Christoph Schmitz: Flüchten und Fliegen

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Christoph Schmitz: Flüchten und Fliegen
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783414824219

Informationen zum Buch

Seiten
224

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Anton Wiemer rannte, so schnell er konnte.

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Handlungsort

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Köln im Jahr 2049. Längst herrschen neue Gesetze in der Stadt am Rhein. Den Kölner Dom gibt es zwar noch - und doch ist alles anders. Nur wenige Auserwählte wie Anton und Milena haben das Glück, in einem der Dom-Türme zu leben - und doch schweben sie in Lebensgefahr. Denn wer auserwählt ist, wird unerbittlich gejagt. Eine Bande ist Anton und Milena im Auftrag der Stadt auf den Fersen, in einem Spiel um Macht, Liebe und den Erhalt eines der letzten großen Bauwerke der Menschheit. Ein packender Zukunftsroman!

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Flüchten und Fliegen

Im Jahr 2049 zieht der junge Anton gemeinsam mit seinen Eltern aus der gewohnten Umgebung fort. Die Familie lebt fortan im Kölner Dom. Antons Eltern haben dort eine Anstellung als Steinmetze in den Werkstätten des Kölner Doms erhalten. Wobei das Wort Anstellung wohl etwas weit hergeholt ist, denn eigentlich ist die Dombauhütte eine Gemeinschaft von Menschen, die zusammen leben und wirtschaften und alles daran setzen den Kölner Dom in seiner Bausubstanz zu erhalten. Mit dieser Lebensform sind sie aber einigen Kölner Bürgern, besonders dem Stadtpräsidenten von Köln, SP Bahles, und seinen Anhängern, ein Dorn im Auge. SP Bahles möchte selbst über den Dom bestimmen können und so kommt es ihm gelegen, dass es derzeit ein großes Problem mit der Spitze des Südturms, der Kreuzblume, gibt. Diese droht abzustürzen. Der Stadtpräsident setzt die Dombauhütte immer mehr unter Druck dieses Problem zu beheben.
Zu leiden hat auch Anton, denn der Sohn des Stadtpräsidenten und dessen Freunde, die Bahles Bande, haben es vom ersten Tag an auf ihn abgesehen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit lauern sie ihm auf. Zum Glück findet Anton in der Dombauhütte schnell neue und gute Freunde, die ihm zur Seite stehen.

Ganz anders als erwartet spielt dieser Roman zwar in der Zukunft, davon ist aber nicht allzu viel zu spüren. Vielmehr hat man in der Gemeinschaft der Dombauhütte das Gefühl in die Vergangenheit zu reisen, denn die Menschen dort leben für und miteinander und gar nicht so, wie man sich wohl ein Leben in der Zukunft vorstellt. Außerhalb der Dombauhütte ist die Zeit zwar scheinbar vorangeschritten, aber das Leben dort scheint sich nur minimal gegenüber unserem heutigen verändert zu haben. Sieht man davon einmal ab, ist Flüchten und Fliegen eine nicht dauerhaft, aber gegen Ende doch spannende Geschichte für junge Leser, die viel über den Kölner Dom verrät und dem jungen Leser ganz sicher vor Augen führen kann, wie wichtig ehrlicher Umgang miteinander, Zusammenhalt und Freundschaft für ein gedeihliches Miteinander sind.

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(Aktualisiert: 26 Februar 2015)
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Wenig futuristischer Zukunftsroman

Inhalt
Im Jahr 2049 lebt eine ausgewählte Gruppe von Handwerkern mit ihren Familien im Kölner Dom, um ihn zu erhalten und zu restaurieren. Dorthin zieht der 13-jährige Anton mit seinen Eltern. Gleich am ersten Tag jagt ihn eine Bande von Jugendlichen durch die Straßen Kölns, um ihn zu verprügeln. Gerade noch rechtzeitig kann er in den Dom flüchten.
Dieser entwickelt sich zu Antons Zuflucht und neuer Heimat, was sicher auch daran liegt, dass er schnell Freunde findet mit denen er gemeinsam gegen die Intrigen des Stadtpräsidenten kämpft, der die Gemeinschaft mit aller Macht aus dem Dom vertreiben möchte.

Meine Eindrücke
Das Buch wird mit „ein packender Zukunftsroman“ beworben. Deshalb hatte ich ein etwas futuristischeres Köln erwartet, als es hier im Buch beschrieben wird. Manche Jugendliche tragen neue Textilien aus Hightechfasern und die Fahrzeuge haben sich auch etwas verändert, aber das war es im Grunde schon.
Es ist zwar durchaus realistisch, dass sich unsere Welt in 35 Jahren nicht gravierend verändert, aber von einem Zukunftsroman hatte ich mir einfach ein paar Fortschritte und Entwicklungen erhofft.

Trotzdem habe ich Antons Geschichte gerne gelesen. Wir erleben wie sich innerhalb der drei beschriebenen Tage sein ganzes Leben ändert und er immer wieder an seine Grenzen gehen muss. Dabei erlebt er seine erste große Liebe und wird mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert.

Ab und zu sind mir Dinge aufgefallen, die mich beim Lesen gestört haben, denn leider ist die Handlung nicht immer logisch und nachvollziehbar.

Immer wieder werden Straßennamen und Details des Domes erwähnt, was vor allem für Kölner interessant sein dürfte. Zum Glück geschieht dies in einem Maß, das mich nicht gestört hat.

Sobald es um Antons Eltern ging, wurde ich wütend beim Lesen. Ihnen ist ihr Kind total egal. Sie machen sich keine Sorgen um ihn und ich hatte sogar das Gefühl, dass er ihnen lästig ist. Es wird nichts Positives über sie erwähnt. Generell wird eine deutliche Schwarz-Weiß-Malerei betrieben. Hier gibt es nur gut oder böse, und das sehr ausgeprägt.

Wenn Anton nicht gerade von einer Bande Jugendlicher angegriffen oder verfolgt wird, verläuft die Handlung eher ruhig. Wir erleben, wie Anton mit seinen neuen Freunden den Dom erkundet und erfahren wie die Dombauer leben, wie sie arbeiten und wie sie organisiert sind.
Mir hat das gut gefallen, doch ich bin mir nicht sicher, ob sich junge Leser dafür begeistern können, denn richtig spannend wird es erst zum Ende hin.

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Leider enttäuschend

Das Jugendbuch von Christopher Schmitz spielt im Köln der Zukunft. Anton und seine Eltern werden in die im Kölner Dom lebende Gemeinschaft aufgenommen und Anton erlebt dort ein großes Abenteuer…. Soweit die Ankündigung.

Zuerst muss ich sagen, dass ich das Buch optisch einfach toll finde. Das Cover mit dem Dom wirkt durch die Farbgebung tatsächlich futuristisch und macht gleichzeitig direkt auf den Bezug zu Köln aufmerksam. Das Hardcover-Buch ist gut gebunden und die Domskizzen auf der Coverinnenseite verstärken den hochwertigen Eindruck.

Umso enttäuschter war ich dann leider von dem Inhalt des Buches. Statt eines spannenden Jugend-Dystopien-Romans erwartet mich… nun ja, eine Aneinanderreihung von einzelnen Szenen, die willkürlich wirkt und bei der die einzelnen Szenen kaum Relevanz und Bezug zueinander haben. Außerdem werden immer wieder Stichwörter eingestreut, die dann nicht weiter erläutert werden (z.B. werden verschiedene Werkzeug aufgelistet, ohne zu erklären, wofür diese da sind: „Stahlfäustel, Holzknüpfel, Druckluftmeißel.“ (S.54)).

Auch die Handlungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar. Wieso zeigt Milena dem Neuankömmling Anton direkt ihr Geheimversteck, wenn keiner ihrer anderen Freude dieses kennt? Wieso kümmert sich der wichtige Dombaumeister, das Oberhaupt der Gemeinschaft, ständig persönlich um Anton, den Sohn der neuen Angestellten? Wieso hat Anton so oft Migräneanfälle? Warum stottert Anton von einer auf die andere Szene plötzlich nicht mehr? Und wieso bringt der Stadtpräsident zur 4-Augen-Besprechung mit dem Dombaumeister nicht nur seinen 13-jährigen Sohn, sondern auch noch dessen gesamte Clique mit (die zuuufällig die Feinde von Anton sind)? …

Leider erfährt man auch kaum etwas über das Leben in dieser Zukunftsvision insgesamt. Warum gibt es im Dom eine eigene Gemeinschaft? Wie sieht das Leben draußen aus und wie unterscheidet es sich von heute? Offenbar gab es weder eine Katastrophe noch Kriege oder ähnliches.

Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, da er vor allem zum Beginn aus kurzen „Sätzen“ bestand, die diese Bezeichnung teilweise nicht verdient haben (z.B. „Noch wenige Meter und er hatten den Südturm erreicht und konnte sich in Sicherheit bringen. Dort, wo er jetzt wohnte. Wo er gestern Abend eingezogen war, zusammen mit seinen Eltern.“ (S.11))

Erst im letzten Drittel des Buches entwickelt sich tatsächlich eine Art Handlung, die für 10-Jährige vielleicht spannend sein könnte, die jedoch für mich sehr vorhersehbar war. Leider trotz der tollen Aufmachung kein Buch, dass ich guten Gewissens weiterempfehlen könnte.

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