Susanne Gerdom: Der Nebelkönig

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Susanne Gerdom: Der Nebelkönig
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783800055661

Informationen zum Buch

Seiten
332

Sonstiges

Erster Satz
Vor Zeiten und Zeiten, als die Berge noch über die Erde wanderten und die letzten der Drachen weise über das Geschick der Welt wachten, gescha es, dass ein Knabe geboren wurde, dem höchste Gaben in die Wiege gelegt waren.

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In Sallies Welt geht alles seinen scheinbar gewohnten Gang: Sie ist Küchenmädchen in einem Herrenhaus, so groß, verwinkelt und weitläufig, dass Sallie nur einen winzigen Bruchteil davon kennt. Am liebsten hält sie sich ohnedies in der Bibliothek auf, um zu lesen. Denn die Geschichte vom ewigen Kampf des Nebelkönigs gegen die Katzenkönigin lässt sie nicht mehr los. Doch schon bald wird Sallie herausfinden, dass diese Geschichte viel mehr mit ihr zu tun hat, als sie sich auch nur vorstellen kann. Sie beginnt Türen zu öffnen und Fragen zu stellen derweil kriecht der Nebel unaufhörlich ins Haus

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Susanne Gerdom – Der Nebelkönig

Sallie, fast vierzehn Jahre alt, ist Küchenmädchen in einem vornehmen Herrenhaus. Sie hält sich gerne in der Bibliothek auf und liest Geschichten, sie ist freundlich und kommt mit allen gut aus. An ihre Eltern kann sie sich nicht mehr erinnern, dennoch ist sie mit ihrem Leben zufrieden. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Tages bei einer Abendgesellschafts des Kammerherren aufwarten muss und dort seltsame Dinge beobachtet. Nichts ist mehr, wie es schien und Sallie muss sich schon bald fragen, wer sie selbst eigentlich ist – und was es mit ihrer kleinen Welt auf sich hat.

Susanne Gerdom ist hier eine Geschichte gelungen, die sich wie eine Mischung aus Fantasy, Märchen und Drogenrausch (ich erkläre es noch) liest. Geschickt führt die Autorin den Leser auf falsche Fährten, umgibt die Protagonisten mit Rätseln, die sich erst nach und nach lösen lassen und hält für alle so manche Überraschung bereit. In nahezu jedem Kapitel gibt es Momente, in denen man sich mit der Hand vor die Stirne schlagen möchte, weil man etwas übersehen hat und es nun bemerkt – oder in denen man nach Luft schnappend denkt: „Ach so!“

Manche Szenen, besonders die Szenen bei der Abendgesellschaft und beim großen Jahresfest, kamen mir tatsächlich wie ein Drogenrausch vor – urplötzlich verkehrt sich eine eigentlich normale Situation völlig um und lässt den Leser (oder Konsumenten) mit absolut surrealen Erlebnissen zurück. Ich saß völlig bestürzt vor meiner Lektüre. Dennoch ist es überhaupt nicht so schlimm, wie es sich hier zunächst anhört, es passt sehr gut in die Geschichte und bindet den Leser emotional stark ein.

Der Stil ist gefällig und sehr bildhaft, vielleicht etwas altmodisch, was aber gut zu der Handlung passt; er setzt die eigene Fantasie frei, man kann sich Herrenhaus, Gärten und Personen sehr gut vor dem geistigen Auge vorstellen. Ich habe manches Mal laut mit meinem Buch und Sallie gesprochen, sehr zur Verwunderung meines Umfeldes. Insgesamt eine flott zu lesende Lektüre.

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Sallie arbeitet als Küchenmädchen in einem großen Herrenhaus. Dieses Anwesen ist gleichzeitig ihr Zuhause. Sie hat ihren Tag klar strukturiert und verbringt die wenige Freizeit mit Erkundungstouren durch Gänge und Keller oder mit einem guten Buch in der Bibliothek. Die Geschichte vom Nebelkönig und der Katzenkönigin scheint sie jedoch zu verfolgen ...

Man spürt direkt ein märchenhaft düstere Stimmung auf den ersten Seiten. Wie Sallie ließ ich mich als Leser erst einmal von der Geschichte treiben, gespannt darauf, was mich erwartet und wie es sich entwickelt. Der Schreibstil von Susanne Gerdom ist wie immer sehr angenehm und flüssig. So bleibt genug Potential zum rätseln und spekulieren. Denn etwas stimmt nicht in Sallie´s Welt. Es geschehen merkwürdige Dinge und man kann schlecht einschätzen, was Wahrheit oder Einbildung ist. Der Drang nach der Auflösung treibt einen förmlich durch das Buch.

Mit Sallie bin ich nicht gleich warm geworden, ihr fehlte das gewisse Etwas, schien irgendwie nicht komlett ausgearbeitet. Aber es gibt einige Charaktere, die es mir leichter machten. Rückblickend gesehen passte der Zwiespalt zu Sallie wunderbar ins "Programm".

Dieses schicke Jugendbuch ist wirklich gespenstisch gut. Am besten hat mir diese gruselige Atmosphäre gefallen. Es macht einfach Spaß, die Geheimnisse des alten Hauses zu erkunden.

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Sallie ist Küchenmädchen in einem geheimnisvollen, weitläufigen Herrenhaus, ihre Tage dort laufen alle nach einem gewohnten Schema ab. Sie arbeitet in der Küche und ihre wenige Freizeit verbringt sie in der Bibliothek um zu lesen. Besonders angetan hat es ihr eine Geschichte über den Nebelkönig und seinen Kampf gegen die Katzenkönigin...

Susanne Gerdom entführt den Leser in eine märchenhafte, magische Welt. Sallie ist eine sympathische Hauptfigur, die schon allein durch ihre Liebe zu Büchern überzeugt. Auch alle anderen Charaktere wurden mit viel Liebe und Fantasie erschaffen und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Die Geschichte hat am Anfang viel Zeit sich zu entfalten, es wird nichts überstürzt, der Leser bekommt Gelegenheit, sich in Sallies Welt einzufinden, bevor er anfängt/anfangen muss, einiges zu hinterfragen. Gerade in Jugendbüchern findet man häufig eine actiongeladene Szene an die nächste gereiht, worauf hier zum Glück verzichtet wurde. Das soll nicht heißen, dass in Der Nebelkönig nichts passiert, und alle nur ruhig ihrem Leben nachgehen. Es passieren sogar sehr viele Dinge, spannende Szenen wechseln sich mit eher ruhigeren ab, wodurch sich eine gelungene Mischung ergibt.

Bis kurz vor dem Ende war ich total begeistert von diesem Buch. Doch dann wurden einige Dinge, die erst ausführlich und mit viel Liebe zum Detail eingeführt wurden, in aller Eile abgehandelt und aufgelöst. Die letzten Kapitel haben für mich einfach nicht so ganz zum restlichen Buch gepasst, auch mit Kleinigkeiten war ich am Ende nicht zufrieden. Welche das sind, kann ich jetzt natürlich nicht verraten.

Trotz allem aber ein spannendes, lesenswertes Jugendbuch!

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Diese Geschichte beginnt mit einem märchenhaft wirkenden Prolog, der mit dem ganzen Buch verwoben ist – auch wenn er nur eine Seite, einen Aspekt, einen Moment zeigt. Anfangs geht es noch recht geruhsam zu, sodass man Sallie und ihre Welt, die sich auf das Herrenhaus beschränkt, in aller Ruhe kennenlernen kann. Dadurch hatte ich einen sehr guten Zugang zu ihr, auch wenn meine Lieblingsfigur eine andere war.

Die Atmosphäre ist märchenhaft, magisch, ein wenig düster und manchmal auch unheimlich. Anfangs kann man die Gefahr, die zu spüren ist, noch nicht so recht greifen. Das ergibt sich erst im Verlauf der Geschichte – je mehr Hintergründe man erfährt, desto konkreter wird die Bedrohung. Es gibt einige Überraschungen, man ist ständig am rätseln, grübelt über Figuren und Verbindungen nach – nur um die Ergebnisse möglicherweise schon im nächsten Moment in Frage zu stellen. Ein wenig Verwirrung gehört also zu diesem Buch dazu, ebenso das Spiel mit der Realität und eigenen Wirklichkeiten.

Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt und sich zu einem echten Wohlfühlbuch entwickelt. Die Verlockung war sehr groß, es einfach zu Ende zu lesen – aber ich habe mich tapfer gewehrt. Oh, und erwähnte ich schon meine Lieblingsfigur? Diese hatte einen geheimnisvollen ersten Auftritt, und schon war es um mich geschehen. Gelegenheiten zum Mitleiden gab es dann reichlich, da hat es mich emotional mal wieder ziemlich erwischt. Und ich habe mich sehr gefreut, am Ende seine Geschichte zu erfahren. Hach!

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