Bewertungsdetails

Zu unglaubwürdig und zu überladen
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
1.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
3.0
Nalia lebt seit drei Jahren unfreiwillig bei dem mächtigen und grausamen Geschäftsmann Malek. Sie ist seine Sklavin und solange er seinen dritten Wunsch nicht geäußert hat, muss sie bei ihm bleiben und alles tun was er sagt.
Eines Tages dann taucht Raif, ein freier Dschinn, auf und bedroht sie.

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler!

Zuerst war ich begeistert von dem Buch, die Leseprobe war wirklich gut: Eine Dschinn die eine Menge Tricks auf Lager hat, eine große Klappe hat und sich nichts von ihrem Meister sagen lässt. Und das ganze wird mit dem Glamour und Luxus der Reichen vor den Kulissen von Los Angeles gespielt.

Dieser erste Eindruck, Nalia wäre eine taffe und kaltschnäuzige Heldin, hatte sich schnell zerschlagen. Sie hatte eher einen schwachen Charakter und wechselte ihre Ansichten auch ziemlich oft. Auch der böse und ach so grausame Meister entpuppte sich schnell als verliebtes und eifersüchtiges Kerlchen, der nur nach der "wahren" Liebe sucht.

Und dann gibt es einige Unstimmigkeiten in der Geschichte. Hier zwei Beispiele:
- Malek, Nalias Meister, ist in Wahrheit halb Mensch, halb Ifrit. Das kann man unter anderem daran erkennen dass Malek, immer wenn er wütend wird, rote Augen bekommt und auch unnatürlich stark wird. Da er aber bei jedem Pups wütend wird, soll Nalia seine roten Augen drei lange Jahre lang nicht bemerkt haben? Vor allen Dingen werden seine Augen in gefühlt jeder Szene in der er mitspielt, rot. Unglaubwürdig.
- Malek trägt eine Kette um den Hals an der Nalias Flasche als Anhänger baumelt. Zuerst wird gesagt dass Nalia weder Flasche noch Kette berühren darf. In die Flasche würde sie sofort eingesogen werden, und die Kette durfte sie auch nicht berühren. Ein paar Kapitel später rennt Nalia mit genau dieser Kette in der Hand weg. Da ist es auf einmal gar kein Problem mehr. Und wie findet Malek seine Kette auf die schnelle wieder? In der Kette ist ein GPS eingebaut. Boah, wie geheimnisvoll.
Solche Fehler machen mich verrückt. Das muss doch auffallen.

Was mich ebenfalls immens störte waren diese ständigen Zwischenrufe aus Erinnerungen und Erläuterungen. Jeden Moment hält die Geschichte an und irgendwas muss erklärt werden. Oder Nalia erinnert sich an etwas aus ihrer Vergangenheit. Und das passiert dermaßen oft dass es massiv den Lesefluss stört. Nalias Gebete oder auch ihre Kampfübungen finden ebenfalls seitenlang Erwähnung. Immerzu muss Nalia an irgendwas ihre Energie auftanken. Dazu kommt diese Dschinnsprache. Der Leser lispelt sich durch eine Unmenge an Begriffen und Wortschöpfungen und bekommt auch prompt wieder eine Erklärung was das nun heißt und was dahinter steckt. Dadurch ist ein entspanntes lesen einfach unmöglich denn ständig wird man unterbrochen.

Dann die Liebesgeschichte: Nalia und Raif haben kaum miteinander zu tun, und eigentlich sind sie Feinde und hassen sich. Und die unerschütterliche Liebe die sie auf einmal füreinander empfinden ist total unverständlich. Wann ist das passiert?

Verschiedene Ansätze hier sind ganz gut. Auch die Idee mit den Dschinn die sich auf der Erde zusammen tun um sich zu organisieren ist nicht schlecht. Aber das ganze Buch ist zu überladen und nicht zu Ende gedacht. Hier hat man einfach zu viel auf einmal gewollt.
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