Jonathan Stroud: Die Seufzende Wendeltreppe

Jonathan Stroud: Die Seufzende Wendeltreppe

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Jonathan Stroud: Die Seufzende Wendeltreppe
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Lockwood & Co. - The Screaming Staircase
ET (Original)
2013
ISBN-13
9783570156179

Informationen zum Buch

Seiten
432

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Zu den ersten Fällen, an denen ich bei Lockwood & Co. mitgearbeitet habe, möchte ich hier nicht viel sagen.

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Handlungsort

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Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von LOCKWOOD & CO. sind allem gewachsen

LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …

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Geisterjagd in London

Bei dem jüngsten Einsatz der Geisterjägeragentur Lockwood & Co. geht einiges zu Bruch, in der Folge wird die Agentur auf Schadensersatz verklagt. Dummerweise ist Anthony Lockwood nicht in der Lage, die geforderte Summe zu bezahlen, daher kommt der Auftrag des Großindustriellen Fairfax gerade recht: Fairfax verspricht ihnen die Begleichung der Schadensersatzsumme, wenn Lockwood mit seinen Mitarbeitern Lucy Carlyle und George Cubbins alleine eine Nacht in seinem Herrenhaus Combe Cary Hall verbringen. Der Haken: bisher hat kein Geisterjäger jemals eine solche Nacht überlebt – das Haus soll eine ganze Armee bösartiger Geister beherbergen.
Als ob die drei Geisterjäger noch nicht genügend Arbeit und Sorgen hätten, schlittern sie noch nebenbei in einen alten unaufgeklärten Mordfall.

Was für ein herrliches Buch – und das nicht nur für Jugendliche! Es ist eine spannende Geistergeschichte, die mit reichlich (schwarzem) Humor gespickt ist, sie ist ironisch und seine Geister lassen dem Leser mehr als einmal die Haare zu Berge stehen. Anfangs wurde ich beinahe erschlagen von den ganzen Fachbegriffen aus dem Bereich der Geisterjagd und war daher gar nicht böse um das ausführliche Glossar am Ende des Buches.

Die Geschichte spielt in London, seit einigen Jahrzehnten tritt „das Problem“ vermehrt auf: Geister von zu Tode gekommenen Menschen, oftmals nicht ganz freiwillig, mit unterschiedlichem Gefährlichkeitsgrad, suchen nachts mehr oder weniger die Menschheit heim. Kinder und Jugendliche sind besonders sensitiv, was die Wahrnehmung der Geister angeht, im Erwachsenenalter verliert sich diese Begabung meist vollständig. Daher sind es Kinder und Jugendliche, die als Nachtwachen oder Geisterjäger tätig sind. Die Geisterjäger verfügen über unterschiedlich ausgeprägte Begabungen, die Geister wahrzunehmen.

Die Geisterjäger werden von mehr oder weniger großen Agenturen beschäftigt, in der Regel mit einem erwachsenen Berater. Die Agentur von Anthony Lockwood besteht dagegen nur aus drei jugendlichen Mitarbeitern und sie verzichten mit Absicht auf einen Erwachsenen, um unabhängig arbeiten zu können.

Anthony Lockwood erinnert mich an einen typisch englischen Gentleman: der Geschäftsführer der kleinen Agentur ist höflich, eloquent und redegewandt. Mit seinem unerschütterlichen Optimismus schafft er es, seine beiden Mitarbeiter zu motivieren, aber leider ist er ab und an auch etwas blauäugig. Aber er verfügt auch über einen messerscharfen Verstand und ist meiner Meinung zu Recht der Kopf der Agentur. Geister nimmt er als Schauender wahr, also optisch.

Sein Partner George Cubbins ist das genaue Gegenteil von Lockwood: dicklich, schmuddelig und meist undiplomatisch. Im Gegensatz zu Anthony ist er der Meinung, daß Einsätze nur mit einer guten Vorbereitung zufriedenstellend und gefahrlos erledigt werden können. Seine übersinnliche Begabung ist nicht sehr gut ausgeprägt, dafür ist er ein Ass, wenn es um Recherchen für ihre Arbeit geht, nicht das kleinste Detail bleibt ihm verborgen.

Lucy Carlyle macht als Neuzugang das Trio komplett: sie ist eine Hörende, kann also Stimmen der Toten wahrnehmen, ebenso den Nachhall vergangener Ereignisse. Sie hat einen sehr guten Instinkt, ist sich aber unsicher, ob sie ihm wirklich immer vertrauen kann. Im Gegensatz zu anderen Geisterjäger verspürt sie den Wunsch, sich mit dem Schicksal der Toten zu beschäftigen und sie nicht nur zu bannen.

Die Drei ergänzen sich perfekt, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind, und genau das läßt den Leser hoffen, daß sie das schaurige Geheimnis der seufzenden Treppe und des Roten Zimmers in Combe Cary Hall überleben.

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Ein echter Page Turner mit gelungener Handlung und feinem Humor

Die 16jährige Lucy reagiert sehr sensibel auf Geister, kann deren Gefühle wahrnehmen und teilweise sie sogar hören. In dem fiktiven London, in dem das Buch angesiedelt ist, sind das sehr praktische Fähigkeiten, da die Bewohner Englands seit Jahren schon von einer wahren Geisterplage heimgesucht werden. Das perfide daran ist, dass nur Kinder und Jugendliche Geister wahrnehmen können, aber die Erwachsenen meist viel stärker unter ihnen leiden. Daher haben sich Agenturen gegründet, die auf das endgültige vertreiben von Geistern spezialisiert sind. Auch die Agentur von dem jungen Anthony Lockwood gehört da dazu, auch wenn sie mit gerade drei Mitgliedern zu den kleinsten ihrer Gattung gehört. Als Lockwood und sein Team bestehend aus Lucy und George einen Fall so richtig vermasseln, bekommen sie als letzte Chance einen hochgefährlichen Auftrag, der sie in das verrufenste Haus von England führt.

Das Buch wird aus der Sicht von Lucy in der Ich-Perspektive erzählt. Trotz dieser eingeschränkten Sicht, habe ich ein gutes Bild von allen vorkommenden Figuren bekommen und auch Anthony Lockwood und George wurden detailliert geschildert und vorgestellt. Lucy ist dabei ein sehr patentes und sympathisches Mädchen, das ich sofort ins Herz geschlossen habe und die ich gerne und teilweise atemlos bei ihren Abenteuern begleitet habe. Auch Anthony und sogar der am Anfang nicht so eindrucksvolle George haben bei mir Sympathipunkte gesammelt und ich habe sehr gerne das Abenteuer der drei Freunde gelesen.

Einmal mit der Geschichte angefangen, konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen und gerade ab dem letzten dreiviertel wird es so spannend, dass ich mich oft zwingen musste, das Buch auch mal wieder zuzuklappen. Sehr positiv wirkt sich dabei auch der feine Humor aus, den der Autor immer wieder aufblitzen lässt und der mich oft sehr erheitert hat.

Sehr gut gefällt mir auch der gelungene Schluss, der diesen ersten Teil rund abschließt und trotzdem die Neugierde für den nächsten Teil schon mal schürt. Ohne dass dabei ein ärgerlicher Cliffhanger eingebaut wurde.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe und bei dem das Lesen so richtig Spaß macht.

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Spannend, humorvoll und auch ein bisschen gruselig

England wird von einer Geisterplage heimgesucht. Nachts traut sich praktisch niemand mehr auf die Straße, denn die Geister sind höchst aggressiv und die Begegnungen mit ihnen enden nicht selten tödlich. Leider sind nur manche Kinder und Jugendliche in der Lage, die Geister wahrzunehmen. Sie werden von Agenturen angestellt, um den Geistern den Garaus zu machen.

Londons wohl kleinste Agentur besteht aus nur 3 Jugendlichen: Anthony Lockwood, der Chef, ist ein cleveres Kerlchen, hält aber leider viel zu oft seine Erkenntnisse zurück. George macht am liebsten alles hundertprozentig, vor allem recherchieren. Und Lucy tut sich gerne durch eigenmächtige Spontanität hervor. So unterschiedlich die drei wirken, ergänzen sie sich doch perfekt.

Nach einem misslungenen Auftrag stecken die drei in der Klemme. Um die Agentur finanziell wieder zu sanieren, sind sie gezwungen, einen äußert lukrativen Auftrag in Englands am stärksten heimgesuchten Herrenhaus anzunehmen. Hier wimmelt es nur so von Geistern und zwar solchen der fiesesten Sorte. Schnell wird klar, dass es bei diesem Auftrag um Tod oder Leben geht.

Ich kannte vorher noch kein Buch von Jonathan Stroud, kann also keinen Vergleich zu seinen anderen Büchern ziehen. Doch Lockwood & Co. hat mich ziemlich begeistert. Die Handlung ist zwar relativ geradlinig, aber spannend und recht außergewöhnlich. Der Schreibstil hat mich richtig mitgerissen. Bildhafte Beschreibungen wechseln sich mit wirklich witzigen Dialogen bzw. Wortgefechten ab. Man kann sich so alles gut vorstellen und muss eigentlich die ganze Zeit beim Lesen schmunzeln. Das Buch macht einfach gute Laune, und von Zeit zu Zeit kann man sich auch ein bisschen gruseln. Da es ein Buch für Kinder und Jugendliche ist, ist der Gruselfaktor natürlich nicht so hoch.

Die Handlung ist mehr oder weniger abgeschlossen. Man kann das Buch durchaus für sich allein lesen. Doch sind noch einige Fragen zu den Protagonisten offen, die sicher in den Folgebänden beantwortet werden.

Fazit:
Ein toller Auftakt dieser Reihe! Für Kinder ab ca. 12 Jahren die perfekte Lektüre!

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Fantastisch

Lucy, George und Anthony sind Geisterjäger in London. Kinder und Jugendliche können Geistererscheinungen viel besser wahrnehmen als Erwachsene. Lucy hat zudem die Fähigkeit, die Geister zu hören, während George und Anthony sie eher sehen können. George ist hauptsächlich für die Recherche zuständig, und so ergänzen sich die drei prima zu einem erfolgreichen Team. Bei ihrem neuesten Auftrag allerdings geht einiges schief.

Mein Leseeindruck:

"Die seufzende Wendeltreppe" ist ein toller Auftakt zu einer neuen Buchreihe. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, sie ist spannend, unheimlich und dennoch auch humorvoll. Die Dialoge der drei Hauptprotagonisten haben mir fast am besten gefallen, da besonders Lucy und George sich immer wieder foppen.
Besonders George ist ein toller Charakter, wie ich finde. Zu Beginn der Geschichte konnte ich noch nicht viel mit ihm anfangen; vielleicht war er mir sogar ein bisschen unsympathisch. Doch das hat sich im Laufe der Geschichte geändert!
Ich mag den Schreibstil des Autors. Bei diesem Buch ist mir die Lesezeit sehr kurz vorgekommen; die Seiten flogen nur so vorüber.
Das Ende der Geschichte ist rund und gut gelöst. Außerdem macht es neugierig auf die Fortsetzung, auf die ich mich jetzt schon sehr freue!

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Spaß und Grusel

London wird von einer unerklärlichen Geisterplage heimgesucht, der die Behörde für die Entdeckung und Bekämpfung übersinnlicher Phänomene, kurz BEBÜP genannt, einfach nicht Herr wird. Nächtliche Ausgangssperre und technische Hilfsmittel sollen die Gefahr eindämmen, doch es kommt immer wieder zu schrecklichen Todesfällen. Erschwerend kommt hinzu, dass nur Kinder und Jugendliche diese Geister sehen können. Darum gibt es zahlreichen Agenturen, die Kinder und Teenager in ihre Dienste nehmen, um die unerwünschten Besucher unschädlich zu machen.

Lucy Carlyle ist eine von ihnen und nach einem schiefgelaufenen Einsatz arbeitslos. Auf ihrer Jobsuche landet sie schließlich bei der Mini-Agentur Lockwood & Co., die bisher nur aus ihrem Namensgeber Anthony Lockwood und seinem Kollegen George besteht, und gerät gemeinsam mit den beiden Jungs eines Tages an ihren bisher gruseligsten und furchteinflößendsten Fall ...

Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr verraten, um die Spannung nicht zu verderben. Nur soviel: die "seufzende Wendeltreppe" ist im Original ein "screaming staircase", was den Kern der Sache viel besser trifft. Aber das nur am Rande.

Lucy, George und Lockwood sind ein tolles Trio, dem Jonathan Stroud hoffentlich noch einige weitere Fälle gönnen wird. Die Idee einer klitzekleinen, ohne Erwachsene geführten Geisterjägeragentur hat mich sehr angesprochen, und es macht einen Heidenspaß, diese drei ganz unterschiedlichen Charaktere bei ihrer ungewöhnlichen täglichen Arbeit zu beobachten. Natürlich liegt gerade in ihrer Verschiedenheit auch reichlich Konfliktpotential, und es gibt einige herrlich zu lesende Wortgefechte zwischen dem abenteuerlustigen und manchmal etwas unvorsichtigen Lockwood, dem nerdigen Bedenkenträger George und Lucy, die meist irgendwo zwischen den beiden steht und gelegentlich zu Alleingängen neigt.

Der Plot ist relativ geradlinig, aber immer wieder für eine Überraschung gut, und womit Stroud einfach immer wieder punkten kann, ist seine witzige Art zu schreiben. Ich mag seinen manchmal bissigen Humor unglaublich gerne (wobei sein Bartimäus diesbezüglich natürlich immer noch unübertroffen ist), aber auch, wie er Atmosphäre schafft und mir vor allem in einer Szene ganz schöne Gruselschauer über den Rücken gejagt hat.

Positiv auch, dass der Fall in sich abgeschlossen ist, aber auch noch einige Fragen zum persönlichen Hintergrund der Figuren (besonders Lockwoods) offen bleiben und große Lust auf eine Fortsetzung machen.

Ein gelungener Serienauftakt!

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Jonathan Stroud in Best-Laune! Selten habe ich mich so gerne gegruselt!

Jonathan Stroud - "Lockwood&Co - Die seufzende Wendeltreppe"
London, England
"In den Straßen geht des Nachts das Grauen um, unerklärliche Todesfälle ereignen sich."
In England wüten die Geister, sie wabern, seufzen, jaulen, wandeln, heulen und wollen der Menschheit eine Zeit der Rache ankünden, sie alle sind eines gewaltsamen Todes gestorben und jeder, der ihnen nach der Dämmerung über den Weg läuft, büßt eines anderen Sünde, sieht die Sonne nie wieder, ein entsetzlicher Spuk tobt auf Englands Strassen, macht Häuser unbewohnbar, die Menschen haben Angst vor ihren eigenen vier Wänden, oder sie haben keine Wände mehr, weil sie sich an eine Anti-Geister-Agentur gewendet haben, namens Lockwood und Co, ein Brand ist da keine Seltenheit..Rauch und Leuchtbomben sind die Standardausrüstung.
Erwachsene können als Berater fungieren, aber haben nicht das geringste Talent einen Geist aufzuspüren und ihn zu erledigen, die Agentur Lockwood und Co bietet an,die Geister zu lokalisieren und zu tilgen. Die Konkurrenz ist groß, aber die kleine Agentur, ist ihnen ein Dorn im Auge..
In der jungen Agentur Lockwood, wird eine Stelle frei, der ehemalige Mitarbeiter ist ein Opfer seines Auftrags geworden, Lucy bezieht sein altes Zimmer, wird aber von George,
dem schnoddrigen Kompagnon von Anthony Lockwood, kritisch beäugt, er ist nicht von ihren Durchhaltevermögen überzeugt, ein Mädchen - niemals, aber Lucy hat eine ereignisreiche und traurige Vergangenheit als "Ghosthunter" hinter sich, Anthony vertraut ihren Fähigkeiten.
Lockwood und Co, das sind Anthony, Lucy und George, ein seltsames hochexplosives Gespann, drei Schwerter im Kampf, gegen die schauerliche Epidemie der Geister.
--
Geheimnisvoll, rasant, witzig, spannungsgeladene Energie, mit einer dämonischen Portion an Ektoplasma, düsterleichtes Abenteuer, "Old School"!! Jonathan Stroud in Best-Laune!
Selten habe ich mich so gerne gegruselt! CHAPEAU!
Ich zähle die Tage bis zur Fortsetzung:
"Lockwood&Co - Der wispernde Schädel"

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Die seufzende Wendeltreppe

Inhalt
Das Grauen geht nachts um auf Londons Straßen und in anderen englischen Landstrichen - in Gestalt von bösartigen Geisterwesen, die auch Besucher genannt werden. Die Wissenschaft widmet sich schon den Phänomenen dieser Geisterplage und der Abwehr der Geister durch Metalle, Bannkreise, Feuer etc. , denn das Land scheint von einer regelrechten Geister-Epidemie heimgesucht zu werden.
So wurden überall in Großbritannien spezielle Agenturen gegründet, die auf Geisteraustreibung spezialisiert sind. Hierzu gehört auch die kleine Agentur von "Lockwood & Co.", bei der die junge Lucy angefangen hat. Als ihr Einsatz bei einem schwierigen Auftrag zur Geisterbannung völlig außer Kontrolle gerät, und sich die Agentur mit Schadensersatzforderungen konfrontiert sieht, muss sich das Team um den charismatischen Anthony Lockwood schnellstens etwas einfallen lassen.

Meine Meinung
"Die Seufzende Wendeltreppe" ist der Auftakt der neuen Reihe "Lockwood & Co." für junge Jugendliche von Jonathan Stroud. In der wundervoll geschriebenen Fantasygeschichte geht es um einen äußerst anspruchsvollen Auftrag in einem alten Herrenhaus, einen ungelösten Mordfall und natürlich um Geisterjagd und allerlei übernatürliche Erscheinungen.
Die sehr fesselnde und mysteriöse Handlung zieht den Leser schon ab der ersten Seite in seinen Bann. Auch die herrlich dichte, leicht gruselig-schaurige Atmosphäre an den unterschiedlichen Schauplätzen in London übt eine besondere Faszination aus und begleitet uns durch das einzigartige, sehr unterhaltsame Abenteuer, das unsere drei Protagonisten erleben. Trotz der vielen witzigen Momente geht es ganz schön spannend und manchmal auch recht gruselig zu.
Sehr witzig und in einem netten Plauderton wird die Geschichte aus der Perspektive der äußerst sympathischen Lucy erzählt. Sehr geschickt werden wir in die Geschehnisse eingeführt, und so werden uns auch die zum Verständnis notwendigen Hintergrundinformationen über Geister und ihre Bannung vermittelt - eine echte Wissenschaft für sich! Daher findet sich am Ende des Buchs auch ein Glossar, in dem die wichtigsten „Fach-Begriffe“ für uns Laien erläutert werden.
Erstaunlich raffiniert und komplex ist der zugrundeliegende Fall aufgebaut und mit so vielen originellen, fantasievollen Elementen angereichert, dass es ausgesprochen viel Spaß macht, mitzurätseln. Obwohl einige Dinge vorhersehbar waren, ist es mir dennoch bis zum Ende hin nicht gelungen, die genial durchdachten Zusammenhänge völlig zu durchschauen und auf die Auflösung zu kommen.
Herausragend ist der brillante Schreibstil von Jonathan Stroud, der mit so vielen amüsanten, und humorvollen Momenten angereichert ist, dass man einfach schmunzeln muss und sich köstlich unterhalten fühlt. Vor allem die lustigen, spritzigen Wortduelle und die bisweilen ironisch bis bitterbösen Schlagabtausche der drei Protagonisten sind unglaublich amüsant und unterhaltsam, und machen die Charaktere umso liebenswerter.
Das absolute Highlight dieses Buchs sind für mich aber die drei jugendlichen Helden Lucy, Anthony und George. Die wundervollen Charaktere der sympathischen Geisterjäger sind äußerst vielschichtig und liebevoll ausgearbeitet und könnten gar nicht unterschiedlicher sein:
Lockwood, der mutige, kompetente und nette Agenturinhaber, der gerne mal den Chef raushängen lässt, den absolut souveränen, formvollendeten Gentleman abgibt und oft allzu risikobereit ist.
Lucy, die hochbegabte, unerschrockene Neue im Lockwood-Team, die sich nichts gefallen lässt, aber wegen ihrer schwierigen Kindheit manchmal sehr verletzlich wirkt.
Der übergewichtige George, der etwas schlampig, mürrisch und träge ist, aber der eigentliche Denker im Team ist. Eine Figur, an dem sich beiden anderen herrlich aufreiben können.
Alles in allem hat sich trotz der brisanten Mischung der Charaktere ein tolles Team zusammengefunden, das sich mit ihren unterschiedlichen Begabungen bei der Geisterjagd hervorragend ergänzt. So bereitet es ungeheurer viel Freude dieses Team bei ihren aufregenden Geister-Einsätzen zu begleiten.
Das Ende des Buchs ist ein gelungener Ausklang der Geschichte mit einer abschließenden, stimmigen Auflösung des Falls. Zugleich erhalten wir schon einen aufregenden Ausblick auf den nächsten Band, in dem hoffentlich auch einige Geheimnisse um den charismatischen Lockwood gelüftet werden.
Fazit
“Die seufzende Wendeltreppe” ist ein gelungener, äußerst unterhaltsamer Einstieg in eine wundervolle, sehr vielversprechende Jugendbuch-Reihe, mit einem sehr sympathischen Geisterjäger-Team, das man einfach in sein Herz schließen muss.
Ich freue mich schon auf den 2. Band und auf neue, packende Abenteuer mit Lucy, Anthony und George von Lockwood & Co.

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Spannend für alle Altersgruppen

OA: 2013
OT: The screaming Staircase
432 Seiten
ISBN: 978-3570156179

Inhalt:
LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …

Eigene Meinung:
Dieses Buch bietet nicht nur spannende, sondern auch humorvolle Unterhaltung. Die Story um die Geisterjäger und ihre Klientel ist durchzogen von unheimlichen Momenten, witzigen Dialogen und einem nicht vorhersehbaren Ende. Die Protagonisten sind sympathisch, die Geister weniger, die Kunden sehr kritisch und die Schauplätze perfekt für Gespenster. Das schreit geradezu nach Verwicklungen und Gefahren. Die Altersempfehlung ab 12 Jahre ist gut und ich glaube, dass auch sehr viele Jugendliche mit diesem Buch ihren Spaß haben werden, ohne davon Alpträume zu bekommen.

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Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Die Seufzende Wendeltreppe

Inhalt:

Lucy ist das neueste Mitglied in der Agentur Lockwood & Co., die es sich zur Aufgabe gemacht haben, London von Geistern jeglicher Art zu säubern. Denn schon seit Jahrzehnten steigen Untote wieder aus ihren Gräbern und suchen Geister unsere Welt heim.

Als Lucy und Lockwood zu einer Austreibung gerufen werden, treffen sie auf den Geist eines Mädchens. Der Geist ist stärker als gedacht und die jungen Agenten fakeln gleich das ganze Haus ab. Um sich vor dem drohenden Ruin zu retten, nehmen Lockwood & Co. den grössten Auftrag ihrer Karriere an: Lucy, Lockwood und George soll das gefährlichste Haus Englands von Geistern und Erscheinungen säubern...

Meine Meinung:

Seit Bartimäus bin ich ein grosser Fan von Jonathan Stroud und kam natürlich nicht umhin, auch seine neue Reihe auszuprobieren. Dieses Mal geht es nicht um Zauberer, sondern um Untote und Geister. Es verspricht, spannend zu werden!

Lucy erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive, sodass man als Leser gleich voll in der Geschichte ist. Das Buch beginnt gleich mit dem verpatzen Auftrag und man kann sich schon auf den ersten Seiten richtig schön gruseln. Stroud baut die Spannung gekonnt auf und wie auch schon in der Reihe um Bartimäus lassen die Wortgefechte nicht lange auf sich warten. Bei Lockwood sind sie zwar nicht so defitig, wie bei Bartimäus, aber dennoch herrlich zu lesen.

Wir erhalten ebenfalls einen Einblick in Lucys Vergangenheit, die wirklich nicht schön ist. Gleichzeitig werden viele Fragen bezüglich Lockwood aufgeworfen, die noch nicht beantwortet werden. Dafür sind wohl die Folgebände gedacht.

Nach dem Ausflug in die Vergangenheit kommt der grosse Clou und dort geht es erst richtig zur Sache. Ich habe das Buch im Sonnenschein gelesen und bekam trotzdem eine Gänsehaut. Zum Teil ist das Buch etwas blutig, sodass die Leser nicht allzu jung sein sollten. Mich jedenfalls schauderte es während des Lesens oft ziemlich stark.

Ein paar kleine Hänger hat das Buch zwar, aber das kann auch daran liegen, dass bereits der Start sehr rasant ist und es schon auf den ersten Seiten wirklich zur Sache geht. Meine Lieblingsfigur ist George, weil er am meisten verstecktes Potential aufweist. Lockwood war für mich eine junge Version von Doctor Who und Lucy... Mit ihr tat mich ein wenig schwer, auch wenn ich sie am Schluss richtig toll fand.

Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt, denn der erste Band macht schon einmal Laune auf mehr!

Fazit:

Ein tolles Buch für Leser ab 12 Jahren. Bei jüngeren Kindern, die zu Albträumen neigen, würde ich jedoch etwas vorsichtiger sein. Ansonsten wirklich ein toller Tipp, vor allem auch für Kinder, die weniger lesen. Hier geht nämlich gleich mal die Post ab und Stroud beweist, dass lesen alles andere als langweilig ist!

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Lockwood & Co

Inhalt:

Anthony Lockwood, Georg und Lucy gehören zu der Agentur Lockwood & Co, die auf Geistervertreibung spezialisiert ist. In London ist die Gefahr von Geistern so groß, dass nachts auf den Straßen nur die Leute von den entsprechenenden Agenturen anzutreffen sind. Da der letzte Auftrag misslungen ist, sind die drei auf einen dubiosen Auftrag angewiesen, der ihnen das entsprechende Geld einbringen würde, um die Schadenersatzforderung zahlen zu können. Als sie an ihrem Auftragsort ankommen, stellen sie fest, dass es sogar noch schlimmer ist, als sie zuvor angenommen haben.

Erster Satz:

Zu den ersten Fällen, an denen ich bei Lockwood & Co. mitgearbeitet habe, möchte ich hier nicht viel sagen.

Meine Meinung:

Der erste Band um die Agentur Lockwood & Co ist ein äußerst gelungener Start in die neue Reihe von Jonathan Stroud. Der Autor schafft es den Leser in eine andere Welt zu entführen, in der man Bekanntschaft mit vielen verschiedenen Geistern macht. Dies gelingt ihm so gut, dass man sich vor seinem innerem Auge gut vorstellen kann, wie sich alles abspielt und wie die Gegebenheiten sind.

Die Protagonisten werden im Verlaufe des Buches immer besser charakterisiert, sodass ich nach dem Lesen des Buches das Gefühl hatte, sie gut zu kennen. Dabei zeigt Stroud, dass hinter allen eine Geschichte steckt, die sie auf die eine oder auch andere Art in diesem jetzigen Zeitpunkt beeinflusst.
Als besonders gelungen empfand ich die eingestreuten Rückblenden. Sie haben besonders geholfen bestimmte Situationen oder auch Personen einzuschätzen. Sie waren so gut in der Geschichte eingebunden, dass sie auf mich nicht störend gewirkt haben, sondern es eine logische Konsequenz war, diese an den Stellen einzufügen.

Die Geschichte des Buches ist durch keine klassische Spannungskurve gekennzeichnet, sondern man erlebt hier mehrere Spannungsanstiege. Hierdurch hat das Lesen eine ganz eigene Dynamik bekommen und es war teilweise schwer, das Buch zur Seite zu legen. Da die Zielgruppe Jugendliche sind, ist das Buch leicht und flüssig zu lesen, jedoch büßt die Geschichte dadurch nicht an Spannung ein. Besonders glücklich war ich, dass obwohl das Buch das Erste einer Serie ist, die Geschichte in sich abgeschlossen ist, jedoch bleiben bei einigen der Hauptpersonen noch Fragen offen, die sicherlich in den Folgebänden geklärt werden.

Alles in allem ist dies ein gelungener Serienauftakt!

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