Bewertungsdetails

Kinder- & Jugendbücher 732
Chaotischste Nacht aller Zeiten
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Ana und Zak könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Ana zielstrebig Pläne für ihre Zukunft macht, sieht Zak das Leben lieber etwas lockerer. Er lebt in den Tag hinein und macht sich auch noch keine Gedanken um seine College-Bewerbungen. Ana hingegen nimmt an so vielen Aktivitäten teil wie sie nur kann, nur damit sie mit ihren Bewerbungen besser dasteht.
Als beide, aus unterschiedlichen Gründen, an derselben Quiz-Meisterschaft teilnehmen, kollidieren zwei Welten aufeinander.
Denn während Ana den Wettbewerb unbedingt gewinnen will, kann Zak nur an die Comic-Con denken, die ausgerechnet an diesem Wochenende stattfindet und die er verpasst.

Von dem Buch hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Aber der Reihe nach...
Erst einmal finde ich das die beiden Hauptfiguren, Ana und Zak, wunderbare Charaktere sind. Als sie die ersten Male aufeinander treffen haben sie zuerst die übelsten Vorurteile voreinander. Zak denkt, Ana wäre eine eingebildete Pute, und Ana denkt, Zak wäre ein Hohlkopf. Erst im Laufe der Geschichte, während beide sich besser kennen lernen, merken sie, dass auch der andere so manches Päckchen zu tragen hat.
Hier geht der Autor wirklich sehr eindringlich auf die Charaktere ein die somit an Tiefe gewinnen.
Da die Kapitel immer abwechselnd von Ana und Zak in der Ich-Perspektive erzählt werden, erfährt der Leser obendrein auch noch alles über die Gefühlswelt der Protagonisten. Alles wird ausgebreitet. Ob es die Hoffnungen, Wünsche und Träume sind, die Ängste, oder die Probleme die jeder Teenager in dem Alter hat. Und noch einiges mehr wird dem Leser offenbart.
Der Stil des Autors ist ziemlich flott und der Zielgruppe angepasst. Es wurden eine Menge jugendlicher Ausdrücke eingebaut. Es gibt auch viele Insider-Witze aus dem
Science-Fiction-Genre, die aber nicht unbedingt jeder verstehen wird. Die Leidenschaft der Nerds und Geeks für die Comic-Con mit seinem ganzen Drum und Dran wird ganz gut rüber gebracht, finde ich. Ich kenne mich da aber auch nicht aus. Jemand der für solche Veranstaltungen schwärmt, könnte das anders sehen.
Während ich die Figuren sehr interessant fand, gefiel mir die Handlung leider nicht so. Das die ganze Geschichte quasi nur auf der Comic-Con stattfindet, hat mich jetzt nicht gestört. Es waren eher die Ereignisse die da passierten. Ich fand es meistens zu übertrieben. Die Nebenfiguren fand ich unglaubwürdig und die raschen Szenenwechsel haben mir nicht zugesagt. Es wirkte auf mich immer einen Tacken "zu viel des Guten".
In der Leseprobe, die ich so gut fand dass ich unbedingt weiter lesen wollte, ließ der Autor durchblicken, dass es bei Ana ein dunkles Familiengeheimnis gibt. Das hatte mich richtig neugierig gemacht. Nun, dieses Geheimnis entpuppte sich letztendlich als unspektakuläres Detail. Schade!
Auch das Ende gefiel mir überhaupt nicht. Da gab es zuwenig Konsequenzen, die doch angekündigt waren, und zuviel Wir-haben-uns-alle-lieb.
Sowas kann ich nicht ausstehen.
Die Idee für den Roman fand ich gut, aber sie war leider nicht so toll umgesetzt. Ein Buch mit tollen Hauptfiguren aber einer übertriebenen Handlung.
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