Ursula Poznanski: Die Verratenen

Hot
 
4.2 (5)
 
4.8 (6)
8607   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Ursula Poznanski: Die Verratenen
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783785575468

Informationen zum Buch

Seiten
460

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei Thalia kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt. Die Verratenen ist der erste Band einer Trilogie. Mehr Infos rund ums Buch unter: www.Ursula-Poznanski.de

Autoren-Bewertungen

5 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.2
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (5)
Charaktere 
 
4.2  (5)
Sprache & Stil 
 
4.4  (5)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Eine Welt und ihre Werte im Umbruch!

Ria ist eine Elitestudentin des Sphärenbundes. Ihre Zukunft scheint gut organisiert, denn als Nummer 7 der Rangliste erwartet sie nach dem Abschluss eine gehobene Anstellung. Das Leben unter den künstlichen Kuppeln verläuft geordnet nach strengen Regeln. Die Fähigkeiten der Studenten werden trainiert und gefördert, die Körperfunktionen ständig überwacht und das Essen nach persönlichem Bedarf im Automaten gemixt. Niemanden stört es, die Bewohner kennen diesen Alltag nicht anders. Außerdem sind sie stolz auf ihren künstlichen Lebensraum, denn außerhalb der Sphären gestaltet sich das Überleben nach Einbruch einer schrecklichen Kältewelle sehr viel schwieriger. Als Ria eines Tages ein geheimes Gespräch belauscht, in dem sie selbst und einige ihrer Mitstudenten als Verräter bezeichnet werden, lernen sie die Wildnis schneller kennen, als ihnen lieb ist.

"Wenn ich nicht schlafen kann, sitze ich oft am Fenster [...] und suche am nächtlichen Himmel nach dem Mond. Perfekte Schönheit, nicht von Menschenhand gemacht, anders als alles, was mich sonst umgibt."

Ein spannendes Anfangskapitel macht den Einstieg in diese Jugenddystopie sehr leicht. Direkt bekam ich Einblicke in die Welt der Sphären und die ersten Fragen tauchten auf. Natürlich stieg damit auch meine Neugier auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln. Obwohl die Story in den Kuppeln beginnt, reichten kleine Andeutungen auf die Wildnis, um mein wahres Interesse zu erkennen. Wie ist es wohl dort draussen? Stimmen die Berichte, die man sich zuflüstert? Bis ich als Leser Gewissheit bekommen sollte, litt ich mit Ria. Sie hatte plötzlich Kenntnis von Dingen, die die heile Fassade zum Einsturz bringen könnten. Nur wie geht man damit um, wenn man bisher nach Regeln lebte und an diese glaubte?

Die Geschichte entwickelte sich rasant. Dieser gute Mix aus Dystopie, Thriller und vielfältiger Charaktere konnte mich überzeugen. Letztere sind ideal ausgewählt. Wirkten sie in den Sphären noch recht farblos, aber passend aufgrund der künstlichen Atmosphäre, blühten sie später auf - jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Der erste Band einer Trilogie schließt natürlich nicht vollständig ab, doch ein fieser Cliffhanger bleibt zum Glück aus. Ich freue mich schon auf neue Eindrücke und den Fortgang der Geschehnisse im nächsten Teil.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Nach der langen Nacht

Nach Jugendbüchern und einem Krimi entführt uns die Autorin nun in eine düstere Welt der Zukunft. Etwas ist passiert mit der Erde und die Menschen leben nun zum Teil geschützt unter Glaskuppeln, genannt Sphären und der Rest, die sogenannten Prims, kämpft draußen in einer eisigen Umgebung ums Überleben. Ria ist Schülerin an einer Elite-Akademie und wird auf spätere Führungsaufgaben in ihrer Welt vorbereitet. Doch eines Tages belauscht sie ein Gespräch, das ihre Welt auf den Kopf stellt. Es ist die Rede davon, dass sie und noch fünf weitere Studenten Verräter seien und eliminiert werden müssen. Ria ist geschockt, denn sie weiß, dass sie keine Verräterin ist und kann es sich auch bei den anderen, die sie kennt, nicht vorstellen. Doch was soll sie tun und wem kann sie jetzt noch vertrauen?

Den sechs Studenten gelingt die Flucht und statt ihres bisherigen behüteten Lebens unter der Kuppel müssen sie sich nun in der Außenwelt durchschlagen, worauf ihre Ausbildung sie natürlich kaum vorbereitet hat. Gut, dass sie alle unterschiedliche Begabungen haben, die sich teilweise schnell als nützlich erweisen.

Die Charaktere sind interessant, insbesondere Ria als Hauptfigur war für mich immer nachvollziehbar in ihren Handlungen und durchaus sympathisch. Bei den anderen weiß man oft nicht, was man denken soll, aber das ist für die Handlung natürlich so gewollt.

Es handelt sich hier um den Auftakt einer Trilogie, dementsprechend werden anfangs die Figuren und die Welt erst einmal eingeführt. Allerdings bleibt weitgehend offen, was eigentlich geschehen ist, um die jetzige Gesellschaftsform entstehen zu lassen. Auch die Frage nach dem Warum der ganzen Verschwörung gegen die Jugendlichen ist am Ende natürlich unbeantwortet, die Auflösung dieses Geheimnisses bleibt den Folgebänden vorbehalten.

"Die Verratenen" bietet nicht unbedingt etwas völlig Neues auf dem breiten Markt der Jugenddystopien, aber die Umsetzung ist gut gelungen und ich bin auf jeden Fall neugierig, wie die Geschichte weitergehen wird!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Intelligent konstruierter dystopischer Thriller

Irgendwann in der Zukunft, viele Jahre nach der „Langen Nacht“. Die Menschheit ist gespalten, die Privilegierten leben sicher in den Sphären, die Außenbewohner müssen täglich in der Kälte ums nackte Überleben kämpfen. Die Protagonistin Ria ist eine erfolgreiche Studentin einer Elite-Akademie. Sie wird vor allem darin ausgebildet, mit Reden ihr Gegenüber zu überzeugen und notfalls umzustimmen. Sie kann menschliche Gesichtszüge und Gesten lesen wie kein anderer. Als Leser bekommt man die Handlung aus ihrer Sicht präsentiert und ihre scharfsinnigen Analysen gleich dazu. Auf diese Weise erfährt man sehr viele Details über diese dystopische Welt und lernt auch die anderen Charaktere gut kennen. Ria war mir gleich sympathisch, es fiel mir leicht, mich mit ihr zu identifizieren.

Eines Tages belauscht Ria zufällig ein Gespräch zwischen hochgestellten Persönlichkeiten. Es soll Verschwörer unter den Studenten geben, und Ria soll eine der sechs Verdächtigen sein! Es ist beschlossen, diese sechs ohne Prozess und ohne großes Aufheben zu töten. Für Ria bricht eine Welt zusammen, denn sie hat sich noch nie im Leben etwas zuschulden kommen lassen und war dem Regime immer treu ergeben. Aber schon bald muss sie sehen, dass nicht alles so ist, wie man es ihr beigebracht hat. Für sie beginnt ein Kampf ums Überleben, wobei sie keinem Menschen mehr vertrauen kann.

Wie man es von Ursula Poznanski gewohnt ist, geht es auch in diesem Buch gleich spannend los. Der 1. Satz „Ich weiß, dass etwas Furchtbares passiert sein muss, als Tomma den Raum betritt.“ ließ bei mir gleich mal den Adrenalspiegel ansteigen. Und der sank erst wieder, als ich das Buch aus der Hand legte. Es ist durch und durch spannend geschrieben und vermag den Leser zu fesseln. Nach und nach kann man sich ein umfassendes Bild von der dargestellten Welt machen. Sie ist für mich schlüssig aufgebaut. Die Protagonisten handeln in aller Regel logisch und nachvollziehbar und sind mit ihren besonderen Eigenschaften interessant aufgestellt. Als wohltuend empfand ich, dass die Handlung nicht von einer schnulzigen Liebesgeschichte wie in vielen anderen dystopischen Romanen dominiert wird. Das Augenmerk liegt hier mehr auf den Thrillerelementen.

Der erste Band einer Trilogie ist immer etwas schwer zu beurteilen, weil man sich ja noch kein Gesamtbild machen kann. Man sieht noch nicht, ob am Ende alles zusammenpasst und stimmig ist. Da mich dieses Buch mit zu vielen offenen Fragen und damit etwas unbefriedigt zurücklässt, gebe ich vorerst nur 4 von 5 Sternen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
(Aktualisiert: 22 März 2013)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Sehr lesenswert!

Zum Inhalt:

Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Nach der "Langen Nacht" ist die Menschheit geteilt in zwei Lager: die Sphärenbewohner und die Außenweltbewohner.
Die 18-jährige Ria lebt in einer Sphäre. Hier ist alles straff durchorganisiert. Sogar die Mahlzeiten werden vorgeschrieben.
Ria ist eine der besten Studentinnen und liegt in der sogenannten "Reihung" schon sehr weit vorne.
Eines Tages belauscht sie zufällig ein Gespräch, in dem ihr Name fällt. Sie kann es nicht fassen: Sie soll eine Verräterin sein! Und auf Verrat steht der Tod!
Gemeinsam mit fünf anderen Studenten soll Ria eliminiert werden, doch ihnen gelingt die Flucht...

Meine Meinung

Eigentlich lese ich Dystopien ja nicht so gerne, aber hier musste ich einfach eine Ausnahme machen!
Auf dieses Buch von Ursula Poznanski war ich sehr gespannt, und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Der Einstieg in Dystopien fällt mir immer ein wenig schwer, weil so vieles neu und unbekannt ist und ich eine Weile brauche, um mich einzulesen. Aber diesmal ging es erstaunlich schnell, und ich hatte auch keine Probleme, mich in dieser neuen Welt zurechtzufinden.
Es war interessant, Ria zu begleiten. Ich kann nicht sagen, dass sie mir immer sympathisch war, aber ihre Gedanken waren doch nachfühlbar, und somit konnte ich auch ihre Handlungen nachvollziehen.
Sowieso tauchen in diesem Buch viele interessante Figuren auf - sowohl in der Sphärenwelt als auch in der Außenwelt. Ich hoffe, dass viele von ihnen auch in den Folgebänden wieder auftauchen werden!
Besonders gut hat mir als Buchliebhaber natürlich die Bibliothek von Quirin gefallen! Ich habe die Hoffnung, dass sie im zweiten Teil der Trilogie noch eine Rolle spielen wird!
Insgesamt kann ich sagen, dass mir das Lesen dieses Buches sehr viel Spaß gemacht hat und ich mich nun auf den zweiten Teil freue!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Für alle Liebhaber spannungsreicher und gut durchdachter Dystopien

Zitat:
"Verräter müssen sterben, sagt das Gesetz; wer die Existenz der Sphären aufs Spiel setzt, hat sein Leben verwirkt. Der Bund ist uns Vater und Mutter zugleich, aber Abtrünnige dürfen nicht mit Nachsicht rechnen."
(S.60)

Inhalt:
Der große Ausbruch hat die Menschheit geteilt. Einem Teil der Menschen ist es gelungen, in den Sphären ein neues Leben aufzubauen. Sie leben in geordnetetn Verhältnissen und alles ist in ausreichendem Maß vorhanden.
Der andere Teil, die Prims, kämpft tagtäglich in der vorherrschenden Kälte um ihr Leben. Ihnen fehlt es an allem.
Eleria, auch Ria genannt, lebt in einer der Sphären. Sie ist in der Reihung bereits weit nach vorn, auf die Nummer Sieben, gerückt. Ria besucht die Akademie und wird entsprechend ihrer Talente und Bestimmung trainiert.
Zufällig wird sie Zeugin einer geheimen Besprechung. In der Sphäre soll es Verräter geben. Schockiert muss sie mit anhören, wie auch ihr Name dabei genannt wird. Daneben werden noch fünf weitere Namen als Verräter erwähnt. Alle sollen kurzfristig und ohne großes Aufsehen umgebracht werden.
Doch nichts passiert in den darauffolgenden Tagen. Ria sucht nach Hinweisen, entdeckt jedoch nichts Auffälliges.
Bei der nächsten Wochenversammlung wird verkündet, dass sechs Studenten die Ehre haben werden, den Präsidenten in der Sphäre "Zukunft" zu treffen. Doch die verkündeten Namen der Studenten lassen für Ria nur einen Schluss zu. Denn es handelt sich ausschließlich um Namen, die sie bei der geheimen Besprechung gehört hat. Alle Genannten stehen auf einer Todesliste! So will man also versuchen, die vermeintlichen Verräter still und heimlich aus dem Weg zu schaffen! Oder handelt es sich doch nur um einen großen Irrtum?
Während der Fahrt mit der Magnetbahn zur Sphäre des Präsidenten kommt es tatsächlich zu einem Zwischenfall. Den sechs Jugendlichen gelingt die Flucht. Ab nun entwickelt sich ihr Leben zu einem wahren Albtraum. Aus Verrätern werden Verratene...

Meinung:
Als ich gehört habe, dass Ursula Poznanski eine Dystopie geschrieben hat, war mir von vornherein klar, dass ich diese unbedingt lesen muss. Immerhin gehört Frau Poznanski zu meinen Lieblingsautoren.
Von "Die Verratenen" wurde ich auch definitiv nicht enttäuscht. Die Idee und die Umsetzung sind sehr gut gelungen. Die Sphärenwelt und ihre Bewohner an sich wurden nicht tiefergehend beschrieben; mit ihrem brillianten Schreibstil und dem perfekten Zusammenspiel der Protagonisten konnte ich darüber jedoch größtenteils hinwegsehen.

Die Protagonisten weisen sich vor allen Dingen durch die von der Sphärengesellschaft vorgesehenen Charaktereigenschaften aus. Und diese verraten uns letztendlich nur die Stärken der handelnden Personen, lassen uns über das Gefühlsleben jedoch oftmals im Unklaren. Mit fortlaufender Geschichte erfahren wir aber dann doch noch die eine oder andere Kleinigkeit.
Der Plot selbst ist, wie ich es aus den anderen Büchern der Autorin auch so kenne, stimmig, spannend aufgebaut und man wird von Highlight zu Highlight geführt. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass Frau Poznanski die dystopischen Elemente der Geschichte klasse mit den Stärken eines Thrillers verbunden und damit diesem Genre ein neue Richtung verliehen hat.

Ria ist mir von Beginn an sympathisch gewesen. Ihre Stärke ist das gesprochene Wort. Durch geschicktes Training ihres Talents gelingt es ihr immer besser, Menschen in ihren Entscheidungen zu beeinflussen. Sie nutzt ihre Stärken später immer wieder dazu, der Gruppe zu helfen und den Zusammenhang zu stärken. Bis sie anfängt, an der Loyalität Einzelner zu zweifeln...
Aureljo, Mitstudent und Rias Freund, ist der geborene und auch dafür vorgesehene Anführer und Beschützer. Nichts kann ihn in seinem Glauben und seiner Treue der Gesellschaft gegenüber erschüttern. Wirklich nichts?
Die Prims sind in ihrem Denken und Handeln immer wieder undurchschaubar, aber wirklich sehr interessante Charaktere in der Geschichte. Nie kann man vorhersehen, wie sie als nächstes reagieren werden oder welches Ziel sie mit ihren Handlungen verfolgen. Der Gegensatz zwischen Außen- und Sphärenbewohnern könnte gar nicht größer sein.

Alle, die einen bösen Cliffhanger erwarten, müssen hier keine Angst haben. Die Geschichte ist in sich selbst erst einmal gut abgeschlossen. Aber natürlich möchte man definitiv wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht.

Alles in allem hat die Autorin mit diesem ersten Teil ihrer Trilogie einen vielversprechenden Anfang in einem für sie bisher unbekannten Terrain geschaffen. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und war oftmals richtig gefesselt von der Geschichte.

Urteil:
Mit "Die Verratenen" hat Frau Poznanski wirklich einen sehr guten Einstieg in die geplante Trilogie gefunden. Trotz kleiner Kritikpunkte, die mich in meinem Lesefluss kaum gestört haben, kann man das Buch auf jeden Fall als Lesetipp bezeichnen. Für diese gut umgesetzte Idee vergebe ich deshalb an dieser Stelle 4 Ratten. Ich bin sicher, Frau Poznanski wird sich mit den weiteren Teilen der Trilogie nochmals steigern können. Ich werde definitiv die Folgebände lesen!

Das Buch ist nicht nur eine Empfehlung für alle Fans von Frau Poznanski, sondern auch für alle Liebhaber spannungsreicher und gut durchdachter Dystopien mit einem Hauch Thriller, nennen wir es mal dystopischer Thriller.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

6 Bewertungen

 
(5)
 
(1)
3 Sterne
 
(0)
2 Sterne
 
(0)
1 Stern
 
(0)
Gesamtbewertung 
 
4.8
 
4.7  (6)
 
5.0  (6)
Zeige alle Einträge Zeige die hilfreichsten
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Auf welcher Seite stehst du?

Zum Inhalt:
In einer dystopischen Zukunft, in der die Welt von Sphären und Außenbewohnern (auch abfällig Prims genannt) bevölkert wird, lebt auch die Studentin Ria mit ihren Freunden und Kommilitonen einem straff durchorganisierten Alltag, alles ist auf Karrieredenken getrimmt. Aber eines Tages werden Ria und ihre Freunde als Verschwörer beschuldigt und aus einst guten Studenten werden Verratene und sie müssen ein Leben auf der Flucht leben und ausgerechnet unter denen leben, sie in den Sphären als Primitive gelten: unter den Außenbewohnern (den Prims).

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist locker und flüssig und man kommt ganz gut ins Geschehen rein. Ich finde die Figuren sehr nachvollziehbar und ich finde auch die Hervorhebung von deren Eigenschaften gelungen, dass zeigt auch, dass jeder etwas kann und eine besondere Gabe besitzt.

Die Geschichte wurde aus der Sicht Rias erzählt und somit kann der Leser einen tieferen Einblick in die Geschichte gewinnen und man steckt immer direkt in der Geschichte.

Auch der Wandel der einzelnen Personen ist gut gelungen, man merkt, dass es ihnen anfangs schwer fällt, sich an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen und dass es ihnen nicht leicht fällt, die Scherben ihres zerstörten Weltbildes wieder neu zusammenzufügen. Auch die Unterschiedlichkeit der Figuren ist gut gelungen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Der Spannungsbogen ist Ursula Poznanski sehr gut gelungen, durch diesen ersten Band hat sie mich hungrig auf die Folgebände gemacht und auf weitere Bücher von ihr, denn es ist das erste Buch, das ich von ihr lese und ich wurde nicht enttäuscht.

Fazit:
Ein toller Beginn einer Trilogie, in der hoffentlich noch alle offenen Fragen geklärt werden. Dass es diese gibt, stört mich in diesem Falle eher weniger, denn so freue mich umso mehr auf den zweiten Teil.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

packende Auftakt eines Dystopischen Dreiteilers

Die Welt wie wir sie kennen hat sich durch die "lange Nacht" erheblich verändert. Die Menschen haben sich in zwei Gruppen gespaltet, die Sphärenbewohner und die Aussenbewohner.
In den Sphären leben die Menschen ein recht behütetes leben. Die Aussenweltler leben in Clans und müssen um ihr Überleben kämpfen.
Ria ist eine Sphärenbewohnerin und studiert an einer Akademie. Dort ist sie auf Platz 7 und somit eine der besten. Ihr Leben scheint bis jetzt ruhig verlaufen zu sein, doch das ändert sich, als eine ihrer Freundinnen nicht mehr von einem Außeneinsatz zurückkehrt. Nun nehmen die Geschehnisse ihren Lauf. Durch einen Zufall belauscht Ria ein Gespräch in welchem sie erfährt, dass es eine Verschwörung geben soll. Die Verschwörer werden genannt und sie stellt mit entsetzten fest, dass sie und ein paar ihrer Freunde die Verschwörer sein sollen und schnellstmöglich eliminiert werden müssen.

Als erster Teil einer dreiteiligen Dystopie packt "Die Verratenen" den Leser sofort und zieht diesen in das Geschehen hinein. Durch den Schreibstil von Ursula Poznanzki und der spannenden Geschichte fällt es schwer das Buch zur Seite zu legen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Eigentlich bin ich nicht der Fan von Ich-Perspektiven, aber mit Ria als Erzählerin kann ich sehr gut leben. Ich konnte ihre Gefühle, Überlegungen und Handlungen größtenteils nachvollziehen, auch wenn ich, an ihrer Stelle vielleicht anders gehandelt hätte. Auch die anderen Figuren wirken echt und es viel mir leicht eine Verbindung aufzubauen.
Ich finde "Die Verratenen" ein unglaublich spannendes Buch, in dem nichts so ist, wie es im ersten Moment erscheint.
Ich freue mich schon auf Band 2 der Trilogie!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Eine grandiose Dystopie

Die Geschichte:
Ria ist in einer Sphäre aufgewachsen, umgeben von Schnee und Eis, lebt sie geborgen in der Wärme. Sie zählt zu den Besten in ihrer Ausbildung und soll irgendwann eine tragene Rolle in der Regierung haben.
Doch dann belauscht sie ein Gespräch und ohne zu wissen warum, wird sie mit sechs anderen des Verrates beschuldigt und Rias behütetes Leben ist vorbei...

Die Geschichte spielt in einer dystopischen Welt in der es Menschen gibt, die in den sogenannten Sphären leben, umgeben von Glaskuppeln und Wärme, aber auch Menschen, die sich außerhalb durchschlagen müssen.
Für eine Dystopie ist mir der Einstieg erstaunlich leicht gefallen, da es nur wenige unbekannte Begriffe gibt, die aber schnell erklärt werden. Bei vielen Dystopien hatte ich sonst immer erst das Gefühl von Begriffen und Eindrücken erschlagen zu werden, dass das hier nicht der Fall war, hat mir mehr als gut gefallen. Ich konnte mir durch detailreiche und anschauliche Beschreibungen sehr schnell ein Bild von der Welt machen, in der Ria lebt und bin sehr schnell völlig in das Buch versunken.
Dabei kann ich mir solch ein Szenario und auch das System in dem Ria lebt sehr gut vorstellen. Alles ist logisch und völlig überzeugend. Zwar gibt es hier Parallelen zu anderen Dystopien, aber ich denke, dass das anders gar nicht möglich ist.
Der ganze Plot ist ebenfalls sehr gut durchdacht und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Es kommt beim Lesen nie Langeweile auf, da es stets spannend, atemberaubend und absolut fesselnd ist.
Ich konnte mich immer nur sehr schwer von dem Buch lösen.
Zum Schluss bleiben noch viele Fragen ungeklärt, die mich auf eine grandiose Fortsetzung hoffen lassen.

Die Protagonisten:
Ria ist mir von den ersten Seiten an sympathisch gewesen. Zu Beginn glaubt sie noch fest an das System und hat eine interessante Ausbildung genossen. Sie kann Menschen lesen wie Bücher und ist eine sehr erstaunliche Hauptprotagonistin, die schnell dazu lernt und nicht aufgibt.
Aureljo ist Rias Freund. Er ist sehr hilfsbereit und mir etwas zu glatt. Ein paar Makel hätten ihm nicht geschadet. Er wurde als Anführer ausgebildet und ist einer der Verratenen.
Ein paar Nebenprotagonisten bleiben zwar etwas blass beschrieben, aber das macht der Geschichte keinen Abbruch, weil die Hauptptotagonisten sehr gut und authentisch ausgearbeitet sind.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker und leicht, dabei aber spannend und detailreich. Ursula Poznanski vermag es den Leser an das Buch zu fesseln und Emotionen zu übermitteln.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Ria erzählt (Ich-Perspektive), was ich hier als besonders ansprechend empfunden habe, da Ria aus der kleinsten Mimik alles lesen kann. Es war faszinierend, sich stets auf ihre Fähigkeit verlassen zu können, so dass man als Leser durch ihre Beschreibunegn sehr viel aus den Geschehnissen entnehmen konnte.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist jetzt nicht so ganz mein Fall, aber es lässt sich sehr viel darin hinein interpretieren, wenn man das Buch gelesen hat. Somit bietet es Stoff zum Nachdenken und passt auf jeden Fall zu der Handlung.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut und hat mich direkt neugierig gemacht.

Fazit:
Für alle Dystopie-Anhänger ist das Buch ein absolutes Muss und auch Neulinge in dem Genre, sollten einen Blick riskieren. "Die Verratenen" ist eine grandiose Dystopie, mit einer tollen Hauptprotagonistin, einem logischen und gut durchdachten System und einem spannenden Plot.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Dystopischer Thriller

Zum Buch

Die Welt im 22. Jahrhundert. Nach der "langen Nacht" ist die Umgebung von einer Eiszeit gefangen und teilt sich in die Außenbereiche und die Sphären auf.
Ria lebt in einer dieser durch eine Kuppel geschützten Sphären und führt ein straff durchorganisiertes Leben. Mahlzeiten werden entsprechend den Bio-Werten individuell ermittelt, Gesichtszüge der Bewohner durch Operationen dem möglichst optimalen Ausdruck angepasst. Durch eine Reihung entsprechend einer "Bestenliste" und den individuellen Fähigkeiten werden besonders geeignete Jugendliche gefördert.
Zufällig erfährt Ria, dass Sie und fünf weitere Jugendliche des Verrats beschuldigt werden und es geplant ist, alle auszuschalten. Ria und den anderen gelingt die Flucht und sie sehen sich der kargen Außenwelt und den Außenbewohnern, den "Prims" gegenüber.

Meine Meinung

Ursula Poznanski hat mit "Die Verratenen" einen gelungenen Auftakt zu einer auf drei Teile angelegten Dystropie geboten. Das Buch liest sich "weg wie nichts". Die Charaktere sind interessant, man findet sich sehr schnell in diese fremdartige Welt hinein. Spannend, wie sich die bisher behüteten Sphärenbewohner, denen bisher jede Entscheidung abgenommen wurde, nach dem Zusammentreffen mit den Außenbewohnern weiterentwickeln und das Leben in den Sphären hinterfragen, denn vieles ist nicht so wie es scheint.
Obwohl es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, kann man mit dem Ende des Bandes gut zurechtkommen. Es gibt keinen heftigen Cliffhanger, man freut sich einfach nur auf den zweiten Teil.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Was weißt Du wirklich...

Wer meint er hat schon alles an Dystopien gelesen was in letzter Zeit auf den Markt gekommen ist wird von diesem Buch angenehm überrascht sein. Während die meisten sich stark auf die Liebesgeschichte zweier Protagonisten beschränken, liegt der Schwerpunkt dieser in den Spannenden Elementen.

Ria lebt in einer Welt in der die Menscheit zersplittert ist! Sie lebt auf der Seite in der sie sich um viele Dinge keine Sorgen machen muss. Sie hat ein Dach über den Kopf, bekommt regelmäßige Mahlzeiten, eine sehr gute Schulbildung und ihre Zukunft sieht rosig aus da sie eine der besten Studentin in der Sphäre ist.
Doch was befindet sich auf der anderen Seite der Medallie? Und ist wirklich alles so einfach und schön wie es auf dem ersten Blick erscheint?
Natürlich nicht! Und die Autorin lässt einen auch nicht lange in der "ach so heilen Welt"! Schnell stellt sich heraus das vieles nicht so ist wie es den Anschein hat.

Schnell habe ich mich in der Welt von Ursula Poznanski zurecht gefunden die sie sehr lebhaft und mit viel Liebe zum Detail beschrieben hat. So manches mal musste ich schmunzeln wenn alltägliche Gegenstände aus der heutigen Welt in der Zunkunft bestaunt wurden und nach deren Funktion gesucht wurde! Und ja, über Geschmack lässt sich streiten!

Die Verratenen hat sich als ein richtiger Page-Turner erwiesen, denn ich konnte das Buch nicht lange aus der Hand legen die Neugier war einfach zu groß. Ich musste immerzu wissen wie es denn nun weiter geht!

Leider war der erste Teil der Geschichte zu schnell zu Ende und da die Geschichte als Triologie verfasst worden ist werde ich bis zum Endgültigen Ende der Geschichte noch etwas warten müssen! Aber eins steht auf jeden Fall fest, sobald der zweite Teil erschienen ist werde ich diesen auf jeden Fall lesen!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Alle Rezensionen ansehen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue