Allen Zadoff: Fearless. Ich bin dein Freund. Ich bin dein Verräter

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Allen Zadoff: Fearless. Ich bin dein Freund. Ich bin dein Verräter
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783845800066

Informationen zum Buch

Seiten
432

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Das Wasser unter mir ist smaragdgrün.

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Handlungsort

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Unangenehme Fragen verfolgen Zach alias BOY NOBODY seit seinem letzten tödlichen Auftrag als Undercover-Agent. Wer ist er eigentlich ohne seinen Auftraggeber, das ominöse "Programm"? Warum fühlt er sich seit seinem letzten Mord so schlecht? Warum fühlt er überhaupt etwas? Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihm nicht. Das "Programm" schickt ihn in ein rechtsradikales Trainingscamp, dessen paranoiden Anführer er liquidieren soll. Eine scheinbar ganz normale Mission für Zach. Doch dieser Auftrag zieht ungeahnte Konsequenzen nach sich...

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rasante Jugend-Actionheld-Geheimdienst-Geschichte

Boy Nobody alias Zach erhält von seinen Arbeitgebern, dem ominösen „Programm“ einen neuen Auftrag. Seine Zielperson ist diesmal Eugene Moore, der Anführer eines paramilitärischen Camps für Jugendliche. Zach heißt bei diesem Auftrag Daniel und soll Moore während einer Rekrutierungsveranstaltung eliminieren. Auf keinen Fall soll er selbst in das Camp eingeschleust werden, denn dies wurde bereits versucht und der junge Agent ist spurlos verschwunden, möglicherweise also tot. Doch es läuft natürlich alles schief, der Plan funktioniert nicht, Zach verliert den Kontakt zum Programm und sieht nur eine Möglichkeit, seinen Auftrag dennoch zu erfüllen: er muss sich Moores Vertrauen erarbeiten, um nah genug an ihn heranzukommen. Dazu muss er seine Rolle als Anwärter glaubwürdig weiterspielen und mit ins Camp gehen. Doch von dort aus wird jegliche Kommunikation mit der Außenwelt unterbunden und Zach ist völlig auf sich allein gestellt. Kann er dem Programm noch trauen? Diese Zweifel quälen ihn ja bereits seit seinem letzten Auftrag und so ist es auch dieses Mal nicht immer einfach für ihn, die richtige Entscheidung zu treffen.

Wie der erste Band ist auch dieser hier wieder eine rasante Jugend-Actionheld-Geheimdienst-Geschichte. Allzu viel Logik in der Handlung oder vonseiten der handelnden Personen sollte man nicht erwarten. Wer sich einfach darauf einlässt, wird mit einer spannenden und temporeichen Geschichte belohnt.

Das Ganze wird wieder auf zahlreiche, kurze Kapitel aufgeteilt und kommt somit wahrscheinlich auch Lesemuffeln sehr entgegen, verführt es doch immer wieder dazu, noch ein Kapitelchen zu lesen und noch eins und noch eins – und schon ist man irgendwann am Ende angekommen.

Das Gesamtbild rund um das geheimnisvolle Programm ist hier noch nicht wirklich viel klarer geworden, aber die Handlung wird ja auch noch weitergehen.

Ich fühlte mich gut unterhalten und werde sicher auch den dritten Band lesen, um zu erfahren, was Zach noch so alles erwartet!

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Solider 2. Teil

(Vorsicht: Mein Fazit enthält Spoiler zum 1 Teil und sollte erst gelesen gewesen, nachdem man den den ersten Band gelesen hat):

Im zweiten Teil um Boy Nobody bekommt unser Jugendlicher Auftragskiller seinen nächsten Auftrag, der ihn in ein dubioses Ausbildungscamp für Jugendliche bringt und ihm noch einige Details aus seiner Vergangenheit zeigt. Im Laufe der Zeit werden seine Zweifel jedoch größer und bald weiß er nicht mehr, wer Freund oder Feind ist. Kann er heraus finden, was tatsächlich mit ihm passiert ist?

Auch in diesem Teil hatte ich als Leser das Gefühl, dass ich eher einer Maschine folge, als einem tatsächlichen Menschen. Diese Gefühlskälte, die von Nobody, dem Ich-Erzähler ausgeht und dieses eiskalte Denken, haben mich wie auch schon im 1. Teil zeitweise schon ganz schön getroffen. Man hat einfach nicht das Gefühl, dass da ein Jugendlicher aus Fleisch und Blut agiert, sondern eher ein Roboter, der zufällig menschlich aussieht. Zum Teil wirkt das Buch auch wieder wie ein Actionfilm, jedoch konnte fühlte ich mich ganz gut unterhalten und habe einfach akzeptiert, dass Nobody auf keinen Fall ein normaler Jugendlicher ist.

Jedoch merkt man in diesem Teil sehr gut, wie Nobody doch immer mehr ins Zweifeln gerät und zum Teil doch ein paar menschliche Regungen erkennen lässt. Gut finde ich auch, dass zumindest ein erster Teil einer Erklärung geliefert wird, wieso Nobody so ist, wie er ist. Viele Fragen sind zwar weiterhin offen und zwingen mich als Leser dazu unbedingt auch noch den 3. Teil der Trilogie lesen zu müssen, aber nach diesem Band hatte ich zumindest das Gefühl dem Rätsel einen kleinen Schritt näher gekommen zu sein.

Alles in allem ein spannendes Buch, auch wenn es diesmal einige Längen gab und ich der Meinung bin, dass man hier den "Lückenfüller-Effekt" zwischen dem ersten und dem letzten Band gut merkt. Es soll noch nicht zu viel verraten werden und trotzdem die Neugier auf den 3. Teil geweckt werden und irgendwie wirkt das hier etwas künstlich und gezwungen. Bin mir nicht sicher, ob nicht auch zwei Bände voll und ganz ausgereicht hätten.

Alles in allem vergebe ich 3 Sterne.

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Fearless. Ich bin dein Freund. Ich bin dein Verräter

Er ist immer noch Boy Nobody. Er arbeitet immer noch für das Programm. Er erhält Aufträge durch das Programm. Aber er zweifelt an sich, am Programm selbst und an denen, die die Fäden ziehen. Dennoch nimmt er einen neuen Auftrag an und für diesen Auftrag wird er zu Daniel. Als Daniel soll er dem Betreiber eines Militärcamps für Jugendliche näher kommen und diesen töten. Aber das ist nicht so einfach wie es scheint und sehr schnell muss Daniel von seinem ursprünglichen Plan abweichen und verstößt damit auch gegen die Regeln, die ihm sein Auftraggeber vorgegeben hat.

Ähnlich wie bereits im ersten Band ist auch dieser Teil der Reihe als Actionabenteuer angelegt. Der Leser erfährt zwar etwas mehr über Daniel, aber lange nicht genug. Erst recht bleibt nach wie vor unklar, was es denn nun tatsächlich mit dem Programm auf sich hat und was tatsächlich aus den Eltern des jungen Mannes geworden ist, der hier so kämpferisch und alles könnend die Fäden in der Hand hält. „Fearless“ ist zwar über große Strecken spannend und läuft auch auf einen fulminanten Höhepunkt am Ende der Geschichte zu, aber die Geschichte ist auch zu sehr großen Teilen einfach zu unglaubwürdig, zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Darüber sollte sich der Leser im Klaren sein, denn nur dann kann er sich auf die actionreichen Lesestunden einlassen, die dieses Buch ganz sicher zu bieten hat. Dies erreicht der Autor nicht zuletzt durch den Gebrauch kurzer Sätze und Kapitel. Mit wenigen Umschreibungen bringt er das Geschehen auf den Punkt und lässt den Leser nicht lange zappeln, was die eigentlichen Ereignisse angeht.

Weiter geht allerdings nun das Rätselraten bezüglich dem Programm, Vater und Mutter und den Entdeckungen, die Daniel alias Boy Nobody alias Zach in diesem Band der Reihe macht. Das nächste Actionabenteuer wird also sicher nicht allzu lange auf sich warten lassen.

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Boy Nobody wieder in Aktion

Boy Nobody ist zurück und ich fand den zweiten Teil besser als den ersten. Was vor allem daran liegt dass ich im ersten Band immer wieder mit den Augen gerollt habe und mir dachte: So ein Blödsinn der da erzählt wird.

Im zweiten Band habe ich mich genüsslich zurück gelehnt und das Buch wie einen Popcorn-Kinofilm an mir vorbei ziehen lassen einige Szenen total unglaubwürdig - teilweise schlimmer als James Bond - aber dafür mit einer soliden Story, die auch gut erklärt wird. Für Jugendliche ab 14 sicher top geeignet. Die können sich dann vorstellen selbst den Superhelden zu spielen um damit Mädchen zu beeindrucken.
Dieses Jugend-Camp dass Zachs Zielperson Moore betreibt fand ich schon zum fürchten. Und die Entwicklung seiner beiden Kinder fand ich sehr gut gezeichnet.

Die Figuren in dem Roman blieben mir aber an sich teils zu blass, im Grunde baute ich zu keiner einzigen eine wirkliche Verbindung auf. Außer vielleicht zu Howard, den ich schon im ersten Band voll niedlich fand.

Die teilweise schon nervigen Wiederholungen aus Band 1 begründe ich mal damit dass man alles noch mal genau erklären wollte. Vor allem für jene die Band 1 nicht kennen. Da in dem ganzen Buch nirgends steht, dass dies im Grunde der zweite Teil einer Reihe ist, darf man auch nichts voraus setzen. Ich hoffe, dass sich der Autor das im dritten Band spart, sonst wird es wirklich ärgerlich.

Das Ende lädt zum weiterlesen ein. Nach Band 1 hätte ich nicht unbedingt weiter lesen müssen, aber jetzt will ich wissen wie es weiter geht. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Fearless

Nachdem sich Boy Nobody, der Junge ohne Namen oder Vergangenheit, der sich seit neuestem unter dem Namen Daniel bewegt, in eines seiner Ziele verliebt hat, hat das Programm Angst, einen seiner wichtigsten Agenten zu verlieren. In einem Jugendcamp, in das er sich kurzzeitig abgesetzt hat, um sich in Ruhe mit allem auseinanderzusetzen, spüren sie ihn auf und unterziehen ihn einigen Tests zur Klärung seiner Loyalität.

Obwohl die gegenseitigen Zweifel nicht gänzlich ausgeräumt zu sein scheinen, erhält er einen neuen, schwierigen Auftrag, bei dem bereits ein anderer Agent zuvor gescheitert ist. Eugene Moore, der Besitzer eines militärischen Ausbildungscamps, ist sein neuestes Ziel. Doch auch hier befindet sich Daniel schnell wieder außerhalb seiner Missionsparameter und plötzlich ist er sogar völlig auf sich alleingestellt.

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe hatte bei mir total eingeschlagen, da ich zuvor nichts in dieser Art jemals gelesen habe. Umso gespannter war ich natürlich nun auf die Fortsetzung, an die ich hohe Erwartungen gesetzt habe.

Die Handlung setzt kurz nach den Ereignissen des ersten Bandes ein und der Autor ist dabei seinem Schreibstil treugeblieben. Kurze und prägnante Sätze stehen für die sachliche Effektivität, mit der Daniel handelt und, die ihn stets ein bisschen roboterhaft erscheinen lassen.

Daniels neuestes Ziel ist Eugene Moore, ein ehemaliger US-Offizier, der derzeit ein Camp führt, das ein militärisches Trainingslager für Jugendliche in den Bergen von New Hampshire ist. Er war bereits zuvor das Ziel des Programms, doch der Agent, der zuerst auf ihn angesetzt worden ist, ist verschwunden. Es liegt nun an Daniel, die Aufgabe zu Ende zu führen und dadurch dem Programm erneut seine Loyalität zu beweisen. Doch die Vorgaben für seine Mission sind klar und wiederum fühlt sich Daniel genötigt, diese zu ignorieren.

Hatte er im Auftakt der Reihe noch mein vollstes Mitgefühl, so empfinde ich nun aufgrund seiner Taten ein wenig zwiegespalten für ihn. Trotzdem bewundere ich weiterhin seine Abgebrühtheit, ebenso wie die Eleganz, die Kraft und die Präzision, mit der er seine Aufträge erledigt. Die Situationen, denen er hier vor allem im zwischenmenschlichen Bereich ausgesetzt ist, muten dieses Mal leider jedoch merkwürdig an, wenn man den Blick auf das Alter der Protagonisten hält, und tendieren dadurch ein wenig ins Lächerliche.

Schade fand ich auch, dass in den Szenen, in denen er vermehrt mit Gefühlen zu kämpfen hatte, sich dies nicht auch im Schreibstil niedergeschlagen hat. Ich hätte mir auch mehr Einblick in seine Vergangenheit gewünscht, die hier, nicht mehr als im ersten Teil auch, nur angerissen worden ist.

Sehr gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit einem anderen Charakter des ersten Bandes. Dieser war und ist für mich ein echter Sympathieträger, der das Geschehen ganz klar inhaltlich aufgewertet hat.

Zum Schluss schafft es der Autor noch einmal die Spannung ordentlich ansteigen zu lassen und lässt seinen Protagonisten endlich auch einmal eine andere Seite von sich zu zeigen. Die besonderen Umstände, unter denen ich Daniel nun leider vorerst zurücklassen muss, schüren meine Neugier auf die Fortsetzung und meine Hoffnungen auf mehr Einblick in die Hintergründe und die Vergangenheit von ihm.

Fazit:

Spannend war die Reise mit "Fearless", die leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Trotzdem hat Allen Zadoff es verstanden, mich durchgehend zu fesseln, gut zu unterhalten und mich mit seinem rasanten und aufwühlenden Ende neugierig auf die Fortsetzung zurückzulassen.

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Ohne Angst – Boy Nobodys 2. Auftrag

Nachdem mir der erste Band um Boy Nobody Zach Abrams so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen wie es weiter geht. Mit großen Erwartungen machte ich mich an die Lektüre, nur leider ist die Fortsetzung um einiges schwächer als Teil eins.

Zach, der in diesem Teil unter dem Decknamen Daniel Martin unterwegs ist, hat einen neuen Auftrag erhalten. Zach soll in ein Militärcamp, um dort den Anführer zu töten, doch der Auftrag stellt sich als arg schwierig heraus. Zudem bekommt Zach so langsam seine Zweifel, ob die Entscheidungen des Programms alle richtig sind und ob er überhaupt Vater und Mutter noch trauen kann. Wird er den Auftrag erfolgreich abschließen können?

Auch hier wird uns die Handlung aus der Ich- Perspektive näher gebracht und kurze, knackige Kapitel sorgen für Lesefluss. Der Schreibstil des Autors ist einfach gehalten, lässt aber kein Niveau missen.

Während es im ersten Teil sofort zur Sache ging, geht es in den ersten zwei Dritteln des Buches mehr um Zachs Zweifel und man liest nur ein paar Actionszenen, was ich etwas schade fand. Man wünscht sich zeitweise einfach mehr Spannung.

In diesem Band hat mich gestört, dass einiges aus dem ersten Teil zu intensiv wiederholt wird. Zudem berichtet uns Zach die ganze Handlung über wofür er ausgebildet worden ist und was er alles gelernt hat, dabei wissen Leser von Band eins das schon alles.

Das Ende ist offen und hat mich absolut geflasht. Danach möchte ich auf jeden Fall wissen wie es weiter geht.

Auch bei diesem Buch sollte man sich an die vom Verlag angegebene Altersgruppe von "ab 14 Jahren" halten, da der Jugendroman doch sehr viele blutige und gewalttätige Szenen enthält.

Fazit: Ein solider Jugendroman, der mit dem Vorgänger leider nicht ganz mithalten kann. Lesenswert vor allem für Nobody Fans.

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Ein typischer 2. Band: Lückenfüller mit Wiederholungen

Klappentext
„Ich bin dein Freund. Ich bin dein Verräter

Unangenehme Fragen verfolgen Zach alias BOY NOBODY seit seinem letzten tödlichen Auftrag als Undercover-Agent. Wer ist er eigentlich ohne seinen Auftraggeber, das ominöse "Programm"? Warum fühlt er sich seit seinem letzten Mord so schlecht? Warum fühlt er überhaupt etwas? Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihm nicht. Das "Programm" schickt ihn in ein rechtsradikales Trainingscamp, dessen paranoiden Anführer er liquidieren soll. Eine scheinbar ganz normale Mission für Zach. Doch dieser Auftrag zieht ungeahnte Konsequenzen nach sich...“

Gestaltung
Das Cover ziert wieder ein Fadenkreuz und dieses Mal steht der junge Mann sogar im Zentrum der Illustration. Im Hintergrund sieht man vermutlich das Militärcamp, in dem „Fearless“ spielt. Somit reiht sich diese Gestaltung sehr gut in die Reihe ein und passt perfekt zum ersten Band. Wieder sieht man den Agenten, wieder die Handlungsräume der Geschichte und wieder haben wir eine etwas düstere Atmosphäre.

Meine Meinung

Wie schon in „Boy Nobody“ haben die Kapitelüberschriften keine Nummern oder Zahlen, sondern bestehen immer aus dem ersten Satz des jeweiligen Kapitels, der dann großer und mit einer anderen Schrift gedruckt wurde. Der (Schreib-)Stil von „Fearless“ ist dabei genauso wie beim Vorgänger: kurze, flüssig zu lesende Sätze in recht kurzen Kapiteln. So kommt man beim Lesen schnell voran.

Allerdings gibt es in diesem zweiten Band einige Hindernisse, die das schnelle und flüssige Lesen behindern. Zum einen waren viele Handlungsstränge einfach sehr sehr vorhersehbar. Dies lag nicht zuletzt daran, dass „Fearless“ sehr parallel zu „Boy Nobody“ verlief. Gleicher Aufbau, gleiche Geschehnisse, der einzige Unterschied: neuer Handlungsort und neue Namen für die Nebencharaktere.

Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch einfach viel zu viele Wiederholungen gab, die dann schnell anstrengend wurden, nervten und zu Langeweile führten. Immer wieder wird erwähnt, dass der Protagonist Boy Nobody alias Daniel alias Zach seinen Namen tief in sich versteckt hat, dass das Programm über allem steht, dass er seine Mission erfüllen muss und so weiter und so weiter. Alles schon bekannt aus Band 1 oder ansonsten aus den vorherigen Abschnitten.

Im Vergleich zu Band 1 zieht sich „Fearless“ wirklich sehr in die Länge, vor allem durch die bereits erwähnte Vorhersehbarkeit und die Parallelität zum Vorgängerband. Aber auch die Tatsache, dass der Protagonist Zach wirklich alles (A-L-L-E-S) kann, wird irgendwann langweilig. Er scheitert nie, ihm gelingt alles sofort, er ist superschlau und so weiter. Da fehlen einfach die Ecken und Kanten. Er bleibt zu perfekt und flach, man lernt ihn nicht richtig kennen. Das hat sich von „Boy Nobody“ zu „Fearless“ nicht geändert.

Nur Howard war (wie schon zuvor beim Reihenstart) der Lichtblick. Nett, sympathisch und obwohl er nur einen kurzen Auftritt hat, fühlt man als Leser bei ihm etwas und schließt wenigstens ihn ins Herz, anders als bei Zach (der dieses Mal einen Brillenbügel als Mordwaffe hatte, was ich ziemlich unsinnig finde, da sein vorheriger Kulli viel unauffälliger war. So kam es jedes Mal bei einem Mord dazu, dass ich mich immer wieder fragen musste „Wie kann einem nicht auffallen, dass er seine Brille absetzt?“. So eine unrealistische Waffe!).

Miranda, das Mädchen und der Love Interest in diesem Band, sorgte bei mir hier sogar für einen kleinen Schockmoment, den ich wirklich skeptisch sehe. Sie kannte Zach einen Tag (wenn überhaupt) und zog sich sofort nackt vor ihm aus. Da habe ich mich ernsthaft gefragt, ob der Autor sich überlegt hat, das alles ein wenig wie bei James Bond mit den Bondgirls aufzuziehen. Aber was hat der Autor denn da für eine Vorstellung von Frauen (oder hier ja eher noch jungen Mädchen)?

Im letzten Viertel (wenn nicht sogar erst auf den letzten paar Seiten) wurde es dann endlich etwas spannend, als es ein paar Enthüllungen und Geheimnisse um das Programm angerissen wurden. Leider wurden sie aber wirklich nur angerissen, sodass schon hier klar ist, dass erst im dritten und letzten Band endgültig eröffnet wird, was es genau mit dem Programm auf sich haben wird. Aber diese Andeutungen waren auch wirklich das einzig Neue im gesamten Roman, da der Rest einfach zu parallel zu „Boy Nobody“ verlief. Das Ende war generell auch sehr offen und ist auch das Einzige, das dafür sorgen könnte, dass man den Abschlussband lesen wollen würde.


Fazit
Generell fand ich, dass sich „Fearless“ genauso schnell liest wie sein Vorgänger. Das liegt sicherlich an den wie gehabt kurzen Kapiteln und kurzen Sätzen, aber es wird zu viel wiederholt von den Sachen, die das Programm und deren Regeln angehen. Protagonist Zach sagt zu oft dieselben Dinge. Und die Mission ist ja auch sehr parallel zu Band 1 aufgebaut, sodass es vorhersehbar ist, was passieren wird. „Fearless“ ist ein wahrer „Lückenfüller“, ein typischer 2. Band einer Trilogie. Einzig Howard, das Ende und vor allem auch die Offenheit des Endes sorgen für Spannung und für den Wunsch, den dritten und letzten Band zu lesen. Die Andeutungen um die Geheimnisse des Programmes machen den Leser wirklich neugierig, sodass zu hoffen bleibt, dass Band 3 besser wird.
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Boy Nobody
2. Fearless
3. I am the Traitor (engl. 9. Juni 2015)

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