Patricia Mennen: Der Ruf des indischen Elefanten

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Patricia Mennen: Der Ruf des indischen Elefanten
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783649617556

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Nicht der leiseste Windhauch strich über die weiten sandigen Ebenen der Wüste Thar.

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Die 16-jährige Tara Harley lebt seit dem Tod ihrer Mutter in Irland bei ihrer Tante Nell und ihrem Onkel Fergus. Nach einem heftigen Streit mit dem jähzornigen Fergus beschließt Tara jedoch, ihre Heimat zu verlassen, um nach ihrem Vater zu suchen, den sie bislang für tot gehalten hat. In den Hinterlassenschaften ihrer Mutter findet sie einen Brief von einem Mann namens Henry Lawrence, der sich als ihr Vater ausgibt und vor ihrer Geburt als britischer Offizier nach Indien versetzt wurde. Tara heuert, verkleidet als Küchenjunge George, auf einem Schiff an, das Kurs auf Bombay nimmt. Während der beschwerlichen Seereise freundet sie sich mit dem indischen Jungen Kasim an, der auf dem Weg zurück zu seiner kranken Mutter ist, und begleitet ihn bis in die nordindische Stadt Lukhnau. Dort arbeitet Henry Lawrence als Oberbefehlshaber der englischen Armee. Doch nicht nur Taras Beziehung zu Kasim nimmt mit einem Mal eine unerwartete Wendung, auch das Geheimnis um Taras Vater hält eine große Überraschung bereit …

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Tolles Jugendbuch vor der historischen Kulisse Indiens

Die 16-jährige Tara ist Halbwaise, ihre Mutter ist tot, ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Sie lebt in Irland bei ihrer Tante und Onkel in recht ärmlichen Verhältnissen. Als es zu einem schrecklichen Streit mit ihrem Onkel Fergus kommt, flieht sie aus dem Dorf. Vom Pfarrer hat sie einen Brief erhalten, den ihre Mutter vor vielen Jahren von ihrem Vater erhalten hat und aus dem hervorgeht, dass dieser Offizier in Indien ist. Tara macht sich auf eine gefährliche Reise, die beinahe schon in Liverpool endet, da sie sich keine Schiffspassage leisten kann und trotz Verkleidung als Junge nicht den robusten Eindruck macht, den sie bräuchte, um auf einem der Schiffe angeheuert zu werden. Doch durch Zufall lernt sie den indischen Jungen Kasim kennen, der ebenfalls auf dem Weg zurück nach Indien ist. Die beiden tun sich zusammen und Kasim nimmt George, wie Tara sich als Junge nennt, unter seine Fittiche. Die beiden verstehen sich gut, doch in Indien angekommen, haben sie einen bösen Streit. Dennoch finden sie sich immer wieder und Kasim begleitet Tara auf ihrem Weg zu ihrem Vater durch ein Land in Aufruhr. Doch noch immer kennt er ihr Geheimnis nicht!

Das Buch beginnt wie ein Märchen mit einer Szene um eine entführte Prinzessin und einen jungen englischen Offizier, der sie rettet und dem sie daraufhin einen kleinen Jadeelefanten als Dank übergibt. Dieser Elefantenanhänger zieht sich durch die ganze Geschichte, denn später einmal ist er das Einzige, was Tara von ihrer Mutter geblieben ist. Und immer wieder zeigt sich die Magie des Anhängers, wenn er Tara und auch Kasim auf den richtigen Weg lenkt.

Ein wunderschön geschriebenes Jugendbuch, das sowohl Abenteuer als auch eine zarte Liebesgeschichte enthält. All dies vor der atemberaubenden Kulisse Indiens kurz vor und während des Aufstands 1857, als die britische Kolonialmacht in Indien gefährlich ins Wanken gerät und der Freiheitskampf furchtbare und zahlreiche Opfer auf beiden Seiten fordert. Ich fühlte mich während der Lektüre an "Palast der Winde" erinnert, über lange Jahre eins meiner Lieblingsbücher, das mir die indische Geschichte zum ersten Mal nähergebracht hat. Hier wird der Stoff jugendgerecht aufgearbeitet, wobei sich die Autorin großteils an die historischen Fakten hält.

Die beiden Hauptfiguren handeln teilweise manchmal etwas kindisch und es gibt den einen oder anderen Zufall, der für mich zu viel war, dennoch habe auch ich als Erwachsene mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch gerade für die jugendliche Zielgruppe nur empfehlen!

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(Aktualisiert: 15 März 2015)
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Verliebt in ein Abenteuer!

Paticia Mennen - "Der Ruf des indischen Elefanten" - Coppenrath
Irland, um 1850
Die 16 jährige Waise Tara lebt in Irland bei ihrem schmierigem Onkel Fergus und ihrer verhärmten Tante, die Menschen hungern und Tara muss hart dafür arbeiten, das man sie duldet. Ihrer Vorwitzigkeit und Bildung ist es zu verdanken, das sie an den Hof des Lords eine Anstellung als "Gesellschafterin" für den kleinen Erben bekommt. Eines Tages bestimmt ein Unglück ihr weiteres Schicksal, der Meinung sie sei schuld daran, begibt sie sich auf die Flucht vor den Rotröcken des Königs. Jetzt ist die Zeit gekommen, der Abschiedsbrief ihres unbekannten Vaters an ihre Mutter, wird zum tausendsten Male auseinandergefaltet. Sie bekommt heraus, das er Kommandant in Indien ist. Ihr erstes Ziel ist Lverpool, aber auch dorthin bräuchte sie ein Schiffsbillet, das sie sich nicht leisten kann, ihr ganzer Besitz ist ein magisches Jade-Amulett. Aus Tara wird George und der versteckt sich zwischen der Ladung, als blinder Passagier, erreicht sie die englische Hafenstadt. Dort angekommen trifft sie auf den Tausendsassa Kasim, sie geht ihm nicht mehr von der Pelle und so kommt es, das beide auf dem gleichen "Seelenverkäufer" als Schiffsjungen landen..noch tut "George" nur so, mit abgeschnittenen Haaren erkennt niemand ihre wahre Gestalt und Indien rückt ein Stückchen näher..
Das Jade-Geschmeide ihres Vaters trägt sie immer um den Hals, der grüne Elefant scheint sie zu beschützen. Kasim sorgt sich und kann auch nicht anders, er mag seinen mickrigen neuen Freund und begibt sich mit ihm auf sein größtes und gefährlichstes Abenteuer. Die Revolution in Indien gegen ihre Besatzer ist am brodeln, auf den Rücken eines gestohlenen Pferdes versuchen sie durch feindliche Linien zu kommen. Tara hat Sorge nicht mehr rechtzeitig zu ihrem Vater zu kommen, während Kasim immer nachdenklicher wird.. "George" ist echt ein komischer Kauz..und wie der schon aussieht, zart wie ein Mädchen..
:-)
1001 Nacht, Maharadschas, Prinzessinen in Senften, Räuberbanden, ein sturmgeplagtes Schiff, mordlüsternde Bootsmänner, feuriges Curry, wilde Tiger, zahme Affen, ein edles Pferd und ein leuchtendes magisches Amulett, das viele kleine Intrigen spinnt. Dazu ein weitgespanntes Sternenzelt, das den beiden zu mehr, als in einer Nacht ein sicheres "Dach" bietet..
:-)
Eigentlich wollte ich die letzten ungelesenen Seiten für immer bewahren und sie in mein Abenteuergedächtnis schließen. Ich habe versucht es künstlich hinauszuzögern, habe sogar einen Tag das Buch von Aussen nur schmachtend angesehen, aber die letzte Seite rückte immer näher und eine leichte Verzweiflung machte sich in mir breit..
Bei Shiva, Brahma und Ganesh - Dieses Buch hat meine Liebe zum Abenteuer vervollständigt!
Oder ganz einfach: Ich bin begeistert, bitte mehr davon!
Liebe Grüße, SABO




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Eine Reise nach Indien verändert ihr Leben...

Gleich vorweg möchte ich informieren, dass es sich bei dem Buch um einen historischen Roman für Jugendliche handelt. Das war mir beim Lesen des Klappentextes irgendwie nicht bewusst, da keine Jahreszahl oder ähnliches darin vorkam, dass man darauf hätte kommen können. Wer historische Romane nicht mag, der sollte die Finger von diesem Buch lassen.

In der Geschichte selbst geht es um die Waise Tara, die bei ihrem Onkel und ihrer Tante groß wird und hier sehr schlecht behandelt wird. Ihr Leben ist hart und von Entbehrungen gezeichnet. Nach einem Streit mit ihrem Onkel sieht sie keine andere Möglichkeit als das Land zu verlassen und so begibt sie sich auf die Reise ihres Lebens, nach Indien, um ihren leiblichen Vater zu finden. Wird ihr dies gelingen?

Es ist mein erstes Buch der Autorin und mir gelang es auf Anhieb in diese nette Geschichte zu finden. Der Schreibstil ist einfach gehalten und man kann entspannt und flüssig lesen.

Die Hauptfigur Tara ist keinesfalls ein einfacher Charakter, aber ich liebe Personen mit Ecken und Kanten. Dadurch beschäftigt man sich gedanklich mehr mit dem Buch, als wenn die Figur aalglatt wäre.

Die Reise nach Indien und auch das Land selbst hat Patricia Mennen sehr anschaulich beschrieben. Ich habe förmlich die bunten Farben vor Augen und die Gewürzdüfte in der Nase gehabt. Der Trip ist sehr abenteuerlich und unseren Protagonisten werden einige Steine vor die Füße gelegt, eh sie ans Ziel kommen. Man fiebert der Auflösung des Rätsels förmlich entgegen.

Meine einzige Kritik bezieht sich darauf, dass mir in dem Buch einfach zu viele Zufälle passieren. Der Protagonistin passiert etwas Schlimmes und gerade hat der Leser begonnen zu rätseln wie man aus der Bredouille wieder raus kommt, da wird einem die Lösung schon auf dem Silbertablett serviert. Das machte die Geschichte für mich an manchen Stellen doch etwas unglaubwürdig.

Für mich gehört immer noch dazu, egal ob Roman für Jugendliche oder Erwachsene, dass der Leser zum Mitdenken und Rätseln aufgefordert wird und nicht alle Lösungen sofort präsentiert bekommt.

Fazit: Trotz der kleinen Kritik ein guter und vor allem unterhaltsamer historischer Roman für Jugendliche, den ich gern empfehle.

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Eine fesselnde, abwechslungsreiche Abenteuergeschichte

Mit ihrem Jugendbuch „Der Ruf des indischen Elefanten“ ist der deutschen Autorin Patricia Mennen ein fesselnder, unterhaltsamer Abenteuerroman gelungen, der mit seiner wundervoll erzählten, mystischen Geschichte und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren überzeugen kann.
Angesiedelt ist der Roman vor dem historischen Hintergrund des Sepoy-Aufstands gegen die Engländer im Jahre 1857.
Nach dem Tod ihrer Mutter lebt die 16-jährige Tara Harley in Irland bei Verwandten. Von ihrem Vater, der vor ihrer Geburt als britischer Offizier nach Indien versetzt wurde, existiert nur ein alter Abschiedsbrief an ihre Mutter und ein kleiner Elefant aus Jade als Talisman. In große Not geraten beschließt Tara, Irland zu verlassen und nach ihrem Vater in Indien zu forschen. Verkleidet als Küchenjunge George begibt sich Tara gemeinsam dem indischen Jungen Kasim auf eine beschwerliche Seereise nach Indien und erlebt mit ihm auf der Suche nach ihrem Vater so manches gefährliche Abenteuer.
Patricia Mennen versteht es hervorragend, das exotische, farbenprächtige Flair des historischen Indiens Mitte des 19. Jahrhunderts einzufangen, das einen gelungenen Kontrast zur bedrückenden, unwirtlichen Welt der armen, notleidenden Bevölkerung in Irland bildet, die wir zu Anfang des Romans miterleben. Sehr lebendig und facettenreich beschreibt sie das Alltagsleben und die unterschiedlichen Schauplätze sowohl im von den Engländern ausgebeuteten Irland wie auch im traditionell geprägten Indien, aber auch die derben Gepflogenheiten der Seeleute und Zustände während Taras Schiffspassage nach Indien werden dem Leser sehr anschaulich vor Augen geführt. Mühelos gelingt es so, in die faszinierende, fremde Welt jener Zeitepoche einzutauchen und sich durch die besondere Magie von Land und Leuten gefangen nehmen zu lassen.
Sehr einfallsreich und lehrreich hat Mennen viele gut recherchierte, historische Details in die Handlung eingearbeitet und vermittelt interessante Einblicke in die völlig anderen Sitten und exotischen Gebräuche der unterschiedlichen Völker und Religionen Indiens. Sehr anschaulich und nachvollziehbar führt sie uns Lesern die Auswirkungen des englischen Kolonialismus auf die Bevölkerung und die damaligen politischen und sozialen Hintergründe vor Augen, die schließlich in den blutigen Kämpfen des Sepoy-Aufstands gipfelten. Mit dem Jadeelefanten als Schutzamulett hat die Autorin eine sehr passende mystische Komponente in die Handlung eingewoben, die sich als roter Faden durch die magisch angehauchte Geschichte zieht und für zusätzliche Spannung sorgt.
Sehr behutsam entwickelt sich die unterhaltsame Geschichte um die junge Tara in Irland und gewinnt während ihrer Reise durch abenteuerliche Verwicklungen und dramatische Wendungen immer mehr an Spannung, bis schließlich das Geheimnis um Taras Abstammung und die Herkunft des Talismans gelüftet wird. Das Ende kommt leider etwas abrupt und auch die Enthüllungen zu Taras Vater konnten mich nicht ganz überzeugen, doch schmälert dies den Lesegenuss kaum.
Sehr vielschichtig und mit viel Liebe zum Detail hat die Autorin ihre Charaktere gezeichnet, wodurch sie sehr lebendig und authentisch wirken. Auch ihr Verhalten und ihre Beweggründe sind überzeugend und nachvollziehbar dargestellt.
Die junge Tara ist eine äußerst liebenswerte Hauptfigur mit Ecken und Kanten, die man mit ihrer sehr spontanen und bisweilen unbedachten Art schnell ins Herz schließt. Sie ist für die damalige Zeit ein sehr selbstbewusstes und mutiges junges Mädchen, das durch ihre Unerfahrenheit und Unbeherrschtheit des Öfteren auch in kritische Situationen gerät.
Eine interessante Figur ist auch der junge Inder Kasim, der Tara mit seinem ruhigen, besonnenen Wesen so manches Mal während ihrer gefahrvollen Reise zur Seite steht und vor Schlimmeren bewahrt. Natürlich kommt es auch zu einigen Spannungen, Missverständnissen und Streitigkeiten zwischen ihnen, die sie aber immer wieder ausräumen können, denn schließlich fühlen sie sich zueinander hingezogen. Sehr gut gelungen sind der Autorin auch ihre interessanten Nebencharaktere darunter auch einige historische Persönlichkeiten, die die Handlung bereichern und für manche unvorhersehbare Überraschung sorgen.
Sehr angenehm liest sich der flüssige und abwechslungsreiche Schreibstil der Autorin. Auch wenn die Ausdrucksweise der Figuren recht modern ausfällt, gelingt es der Autorin mit ihren bildhaften Beschreibungen hervorragend, die wundervoll farbenprächtige Atmosphäre und Mystik des damaligen Indiens heraufzubeschwören und zugleich ein bedeutsames Ereignis in der Geschichte Indiens äußerst fesselnd und unterhaltsam zu erzählen.

FAZIT
„Der Ruf des indischen Elefanten“ ist ein wundervoll erzählter, historischer Jugendroman, der im von den Engländern beherrschten Indien zu Mitte des 19. Jahrhunderts spielt.
Eine fesselnde, abwechslungsreiche Abenteuergeschichte mit einer wundervoll mystischen Komponente rund um den Talisman, liebevoll ausgearbeiteten Charakteren und der faszinierend-exotischen Kulisse des historischen Indiens!
Sehr unterhaltsam und lesenswert!

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