Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin

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Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Last Dragonslayer
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783846600054

Informationen zum Buch

Seiten
256

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Ich war mal berühmt.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Jennifer Strange ist fünfzehn Jahre alt, Findelkind und aktuell die Leiterin von Kazam, einer Agentur, die Zauberer vermittelt. Die Zeiten, als die Zauberer noch vor Magie strotzten, sind längst vorbei. Wer einst ganze Berge versetzte, liefert heute auf seinem fliegenden Teppich Pizza aus. Die Geschäfte von Kazam laufen dementsprechend schlecht, und die Magier müssen um ihre Jobs fürchten. Als wäre das nicht genug, macht auch noch die Vorhersage die Runde, dass der letzte Drache sterben wird - und zwar durch die Hand von niemand Geringerem als Jennifer. Schnell wird ihr klar, dass nicht nur ihr Leben, sondern die Geschicke aller Bürger in den Ununited Kingdoms auf den Kopf gestellt werden

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Die letzte Drachentöterin

Willkommen in Ununited Kingdoms, in einem Königreich, in dem die einst mächtige Magie immer weiter schrumpft und die ehemals hochangesehenen Zauberer nun zu Überlebenszwecken nur noch einfache Dienstleistungen verrichten. Sie haben sich in Agenturen zusammengeschlossen und eine davon ist KAZAM. Diese Vermittlungsagentur wird nach dem Verschwinden des großen Mr. Zambini von der 15-jährigen Jennifer Strange als Geschäftsführerin geleitet. Jennifer hat es dabei nicht leicht, denn die einst so berühmten Zauberer machen ihr das Leben schwer, wenn sie nicht mit genügend Respekt behandelt werden. Andersherum muss Jennifer um jeden Auftrag froh sein, denn das Überleben in dieser neuen, wenig magischen Welt ist nicht leicht und kostet eben Geld. Um das zu verdienen tauschen die Zauberer Leitungen in Häusern aus, liefern lebenswichtige Organe per Teppichkurier und nehmen auch andere außergewöhnliche Aufträge an. Doch dann wird Jennifers Leben plötzlich völlig auf den Kopf gestellt, denn laut einer Weissagung soll in Kürze der letzte lebende Drache getötet werden und zwar von der letzten lebenden Drachentöterin. Diese Drachentöterin wiederum soll niemand anders sein als Jennifer selbst. Jennifer zweifelt, doch schon bald wird sie im Mittelpunkt des Königreichs stehen.

„Die letzte Drachentöterin“ ist der erste Band einer Reihe und das Jugendbuchdebüt des Autors Jasper Fforde. In dieser Geschichte ist vieles schräg aber auch vieles sehr realistisch. Der Autor verknüpft eine magisch verrückte Erzählung mit kleinen Gesellschaftskritiken, die auch auf unsere Gesellschaft zutreffen und von den jugendlichen Lesern durchaus verstanden und wahrgenommen werden dürfen und können. So geht es beispielweise um Profitgier, Egoismus und große wirtschaftliche Interessen.

Fforde vermag durch seinen skurrilen Wortwitz zu begeistern und schafft in seinem Buch eine vom Aussterben bedrohte magische Welt mit eventuellen Entwicklungschancen. Wer weiß das schon…? Vielleicht ist aber alles auch einfach nur Quark!

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Drachentöten à la Fforde

Jennifer Strange ist 15 und Managerin der Zaubereiagentur KAZAM. Sprich, sie schmeißt den Laden komplett alleine, was das Organisatorische anbelangt, hat dafür aber kein Fünkchen Magie im Leib. Die Agentur ist auch schon mal besser gelaufen, aber seit die Zauberei im Ununited Kingdom dermaßen reglementiert ist, sind die Zeiten für Magier ganz einfach schwierig.

Eine Prophezeiung sorgt für Furore im gesamten Land: in weniger als einer Woche soll der letzte noch lebende Drache getötet werden! Als ob das nicht schon erschütternd genug wäre, erfährt Jennifer auch noch, dass sie selbst die Drachentöterin sein soll. Von da an geht für die toughe Teenagerin alles drunter und drüber. Nur gut, dass sie ihren brandneuen Azubi Tiger Prawns und ihren treuen Begleiter, das spitzzähnige, furchterregend aussehende, aber herzensgute Quarktier, an ihrer Seite weiß.

Wer Fforde kennt, weiß, dass das kein genreüblicher Kampf von Gut gegen Böse/David gegen Goliath/Mensch gegen Monster sein wird. Es dauert ein bisschen, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt, aber bis dahin habe ich mich königlich über Ffordes Weltentwurf amüsiert. Seine Zauberer sind keine überirdischen Wesen voller Weisheit und Würde, sondern (beinahe) Leute wie du und ich, die sich aufgrund der miserablen Geschäftssituation von KAZAM im wesentlichen mit Pizzalieferungen per fliegendem Teppich und magischen Klempnerarbeiten ihre Brötchen verdienen. Überhaupt ist das Ununited Kingdom bevölkert von aufdringlichen Reportern, geldgeilen Unternehmern, schrulligen Nonnen und einer riesigen Fülle anderer schräger Vögel (und Normalos) nebst diversen magischen Kreaturen, und allein schon, über den Alltag in diesem großbritannienähnlichen Land zu lesen, ist ein Heidenspaß voller Situationskomik und Seitenhiebe auf das "echte" Leben.

Auch die Handlung rund um den zu tötenden Drachen wartet mit einer Menge Überraschungen auf, wobei Fforde perfekt die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit hält und das eine oder andere Genreklischee hübsch gegen den Strich bürstet. Wunderbar, wie er bei aller Komplexität der Welt, die er erschafft, stets eine gewisse Leichtigkeit bewahrt.

Ich liebe auch seine herrlichen Wortspielereien (vor allem natürlich in der Originalversion) und ulkigen Anspielungen. Sehr, sehr witzig, manchmal auch richtig albern, aber trotzdem sind seine Gags nie billig und immer originell.

Ein rundum gelungener Auftakt zu einer mehrteiligen Serie um Jenny und ihre Agentur, den ich auch allen wärmstens empfehlen möchte, denen die Thursday-Next-Reihe vielleicht zu abgefahren war.

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Stirb wie ein Drache!

Von Jasper Fforde hatte ich bisher noch nichts gelesen und insofern war "Die letzte Drachentöterin" für mich vor allem dazu gedacht, den Autor mal anzutesten. Dabei wird es nun nicht bleiben, ich habe richtig Lust auf weitere Bände aus dieser Reihe bekommen und werde mich auch mal mit Thursday Next befassen, soviel ist sicher.

Wie kommts? Ich hatte eigentlich von der ersten Seite weg sehr viel Spaß mit dem Buch. Jasper Ffordes abgedrehtes Universum sprüht nur so vor skurillen Figuren, phantastischen Ideen und irren Geschichten. Es gibt keine Längen, sondern eine Szenen jagt die nächste und auf die Art und Weise lernt der Leser vornehmlich im ersten Drittel das Personal und seine Eigenheiten kennen.

Damit hätte es auch ruhig bis zum Ende weiter gehen können, aber dann überraschte mich der Autor mit sehr tiefgründigen Dialogen und ein wenig "Drachenphilosophie"; diese ruhigeren, nachdenklichen Abschnitte gefielen mir sehr gut und bildeten einen guten Kontrast zu den vorangegangenen slapstickartigen Kapiteln.

Außerdem überzeugte mich die Szenen, in denen der Autor der Welt einen Spiegel vorhält und in einer zwar überspitzten, aber nicht ganz unrealistischen Art und Weise die Natur des Menschen skizziert. Das fand ich großartig ausgearbeitet, und trotzdem bleibt der Roman bei seiner spritzigen Leichtigkeit.

Das magische Konzept erschien mir logisch und durchdacht; nur leider gab es am Ende ein, zwei Dinge bei der Auflösung, die mich nicht ganz überzeugen konnten. Der Überraschungseffekt ist trotzdem geglückt und ich habe das Buch zufrieden zugeklappt. Naja, fast zufrieden. Eine Sache ist einfach unverzeihlich... aber lest selbst.

Mit dem Sprachstil von Jasper Fforde kam ich gut zurecht; er bedient sich einer einfach gestrickten, lakonischen Jugendsprache, die beim Zielpublikum sicher gut ankommt und sich flott weglesen lest. Seine Wortkreationen machen mir sehr viel Vergnügen, und ich denke, die Übersetzer haben hier einiges geleistet, dass manches Wortspiel nicht untergeht.

Insgesamt gesehen kann ich "Die letzte Drachentöterin" allen Fantasylesern empfehlen, die es gerne ein wenig abgedreht mögen; der Roman hat einen hohen Spaßfaktor, aber auch Tiefgang, gelungene Figuren und eine ordentlich ausgearbeitete Handlung. Gerne mehr davon!

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Der letzte Drache wird sterben

Die 15-jährige Jennifer Strange ist Leiterin von KAZAM, einer schlecht laufenden Vermittlungsagentur für Magier. Die Magie befindet sich schon seit einiger Zeit auf dem absteigenden Ast. Dann erschüttert die Vorhersage, daß der letzte Drache Maltcassion in nächster Zeit sterben soll, das Königreich und die Magierwelt, wird doch in KAZAM eine Verbindung zwischen der schwindenden Magie und dem Rückgang der Drachen vermutet. Und ausgerechnet Jennifer soll die letzte Drachentöterin sein! Das passt Jenny überhaupt nicht, viel lieber würde sie sich mal in Ruhe mit Maltcassion unterhalten.

Mein erstes Buch des Autors entpuppte sich als Feuerwerk eines ironischen und schrägen Humors, der mich einige Male zum Lachen gebracht hat. Selbst, wenn nicht viel geschieht, der besondere Wortwitz des Autors ist allgegenwärtig. Dennoch gibt es auch ernste Töne, wenn der alte Drache Maltcassion den Menschen den Spiegel vorhält. Gelungen fand ich auch die überspitzte Darstellung bestimmter menschlicher Schwächen, wie der Autor unsere Spezies hier aufs Korn nimmt.

Gelungen war das Ende des Buches, das eine völlig überraschende Wendung angenommen hat und einige Fragen, die ich mir zu Beginn zu den Drachen gestellt habe, beantwortet. Allerdings gibt es einen Punkt am Ende, der mir gar nicht gefallen hat, da hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht. Das Buch ist in sich abgeschlossen, auch wenn es zwei weitere Bände gibt.

Die Figuren sind schräg, sympathisch oder auch nicht, und in einigen Fällen sehr überraschend. Jennifer hat mir gut gefallen, da sie sich durch den allgemeinen Hype um den bevorstehenden Tod des letzten Drachen – und der damit verbundenen Vorteile für die Menschen – nicht hat beeinflussen lassen, sondern ihre eigene Meinung bilden will. Dumm allerdings, daß scheinbar schon seit langem beschlossen wurde, daß sie diejenige sein wird, die Maltcassion tötet - oder vielleicht doch nicht so dumm?

Und dann natürlich das Quarktier, das treu zu Jennifer steht, auch wenn die anderen Menschen bei seinem Anblick in Angststarre verfallen. Das Quarktier war neben Jennifer mein heimlicher Held.

Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich freue mich nun auf den zweiten Teil.

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Drachenabenteuer mit Herz und Verstand

Jasper Fforde - "Die letzte Drachentöterin" - ONE
UK. Menschenland/Drachenland
Die 16jährige Jennifer Strange übernimmt die Leitung der Zauber-Agentur Kazam, sie ist Buchhalterin, Organisatorin und Schriftführerin und jongliert nebenbei mit einem Haufen verrückter Zauberer. Jenni vermittelt Magie auf Bestellung, das kann eine komplette Stromverkabelung eines ganzen Hauses sein, aber auch eine Pizzalieferung auf dem fliegenden Teppich. Die Glanzzeit der Zauberer ist lange her, doch plötzlich haben die Magier ungaubliche Wallungen und sind selbst erstaunt über die Kräfte, die sie dabei entwickeln.
20 Meilen entfernt sammelt sich große Magie im Zentrum des Drachenlandes, der letzte Drache bereitet sich auf seinen Tod vor, der letzte Drachentöter ist eine mutige junge Dame, deren Schicksal sich wegen ihrer Besonderheit sich schon vor 400 Jahren entschied. Sie selbst weiß nicht, was an ihr, einem Findling, so außergewöhnlich sein soll, vor 16 Jahren fand man sie vor den Toren der Schwesternschaft. Treu und immer zum Schutz an ihrer Seite ein "Quarktier", zum Teil Labrador zum Teil offene Messerschublade, Quark frisst sein Futter samt Dose und hat zartlila Augen, ein Haustier und Wächter zum Verlieben.
Dieses Buch ist ein "Must Read", der Autor hat mich mehr als überzeugt, ich werde alle Bücher von ihm nachlesen, mit mir hat er einen Fan mehr. :-)
Ein Roman für die schlaue Jugend und alle die Fantasy lieben, spannend, warmherzig, witzig, mit traumhaft schönen Drachenerlebnissen. Ich bin begeistert!

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Erster Teil der Drachentrilogie

Die 15-jährige Jennifer Strange hat nicht nur den verantwortungsvollen Posten der Leitung einer Magieagentur, plötzlich ist sie auch diejenige, die den letzten noch lebenden Drachen töten soll und das laut einer Vorhersage schon am nächsten Wochenende. Aber hat der Drache Maltcassion wirkich gegen der geltenden Vertrag verstossen oder wollen möglicherweise nur Andere von seinem Tod profitieren?

Die Magie in der heutigen Zeit hat sich stark gewandelt. Die 15-jährige Jennifer Strange vermittelt als Leiterin der Magieragentur Kazam Magier für ganz alltägliche Dinge. Das Austauschen einer Hausverkabelung gelingt nun z.B. nur mit Magie ganz ohne Schmutz und lange Arbeitszeiten und Pizzas werden mit ungewöhnlichen Fortbewegungsmitteln geliefert.

Jasper Fforde ist sich mit seinem ersten Jugendbuch treu geblieben und versammelt, wie auch in der "Thursday-Next-Reihe", surrile Gestalten und eigentümliche Wesen mit ganz speziellen Vorlieben, Eigenschaften und Fähigkeiten aneinander. Sein Wortwitz und seine Ideen zur Geschichte sind wahnsinnig unterhaltsam, komisch und durchaus nachvollziehbar. Anfangs fühlt man sich etwas erschlagen von so vielen Informationen, das legt sich aber sehr schnell und man ist mitten in der Geschichte.

Beim Spekulieren um der Hintergründe der Vorhersage zum Schicksal des letzten Drachen legt der Autor gerne falsche Fährten, das Ende des Buches überrascht, ist aber durchaus nachvollziehbar. Nur bei einer Sache hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht.

Von den ganzen Charakteren und Wesen ist mir besonders das Quarktier ans' Herz gewachsen. Es gibt im ganzen Buch nicht viele Worte von sich, ist aber mein eigentlicher Held der Geschichte.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich stehe total auf den Schreibstil von Jasper Fforde und die super Ideen, die er hat, ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

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Ich mag Drachen

Dieses Buch war schon quasi meins, auf Grund des Titels. Das es dann auch noch von Jasper Fforde war, ist einfach das Sahnehäupchen auf der ganzen Sache.
Gewohnt lustig, skuril, am Anfang etwas verwirrend und genial ist auch diese Geschichte zu lesen. Die Person die mir in diesem Buch am besten gefallen hat ist auf alle Fälle das Quarktier, aber ich bin auch schon ein Fan von Jasper Ffords Dodo in der Thrusday Next Reihe.
Die Geschichte hat vielleicht nicht viel Handung und plätschert vor sich hin, aber mit seiner humorvollen Art eine neue Welt zu erschaffen, gelingt es dem Autor keine Langeweile beim Lesen entstehen zu lassen.
Zum Ende des Buches wird noch einmal die ganze Geschichte durcheinander gewirbelt und der Autor präsentiert dem Leser ein Ende mit dem man nicht gerechnet hat.

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Eine wundervoll amüsante, ziemlich abgedrehte Fantasygeschichte

MEINE MEINUNG
„Die letzte Drachentöterin“ ist der gelungene Auftakt des neuen „Drachen“-Vierteilers aus der Feder des britischen Kultautors Jasper Fforde und zugleich sein erstes Jugendbuch. In der wundervoll amüsant geschriebenen und ziemlich abgedrehten Fantasygeschichte voll irrwitziger Ideen und skurriler Figuren geht es um die 15jährige Jennifer Strange, die nach dem Verschwinden ihres Chefs die schlecht laufende Job-Agentur KAZAM leitet, welche Zauber als Arbeitskräfte für Kleinreparaturen und Lieferdienste vermittelt. Als eine Vorhersage bekannt wird, dass der letzte lebende Drache durch Jennys Hand getötet werden soll, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen.
Schon ab der ersten Seite ziehen das exzentrische Setting, die vielen außergewöhnlichen Charaktere und liebenswerten Kreaturen, wie beispielsweise das Quarktier, und die äußerst fantasievolle, vielschichtige Handlung den Leser unweigerlich in ihren Bann. So begleiten wir die sympathische Hauptfigur Jenny auf ihren aufregenden, sehr unterhaltsamen und wendungsreichen Abenteuern durch eine faszinierende Welt des Ununited Kingdoms, die neben Menschen mit magischen und phantastischen Gestalten wie Trollen, Berserkern, Magiern und Drachen bevölkert ist. Sehr geschickt führt der Autor seine Leser allmählich in seine recht komplizierte und vielen liebevollen Details angereicherte Fantasiewelt ein, und lässt ihn die Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten dieser seltsamen Gesellschaft mit ihren zahllosen Spitzfindigkeiten allmählich kennenlernen.
Sehr gelungen ist auch der angenehm zu lesende Schreibstil von Fforde, der mit so vielen humorvollen und äußerst amüsanten Momenten angereichert ist, dass man einfach schmunzeln muss und sich bestens unterhalten fühlt. Vor allem die witzigen, schrägen Dialoge und seine überspitzten, bitterbösen Anspielungen auf die Medien, unfähige Herrscher und die Geldgier der Menschheit sind sehr vergnüglich und genau auf den Punkt gebracht.
Ffordes wundervolle Charaktere, insbesondere seine weibliche Hauptfigur Jennifer mit ihrem knuffigen Monster, dem Quarktier, sind äußerst fantasiereich und liebevoll ausgearbeitet, und sind ein echtes Highlight des Buchs. Die clevere Jennifer wirkt mit ihren 15 Jahren schon sehr reif, verantwortungsbewusst und resolut. Unerschrocken zeigt sie ihren Widersachern die Stirn, kämpft für ihre Überzeugungen und sucht verzweifelt einen Weg, ihrem vorhergesagten Schicksal als letzte Drachentöterin zu entgehen– eine tolle Heldin, mit der sich bestens mitfiebern lässt.
Das Buch endet nach einem packenden Showdown mit einem gelungenen Ausklang der Drachen-Geschichte und kann mit seinem äußerst überraschenden, aber sehr stimmigen und in sich abgeschlossenen Ende überzeugen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und neue spannende Abenteuer mit Jenny und ihren Freunden von KAZAM.
FAZIT
„Die letzte Drachentöterin“ ist ein gelungener, äußerst unterhaltsamer Auftakt des viel versprechenden „Drachen“-Vierteilers von Jasper Fforde für junge Leser – eine wundervoll amüsante, ziemlich abgedrehte Fantasygeschichte voll irrwitziger Ideen und skurriler Figuren!

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Verrückt und Strange von vorne bis hinten!

Klappentext
„Jennifer Strange ist fünfzehn Jahre alt, Findelkind und aktuell die Leiterin von Kazam, einer Agentur, die Zauberer vermittelt. Die Zeiten, als die Zauberer noch vor Magie strotzten, sind längst vorbei. Wer einst ganze Berge versetzte, liefert heute auf seinem fliegenden Teppich Pizza aus. Die Geschäfte von Kazam laufen dementsprechend schlecht, und die Magier müssen um ihre Jobs fürchten. Als wäre das nicht genug, macht auch noch die Vorhersage die Runde, dass der letzte Drache sterben wird – und zwar durch die Hand von niemand Geringerem als Jennifer. Schnell wird ihr klar, dass nicht nur ihr Leben, sondern die Geschicke aller Bürger in den Ununited Kingdoms auf den Kopf gestellt werden …“

Gestaltung
Das Cover sagt mir sehr zu, da es mehrere Bezüge zur Handlung vorweist: zum einen wäre da das orangene Auto, in dem die Protagonistin Jennifer die Zauberer zu ihren Aufträgen fährt und zum anderen sehen wir den Drachenschwanz, der auf den Drachen verweist. Durch das sanfte Hellblau des Hintergrundes werden diese beiden Dinge sogar noch betont und stechen sofort ins Auge.

Meine Meinung
Jennifer Strange ist die Protagonistin von Jasper FFordes neuem Reihenauftakt „Die letzte Drachentöterin“. In diesem Roman ist Jennifers Nachname Programm! Denn wenn „Die letzte Drachentöterin“ eines ist, dann strange! Von der ersten bis zur letzten Seite. Zauberer, die Stromleitungen neu verlegen, Fliegende Teppiche als Lieferdienste oder Magie, die die Kanalisation reinigt. Alles ist dabei.

Der Autor watet hier mit so vielen verrückten Ideen auf, dass man als Leser einfach nur staunen kann und sich fragt, wie ein Mensch auf solche Verrücktheiten kommen kann. Ich fand es jedenfalls total kreativ und irgendwie witzig. Es war amüsant zu lesen, was Jasper FForde sich alles ausgedacht hat und zudem hat er trotz dieser lustige Atmosphäre, die durch die ganzen Seltsamkeiten aufkam, geschafft, auch gewisse Tiefen zu erzeugen. Las man zwischen den Zeilen, so konnte man als Leser durchaus den ein oder anderen Sachverhalt auf tiefgründigere Themen übertragen.

Was ich allerdings als störend empfunden habe war, dass manche Begrifflichkeiten, die der Autor sich eigens für diese Geschichte ausgedacht hatte, einfach so verwendet werden, als müsste der Leser sie kennen (was er aber eigentlich nicht tat). Dann musste der Leser sie sich selber aus dem Kontext erschließen, was zwar teilweise nicht schwer war, aber dennoch den Lesefluss gestört hat. Sich jedes neue seltsame „Zauberwort“ oder jede Beschreibung, die nur für diese Welt eigen ist, herzuleiten und beim ersten Mal, wenn das Wort fällt, zu stocken und sich zu fragen, was genau es bedeutet, trägt nicht gerade dazu bei, dass man die Geschichte in Ruhe lesen kann. Zumal die Anzahl solcher kuriosen Worte gerade zu Beginn sehr hoch ist und man sie sich auch alle merken muss.

Und was auch im Zuge des nicht Erklärt-werdens auffällig war: die Welt, in der Jennifers Geschichte spielt, blieb die ganze Zeit über sehr schwammig. Man weiß, dass Jennifer die Managerin der Zaubererorganisation KAZAM ist. Ihr Chef ist verschwunden und darum leitet sie die Agentur und organisiert die Zauberer. Man erfährt wie Jennifer alles organisiert, man lernt die Figuren kennen, man erlebt ihr Abenteuer. Alles spielt in England unter einem gewissen König Sniggs. Aber das war es dann auch schon. Gibt es nur in England Magie? Was ist mit den anderen Ländern? Wie ist alles aufgebaut? Ist das überhaupt unsere Welt oder eine Parallele? Es bleibt alles sehr unklar und verschwommen. Wenn man Glück hat, bekommt man ein paar Andeutungen vorgesetzt, aber das war’s dann auch.

Jennifer war mir dafür sehr sympathisch. Sie ist ein sehr reifer, verantwortungsbewusster Teenager und KAZAM sowie alle Zauberer dort liegen ihr sehr am Herzen. Sie ist zudem sehr taff und lässt sich die Wurst nicht vom Brot nehmen. Das Quarktier, das von einem großen Zauberer erschaffen wurde, war mir allerdings die liebste Figur. Ein hässliches, gefährliches Äußeres mit einem weichen, liebenswerten Kern. Jennifers Lehrling Tiger ist ein frecher kleiner Junge, von dem ich zu Beginn der Handlung nicht recht wusste, wo ich ihn einordnen sollte, aber im Handlungsverlauf wurde er mir durchaus sympathisch.

Fazit
Ein neuer Reihenauftakt, der für kurzweilige Unterhaltung gesorgt hat. Die verrückten Ideen und die Magie sowie Zauberer haben mich oftmals an meine Kindheit mit Harry Potter erinnert, sodass mir ganz warm ums Herz wurde. Allerdings blieb vieles schwammig und unklar. Vor allem der Weltentwurf hätte meiner Meinung nach genauer beleuchtet werden können. Auch die vielen Begriffe, die nur innerhalb des „Die letzte Drachentöterin“-Universums auftauchen, wurden nicht erklärt, sodass der Leser sie sich aus dem Kontext erschließen musste. Dies störte manchmal den Lesefluss.
Sehr gute 3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die letzte Drachentöterin
2. The Song of the Quarkbeast (bereits auf engl. Erschienen)
3. The Eye of Zoltar (bereits auf engl. Erschienen)
4. ??? (engl. 2015)

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