Bewertungsdetails

Kinder- & Jugendbücher 1714
Klischeehaft mit einigen Längen
Gesamtbewertung
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert
 
2.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
4.0
Lilac, die Tochter des reichsten Unternehmers der Galaxis, trifft auf einem Raumschiff auf Tarver, einen Soldaten aus einfachen Verhältnissen. Als das Schiff abzustürzen droht, retten sich beide in dieselbe Rettungskapsel und landen auf einem fremden Planeten. Gibt es dort Siedlungen? Haben andere Menschen überlebt? Können die beiden trotz ihrer Standesunterschiede zusammen überleben oder feinden sie sich weiterhin gegenseitig an? Und was sind das für Stimmen, die Lilac auf einmal hört?

Das Buch selbst ist wunderschön gestaltet, was besonders auffällt, wenn man den Schutzumschlag abnimmt – Buchrücken und –klappen sind mit einem schönen Weltraummotiv bedruckt und somit auch ohne das eigentliche Cover ein Hingucker. Leider kann für mich der Inhalt mit der Optik nicht mithalten.

Nachdem die Geschichte zunächst an „Godspeed“ erinnert, finde recht schnell die Landung auf dem Planten statt. Dort geht es dann primär ums Überleben („Tribute von Panem“) und die Beziehung der beiden Hauptfiguren zueinander. Besonders extrem ist der Unterschied für die verwöhnte Lilac zwischen der hochtechnologisierten und optimierten Gesellschaft einerseits und dem einsamen Waldplaneten andererseits. Doch trotz ihrer Prinzessinnenattitüde zeigt sie schnell, dass noch mehr in ihr steckt. Tarver, der bereits einen Kriegseinsatz und Überlebenstrainings hinter sich hat, findet sich problemlos in der neuen Situation zurecht. Aufgrund der Lage gibt es außer den beiden keine weiteren relevanten Personen. Dafür, dass es nur die beiden gibt, bleiben sie, obwohl sie sympathisch sind, viel zu blass und klischeehaft.

Es werden einige interessante Andeutungen gemacht, vor allem was die Geschichte von Tarver angeht, doch leider wird auf diese in dem Buch nur am Rande eingegangen. Stattdessen zieht sich durch die gesamte Handlung ein Gefühls-Hin-und-Her zwischen „wir wollen uns nicht mögen“ und „heimlich steh ich ja doch auf ihn/sie“, was irgendwann ermüdend wird. Da ansonsten streckenweise nicht viel mehr passiert, zieht sich die Geschichte. Die Erzählung wechselt kapitelweise zwischen den Perspektiven der beiden. Das Ende kommt dann sehr überstürzt und wirkte auch mich als wollten die Autorinnen einfach irgendwie fertig werden. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, es gab nicht viel zum Miträtseln oder Mitfiebern und auch keine überzeugenden Erklärungen.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist gut, jedoch nicht herausragend. Besonders schade fand ich, dass die Figuren sich irgendwann annähern, aber sich dennoch lange Zeit weiterhin siezen. Das ist wohl der deutschen Übersetzung geschuldet und wirkt sehr störend.

Nach einem vielversprechenden Einstieg driftet das Buch in eine eher langweilige Mittelmäßigkeit ab, woran auch eine überraschende Wendung nichts ändert. Das Buch ist eher Liebesgeschichte als ScienceFiction und hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt, wird aber sicherlich auch begeisterte Leser finden.

Reiheninfo: Die „These broken stars“-Trilogie soll laut Homepage der Autorin aus Geschichten im selben Universum bestehen, die jedoch nicht unmittelbar zusammenhängen. Jedes Buch wird zwei neue Hauptcharaktere haben.
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