Kristin Cashore: Die Beschenkte

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Kristin Cashore: Die Beschenkte
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Graceling
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783551582102

Informationen zum Buch

Seiten
487

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
In diesen Verliesen herrschte vollkommene Finsternis, doch Katsa hatte einen Grundriss im Kopf.

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Handlungsort

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Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist - sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Katsa dagegen ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Sie hat die Gabe des Tötens. Nur Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben und ringt beharrlich und mit viel Geduld um ihr Vertrauen. Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten - und zu einem leidenschaftlichen, unabhängigen, innigen, streitenden, liebenden Paar.

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Meine Meinung:

Schon das Cover sieht sehr schön aus, wenn man das Buch in Händen hält. Es ist in verschiedenen schlichten Brauntönen gehalten. Es zeigt einen Frauenkopf von hinten mit einem entblößten Nacken. Das Haar ist notdürftig zu einem Knoten hochgebunden. Die gesamte linke Seite des Buches ziert ein verschnörkeltes Muster.

Wenn man mit den Fingern über den Titel streicht, spürt man die Prägung. Auch diese ist in einem dezenten Braun gehalten. Der Name der Autorin über dem Titel ist etwas kleiner dargestellt.

Katsa ist eine Beschenkte, was bedeutet, dass sie eine außergewöhnliche Gabe hat, durch die sie aus der Menge heraussticht.

Ihre außergewöhnliche Begabung ist das Töten. Sie kann besonders geschickt mit jeder Waffe oder ihren bloßen Händen schnell und gezielt töten.

Da Katsa keine Eltern hat, lebt sie bei ihrem Onkel, König Randa, der ihre Gabe nutzt und sie als Tötungsmaschine jede schmutzige Arbeit durchführen lässt. Doch wenn er keinen Auftrag für sie hat, soll sie ihm auf keinen Fall unter die Augen kommen.

Denn Beschenkte erkennt man an einer Besonderheit, die in ihrem Fall jeden normalen Menschen stets in Angst und Schrecken versetzt und sie irritiert. Bei anderen besonderen Talenten werden diese Beschenkten nicht ernst genommen und verspottet.

Da Katsa von ihrem Onkel nur benutzt wird, macht ihre Gabe sie nicht gerade glücklich. Aber was soll sie dagegen tun, an wen oder wohin soll sie sich wenden?

Als Ausgleich für ihre Dienste für den König, arbeitet die junge Frau im Untergrund für einen Rat, der für das Gleichgewicht zwischen den sieben Königreichen sorgt. Eine Karte von diesen Herrschaftsgebieten kann man vorne im Buch betrachten.

Während sie für ihren Onkel nur Aufträge ausführt, die man teilweise auch gewaltlos lösen könnte, ist ihre Gabe für den Rat ein wahrer Segen. Sie setzt sich für die Schwachen ein, hilft mit ihren Talenten statt zu zerstören und das macht sie glücklich.

Es dauerte nicht sehr lange, bis ich den zweiten Protagonisten Bo kennen lernte. Er ist ein Prinz aus dem Königreich Lienid und auf der Suche nach seinem verschwundenen Großvater. Dazu ist auch er ein Beschenkter und scheint die gleichen Talente zu haben wie Katsa.

Sie macht sich mit ihm gemeinsam auf die Suche nach seinem Großvater und dem Grund, der hinter dessen Entführung steckt.

Während ihrer Reise durch die Königreiche üben sie beide an ihren Gaben und perfektionierten besonders Bo's.

Es wurde auch mit schönen Worten geschildert, was sich zwischen Katsa und Bo entwickelte und wie sie miteinander umgingen.

Immer wieder gab es eine interessante Wendung, die Abwechslung in die Geschichte der zwei brachte. Dabei nahmen mich manche Ereignisse gefühlsmäßig sehr mit.

Das Ende lässt mich hoffen, dass ich die Protagonisten auch im Folgeband, als Nebenfiguren begleitend, wiedersehen darf.

Anfangs dauerte es eine Zeit lang, bis die Geschichte an Fahrt gewann. Das lag unter anderem daran, dass ich zu Beginn mit den vielen Namen und Königreichen durcheinander kam und alles insgesamt etwas verwirrend auf mich wirkte. Hier wäre vielleicht ein Glossar bzw. ein Personenverzeichnis hilfreich gewesen.

Zwischendurch wurde es auch immer wieder etwas langatmig, da die Autorin die Reise der Protagonisten sehr genau beschrieb. Die Erlebnisse waren zwar auch interessant, aber diese zogen sich ab und an etwas in die Länge.

Bei diesen Schilderungen merkte ich sehr gut, dass dieser Roman definitiv ein Jugendbuch ist.

Allerdings suchte ich vergeblich bei den beiden Hauptfiguren nach dem turtelnden Liebespaar, welches mir der Klappentext versprach. Dieses Werk ist keine Liebesgeschichte, sondern im Vordergrund stehen die verschiedenen Gaben, durch die Gutes, aber auch Böses entstehen kann.

Somit ist es für Jugendliche ein idealer Fantasieroman mit einem großen Abenteuer.

Im Laufe des Buches gab es immer wieder emotionale Momente. Bei spannenden Momenten hielt ich den Atem an, lachte bei witzigen Situationen und verdrückte ein paar Tränen bei manch traurigen Begebenheiten.

Was die Gefühlswelt anging, übertrugen sich die Stimmungen im Buch sehr gut auf mich und ich fühlte alles mit.

Dieser Roman ist in drei Teile aufgegliedert. Im ersten wurde mir Katsas Gabe vorgestellt und ich lernte die wichtigsten Figuren kennen. Im zweiten Abschnitt ging es um die eigentliche Aufgabe der zwei Protagonisten und im letzten Teil kam die Auswirkung ihres Abenteuers und die hatte es in sich!

Die ersten paar Wörter jedes Kapitels waren groß gedruckt und wurden in einer wunderschönen geschwungenen Schrift dargestellt. Katsas innere Monologe wurden in Kursivschrift gehalten.

Fazit:

Eine abenteuerliche Geschichte, die mir liebevoll erzählt wurde. Daher bekommt dieses Debüt trotz mancher Schwächen vier von fünf Sternen.

Nun freue ich mich schon auf den zweiten Band, der im Januar erscheinen soll!



"Fähigkeiten"-Trilogie:

1. Die Beschenkte

2. Die Flammende (Januar 2011)

3. Bitterblue (noch nicht übersetzt)


Vielen Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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In Katsas Welt regieren sieben Könige und jeder König - außer König Ror von Lienid - erhebt Anspruch auf die Dienste eines Beschenkten. Die mit außergewöhnlichen Fähigkeiten Begabten werden bereits als Kinder dem Hof übergeben und wenn die Gabe dem König nützlich erscheint, muss der Beschenkte sein Leben den Befehlen des Herrschers unterordnen. Katsas Gabe ist die des Tötens. Schnell, effektvoll, leise - so war ihr erstes Opfer ein Cousin, der sich an ihr vergreifen wollte. König Randa weiß ihre Gabe für sich einzusetzen und schickt das junge Mädchen los, um die ungehorsamen Untergebenen zu bestrafen. Und so wird Katsa zum Inbegriff des Schreckens. Doch sie hat auch eine andere Seite. Die Seite der Retterin von Schwachen, die vor Randa geheimgehalten werden muss. Bei einer Rettungsmission trifft sie auf Bo, den Prinzen von Lienid, dessen Großvater unter mysteriösen Umständen gekidnapped wurde und zu dessen Rettung Katsa sich aufmachte. Gemeinsam müssen die beiden herausfinden, was es mit der Entführung auf sich hat.

Cristin Cashore hat mit "Die Beschenkte" ein sehr schönes Debüt vorgelegt. Viel Neues kann sie zwar nicht vorzeigen: Ihre Fantasywelt beschränkt sich auf die Beschenkten als einzig Außergewöhnliches, aber ihren Charakteren verleiht sie viel Gefühl und Tiefe. Katsa und Bo sind ein sehr romantisches Paar, das den Leser nicht mit so viel Süßholzraspelei wie Bella und Edward (Biss-Reihe von Stephenie Meyer) belästigt. Die beiden lassen sich ihre Freiheiten, sind eigenständige Persönlichkeiten und dennoch sehr rasch ein eingespieltes Team. Prinz Raffin, König Randas, Sohn ist meine Lieblingsfigur. Er ist ein verrückter, liebenswerter Kerl und eigentlich hätte ihm viel mehr Platz im Buch gebührt. Prinzessin Bitterblue ist ein kleines, sehr tapferes Mädchen und auch die Bösewichte faszinierten mich.

"Die Beschenkte" ist angenehm zu lesen, es gibt keine ärgerlichen sprachlichen Ausreißer. Man sollte jedoch Bedenken, dass das Buch eher für Jugendliche geschrieben wurde (ich hatte dennoch sehr angenehme Lesestunden).

Interessant war das Ende: Nicht eine fulminante Endschlacht, sondern ein beherztes Aufbegehren von erst unerwarteter Seite. Anschließend ein Aufatmen und langsames Hinausfließen der Geschichte - was meistens in einem kurzen Epilog erzählt wird. Als schade empfand ich das etwas undurchsichtige Verhalten des Bösewichts. Katsas und Bos Gegenspieler kommt generell sehr kurz. Hauptaugenmerk legt die Autorin auf das Paar und die Flucht durch das Land Monsea. Ich hätte mir gewünscht, dass die Hintergründe der bösen Taten noch etwas mehr beleuchtet werden. Da mich das Buch aber sehr angenehm unterhalten hat, ist das zu verschmerzen.

Insgesamt ist "Die Beschenkte" für jung und alt empfehlenswert. Genießen Sie ein romantisches Fantasybuch vor dem Kamin mit einem heißen Tee.

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