Susan Juby: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Susan Juby: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

 
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Susan Juby: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Truth Commission
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783570159989

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Am ersten Tag der elften Klasse saßen Neil, Dusk und ich auf den Bänken draußen vor unserem reizenden Tempel moderater Gelehrsamkeit, der Green-Pastures-Akademie für Kunst und angewandtes Design, taten so, als würden wir Schokoladenzigaretten rauchen, und verglichen unsere Laufschuhe.

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Handlungsort

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Ein Häppchen Wahrheit gefällig? Oder darf's doch ein bisschen mehr sein?

Das Leben ist nichts für Feiglinge...

… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.

Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat.

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Die Wahrheitskommission

Was wäre, wenn man sich einfach gegenseitig die Wahrheit sagen würde, statt sich hinter Ausflüchten und Schweigen zu verstecken? Was wäre, wenn man schlicht und ergreifend den Betreffenden fragte, was es mit dem Gerücht auf sich hat, das über ihn kursiert?

Normandy, Dusk und Neil beschließen es auszuprobieren und stellen einigen Menschen Fragen, die sich noch keiner zu stellen getraut hat. Bald merken die drei, dass sie mit ihrer "Wahrheitskommission" ein ganz schönes Fass aufgemacht haben. Mitwisser irgendwelcher Geheimnisse zu sein, verleiht einerseits eine gefährliche Macht über diejenige Person und bedeutet andererseits eine ziemliche Verantwortung.

Und Normandy muss nun endlich ihrer eigenen schwierigen Wahrheit ins Auge sehen. Ihre ältere Schwester Keira gilt allgemein als begabtes Wunderkind, nachdem sie im zarten Alter von zwanzig Jahren bereits mehrere gefeierte Graphic Novels im Fantasybereich veröffentlicht hat. Dieser Erfolg bedeutet, dass sich in der Familie seit Jahren alles nur um Keira dreht, die sich im Gegenzug ordentliche Starallüren zugelegt hat. Normandys Bedürfnisse und Eigenheiten haben immer nur eine untergeordnete Rolle gespielt, und allmählich beginnt sie sich dagegen zu wehren.

Gleich im Vorwort wird die Struktur des Buches erläutert - wir haben es hier mit einem fiktiven Schul-Essayprojekt zu tun. Dieser künstliche Überbau wäre aus meiner Sicht nicht notwendig gewesen, erklärt aber die gefühlt auf jeder Seite auftauchenden Fußnoten. Diese wären in der Menge ebenfalls verzichtbar, nur wenige davon tragen zum tieferen Verständnis bei oder entlocken dem Leser ein Schmunzeln. Dass Normandy ihren Schreibstil ständig selbst kommentiert, ist anfangs ganz amüsant und wird irgendwann reichlich überflüssig.

Normandy als Ich-Erzählerin schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, in einem lockeren Plauderton, erzählt von ihren Freunden, von ihrer höchst merkwürdigen Familie, von der Schule und von tausend Nebensächlichkeiten, die ihr gerade ins Auge gefallen sind. Das liest sich recht schnell und süffig weg (wenn einen nicht gerade wieder eine Fußnote aus dem Konzept bringt), inhaltlich schneidet die Autorin aber ernste Themen an. Zum einen die Sache mit der Wahrheit - was Normandy und Co. da treiben, ist zwar reichlich übergriffig, aber ein durchaus interessanter Ansatz -, zum anderen Normandys eigene dysfunktionale Familie und ihr Versuch, sich aus den unguten Machtverhältnissen im Elternhaus zu befreien.

Dermaßen passive Eltern, die für die Fehler der Lieblingstochter vollkommen blind sind, empfand ich doch als etwas überzeichnet, und ein paar Handlungselemente kamen mir vor wie aus einem amerikanischen Teeniefilm und somit ebenfalls leicht übertrieben, aber alles in allem fand ich das Buch unterhaltsam und auch hier und da insbesondere für Jugendliche, die eigentliche Zielgruppe, zum Nachdenken anregend.

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Mühsam zu lesen

Inhalt:
Normandy, Dawn und Neil sind Freunde in der 11. Klasse an einer Kunstschule in Kanada. Eines Tages kommen sie auf die Idee, eine Wahrheitskommission zu gründen. Sie wollen anderen Menschen unbequeme persönliche Fragen stellen, auf deren Antworten alle gespannt sind.

Meine Meinung:
Ein Buch über die Wahrheit erschien mir sehr lesenswert, weshalb ich dieses Buch zur Hand nahm. Doch schon nach wenigen Seiten war ich nur noch genervt. Die Geschichte ist in Form eines Essays verfasst, den die sechzehnjährige Normandy als Schulprojekt schreibt. Entsprechend unausgegoren ist der Schreibstil und die Strukturierung des Ganzen. Besser gesagt, nicht ganz entsprechend, sondern sogar noch schlimmer. Normandy schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, zuweilen sprudelt das Erzählte unreflektiert aus ihr heraus, sie verfällt ins Schwafeln. Für ein Schulprojekt haben sich meine Kinder in diesem Alter mehr Mühe geben.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Essay mit Fußnoten versetzt ist, die zum Teil länger als der Haupttext auf einer Seite sind, und den Lesefluss fürchterlich hemmen. Dabei sind sie zum größten Teil überflüssig. Nur kann man das eben vorher nicht wissen, sonst könnte man sie einfach überspringen. Zum Glück werden die Fußnoten später weniger, das erste Viertel des Buches ist am meisten betroffen.

Der Inhalt des Essays entspricht auch überhaupt nicht dem, was man in einem Schulprojekt schreiben würde. Viel zu intim sind die Gedanken, als dass man sie vor einem Lehrer ausbreiten würde, zum Beispiel, wer in wen verliebt ist und wer Sex mit wem hat.

Man hätte aus diesem Thema „Wahrheit“ so viel machen können, doch hier bleibt es relativ oberflächlich. Teilweise wirkt das Aussprechen der Wahrheit befreiend, teilweise hat es aber auch negative Konsequenzen. Normandy muss vor allem erkennen, dass sie sich auch innerhalb der eigenen Familie der Wahrheit stellen muss, was ernste Konsequenzen hat.

Der Mittelteil des Buches war einigermaßen gut lesbar, der Schluss hat mich dann allerdings wieder enttäuscht. Zwar wartet Susan Juby hier noch mit einer Überraschung auf, nachdem der Rest des Buches relativ vorhersehbar war, doch war der Ausklang für mich ziemlich unbefriedigend.

Die vom Verlag angegebene Altersempfehlung ab 12 Jahren kann ich nicht unterstützen. Ich würde es eher für mindestens 14-Jährige empfehlen, da es teilweise doch etwas verstörend wirkt.

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Die Wahrheit tut in diesem Fall weh...

Inhalt:
Beim vorliegenden Jugendbuch handelt es sich um ein (fiktives) Essay, das die Elftklässlerin Normandy Pale als Projektarbeit eingereicht hat. Gemeinsam mit ihren besten Freunden Dusk und Neil besucht Normandy eine Kunstschule in Kanada.
Thema des Essay ist die sogenannte "Wahrheitskommission", die von den drei Freunden gegründet wurde, um die Unehrlichkeit in der Gesellschaft zu bekämpfen und Mitmenschen auf heikle Themen offen anzusprechen. Das heikelste Thema überhaupt wohnt aber bei Normandy zu Hause:
Ihre Schwester Keira, berühmt durch eine Reihe von graphic novels, in denen sie sich über ihre Familie lustig macht.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und bin sehr froh, ein Freiexemplar gewonnen zu haben, denn ansonsten hätte ich mich vermutlich ziemlich geärgert.
Die Grundidee von "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen" ist vielversprechend, doch die Ausführung empfand ich als sehr unausgegoren. Wie schon Lilli33 erwähnt hat, tauchen Passagen auf, die kein Schüler je freiwillig einem Lehrer zu lesen geben würde. Da ich auch die langen und häufigen Fußnoten sehr störend für den Lesefluss fand, hätte man auf den ganzen Essay-Rahmen meiner Meinung nach gut verzichten können.
Die Autorin kommt nicht richtig auf den Punkt; die stellenweise auch unrealistische Handlung um die Wahrheitskommission ist zwar eigentlich das Hauptthema des Buches, fühlt sich aber eher wie ein Vorwand an, um Normandys eigenartiges Familienleben unter die Lupe zu nehmen, das dann im Lauf der Handlung zunehmend mehr Platz einnimmt.
Eine kleine Liebesgeschichte ist auch noch eingebaut, aber Überraschungen bleiben aus. Höchstens das Ende könnte man als Überraschung ansehen, da es nicht das ist, was man bei einem Jugendbuch üblicherweise erwarten würde. In Bezug auf die vorangegangenen Ereignisse fand ich es aber passend und konsequent.
Bis man aber überhaupt dort ankommt, muss man durch überflüssige Fußnoten, mehrere Handlungsstränge und Normandys ausschweifende Erzählweise waten. Ich könnte mir vorstellen, dass die Abbruchgefahr hier ziemlich hoch ist.
Schade, denn die Grundlagen sind vielversprechend, allen voran die ungewöhnlichen und sympathischen Protagonisten Normandy, Dusk und Neil sowie das interessante Setting der Green-Pastures-Academy. Daraus hätte man mehr machen können.

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Eine konfuse Geschichte, die die Erwartungen nicht erfüllen kann

Klappentext
„Das Leben ist nichts für Feiglinge...

… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.

Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat.“

Gestaltung
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich mag die bunten Farben, sie sind schön aufeinander abgestimmt, auch wenn ich keinen direkten Bezug zwischen den Rauten und dem Inhalt der Geschichte ziehen kann. Besonders schön finde ich allerdings, dass der Titel auf kleinen weißen „Kästchen“ geschrieben ist, die aussehen wie Papierschnipsel. Diese Papierschnipseloptik zieht sich auch durch das Buch, denn jede Kapitelüberschrift ist auf einem solchen niedergeschrieben. Besonders toll ist auch, dass das Cover mit Glanzlack gedruckt wurde, während diese Papierschnipsel sich rau anfühlen. Das nenne ich doch mal eine optische Besonderheit!

Meine Meinung
Nachdem ich „Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ beendet hatte, musste ich erst einmal meine Gedanken sammeln. Das, was mir definitiv in den unterschiedlichsten Varianten durch den Kopf ging, war die Frage „Was war das denn?“. Ein Buch, das so seltsam war wie dieses, habe ich lange nicht mehr gelesen. Aber beginnen wir zunächst einmal ganz von vorne.

Als ich den Klappentext las, hatte ich die Erwartung an Susan Jubys Werk, dass wir eine schöne, realistische Geschichte über das Leben, Selbstfindung und die tiefe Bedeutung der Wahrheit bekommen würden. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass dieser Roman den Fokus gar nicht auf die Wahrheitssuche legt, wie vom Klappentext vermittelt, sondern dass sich der Fokus verteilt. Auf zwei Themen. Die Wahrheitssuche und die familiäre Situation der Protagonistin Normandy.

Die Gewichtung war meiner Meinung nach dabei jedoch etwas uneben, wobei uneben vielleicht nicht das richtige Wort ist. Die Familiengeschichte hatte meiner Meinung nach einen roten Faden und stand am Ende des Romans auch in Verbindung zur Wahrheitssuche. Aber bei der Wahrheitssuche fehlte einfach dieser rote Faden. Normandy und ihre Freunde befragen Mitschüler nach ihren Geheimnissen und das immer wieder. Sie fragen Schüler A, bekommen eine Antwort, dann fragen sie Schüler B, bekommen eine Antwort und so weiter. Mir fehlte hier einfach die Tiefe und der Zusammenhang zwischen den einzelnen Befragungen. Man hätte so viel mehr aus dieser ganzen Idee herausholen können.

Und nicht nur hierbei fehlte die Tiefe. Auch die Figuren blieben eher flach und unnahbar. Vor allem Normandys berühmte Künstlerschwester Keira. Sie wird als sehr gefühlskalt dargestellt und spielt in Normandys Leben eine große Rolle, aber der Leser lernt diese Figur überhaupt nicht richtig kennen. Man versteht daher weder Keiras Intentionen noch ihre Beweggründe für bestimmte Handlungsweisen. Auch die Eltern bleiben eher unscharf. Das einzige, das man detailliert und immer wieder erzählt bekommt, ist die „tragische“ Familiengeschichte: Keira ist eine Graphic Novel Künstlerin, die in ihren Werken ihre Familie zeichnet und sie sehr negativ darstellt (es grenzt eigentlich schon sehr nah an Rufmord). Vor allem Normandy leidet sehr darunter, was sie nicht müde wird, immer und immer wieder zu betonen.

Vor allem da als Erzählperspektive die Ich-Form von Normandy gewählt wurde, erleben wir als Leser ihre Sicht natürlich auch intensiver. Aber gerade dann hätte ich erwartet, dass wir mehr über die Figuren aus Normandys Leben erfahren. Auch ihre besten Freunde Neil und Dusk bleiben eher blass was ihre Charaktereigenschaften angeht (auch wenn wir sie noch ein bisschen besser kennen lernen, als Normandys Familie). Dafür wird aber sehr ausführlich geschildert was jede Figur klamottentechnisch trägt. Bezüge zu Filmen aus den 70ern andauernd inklusive. Hiermit konnte ich leider überhaupt nichts anfangen und Beschreibungen darüber, was Figuren tragen, die dann eine halbe Seite oder länger gehen, interessieren mich nicht wirklich.

Zudem ist „Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ in Essayform geschrieben, da Normandy auf eine Kunstschule geht und dieses Essay ihre Abschlussarbeit ist. Der Beginn des Romans war daher recht amüsant, da nur von „der Autorin“ die Rede war und ich als Leserin immer an Frau Juby denken musste. Aber (und das ist ein dickes aber!) es werden auch Fußnoten verwendet und das nicht gerade sparsam. Teilweise gibt es Seiten, auf denen die Fußnote die gesamte Seite einnimmt. Manche Fußnoten waren wirklich amüsant, aber den Großteil hätte man einfach streichen können, da sie unnütze Informationen über irgendwelche Recherchen von Normandy darstellen. Zudem störte es sehr stark beim Lesen, wenn auf einer Seite zu viele Fußnoten standen. Mit ein, zwei konnte man sich noch arrangieren, aber mehr als das? Nein. Ging gar nicht.

Fazit
Der Klappentext weckt definitiv ganz andere Erwartungen an diesen Roman. Man erwartet eine Geschichte voller Lebensweisheiten rund um die Wahrheit und Selbstfindung. Aber stattdessen bekommt man eine etwas wirre Geschichte, die manchmal den roten Faden etwas misst. Zudem geht es nicht ausschließlich um die Wahrheitssuche, sondern vielmehr darum, Familienprobleme zu bewältigen. Da „Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ in Essayform geschrieben ist, finden sich auch viele Fußnoten, die teilweise sehr den Lesefluss stören. Langweilig und verwirrend sind auch die langen Beschreibungen dessen, was die Figuren an Kleidung tragen, da ich mich nicht mit den 70ern oder mit verschiedenen Arten von Stoffen auskenne. Zudem blieb vor allem die Schwester der Protagonistin, die eine große Rolle spielt, sehr unscharf, sodass man sie gar nicht nachvollziehen konnte.
Ganz knappe 3 von 5 Sternen!

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Bemerkenswerte Wahrheiten

Susan Juby- Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Meine Meinung:

Ein bemerkenswertes Buch über das Thema "Wahrheit".
Bemerkenswert ist zum einen der Schreibstil. Susan Judy schreibt das Buch als Ich-Erzählerin Normandy Pale, die ein Essay für ihren Kurs [i]Kreatives Schreiben[/i] schreiben möchte. Diese Ich-Erzählung ist oft konfus und Normandy kommt immer wieder vom eigentlich Thema ab und ich hatte das Gefühl, dass sie permanent ohne Punkt und Komma auf mich einreden würde. Am Schlimmsten sind unglaublich viele (genau 114!) Fußnoten, die oft viel zu lang geraten und den Lesefluss unglaublich stören. In diesen Fußnoten wird Normandys Lehrerin, die dieses Essay Korrektur lesen wird, direkt angesprochen.

Bemerkenswert ist aber auch der Inhalt. Was als lustige Teenie-Idee beginnt, endet mit der Aufarbeitung einer Familientragödie der Familie Pale. Zu viel soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden, aber viele Dinge sind halt oft nicht so, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.
Das Buch bietet meiner Meinung nach einen guten Einstieg über das Thema "Wahrheit", vielleicht gerade mit Jugendlichen, zu philosophieren. Dass die Geschichte dabei oft überzeichnet ist, ist ein kleiner Wehrmutstropfen, den man aber durchaus verschmerzen kann.

Ein Manko ist der Klapptext, der einem zum Inhalt sehr in die Irre führt. man geht als Leser mit einer völlig anderen Erwartung in dieses Buch und nicht jeder kann oder möchte sich dann auf diese Geschichte so einlassen.


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Fussnoten...Fussnoten und noch mal Fussnoten

Fussnoten können in einem Buch etwas ganz Nettes sein, wenn ich an die Bartmiäus Reihe denke. Hier in diesem Buch, gibt es ganz viele und sie bewirken leider dass, was Fussnoten oft bewirken. Man kommt aus der Geschichte heraus, findet nur schwer wieder hinein und sucht die Stelle an der man zuletzt war. Die Autorin schreibt selbst in ihrer Rolle als Normandy, daß Fussnoten etwas Doofes sind und benutzt sie dann aber in einer unglaublichen Hülle. Am Ende des Buches hat an 114 Fussnoten gelesen, oder ignoriert.
Die Aufmachung und den Titel des Buches fand ich toll und auch der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht.
Normandy und ihre Freunde starten im Rahmen eines Projektes an ihrer Schule das Experiment, daß sie diverse Mitschüler auf Geheimnisse o.ä. ansprechen werden. Erstaunlich finde ich, daß viele Ihrer Klassenkameraden ihnen wirklich Rede und Antwort stehen. Ich gehe davon aus, daß bestimmt jeder Mensch die ein oder andere Sache hat, die er nicht unbedingt mit jedem Teilen möchte. Aber hier machen Alle mit, teilweise nicht sofort. Aber dann irgendwie doch. Wirkt dies glaubwürdig, leider nein.
Das ist aber nicht die eigentliche Sache, die mich zusätzlich zu den Fussnoten an diesem Buch so gestört hat. Die Autorin neigt zum Schwafeln, es werden einfach viele unwichtige Dinge erzählt.
Auch empfinde ich die Familie von Normandy sehr überzeichnet, für mich hat sie fast schon Fantasycharakter.
Insgesamt habe ich das Gefühl, daß der Autorin überhaupt nicht daran liegt ihre Leser zu fesseln. Für mich leider eine Enttäuschung.

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Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Fazit:

Die Idee des Buches fand ich nicht schlecht, obwohl ich was anderes erwartet habe.
Den Schreibstil fand ich meistens eher verwirrend und habe öfter die Stirn gerunzelt. Die Fußnoten fand ich meistens überflüssig und Normandy hat meistens viel geschwafelt, was mich nicht interessiert hat. Da das Ende recht interessant war, habe ich noch 3 vergeben.

Bewertung:

Was ich erwarte:
Ich erwarte drei Freunde, die anderen Fragen stellen und somit die Wahrheit herausfinden.

Was sich erfüllt hat:
Zwar wurde die Wahrheit ans Licht gebracht, aber anderes als gedacht. Weiterhin handelt das Buch zeitweise über Normandys Geschwafel und hat daher nur noch wenig mit der Wahrheit zu tun.

Normandy schreibt ein Essay und so ist das Buch auch geschrieben.
Es handelt von ihr und ihren zwei Freunden, Neil und Dusk. Wobei Dusk teilweise egoistische Züge an sich legt. Und diese wollen andere auf die Wahrheit ansprechen. Im Laufe des Buches merkt man, dass alle selber ihre eigene Wahrheit finden müssen und nicht bei anderen Graben sollten und das die Wahrheit nicht immer die richtige Lösung ist.
Keira, die Schwester von Normandy, finde ich wirklich schrecklich. Was ist das nur für eine Person und warum tun ihre Eltern nichts. Es ist als ob alle sie in Watte packen und sie lernt dabei auch nichts. Norms Eltern sind auch eher verschlossen und verdrängen Probleme.

Der Schreibstil finde ich durchwachsen...
Es wird auch der Ich-Perspektive von Normandy geschrieben. Wenn sie was erzählt, spricht sie einen direkt an. Ich finde ihren Erzählstil echt schrecklich. Meistens runzele ich nur die Stirn bin verwirrt und genervt. Das liegt daran, dass sie oft was erklärt, was ich total unnötig finde. Außerdem blubbert sie einfach total unnötiges Zeug vor sich hin. Wenn sie aber ganz normal die jetzigen Geschehnisse erzählt, finde ich es wieder okay. Es wird auch im Laufe des Buches etwas besser, aber nicht viel. Es bleibt dabei, dass die einfach viel schwafelt und was über ihren Schreibstil und sowas erzählt. Was für mich eher seitenfüllend ist.
Nachdem ich in das Buch ein bissl reingekommen bin, lässt es sich einfach weg lesen.
Besonders am Ende nimmt das Buch fahrt auf und ich komme der Wahrheit ein ganzes Stückchen näher.

Was ich komisch finde und was mir als erstes auffällt, sind diese komischen Anmerkungen. Diese lenken mich eher ab und verwirren mich. Diese Fußnoten sind an die Lehrerin gerichtet, die diese Essay später lesen wird. Meistens lese ich diese nur an, weil es auch meistens nur über Geschwafel handelt.

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