeitkapsel und im 19. Jahrhundert und hat die Möglichkeit alles wieder zu ändern. Dort trifft sie auch wieder auf Riley und zusammen versuchen sie Chevies Gegenwart zu verändern.

Meine Meinung
Nachdem mir der erste Band der Reihe schon gut gefallen hatte, war ich gespannt darauf, wie es mit Chevie und Riley weitergehen wird.
Der Einstieg ins Buch ist mir nicht gerade leicht gefallen, da Chevies Welt komplett verändert ist. Zum Glück gibt es zuerst einmal eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes, die ich auch dringend gebraucht habe. Doch auch danach hatte ich noch viele Fragen im Kopf, die sich erst nach und nach klärten. Der Beginn des Buches wirkt wie eine Dystopie und man begleitet Chevie, die unter der Herrschaft von Colonel Box lebt und als Soldatin ausgebildet wird. Ihre innere Stimme sagt ihr immer wieder, dass diese Gegenwart nicht richtig ist, doch sie ist gläubig und versucht alles richtig zu machen. Doch ihre innere Stimme macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Diesen Abschnitt fand ich interessant, vor allem weil alle Wahrzeichen von London vernichtet wurden, aber es war auch alles sehr verwirrend.

Nachdem Chevie dann in der Zeit zurückreist, wird sie wieder die "alte" Chevie, die man aus dem Vorband kennt und die schlagfertig, frech und einfallsreich ist. Ihre Dialoge und schwarzer Humor sind ganz nach meinem Geschmack und ich mag sie als Protagonistin sehr gerne.
Auch was aus Riley geworden ist, erfährt man hier. Zuerst hat er das Orient Theatre von Garrik übernommen und plant die Wiedereröffnung. Doch dann kommen die Rammböcke und mit ihnen Otto Malarkey, der Geld von ihm möchte. Als diese angegriffen werden, fangen die beiden an sich zu verbünden. Auch Riley ist ein Protagonist, den ich gerne mag. Otto dagegen ging mir oft auf die Nerven, mit seiner herben Sprache und anstrengenden Art. Dennoch war er ein Protagonist, der den Plot bereichert hat.
Und insgesamt können alle Charaktere überzeugen, egal ob sie mir sympathisch waren oder nicht, da sie tiefgründig und gut durchdacht ausgearbeitet sind.

Der Schreibstil ist gewohnt überzeugend und für die jeweilige Umgebung des Settings passend. Je nach der Zeit, die gerade beschrieben wird, ist die Sprache angemessen und kann bestimmt auch jüngere Leser überzeugen. Eoin Colfer schreibt teils sehr sarkastisch und mit einem schwarzen Humor, der mich begeistern konnte. Dazu nutzt er sehr unterhaltsame Metaphern. Alles wird als Allwissender Erzähler erzählt, was ich sehr passend finde. Dazu gibt es am Kapitelanfang immer Zitate von Smart, der die Zeitreisekapsel erfunden hat, und die sich mit dem Thema Zeitreisen beschäftigen.

Das ganze Buch hat einen gewissen Steampunk-Flair und der Plot ist insgesamt sehr actionreich und spannend. Es passiert unglaublich viel. Dennoch gab es immer wieder Abschnitte, die mich nicht richtig fesseln konnten und die ich einfach langweilig fand. Zum Glück waren das nur wenige und der Rest war einfach nur spannend. Es gibt viele überraschende Wendungen und selbst das Ende konnte mich noch mal richtig überraschen.
Die Idee hinter dem Ganzen finde ich grandios und auch die Umsetzung kann insgesamt überzeugen. Alles wirkt gut durchdacht und logisch.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet aber schon einmal einen Ausblick auf den dritten Band, auf den ich mich nun sehr freue.

Fazit
"WARP- Der Klunkerfischer " ist eine tolle Fortsetzung einer spannenden Reihe, die hier zuerst etwas an eine Dystopie erinnert, sich mit Zeitreisen und deren Folgen beschäftigt und in der stets ein gewisser Steampunk-Flair vorherrscht. Der Humor ist großartig und es ist ein Buch für kleine und große Zeitreisefans.

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Etwas zu viel des Guten

Inhalt:

Nur eine kurze Begegnung hat das gesamte 21. Jahrhundert verändert: Anstatt wieder in ihr bekanntes Jahrzehnt zurückzukehren, ist Chevie nun keine FBI-Agentin mehr, sondern eine Kadettin des "Boxitenreiches". Doch Kadettin Savano hat sich einige Probleme eingehandelt, an denen nur die "Verräterin" schuld ist. Immer wieder flüstert diese Stimme in Chevies Ohr ihr ungehörige Dinge zu. Dinge, die gar nicht sein können...

Unterdessen im Jahr 1899: Der Grosse Savano, besser bekannt als Riley, hat sich unterdessen einen Namen als Zauberer gemacht. Als aber die Rammböcke Riley einen unerwarteten Besuch abstatten, geht alles gründlich schief. Denn einer der Rammböcke ist ein Doppelagent und handelt im Auftrag von Colonel Box...

Meine Meinung:

"Der Klunkerfischer" ist der zweite Teil von Colfers neuer Reihe und beginnt gleich nach Band eins. Obwohl diese Geschichte ebenfalls recht in sich abgeschlossen ist, macht es meiner Ansicht nach mehr Sinn, die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Auf diese Weise durchschaut man das Beziehungsgeflecht besser und versteht auch die Handlungsweisen der Figuren.

Wieder überzeugt der Autor mit viel Witz, gut versteckten Anspielungen und einer rasanten Geschichte. Chevie und Riley haben sich weiterentwickelt, was man gleich auf den ersten Seiten feststellt. Vor allem Chevie finde ich in diesem Buch sehr interessant dargestellt: Einerseits unsere alte Chevie und dann ist da die neue, vom Boxitenreich geprägte Kadettin Savano.

Ausserdem treffen wir auf ein paar neue und alte Bekannte, vor allem der König der Rammböcke tritt aus seinem Dasein als Nebenfigur heraus und wird zu einem wichtigen Begleiter. Aber dieses Mal richtet Colfer sein Auge auch auf die Feinde unserer Helden. Die Thundercats begleiten Chevie auf ihrer ungeplanten Reise ins Jahr 1899. Der Autor nimmt sich hier sehr viel Zeit, die Gedanken, Gefühle und Beweggründe dieser Frauen aufzuzeigen. Diese Kapitel fand ich deshal sehr spannend zu lesen. Solch genaue Analysen der "Bösen" findet man in Jugendbüchern ansonsten sehr selten.

Dennoch konnte mich "Der Klunkerfischer" ein ganzes Stück weniger überzeugen als Band eins. Es gab nur ein paar kleine Dinge, die ich am "Quantenzauberer" auszusetzen hatte. Zitat meiner Rezension zum ersten Teil:

"In der Geschichte geht es rasant zu und her, Dinge explodieren, gestorben wird ab und zu auch. Manchmal wurde es mir fast etwas zu viel, wenn man bedenkt, dass es ein Jugendbuch ist. Aber anscheinend ist das heutzutage normal. Auch körperlich wird gekämpft, an einigen kleinen Stellen fand ich es jedoch etwas übertrieben. So, als bräuchte es noch ein paar Seiten mehr. Doch Colfer kann schreiben und das gut, und somit sind auch diese Stellen schnell verwunden."

Leider hat es Colfer meiner Meinung nach bei Band zwei viel zu bunt getrieben. Es wird massenweise und nebenher gestorben und die Geschichte wird durch etliche Kampfszenen künstlich in die Länge gezogen. Nun konnte ich es leider nicht mehr nebenher abtun, denn oft fühlte ich mich durch die ständigen Blutbäder und Kämpfe enorm gelangweilt. Ich wollte, dass die Geschichte weitergeht, und nicht, dass der jetzt doch wieder aufsteht und sich schon wieder ein Kampf oder eine Schiesserei entwickelt.

Deshalb fand ich vor allem die erste Hälfte sehr zäh und die alte Begeisterung wollte sich nicht so recht einstellen. Danach zieht es etwas an und das Buch lässt sich flüssiger lesen. Dennoch fehlte mir einfach etwas. Etwas, das an anderer Stelle wieder zu viel war. Viele Szenen fand ich völlig übertrieben und fast schon sinnlos oder zumindest wenig glaubwürdig.

Fazit:

Es ist sehr schade, dass bei "Der Klunkerfischer" ausgerechnet die negativen Punkte für mich überragen. Dies hat mir die Freude an der Handlung im Allgemeinen stark eingedämmt. Kurz gesagt dachte ich während des Lesens oft nur "Ja, ist schon gut", weil einfach immer irgendwo draufgehauen wird.

Trotzdem ist das Ende sehr versöhnlich und natürlich werde ich auch den nächsten Teil lesen. Dieser verspricht, ebenfalls spannend und einfallsreich zu werden. Ich hoffe nur, dass das nächste Buch nicht so eintönig werden wird wie dieses hier.

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Colfer kann es besser

Die letzte Zeitreise im ersten Teil von WARP hat alles verändert. Die Gegenwart ist jetzt eine ganz andere als die, aus der Chevie Savona einst in die Vergangenheit gereist ist. Der göttliche Box regiert mit seinen Truppen England und fast die gesamte Welt. Es ist eine grausame Diktatur und Chevie wird dort zu einer Kämpferin ausgebildet. In ihrem Kopf ist durch die Zeitreise einiges durcheinander gekommen und sie weiß nicht mehr, was passiert ist. Aber eine Stimme in ihr warnt lauthals und versucht zu ihrem alten Ich durchzudringen. Schließlich landet sie mehr unfreiwillig wieder in der Vergangenheit, am Ursprung der Zeitschleife sozusagen. Mit Rileys Hilfe versucht sie den Lauf der Geschichte aufzuhalten und den großen Aufstand von Box zu verhindern, mit dem die ganze Misere ihren Anfang nehmen würde.
Man sollte unbedingt den ersten Teil dieser Reihe gelesen haben und es schadet auch nichts wenn man eingefleischter Colfer-Fan ist, denn das Buch hat seine Längen und ist sicherlich nicht sein bestes Werk. Es gibt, wie gewohnt, durchaus charmant-schräge Ideen, jede Menge Wort- und Gedankenspiele und viel Action. Das Buch schwankt zwischen Gaunerklamotte und Gangsterkomödie, hat eine Prise Dystophie und einen großen Schuss Zeitreise-Elemente, die man aus anderen Geschichten schon kennt. Also z.B. wo nimmt die Veränderung in der Vergangenheit ihren Anfang und hat Auswirkungen die in der Zukunft dramatische Folgen haben. Oder kann man in der Vergangenheit sterben, wenn man doch erst in der Zukunft geboren wird und ist das kein Problem für die Zeitschleife? Klar machen diese Sachen Spaß aber irgendwie konnte mich diesmal das Buch sehr lange nicht packen. Vielleicht ist einfach von allem zu viel drinnen und ich habe den Charme der Artemis-Romane gesucht und hier bis fast zum Ende nicht wirklich gefunden. Lediglich der letzte Abschnitt lässt erahnen, dass Colfer es immer noch drauf hat und es gibt eine herzerfrischende Romanze, die mich für einige Morde und ziemlich brutale Szenen etwas entschädigt hat. Als Erwachsener Leser habe ich mich daran gestört, dass sehr viele Menschen blutig und sinnlos gemeuchelt werden und einer der Helden ständig alkoholisiert herumrennt und eindeutig ein großes Alkoholproblem hat. Der jugendliche Leser wird dies sicherlich gelassener hinnehmen aber ich empfand es als unnötig für den Lauf der Geschichte, die auch ohne die vielen Leichen und Schnäpse hätte funktionieren können.
Aber ich bin natürlich ein eingefleischter Colfer-Fan, deshalb vermute ich fast, dass ich auch den nächsten Band lesen werde mit der Gewissheit, dass Colfer die Kurve kriegt und wieder zu alter Form findet.

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WARP zweiter Teil

Bei "Der Klunkerfischer" handelt es sich um den zweiten Band der WARP- Reihe von Eoin Colfer. In meinen Augen sollte man den Vorgänger "Der Quantenzauberer" auch gelesen haben, um dieses Buch vollends zu verstehen. Die Geschichten sind zwar in sich abgeschlossen, aber ich denke nur der Reihe nach lesen ergibt Sinn und zudem würde man etwas verpassen, wenn man Band eins nicht vorher genossen hat.

Wieder einmal begleiten wir Leser unsere lieb gewonnene Protagonistin Chevie Savano, nur geht es dieses Mal nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft.

Eoin Colfers Story strotzt nur so vor Ideenreichtum, was ja eigentlich etwas sehr Gutes ist, doch dieses Mal mutet der Autor dem Leser so viel zu, dass zumindest für mich nicht alle Ereignisse wirklich greifbar und nachvollziehbar waren, was mir ein wenig die Geschichte verleidet hat.

Extrem aufgefallen ist mir dieses Mal, dass es in diesem Band doch recht viele Gewaltszenen gibt und Verhaltensweisen, von denen man hofft, dass jugendliche Leser diese nicht übernehmen werden.

Ansonsten treffen wir auf neue, aber auch altbekannte Gesichter. Chevie und Riley haben sich als Charaktere weiter entwickelt und man verfolgt ihr Schicksal gern. Vor allem Riley hat immer noch einen eigenen Platz in meinem Herzen, ein Kerlchen, auf das man sich verlassen kann.

Bestechend ist ansonsten mal wieder der feine Humor des Autors, der oft für ein Grinsen im Gesicht des Lesers sorgt.

Mich konnte dieser Band nicht ganz abholen, da mir alles ein wenig zu viel war: etwas zu viel Gewalt und zu viel Ideen in einem recht kurzen Handlungszeitraum verarbeitet.

Das Ende dieses Teils war dann allerdings wieder so fesselnd, dass ich trotz meiner Kritik den Folgeband sehnsüchtig erwarte.

Fazit: Solider Mittelteil mit einigen Längen, der dennoch lesenswert ist.

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Sehr viele Längen

Ich weiß, daß ich damals als ich mit der Artemis Fowle Reihe begonnen hatte, auch erst nachdem ersten Band so richtig in der Geschichte angekommen bin und weiterlesen wollte. So dachte ich auch, daß es mir bei dieser Coflers neuer Reihe gehen würde.
Schon der ersten Band konnte mich nicht überzeugen und ich habe mich bei vielen Stellen beim Lesen gelangweilt. Aber dieser Band hat es zumindest für mich leider noch getoppt.
Ja, es gibt auch hier sehr nette und lustige Momente in denen sich das Buch gut liest und man in der Geschichte ankommt. Aber würde ich sie auf eine Seitenzahl begrenzen, so wären es für mich nur etwa 60 Seiten.
Stellenweise ist das Buch zwar recht actionreich, aber dann schon so, daß man teilweise den Überleblick verliert und die Szene als solches dann eher überliest.
Die Idee der Geschichte finde ich immer noch toll und auch der innere Zweikampf von Chevie Savano, mit ihrem vergangenen und jetzigen ich war stellenweise sehr lustig und als Idee Klasse. Nur hat Cofler für mich zu viel gewollt und zu wenig davon dann doch umgesetzt oder lebendig erzählt.
Die Geschichte als solches setzt im "neuen" London an. Alles hat sich verändert und das London was wir kennen exsistiert nicht mehr. Box hat seine Welt erschaffen, diese besteht aus Boxen, Gesetzen und seiner göttlichen Allmacht.
Wiedereinmal landet Chevie Savano in der Vergangenheit und versucht dort die Geschehnisse aufzuhalten, die zu diesem Bild der Zukunft geführt haben.
Schön finde ich es, daß wir auf alte Bekannte treffen.
Diese Reihe werde ich denke ich wahrscheinlich nicht weiterverfolgen. Auch wenn es ein Cofler ist....

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