Kristin Cashore: Die Flammende

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Kristin Cashore: Die Flammende
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Fire
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783551582119

Informationen zum Buch

Seiten
510

Sonstiges

Erster Satz
Larch dachte oft, dass er den Tod seiner Frau Mikra niemals verwunden hätte, wenn sein neugeborener Sohn nicht gewesen wäre.

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Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Zudem kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen - nur nicht in die von Prinz Brigan. Was für ein Mensch ist dieser unnahbare Feldherr, und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Fire kann sich dem Netz aus Verschwörungen, das sich um sie herum entspinnt, nicht entziehen. Ebenso wenig wie dem Mann, der so widerstreitende Gefühle in ihr hervorruft ...

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Trotz Kritikpunkten überzeugt die Flammende

Fire ist ein Monster: wunderschön, anziehend, mit der Fähigkeit sich in das Bewußtsein anderer Lebeweisen einschleichen zu können und dieses zu manipulieren. Fire ist das letzte menschliche Monster. In ihrer Heimat, den Dells, stehen die Zeichen auf Krieg und Fire wird an den Königshof gerufen um mit ihrer Fähigkeit Spione zu verhören. Zwar stimmt Fire zu nach King's City zu reisen, doch erst nach und nach beginnt sie ihre Fähigkeiten einzusetzen und in einem bisher nicht bekannten Ausmaße zum Guten zu Nutzen. Der Krieg scheint jedoch nicht zu verhindern zu sein ...

Die Geschichte spielt in der gleichen Welt wie "Die Beschenkte", ist jedoch zeitlich wie räumlich klar zu dem Buch abgegrenzt. Die Überschneidungen sind minimal und werden an dieser Stelle nicht verraten. Die Protagonistinnen beider Bücher, Katsa in "Die Beschenkte" und Fire in "Die Flammende" sind sich teilweise ähnlich (beide haben besondere Fähigkeiten, die für sie eher einen Fluch darstellen und mit denen sie versuchen zurechtzukommen), andererseits jedoch wieder sehr unterschiedlich. Fire kam mir manchmal schon fast ein bisschen wehleidig vor, dafür kann man sich Überlebenskünstlerin Katsa wohl kaum mit einer Geige vorstellen.

In diesem Buch von Kristin Cashore gibt es nun keine Menschen mit neuen Gaben, sondern Monster. Monster, die besonders schön sind und besondere Fell- bzw. Haarfarben und sich in das Bewußtsein anderer einschleichen zu können. Raubtiere nutzen dies um ihre Opfer hervorzulocken, falls diese nicht gelernt haben sich geistig dagegen zu wappnen. Und eins noch: Monster stehen auf Monsterfleisch, deshalb ist es für unsere Protagonistin Fire auch nicht gerade ungefährlich sich außerhalb geschützter Räume zu bewegen ohne ihr Haar zu bedecken und äußerst vorsichtig zu sein. Warum Fire nun das letzte menschliche Monster ist und es ansonsten keine weiteren gibt, wird nicht richtig erklärt, jedoch lässt sich aus den Hintergründen einiges zusammenreimen.

Wenn an dem Buch etwas stört, dann das kaum etwas passiert. War man in "Die Beschenkte" sofort in einer Geschichte gefangen, dann muss man in "Die Flammende" schon länger warten bis sich so etwas wie Handlung herauskristallisiert. Und auch dann will es kaum voran gehen, Details der Handlung sind so belanglos das sie nicht wirklich haften bleiben. Außer natürlich der drohende Krieg der, als er endlich anbricht, schneller vorbei ist als man glauben mag. Das ist anscheinend ohnehin eine Spezialität von Kristin Cashore: Spannungsmomenten so wenig Raum zu geben und sie sehr schnell aufzulösen. Das kommt mir dann teilweise schon wie ein schlechter Witz vor.

Obwohl mir der genannte Kritikpunkt missfällt, kann ich nicht anders als das Buch zu mögen. Aber woran liegt das? Vielleicht daran, dass ich Kristin Cashores Schreibweise mag, die ist nicht in allen Beschreibungen ausführlich, aber in den meisten genug um Atmosphäre zu erzeugen. Ja, das Buch ist eher ruhig, aber ich kann so fast vollkommen in diese fremde Welt abtauchen. Und ich mag diese Welt. Ich mag auch die Figuren, selbst wenn ich Fire häufig hätte schütteln mögen ob ihrer Selbstzweifel. Ich habe einfach immer wieder gerne zu "Die Flammende" gegriffen und darin geschmökert.

Mein Fazit: Viel passiert nicht in diesem Buch, die Handlung (falls vorhanden) schreitet eher zäh voran. Trotzdem mochte ich das Buch, die Atmosphäre, die Figuren und die Welt, in die ich wieder abtauchen konnte. Deshalb gibt es nur einen Stern Abzug, also insgesamt 4 Sterne.

PS: Zur Übersetzung möchte ich noch eins anmerken - ich finde es schon gewöhnungsbedürftig, dass die englischen Anreden meist nicht übersetzt werden, aber damit kann ich leben. Weniger schön finde ich wenn englische Wörter benutzt werden und diese nicht übersetzt werden. King's City ist so ein Beispiel. Der Name der Stadt fällt im Lesefluß immer wieder negativ auf, es klingt zu modern, zu "hier" und nicht wirklich nach Fantasy, stört die Atmosphäre dadurch auch ein wenig. (Vom Namen der Protagonistin will ich gar nicht erst anfangen.) Daran konnte ich mich jedenfalls bis zum Schluß nicht wirklich gewöhnen. Mein Fall ist das einfach nicht.

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Kristin Cashore – Die Flammende

Die Flammende spielt in einer Welt, in der es außergewöhnliche Lebewesen gibt – sie können die Gedanken und Gefühle ihrer Umgebung manipulieren und gelten als aggressiv und angriffslustig. Erkennbar sind diese sogenannten Monster an ihrer außergewöhnlich schönen Erscheinung und ihrem ungewöhnlich bunten Haar- oder Federkleid. Unter den Tieren in größerer Zahl vorkommend, gibt es bei den Menschen nur noch eine einzige Monsterfrau – Fire, die Flammende.

Sie lebt zu Beginn der Geschichte in einer abgelegenen Gegend, unter Menschen, die ihr nur selten mit Misstrauen oder gar dem Hass, der den Monstern sonst oft entgegengebracht wird, begegnen und sie ist auch alles andere als aggressiv – sie leidet sehr unter dem Misstrauen, das ihrer Spezies entgegengebracht wird. Ihre Geschichte führt sie jedoch in belebtere Gegenden und sie muss sich mit allen Facetten menschlicher Gefühle und damit auch mit der Nutzung ihrer Gabe auseinandersetzen.

Obwohl die Geschichte in der selben Welt spielt, wie Cashores Beschenkte, gibt es nur wenige Berührungspunkte, abgesehen von der Landschaft (im Buch befindet sich eine Karte) genaugenommen nur noch einen – wer das ist wird noch nicht verraten.

Das Buch ist unabhängig von der Beschenkten lesbar, und ich habe jetzt große Lust, noch einmal in die Beschenkte hineinzuschauen und nachzuvollziehen, wie sich Fires Geschichte in die Welt der Beschenkten einfügt.

Die Sprache ist flüssig und bildhaft und die Monster werden so schön beschrieben, dass ich mir von mir selbst vorstellen kann, dass auch ich in ihren Bann gezogen werden würde. Der Stil ist humorvoll, so dass auch den traurigen und grausamen Szenen bis auf wenige Ausnahmen die Spitze genommen wird – dabei wird der Tonfall aber niemals lächerlich.

Rundum ein großes Lesevergnügen mit einem Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte.

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Nachdem mir "Die Beschenkte" gut gefallen hatte, stürzte ich mich gleich auf das neue Buch der Autorin. "Die Flammende" spielt vor den Ereignissen in "Die Beschenkte" und wir lernen ein weiteres Land von Cashores Welt kennen. In den Dells gibt es keine Beschenkten, dafür sogenannte Monster, die sich von normalen Angehörigen ihrer Spezies durch ihre besondere Farbigkeit und ihre geistigen Kräfte auszeichnen.

Leider sind die Monster zwar faszinierend, aber genau bei ihnen liegt auch ein wenig das Problem dieses Buchs. Dem Monsterkonzept mangelt es leider etwas an Logik und hätte wahrscheinlich mehr Erklärung bedurft. So fressen Monster besonders gerne andere Monster, was unserer Heldin Fire, die selber ein Monster ist, oft das Leben erheblich erschwert. Dennoch wird nie erklärt, warum das so ist. Auch die Ernährungsgewohnheiten von herbivoren Monster werden nicht weiter erläutert. Was also fressen Monsterkaninchen besonders gerne?

Fire ist das letzte menschliche Monster. Auch hier finden wir dazu keine Erklärung. Denn von anderen Monsterspezies scheint es geradezu zu wimmeln. Auch kleine Monstermäuse scheinen keine Probleme mit dem Überleben zu haben, obwohl sie mit demselben Schwierigkeiten zu kämpfen haben wie menschliche Monster: Sie stehen als Beute ganz weit vorne auf dem Speiseplan von Monsterraubtieren und Menschen sind ihnen nicht grade wohl gesonnen.

Immerhin wissen wir, warum Fire ein Einzelkind ist. Denn Fires Vater war nicht nur nach Definition dieses Landes ein Monster, sondern er war wirklich ein Monster, das das Land mit seinen grausamen Machenschaften an den Rand des Ruins getrieben hat. Kinder waren ihm unerwünscht, denn er fürchtete ihre Macht. Und das durchaus zu Recht, wie wir erfahren.

In vielerlei Hinsicht sind sich Fire und Katsa (die Protagonistin aus "Die Beschenkte) sehr ähnlich. Beide kämpfen mit ihrer ungewöhnlichen Gabe und der oft negativen Reaktion der Menschen auf diese. Beide leiden unter Schuldgefühlen, weil sie gezwungen waren mit ihrer Gabe Dinge zu tun, die ihnen eigentlich zuwider sind. Beide müssen erst lernen sämtliche Aspekte ihrer Fähigkeiten richtig einzusetzen.

Dennoch unterscheiden sich beide Charaktere auch von einander, was gut ist, denn wer will schon einfach eine zweite Version von "Die Beschenkte" lesen?

Fire ist wesentlich umgänglicher und gleichzeitig auch schüchterner als Katsa. Das macht es einfach sich auf sie einzulassen und sie ins Herz zu schließen. Allerdings ist Fire wesentlich lockerer, was sexuelle Beziehungen angeht. Leider scheint die Autorin in dieser Hinsicht ein paar Probleme zu haben und ich bin mir nicht sicher, wie ich ihre Lösung in Bezug auf ehemalige Liebhaber finden soll. Auch die anderen Charaktere des Romans sind interessant und schön ausgearbeitet. Die sich zart anbahnende Liebesgeschichte mit Brigan ist zwar ständig präsent, hält sich aber oft im Hintergrund. Genauso wichtig ist auch der Kriegsverlauf innerhalb des Königreichs.

Insgesamt ließ sich der Roman flüssig lesen und hat mir etliche spannende Lesestunden beschert, so dass ich über kleinere Mängel großzügig hinweg sehen kann.

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