Katja Brandis: Floaters: Im Sog des Meeres

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Katja Brandis: Floaters: Im Sog des Meeres
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783407811943

Informationen zum Buch

Seiten
473

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Mutter lächelte sie an und strich Malika eine Strähne ihrer windzerzausten braunen Haare hinters Ohr.

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Piraten, die damit Geld machen, Umweltaktivisten, die nicht nur dem Müll trotzen: Katja Brandis aufwühlender Roman über die Bedrohung unseres Ökosystems. 2030, mitten im Pazifik: Ein gigantischer Teppich aus Plastikmüll. Der Milliardär Benjamin Lesser will diesen Müllstrudel recyceln. Mit an Bord seines Spezialschiffes sind die Zwillinge Danilo und Malika. Doch »Floaters« und andere Müll-Piraten haben längst begonnen, die Abfälle auszubeuten und verteidigen gewaltsam ihr Revier. Lessers Schiff wird angegriffen und die Crew auf eine alte Bohrinsel verschleppt. Unter den Entführern ist der junge Arif – er scheint Malika beschützen zu wollen. Kann sie ihm vertrauen?

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Spannendes Jugendabenteuer mit realem Hintergrund


Die Zwillinge Danilo und Malika haben viele Jahre mit ihren Eltern auf See gelebt. Damals sind sie das erste Mal dem sogenannten "Müllstrudel" begegnet, einem gigantischen Müllteppich im Pazifischen Ozean. Der Gedanke daran, was all dieser Plastikmüll dem Meer und seinen Bewohnern antut, ist Malika seitdem nie wieder vergangen. Als sie von dem Milliardär Benjamin Lesser hört, der plant, mit einigen Schiffen den Kampf gegen den Müll aufzunehmen, ist sie Feuer und Flamme. Für Malika steht fest, dass sie und Danilo mit an Bord sein müssen. Zuerst sieht es nicht so gut aus, aber schließlich steht fest, dass sie mit dabei sein dürfen. Doch im Pazifik angekommen, stellen sich plötzlich Probleme und Gefahren heraus, mit denen keiner gerechnet hat!

Parallel zu Malikas Geschichte lernen wir Arif kennen, einen jungen Indonesier, dessen Fischerboot von Piraten überfallen wurde. Er hat nur knapp überlebt und befindet sich nun auf dem Piratenschiff, wo er wohl oder übel mitarbeiten muss, um am Leben zu bleiben. Obwohl er kein Krimineller sein will, freundet er sich nach und nach ein bisschen mit seinem neuen Leben an, allerdings kämpft er auch immer weiter mit seinem Gewissen, das ihm sagt, dass es falsch ist, andere Schiffe zu überfallen, auszurauben und die Mannschaften schlimmstenfalls dem Tod zu überlassen. Doch welche Wahl hat er? Wenn er wenigstens seiner Familie ein Lebenszeichen zukommen lassen könnte. Doch die Kommunikationsmöglichkeiten an Bord werden streng überwacht, man vertraut ihm noch lange nicht vollständig.

Die beiden Handlungsstränge werden zuerst parallel und abwechselnd erzählt, bis die Geschichten von Malika und Arif schließlich zusammentreffen. Für meinen Geschmack waren es ein paar Nebenfiguren zu viel, denen dann nicht genug Raum gegeben werden konnte. Hier hatte ich teilweise Probleme, die Personen überhaupt alle auseinanderzuhalten und es hätten für mich auch einfach ein paar weniger sein dürfen.

Die Autorin erzählt aber auf jeden Fall ein spannendes Jugendabenteuer, dessen Botschaft ganz sicher nicht nur für junge Menschen, sondern für uns alle gilt: vermeidet Müll und wenn er sich schon nicht vermeiden lässt, schmeißt ihn nicht irgendwo in die Landschaft! Der Pazifische Müllstrudel ist bedauerlicherweise keine Erfindung, sondern traurige Wahrheit und die Folgen davon treffen uns alle, denn das zersetzte Mikroplastik landet im Verlauf der Nahrungskette auch wieder in unseren Mägen!

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Plastikmüll in unseren Ozeanen

Mai 2024
Die Zwillinge Danilo und Malika sind mit ihren Eltern auf ihrem Katamaran Skylark im Pazifik unterwegs. Sie befinden sich etwas weiter nördlich als geplant und auf der abweichenden Route schwimmen auf einmal Dinge wie Badeentchen, Fischernetze, Turnschuhe, Plastikflaschen und Mülltüten auf der Meeresoberfläche am Katamaran vorbei. Sie befinden sich direkt am größten Meeres-Müllstrudel der Welt. Als Malika sich der Ausmaße dieses Strudels bewusst wird, kommt ihr die Idee man könne die nicht benötigten Fischerbote (da die Fische immer weniger werden) dazu zu nutzen diesen Müllberg abzufischen. Zur Umsetzung dieser Idee ist sie jedoch viel zu jung.

Mai 2030
Genau 6 Jahre später lesen Malika und Danilo einen Zeitungsartikel über einen Unternehmer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat den Plastikmüll aus dem Meer zu fischen.

Malika und Danilo bewerben sich erfolgreich bei Umweltaktivist und Milliadär Benjamin Lesser um einen Platz in seiner Müll-Crew.

Meine Meinung:

Dieses Jugendbuch von Katja Brandis beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema unserer Zeit: Der Plastikmüll in unseren Meeren

Wir lernen die Zwillinge Danilo und Malika kennen, die im Jahr 2024 bei ihrem ersten Kontakt mit dem Müllstrudel erst 12 Jahre alt sind. Sie haben 6 Jahre mit ihren Eltern auf See verbracht und sind dann bei ihrer Tante in Hamburg „gestrandet“. Die Mutter hat einen Job als Nanotechnikerin in einem Krankenhaus in Hessen angenommen und der Vater ist als Skipper auf der vermieteten Skylark unterwegs. Da die beiden sich bei ihrer Tante in einem Mehrparteienhaus nicht wohl fühlen und wieder zurück aufs Meer wollen, sprechen sie bei Benjamin Lesser vor um Teil seiner Müll-Crew zu werden. Tatsächlich nimmt Lesser sie mit und so machen sie sich mit einer Flotte von 3 Schiffen auf in den Pazifik um dort den Müll abzufischen und zu recyclen.

Sie haben jedoch die Rechnung ohne die Piraten gemacht.

Im zweiten Erzählstrang treffen wir auf Arif. Er arbeitet als Schiffsjunge auf einem alten Fischerkahn und der Kapitän, ein Freund seines Vaters, hat sich heute, ausnahmsweise, einmal weiter aufs Meer hinaus gewagt in der Hoffnung endlich einmal ein paar Fische zu fangen. Weil der Radarreflektor defekt ist konnte das Schiff nicht geortet werden und die in der Nähe befindlichen Piraten dachten es handele sich um ihresgleichen die nicht entdeckt werden wollen – und schießen den Kutter ab. Arif ist der einzige Überlebende. Die Piraten fischen ihn aus dem Meer und er findet sich auf der Mata Tombak wieder - einem vom Radar nicht erfassbaren Tarnkappenboot. So wird Arif unfreiwillig zum Piraten.

Die Geschichte wird immer abwechselnd erzählt – ein Kapitel von Malika und Danilo und ein Kapitel von Arif. So bekommt der Leser zeitnah mit was auf den Schiffen passiert bis zum Zeitpunkt an dem die Lesser-Schiffe und die Piraten aufeinandertreffen. Auch anschließend wird aus unterschiedlicher Sicht erzählt, aber die Schicksale von Malika, Danilo und Arif werden miteinander verwoben und es gibt bis zum Schluss jede Menge Action – auf den Schiffen und auf einer stillgelegten Bohrinsel mit Namen „Floater Town“.
Die Figuren von Malika, Danilo und Arif sind sehr schön ausgearbeitet. Sie sind Jugendliche, die das Leben gerade erst entdecken und sie handeln dementsprechend manchmal unüberlegt und/oder vorschnell. Zumindest in meinem Alter hält man manchmal die Luft an wenn sie etwas tun was so gar nicht gut auszugehen scheint aber der Sache dient. Manchmal handeln sie in einer Not aber auch ihrem Alter weit voraus. Das macht die Figuren authentisch. Auch die Nebenfiguren sind allesamt gut beschrieben und man kann sehr schnell Sympathie- und Antipathiepunkte vergeben.

Es wäre kein richtiges Jugendbuch wenn sich die Protagonisten nicht auch noch verlieben würden. Aber wer in wen .... das müsst Ihr selbst herausfinden.

Neben der unterhaltsamen Geschichte die erfunden ist, steckt dieses Buch voller Details die der Wahrheit entsprechen und von Katja Brandis hervorragend recherchiert wurden: Wir Menschen ersticken irgendwann in unserem Plastikmüll.

Ich wusste, dass wir viel Müll produzieren, das weiß vermutlich jeder der Augen und Ohren im Kopf hat, aber wie viel Müll das ist – und wir reden hier nur von Plastik, keinem anderen Müll - das hat mich geschockt.

Der Nordpazifikwirbel zwischen Nordamerika und Asien wird auch „großer pazifischer Müllstrudel“ (Great Pacific Garbage Patch) genannt. Dieser gigantische Wasserwirbel dreht sich träge im Uhrzeigersinn und umfasst einen Müllteppich aus Plastik der aus rund drei Millionen Tonnen besteht. Dieser Müllstrudel ist ungefähr so groß wie Mitteleuropa also 2 x so groß wie die USA!! Er ist der größte der 5 Strömungskreise in den Ozeanen. Aber auch in der Sargassosee im Nordatlantik (um 30° nördlicher Breite und 60° bis 75° westlicher Länge) als auch im nördlichen Atlantik (zwischen 22 und 38 Grad Nord) finden sich Müllstrudel gigantischen Ausmaßes.

Viel schlimmer aber als der Müll den man noch mit bloßem Auge sehen kann (und der ist schon schlimm genug !!) ist das Plastikpulver das entsteht wenn dieses im Meer schwimmende Zeug durch Sonneneinstrahlung und Wellenbewegungen quasi zermahlen wird – diese Plastikörnchen schweben im Wasser und werden von vielen Meerestieren aufgenommen in der Annahme es würde sich um Plankton handeln. Einige Tiere verenden an diesem Granulat wenn sie aufgrund der Unverdaulichkeit einen Darmverschluss bekommen, andere Tiere dienen der Nahrungskette des Menschen und so landet das Plastik dann in anderer Form bei uns auf dem Esstisch.

Es gibt Ansätze dazu, den Müll mit Schiffen abzufischen und direkt vor Ort zu recyclen bzw. in Treibstoff umzuwandeln. Die einfachste Sache wäre aber den Müll einzuschränken und auf andere Verpackungsarten umzuschwenken.

Beim Einkauf habe ich einmal bewusst darauf geachtet Lebensmittel zu kaufen die keine Plastikverpackung haben – es ist nahezu unmöglich. Selbst die Frischwurst wird beim Metzger in ein beschichtetes Papier eingepackt und dann doch in eine dünne Plastiktüte gesteckt. Warum muss eine Salatgurke in einer Zellophanhülle stecken? Und selbst in Karton eingepackte Lebensmittel werden noch einmal mit Plastikfolie umhüllt.

Wer mehr zum großen Müllstrudel wissen möchte – Tante Google spuckt da sehr viel aus incl. Bilder und Videos die einem das ganze Ausmaß vor Augen führen. Aus Urheberrechtsgründen verzichte ich auf meinem Blog auf Bildmaterial.

Ich danke Katja Brandis dafür, dass sie mich für ein Thema sensibilisiert hat, das mir so deutlich bisher nicht bewusst war.

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Plastikmüll im Meer

Die 12jährigen Zwillinge Danilo und Malika und ihre Eltern sind mit dem Katamaran Skylark im Pazifik unterwegs, als sie eine riesige Müllmenge entdecken. Es handelt sich um den größten Müllstrudel der Welt, der so groß ist wie Mitteleuropa.
Sechs Jahre später sind beide auf einer Perspektive für die Zukunft. In der Zeitung lesen sie, dass der Milliardär Benjamin Lesser den Plastikmüll aus dem Meer fischen will. Malika und Danilo wollen dabei sein.
Die Zwillinge sind mehr oder weniger auf dem Meer groß geworden und daher ist ihre Liebe zum Meer selbstverständlich. Malika hat sich in den Kopf gesetzt, etwas gegen diese Verschmutzung zu tun, als sie sich im Müllstrudel befand. Jetzt ist die Möglichkeit da und sie lässt sich durch nichts aufhalten, weder von Lessers Sekretärin noch davon, dass nur ein Platz frei ist beim Projekt. Sie will unter allen Umständen mit Danilo zusammen dabei sein.
Aber anscheinend wurde etwas blauäugig an die Sache herangegangen. Denn kaum haben sie ihre Arbeit begonnen, tauchen andere skrupellose Müllfischer auf und auch Piraten sehen gute Einnahmen. Auf dem Piratenschiff Mata Tombak ist auch Arif, wenn auch nicht freiwillig. Nachdem die Piraten „sein“ Schiff versenkt und ihn gerettet haben, muss er nun mitmachen, ob er will oder nicht.
Es macht einen schon nachdenklich, wenn man liest, welche Ausmaße die Verschmutzung durch Plastikmüll hat. Wenn man dann auch noch erfährt, wie die Tiere mit dem Müll zu kämpfen haben und dass vieles davon unweigerlich in der Nahrungskette wieder auftaucht, dann kann man doch gar nicht anders, als auf Plastiktüten und –verpackungen zu verzichten. Sollte man meinen! Leider machen es Industrie und Handel nicht leicht, die Vorsätze umzusetzen.
Diese Geschichte ist voll Action und spannend, gleichzeitig aber auch eine Geschichte über Liebe und Freundschaft. Im Mittelpunkt des Geschehens steht natürlich, wie bedenkenlos wir Müll anhäufen, wie leichtsinnig wir damit umgehen und wie rücksichtslos wir so die Umwelt zerstören. Das bringt einen zum Nachdenken und hoffentlich auch zur Änderung des Verhaltens.
Es ist ein Buch für Jugendliche, das auch für die „Älteren“ interessant ist.
Meine Leseempfehlung für ein unterhaltsames Buch.

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Im Sog des Müllstrudels...

Die Zwillinge Danilo und Malika haben schon ihr ganzes Leben auf dem Meer verbracht und es lieb gewonnen. Umso schlimmer trifft es sie, dass immer mehr Plastikmüll im Meer landet, es verschmutzt, die Fische krank macht und mit einem vollen Plastikmagen verhungern lässt. Da kommt doch die Mission von Millionär Benjamin Lesser, der den Plastikmüll aus dem Meer fischen und recyceln will, wie gerufen. Was sie allerdings noch nicht ahnen: Müllfischer und Piraten, die das Plastik für sich beanspruchen, treiben dort schon ihr Unwesen. Darunter auch der unfreiwillige Pirat Arif. Nach einem schweren Schicksalsschlag ist er auf dem schier unbesiegbaren Piratenschiff gelandet. Umweltschützer und Piraten befinden sich unausweichlich auf Kollisionskurs…

Schon zu Beginn dieser Geschichte wird klar, dass es sich nicht nur um ein unterhaltsames und spannendes Buch handelt, sondern dass es auch noch ein ziemlich wichtiges Buch ist. Denn auch wenn diese Geschichte in der nahen Zukunft spielt, den pazifischen Müllstrudel gibt es jetzt schon. Schildkröten verfangen sich in Plastiktüten, Albatross-Küken verhungern mit einem Bauch voller Plastik, weil ihre Mütter Plastik und echte Nahrung nicht voneinander unterscheiden können. Die Gefahr durch den Plastikmüll ist ein großes Thema in dieser Geschichte und man erfährt zwischendurch immer wieder erschreckende Fakten und Konsequenzen, die von der Autorin Katja Brandis sorgfältig recherchiert und glaubwürdig in die Geschichte eingearbeitet wurden.

Und doch ist Plastik natürlich nicht das einzige Thema. Es geht um das Leben auf dem Meer, um die Atmosphäre und den Zusammenhalt auf den Schiffen, sei es nun bei den Umweltschützern oder bei den Piraten. Es ist außerdem eine Coming of Age-Geschichte. Besonders die Zwillinge und auch Arif erleben eine beeindruckende charakterliche Entwicklung. Zudem ist Floaters auch noch durchweg spannend: Piratenabenteuer (mit bösen Piraten!) erleben wir hier von beiden Seiten, die der Täter und die der Opfer; zarte Liebesgeschichten entwickeln sich inmitten all der Gefahr (die mir allerdings zeitweise ein wenig zu gehetzt erschienen); Lebensweisen und -gemeinschaften mitten auf dem Meer, die man sich als Landratte kaum vorstellen kann, werden hier spürbar und mitreißend gezeigt.

Katja Brandis hat hier eine brandaktuelle, wichtige und spannende Geschichte geschaffen, die ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen kann.

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Floater-Im Sog des Meeres


Die Zwillinge Malika und Danilo verbringen ihre Kindheit mit den Eltern auf einem Katamaran. Dabei bleibt besonders bei Malika ein Erlebnis haften. Sie sehen den riesigen Müllstrudel, der sich im Pazifischen Ozean sammelt und dort in einer Strömung im Kreis treibt. Als die Zwillinge gerade ihr Abi in der Tasche haben, liest Malika einen Artikel über den Milliardär Benjamin Lesser, der mit drei Schiffen genau diesem Müllstrudel zu Leibe rücken will. Malika ist sofort Feuer und Flamme und will bei diesem Projekt unbedingt dabei sein. Nach leichten Startschwierigkeiten gelingt es ihr, sich und Danilo bei der Mannschaft unter zu bringen.

In einem parallelen Handlungsstrang lernen wir Arif kennen. Das Fischerboot, auf dem Arif sich befindet, wird von Piraten versenkt und Arif wird von den Piraten aufgefischt. Er hadert mit seinem Schicksal und sein größter Wunsch ist es, seine Familie zu informieren das er noch lebt. Aber genau das wird ihm verwehrt. Nach und nach akzeptiert Arif einige Mitglieder unter den Piraten, nur mit ihren Taten, kann er sich nicht wirklich anfreunden.

Diese beiden Handlungsstränge laufen irgendwann zusammen und es wird für die Akteure der Geschichte teilweise gefährlich. Für den Leser wird es spannend und gleichzeitig informativ. Auch wenn ich das Jugendalter schon etwas länger überschritten habe, hat mir dieser Jugendroman sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht und weckt noch mal die Sicht auf unseren Umgang mit Plastikmüll. Vielleicht bewirkt das ja im kleinen Stil ein bisschen

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