Bewertungsdetails

Kinder- & Jugendbücher 6213
Ojemine!
Gesamtbewertung 
 
1.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
1.0
Sprache & Stil 
 
1.0
Ich habe das Buch im englischen Original gelesen.

Die 17-jährige Bella Swan zieht aus dem sonnigen Süden der Vereinigten Staaten zu ihrem Vater in eine Kleinstadt indem Norden, die sich dadurch auszeichnet, dass es fast ständig regnet. In ihrer neuen Highschool fällt ihr sofort ihr Klassenkamerad Edward Cullen auf, der nicht nur über geheimnisvolle Kräfte verfügt, sondern auch überirdisch schön ist. Sofort fühlt sich Bella von ihm angezogen, doch Edwards Reaktion auf sie gibt größere Rätsel auf…

Überirdisch schön ist Edward also. Dies erfahren wir schon ganz am Anfang des Buches und die Gefahr, dass wir dies im Verlauf der Lektüre vergessen könnten, ist minimal. Die Ich-Erzählerin Bella erwähnt es wieder und wieder und wieder. Und wieder. So sehr dies auch zu einer 17-jährigen passt - ich fühlte mich an entsprechende Verliebtheiten meiner besten Schulfreundinnen erinnert - so ermüdend ist dies auch. Zwar war ich gerne bereit, den Schwärmereien meiner Freundinnen zu lauschen, da dies einfach zu den "Aufgaben" einer Freundin gehört, aber davon in epischer Breite zu lesen, ist nur nervend.
Ebenso nervend wie der Stil, der zwar eigentlich zu der Ich-Erzählerin passte, in dem sich aber ein platter Ausdruck an den anderen reihte, bei dem ich immer wieder die Augen verdrehen musste ob der misslungenen Bilder und ständigen Wiederholungen derselben Phrasen, die schon beim ersten Mal kein Paradebeispiel stilistischer Brillianz waren. (Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass die deutsche Übersetzung da bessere Arbeit leistete als die Autorin und die gröbsten Auswüchse schlechten Stils beseitigte).

Irgendwann fiel der Autorin wohl auf, dass allzu viel Schwärmerei und Verliebtheit nicht genug Substanz für ein über 400seitiges Buch hergeben und sie wechselte (mit Beginn des Baseballspiels) von einer Liebes- zu Abenteuergeschichte, die aber ebenso klischeehaft, unglaubwürdig und unlogisch daher kam wie die erste Hälfte des Buches. Selten habe ich mich bei der Lektüre eines Buches so gelangweilt wie bei diesem, und selten habe ich die Jubelchöre anderer Leserinnen weniger nachvollziehen können.

Da die Seiten 70-120 der britischen Ausgabe mich nach einem schlechten Anfang kurzfristig wenn auch nicht gerade fesseln so doch immerhin interessieren konnten, schrabbt das Buch gerade noch so an der Tiefstnote vorbei.


(P.S.: Was fandet ihr eigentlich alle so toll an Edward? Mir scheint fast, ich habe ein anderes Buch als ihr gelesen, in dem die Protagonisten nur zufällig dieselben Namen tragen.)
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