Bewertungsdetails

Kinder- & Jugendbücher 1585
Ein Buch der leisen Töne
Gesamtbewertung
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert
 
5.0
Charaktere
 
5.0
Sprache & Stil
 
5.0
Inhalt:
Hannahs Zwillingsschwester Izzy ist durch einen Unfall ums Leben gekommen. Durch dieses traumatische Erlebnis hat sie ihre Stimme verloren. Sie ist mir ihrer Trauer alleine, ihre Eltern sind hilflos und mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt. Sie schicken ihr Tochter in ein Internat für traumatisierte Jugendliche. Im Vorfeld findet ein dreiwöchiges Camp statt. Hier lernt Hannah unter anderem Levi kennen, zu dem sie eine besondere Verbindung aufbaut. Kann er sie aus ihrer Sprachlosigkeit befreien?

Meine Meinung:
„Die Stille meiner Worte“ war für mich das erste Buch dieser Autorin. Es hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Hannah und Levi erzählen abwechselnd ihre Geschichte. Durch die Ich-Form wird die Atmosphäre sehr emotional und teilweise bedrückend. Das Eintauchen in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden hat bei mir des Öfteren eine Gänsehaut verursacht.
Hannah verarbeitet ihre Sprachlosigkeit, indem sie Briefe an ihre tote Schwester schreibt. Ein bisschen Trost gibt ihr auch ihr Kater Mo, den sie mit ins Camp geschmuggelt hat. Trotz der bedrückenden Stimmung dieses Buches habe ich manchmal herzhaft gelacht über die katzentypische Verhaltensweise des Vierbeiners.
Levi ist ein sehr einfühlsamer Junge, der einen guten Draht zu Hannah bekommt. Diese Konstellation wäre eine Steilvorlage für eine kitschige Liebesgeschichte gewesen, die ist aber zum Glück nicht passiert.
Die beiden Charaktere sind sehr gut und überzeugend gelungen, ebenso auch alle anderen Nebenrollen. Wir lernen am Rande noch andere Campteilnehmer mit ihren jeweiligen Problemen kennen. Die Betreuer der Jugendlichen haben mich ebenfalls überzeugt in ihrem Tun und Denken. Einige Dinge, die passieren, gehen sicherlich ein bisschen an der Realität vorbei, das stört aber überhaupt nicht, die Geschichte an sich ist stimmig und glaubhaft.
Besonders gefallen hat mir die wunderschöne bildhafte Sprache der Autorin. U. a. Hannahs Gefühle werden uns so näher gebracht. Z. B. „Ich bin das dritte Rad, das zu viel ist am Fahrrad und zu wenig hergibt für ein Auto.“
Ein Highlight für mich waren auch die zahlreichen „philosophischen Sprüche“, die in den Überschriften der Kapitel aber auch unterwegs im Buch zu finden sind. Einige haben den Weg an meinen Kühlschrank geschafft.

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Jugendliche. Ein Buch der leisen Töne, das lauter nicht sein könnte.
CL
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