Katrin Lankers: Frozen Time

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Katrin Lankers: Frozen Time
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783760789613

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Gesundheit, Glück und langes Leben sind die höchsten Güter unserer Gesellschaft.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Die 16-jährige Tessa Morton erwacht auf einer Intensivstation – und hat ihr Gedächtnis verloren. Bis auf eine immer wiederkehrende Erinnerung: Das hübsche Gesicht eines Jungen, mit dem sie sich innerlich tief verbunden fühltAls der junge Arzt Milo ihr helfen soll, ihre Amnesie zu überwinden, erfährt Tessa nach und nach mehr über die wahren Hintergründe ihrer vermeintlichen Krankheit. Das Bild des Jungen stammt aus der Vergangenheit, und Tessa war Teil des Projekts "Frozen Time" ...

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Die Gesellschaft im Jahr 2100

Wir befinden uns im Jahr 2100. Die 16jährige Tessa erwacht auf einer Intensivstation, kann sich aber an nichts erinnern. Man erzählt ihr, sie hätte eine schwere Infektion gehabt, infolge derer sie ihr Gedächtnis verloren habe. Um ihr zu helfen, ihre Erinnerungen wiederzufinden, wird ihr der junge Arzt Milo zur Seite gestellt. Gemeinsam gehen sie die verschiedensten Techniken durch, besuchen Orte, die Tessa kennen müsste – doch nichts funktioniert, der Zugang zu ihren Erinnerungen bleibt Tessa verschlossen. Nur ein Gesicht blitzt immer wieder vor ihren Augen auf, doch wer ist oder war dieser Junge und in welcher Verbindung steht Tessa zu ihm?

Die Welt im Jahr 2100 hat sich im Vergleich zu heute ziemlich gewandelt, aber nicht unbedingt zum Schlechten. Die Gesellschaft hat sich vom Modell der Familie getrennt, nach einer verheerenden Pocken-Epidemie ist die Gesundheit der Menschen einer der Eckpfeiler der neuen Gesellschaftsordnung. Jeder hat sein Bestes zum Wohl der Gesellschaft beizutragen. Für Individualität und freie Entscheidungen ist in diesem System allerdings wenig Platz, das Wohl des Ganzen steht über dem Wohl des Einzelnen, dafür wurden aber die meisten Krankheiten besiegt und jeder ausreichend Nahrung und sonstige Bedarfsgegenstände auf Knopfdruck.

Die Geschichte beginnt spannend und das Rätsel um Tessas Vergangenheit hält das Spannungsniveau auch weiterhin konstant hoch. Nach und nach kristallisiert sich eine Verbindung zu einem medizinischen Projekt heraus, aber die genauen Zusammenhänge erschließen sich dann erst am Ende.

Tessa und Milo als Hauptfiguren blieben mir ein wenig zu blass, vor allem Milo, dem ich über weite Strecken des Buches nicht wirklich vertrauen konnte, da mir seine Motivation nicht wirklich klarwurde.

Immer wieder tauchen Hindernisse auf der Suche nach Tessas Erinnerungen auf, diese werden allerdings meist recht schnell überwunden. An einigen Stellen erschien mir das fast zu leicht und ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Gerade am Ende fand ich es erstaunlich, wie einfach Tessa schließlich an ihr Ziel kommt. Dennoch wurde ich gut und spannend unterhalten.

Angenehm finde ich, dass es sich hier um einen Einzelband handelt und nicht mal wieder um den Auftakt zu irgendeiner Reihe. Die Welt, in der die Handlung spielt, würde allerdings durchaus noch Raum für eine weitere Geschichte hergeben – die ich dann auch gerne lesen würde!

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Gelungene Jugenddystopie / Einzelband!

Im Jahr 2100 erwacht ein junges Mädchen in einem hochmodernen MedCenter. Sie hat keine Erinnerung an die Zeit, bevor sie an einer Virusinfektion erkrankte. Ihr Ich scheint ausgelöscht, lediglich medizinische Fachkenntnisse sind wie selbstverständlich vorhanden. Die Pfleger nennen sie Tessa Morten und stellen ihr einen speziellen Memo-Trainer zur Seite. Mit Hilfe von Milo soll sich Tessa ihre Erinnerungen zurückerobern, die in den Tiefen ihres Gehirns vergraben sind. Bei der Rekonstruktion kommen jedoch unglaubliche Dinge ans Licht...

"Ich stelle mir mein Gehirn wie ein Labyrinth vor, wandere in Gedanken durch die leeren Gänge, ohne zu wissen, wohin sie mich führen."

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die Dystopie empfängt den Leser direkt in einer intelligenten Gesellschaftsstruktur. Roboter erledigen die körperlichen Arbeiten, jeder Schritt wird kontrolliert, Geburten finden nur mit perfektem Genmaterial statt und das Umfeld wird an persönliche Vorlieben angepasst. Ein perfektes Setting also, um eine spannende Handlung einzugliedern. Das schafft Katrin Lankers auch, doch ich hatte ein kleines Problem": Durch einige Hinweise im Text hatte ich sofort eine Spekulation verinnerlicht, die später auch tatsächlich zutraf. Das nahm natürlich etwas den Überraschungseffekt, aber ich habe trotzdem gern diese Jagd nach der Wahrheit verfolgt.

Der Schreibstil ist angenehm und begünstigt ein flüssiges Lesen. Auch den Hauptprotagonisten Tessa und Milo konnte ich sehr gut folgen. Das lag sicher auch mit daran, dass die Handlung aus Tessas Sicht beschrieben ist. Jeden kleinen Fortschritt hat man so direkt mitbekommen. Über die Nebencharaktere hätte ich manchmal gern mehr erfahren, wobei man darüber aber streiten könnte. Wichtig für die Story ist es sicher nicht, aber wenn ich mich wohlfühle, darf es gern auch etwas ausführlicher sein. Das würde ich der Autorin jedoch nicht ankreiden, es ist eher ein persönliches Empfinden.

Katrin Lankers bringt den Roman zu einem runden Ende und geht auch in der Danksagung nochmals auf ein paar Hintergründe ein. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass es sich um einen Einzelroman handelt. So erübrigen sich diese furchtbaren Wartezeiten bis zum Folgeband, wo man sich an kaum noch etwas erinnert und sich neu einfinden muss.

Fazit: Gelungene Jugenddystopie, manchmal jedoch etwas zu einfach in der Problemlösung.

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Projekt „Frozen Time“ für ein langes Leben

Die 16-jährige Tessa erwacht nach einer Viruserkrankung auf der Intensivstation und kann sich an nichts mehr erinnern. Zusammen mit dem Memo-Trainer Milo versuchen die Ärzte, ihren Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Lediglich an einen Jungen kann sie sich erinnern, der irgendwie mit ihrer Vergangenheit zusammenhängt. Steht ihre Vergangenheit in Verbindung mit dem Projekt „Frozen Time“, bei dem ausgewählte Menschen eingefroren werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederzubeleben und ihnen damit ein langes Leben zu ermöglichen?

Die Handlung spielt im Jahre 2100 innerhalb der Vereinigten Nationen Europas. Vor 65 Jahre fiel ein Großteil der Einwohner Europas einem sehr aggressiven Pockenvirus zum Opfer, daher wird in der Gesellschaftsordnung von 2100 das Hauptaugenmerk auf die Gesundheit und ein langes Leben gelegt. Diesen Zielen dient auch das Projekt „Frozen Time“ – das Prestigeobjekt der europäischen Regierung -, einer speziellen Therapie, die ein längeres Leben ermöglichen soll.

Das Buch liest sich sehr flüssig und spannend und hält einige Wendungen bereit, die mich überrascht haben. Die Beschreibungen der Gesellschaftsordnung sind detailliert und gut verständlich – und ich konnte aufgrund der Vorgeschichte mit dem Pockenvirus auch nachvollziehen, warum sich die Gesellschaft so entwickelt hat.

An manchen Stellen ging mir die Handlung allerdings etwas zu glatt über die Bühne, da hätten meiner Meinung nach etwas mehr Schwierigkeiten auf die Protagonisten warten können. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das wirklich alles so reibungslos und unbeachtet ablaufen würde.

Tessa als Hauptprotagonistin mit ihrer Art, die Dinge zu hinterfragen, hat mir sehr gut gefallen. Die Entwicklung von Milo gefällt mir ebenfalls gut, auch wenn sich für meinen Geschmack bei ihm manche Dinge zu schnell entwickelt haben. Teilweise hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe für die Figuren gewünscht, weil ich die ein oder andere Figur ebenfalls sehr interessant fand.

Den Epilog fand ich sehr schön, da man hier noch etwas über die Zukunft der Hauptprotagonisten und ihrer Gesellschaft erfährt. Allerdings hätte ich mich gefreut, auch noch etwas über das Schicksal des einen oder anderen Charakters zu erfahren.

Mir hat das Buch spannende Lesestunden beschert und ich freue mich nun auf weitere Werke von Katrin Lankers.

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Frozen Time

Tessa ist 16 Jahre alt, als sie auf einer Intensivstation eines Krankenhauses erwacht. Sie kann sich an nichts erinnern. Was ist mit ihr passiert? Um ihre Amnesie zu überwinden, wird ihr der junge Medizinstudent Milo zur Seite gestellt. Er soll ihr helfen, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Doch ist das wirklich der wahre Grund?

Mein Leseeindruck:
Die Geschichte spielt in der Zukunft, so dass sich dem Leser eine völlig neue Welt eröffnet, in der die Wissenschaft und die Technik sehr weit fortgeschritten sind.
Wie immer bei Dystopien benötige ich eine gewisse Einlesezeit, um mich in den neuen Welten zurechtzufinden. Bei diesem Buch ging es eigentlich recht schnell, denn die Geschichte liest sich sehr flüssig und schnell.
Tessa als Hauptprotagonistin war mir sehr sympathisch, allerdings habe ich manchmal ein bisschen Tiefe bei den Figuren vermisst.
Ein anderer Kritikpunkt ist die Geschichte an sich. Sie lief mir stellenweise einfach zu glatt. Es gab kaum Schwierigkeiten, und wenn doch, konnten diese fast mühelos überwunden werden.
Trotzdem hat mir das Buch aber gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen.

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Rasant und spannend aber in brenzligen Situationen zu einfach.

Ein Mädchen erwacht mit schrecklichen Schmerzen und ohne Erinnerung im Jahr 2100 auf der Intensivstation eines MediCenters. Sie weiß weder wie sie heißt oder wie alt sie ist, noch kennt sie das Jahr in dem sie sich befindet. Von einer Medi erfährt sie schließlich, dass sie Tessa Morten heißt, sechzehn Jahre alt ist und von einem mutierten Virus befallen wurde, der einige Nervenverbindungen in ihrem Gehirn zerstört hat und somit ihre Erinnerungen erst in nächster Zeit nach und nach wiederkommen werden. Tessa hat medizinische Kenntnisse, ohne zu wissen, woher sie diese hat - sie sind einfach da. Schließlich wird ihr Milo, ihr persönlicher Memo-Trainer, zur Seite gestellt, der ihren Erinnerungen wieder auf die Sprünge helfen soll, doch der Erfolg bleibt zunächst aus. Sie sieht einzig immer wieder einen blonden Jungen vor Augen, bei dem sie ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit empfindet aber einfach nicht weiß, wer er ist und welche Rolle er in ihrem Leben gespielt hat. Als sie sich einem Gehirnscan unterziehen muss und anschließend belauscht, dass sie einem Mentizid - einer Gehirnwäsche - unterzogen werden soll, flieht sie aus dem MediCenter und verwickelt Milo in ihre Flucht in den Untergrund. Tessa beschließt, ihren Erinnerungen an den blonden Jungen nachzugehen und entdeckt Ungeheuerliches...

Nach einer verheerenden Pockenepidemie im Jahr 2035 wurde die Bevölkerung des damaligen Europas so stark dezimiert, dass sich die Überlebenden in zehn Metropolen zu den Vereinigten Europäischen Nationen zusammenschlossen um alle Bürger bestmöglich versorgen zu können.
Der Prolog der Geschichte besteht aus den sieben Regeln der neuen Gesellschaftsordnung, die auf den ersten Blick eher nach Utopie klingen und nicht nach Dystopie, doch bei genauerer Betrachtung beschneidet sie doch in weiten Teilen die Persönlichkeit und das Recht auf Freiheit, so wie wir es heute kennen. Allerdings sind diese Regeln nach einer solch dramatischen Epidemie auch nachvollziehbar. Die Welt im Jahr 2100 ist hochtechnisiert, die Krankheit Krebs besiegt, jeder erwachsene Bürger geht einer sinnvollen und für ihn geeigneten Beschäftigung nach und der Leitsatz lautet: Gesundheit, Glück und ein langes Leben - schön, nicht wahr?
Doch es gibt auch andere Seiten dieser Gesellschaft und Tessa führt uns Leser in der Ich-Form in das Leben dort ein. Dadurch, dass sie keine persönlichen Erinnerungen hat und mit ihrem Memo-Trainer verschiedene Orte außerhalb des MediCenters besucht, lernt man nicht nur die verschiedenen Einrichtungen dieser Gesellschaft und die technischen Errungenschaften kennen, sondern auch die Überwachungsmechanismen der Regierung, die auf mich faszinierend und erschreckend zugleich wirkten.

Tessa ist eine sympathische Protagonistin. Man spürt zu Beginn ihre Verzweiflung, weil sie sich an nichts erinnern kann und begleitet sie mit all ihren Gedanken und Erkenntnissen durch die Geschichte.
Milo war mir zu Beginn sehr unsympathisch, weil er nur seine Karriere und sein persönliches Vorankommen zu verfolgen schien aber es steckt doch viel mehr in ihm, als man zunächst vermutet.

Das Tempo der Geschichte ist rasant und die Spannung durchgängig hoch. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits hätte es für mich an der ein oder anderen Stelle etwas ausführlicher zugehen dürfen. Alles an diesem Roman ist gut durchdacht und stimmig und selbst die Fragen, die man sich vermutlich zwangsläufig stellt, werden am Ende des Buches in den Nachbemerkungen der Autorin beantwortet. Der Verlauf dieser Geschichte lässt immer wieder Spielraum für die eigene Fantasie und führt zu Spekulationen, die nicht immer in die richtige Richtung gehen. Die vielen unerwarteten Wendungen in diesem Roman halten die Spannung auf einem hohen Niveau.
Der Schreibstil von Katrin Lankers ist einfach und lässt sich sehr gut lesen. Sie hat mir durch ihre Beschreibungen diese Welt und auch die technischen Errungenschaften bildlich vor Augen geführt. Ein bisschen mehr Tiefe und Gefühl hätte ich mir für die Protagonisten gewünscht. Mein einziger, wirklicher Kritikpunkt liegt darin, dass die brenzligen Situationen zu glatt und ohne nennenswerte Probleme abliefen.

„Frozen Time“ ist eine hervorragend durchdachte Dystopie, die in ein hochentwickeltes Jahr 2100 und in die totale Überwachung, wie wir sie uns heute nur schwer vorstellen können, führt. Spannend und in rasantem Tempo führt uns die Autorin vor Augen, wozu Macht und die scheinbar unerschöpfliche Gier des Menschen führen kann. Ein wirklich sehr empfehlenswertes Jugendbuch, bei dem mich nur die etwas zu einfache Auflösung von brenzligen Situationen gestört hat.

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Es lebe das Leben und die Überwachung

Zum Inhalt:

In einer fernen Zukunft, die geprägt wird von sieben Regel, die wiederum bindend für alle sind. Und ihr Hauptaugenmerk auf der Gesundheit, dem Glück und einem langen Leben für alle Bürger in diesem Staat haben. Beginnt die Geschichte mit einem jungen Mädchen, welches in einem Krankenhaus, dem MediCenter plötzlich aufwacht und sich an nichts mehr in ihrem Leben erinnern kann. Für solle Fälle gibt es persönliche Trainer, einer davon ist Milo. Er versucht zusammen mit dem Mädchen ihr Erinnerungsvermögen an zu kurbeln. Leider außer ihrem Namen Tessa und einer Erinnerung an einen Jungen mit Namen Finn kommt am Anfang in der Zusammenarbeit mit Milo nicht viel heraus. Eine Gruppentherapie soll weiterhelfen und durch ein Mitglied in dieser Gruppe kommen plötzlich Bruchstücke ans Licht. Von denen Tessa nicht weiß, was sie zu bedeuten haben. Rose war sie in Tessas früherem Leben Freundin oder Feindin und was mag nur dieses Projekt "Frozen Time" nur dauert sein. Vom dem Rose meint es wäre ein Fehlschlag. Und als man dann auch noch versuchen will Tessas Gedächtnis zu lösen von Seiten des MediCenter. Steht für Tessa fest hier stimmt was nicht und sie flieht in den Untergrund und versucht Licht in ihre Vergangenheit zu bringen.


Meine Meinung:

Eine Welt in der das Hauptaugenmerk auf die Gesundheit, Glück und ein langes Leben gelegt wird. Läuft nur nach bestimmten Regeln ab. Denn nach einer großen Seuche hat es diese Gesellschaft geschafft, dass es keine Krankheiten gibt und das ein Leben von 120 Jahren normal ist. Dafür werden die Menschen, aber auch dauert mit unterwelligen Botschaften bombardiert. "Wasser ist gesund" usw. In dieser Gesellschaft zählt der Einzelne nichts und nur die Gesellschaft als Gesamteinheit ist wichtig und von Nutzten. Es werden bestimmte Menschen ausgewählt, die genetisch extrem gut sind für die nächste Generation von Kindern. Da wird nichts dem Zufall überlassen.

Schön wie es die Autorin schafft uns Lesern so eine Welt vor Augen zu führen. Mit all ihren Vor und Nachteilen und sie zeigt auch die Gier der Menschen auf ewiges Leben und welche Folgen das haben könnte.

Manchmal gibt es leider etwas einfache Lösungsweg, wenn die Protagonistin Tessa bestimme Probleme lösen muss, aber trotz allem eine wirklich spannende und geschickt, gesponnene Geschichte.
Kompakt und in einem Band, was mir auch sehr gut gefällt.

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Frozen Time

Inhalt
Als die 16jährige Tessa im Jahr 2100 endlich auf einer Intensivstation erwacht, kann sie sich an nichts mehr aus ihrem Vorleben erinnern. Anscheinend wurde ihre Amnesie durch eine schwere Krankheit verursacht. Um ihre persönlichen Erinnerungen wiederzuerlangen, wird Tessa der junge Medi Milo als ihr Gedächtnistrainer zugeteilt. Trotz großer gemeinsamer Anstrengungen scheinen ihre Erinnerungen zunächst sehr lückenhaft zu bleiben. Nur hin und wieder sieht sie das Gesicht eines blonden Jungen vor sich, dem sie sich sehr verbunden fühlt. Erst allmählich kommen Tessa und Milo den wahren Hintergründen ihrer Amnesie auf die Spur und decken schließlich ein für sie sehr gefährliches Geheimnis auf. Was hat es mit dem Forschungsprojekt “Frozen Time” und dem mysteriösen Jungen aus ihrer Erinnerung wirklich auf sich? Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit beginnt für Tessa ein Wettlauf gegen die Zeit …

Meine Meinung
Mit “Frozen Time” ist der deutschen Autorin Katrin Lankers eine sehr interessante, gut durchdachte und zugleich fesselnde Dystopie für Jugendliche gelungen, die sich erfreulich aus der Masse der veröffentlichten Dystopien heraushebt und als Einzelband in sich abgeschlossen ist.
Überzeugen konnte mich die Autorin auch mit den im Roman angeschnittenen Themen, die zum Nachdenken und zu intensiver Auseinandersetzung anregen und zugleich reichlich Diskussionsstoff zu Themen wie Unsterblichkeit, Transplantation, Überwachungsstaat, Zukunftstechnologien und zukünftige Gesellschaftsformen liefern.
Bereits im Prolog bekommen wir einen Eindruck davon vermittelt, wie die Welt der Vereinigten Europäischen Nationen im Jahre 2100 aussieht. Hier werden die 7 Grundpfeiler der Gesellschaft vorgestellt, die uns deutlich zeigen, dass der Fortschritt und das allgemeine Wohl der Gemeinschaft höchste Priorität hat, und jeder Einzelne sich in die Gesellschaft einzubringen und unterzuordnen hat. Ein interessantes System mit sehr festen Regeln, doch scheint auch in dieser Gesellschaft nicht alles zum Besten bestellt zu sein.
Sehr gelungen ist der Einstieg in die Geschichte gewählt, die aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Tessa erzählt wird. Dadurch fällt es uns leicht, in das Geschehen einzutauchen, das mit ihrem benommenen Erwachen auf der Intensivstation beginnt. Sehr gut konnte mir vorstellen, wie sich Tessa die ersten Tage in dieser fremden Umgebung gefühlt haben muss, wie befremdlich sie ihre Amnesie, all die verwirrenden Gefühle und körperliche Schwäche empfunden haben muss. Genau wie sie haben wir keine Ahnung, wer sie ist, wie sie dorthin gekommen ist. Gemeinsam mit Tessa begeben wir uns auf die verzweifelte Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen und lernen erst allmählich ihre Umgebung und die Gesellschaft, in der sie lebt, kennen. Durch immer häufiger auftauchende Gedächtnisfetzen und ihre Ermittlungen erleben hautnah mit, wie Tessa dem überraschenden Geheimnis um das Projekt „Frozen Time“ und zugleich ihrer eigenen Identität auf die Spur kommt.
Die Autorin versteht es hervorragend, allmählich einen Spannungsbogen aufzubauen und die Spannung weiter zu steigern, indem sie uns beim Miträtseln auf falsche Spuren setzt und auch einige unerwartete Wendungen für uns bereithält. Fast zu rasch und komplikationslos verläuft allerdings das fesselnde Finale, bei dem Tessa auf ihrer letzten Mission zu keiner Zeit mit echten Hindernissen zu kämpfen hatte. Im anschließenden Epilog erhalten wir schließlich einen gelungenen Ausblick auf Tessas Zukunft.
In der stimmigen Auflösung werden alle wesentlichen Fragen zufrieden stellend geklärt, so dass eine Fortsetzung Geschichte zwar durchaus denkbar, aber keineswegs notwendig ist.
Die gut ausgearbeiteten Charaktere, die insgesamt sehr lebendig und authentisch wirkten, fand ich sehr gelungen. Vor allem die interessante und sehr selbstbewusste Protagonistin Tessa, die anfangs noch sehr distanziert wirkte, entwickelte im Laufe der Geschichte zunehmend Profil und wurde mir immer sympathischer.
Sehr fasziniert hat mich die hochtechnisierte Science-Fiction-Welt, die uns von der Autorin sehr anschaulich und mit vielen in sich stimmigen, gut recherchierten Details beschrieben wird.

Fazit
Eine fesselnde, gut durchdachte Dystopie für Jugendliche, die uns in eine faszinierende Science-Fiction-Welt entführt.
Sehr empfehlenswert!

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Projekt *Frozen Time* lässt einen tatsächlich frösteln ... *

Knapp 300 Seiten umfasst Katrin Lankers aktueller Jugendroman "Frozen Time". Es handelt sich um ein in sich abgeschlossenes Jugendbuch aus dem Bereich Dystopie, sprich um eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung. Empfohlen wird das Buch ab einem Lesealter von ca. 12 Jahren.

Das Cover:
Eisgrau mit großem pinken Schriftzug, die graue Eisschicht ist leicht angetaut, zerbrochen – dahinter schaut ein trauriges Mädchen mit kurzem dunklem Haar hervor, sie wirkt traurig, verweint, ihr Augen Make-up ist verschmiert und auf ihrem Gesicht sind dunkle Schattierungen.

Klappentext:
Als die 16-jährige Tessa, angeblich Opfer eines Virusinfekts, auf der Intensivstation erwacht, fehlt ihr jegliches Erinnerungsvermögen. Mit Milo soll sie an der Rekonstruktion ihrer Erinnerung arbeiten, kommt dabei aber einem unglaublichen Betrug auf die Spur. "Frozen Time", das medizinische Prestigeprojekt der Regierung, ist nicht, was es scheint. Diese spezielle Therapie, die privilegierten Bürgern ein langes Leben ermöglichen soll, hat einen entsetzlichen Preis. Und noch schlimmer: Tessa fürchtet, selbst ein ehemaliges Versuchskaninchen des Projekts "Frozen Time" zu sein...

Zum Inhalt:

Ganz konsequent habe ich beim Lesen versucht jedwede Parallele zu sonstigen Dystopien zu vermeiden – das Buch sollte eine reelle Chance bekommen. Ich glaube, das ist mir auch ganz gut gelungen, obwohl sich mir zumindest zu Anfang der Geschichte tatsächlich gleich einige aktuelle Dystopien mit ähnlicher Thematik aufgedrängt haben.

Wir schreiben das Jahr 2100. Nach einer verheerenden Pockenepidemie im Jahr 2035, bei der der Großteil der Bevölkerung zwischen 16 und 60 Jahren starb, werden zehn Metropolen unter der Regierung der Vereinigten Europäischen Nationen (VEN) gegründet. Für diese erlässt die Partei Silver Lions eine Verordnung mit sieben Grundregeln. Dabei stellen "Gesundheit, Glück und ein langes Leben" die höchsten Güter dieser Gesellschaft der Zukunft dar. Sie zu verfolgen und zu schützen ist ihr höchstes Ziel. Und dies setzen sie auch mit allen Mitteln durch. Die Menschen werden auf Schritt und Tritt mit sogenannten Insignals, eine Art Armbänder, auf denen alle Informationen gespeichert sind, überwacht. Die Bewohner führen ein zu 100% vom Staat bestimmtes, scheinbar aber idyllisches, Leben. Das herkömmliche System der Familie wurde abgeschafft und für Menschen, die sich ganz besonders um den Staat verdient machen, wurde das sogenannte Kryo-Programm "Frozen Time" ins Leben gerufen. Es soll ihnen ein längeres Leben in der Zukunft ermöglichen, doch alles hat seinen Preis...

Selten habe ich ein Buch schneller verschlungen und mich doch über die ganze Zeit wirklich prima unterhalten gefühlt. Frau Lankers versteht es zu schreiben, das ist keine Frage. Klar und schnörkellos kommt sie ohne großartige Umschreibungen und Ausschmückungen aus. Die Welt, die Katrin Lankers schildert, ist sehr nüchtern und kalt, vollkommen künstlich und nahezu vollautomatisch. Aber vielleicht ist das auch eine Erklärung, warum mich das Buch insgesamt nicht wirklich tief berührte. Die Figuren blieben mir leider etwas zu sehr an der Oberfläche, hatten meines Erachtens nach etwas zu wenig Tiefe und Substanz. Eigentlich alle Charaktere blieben für mich eher blass und wurden auch im Verlauf der Geschichte nicht wirklich greifbarer. Mit Tessa haben wir durchaus eine recht liebenswerte und auch wissbegierige Hauptprotagonistin und auch Milo Tanner, ihr persönlicher Memo-Trainer, ist eine sehr sympathisch zielstrebige Hauptfigur.

Obwohl in der Ich-Perspektive geschrieben, hat mir oft die ganz nahe Verbindung zu unseren Hauptfiguren gefehlt, leider. Sie sind sympathisch, aber halt auch nicht mehr.

Ob es an der 'kalten' Thematik liegt oder am etwas nüchternen Schreibstil oder beides zusammen, vermag ich gar nicht mal genau zu sagen. Ich fühlte mich als Leser einfach etwas am Rand, nicht mitten drin. Klar habe ich mit der Hauptfigur mitgefühlt und mitgehofft, aber seltsam vage und nicht voller Enthusiasmus und Spannung. Fast zu reibungslos, ohne großartige Hindernisse und mit viel Unterstützung läuft alles fast schon zu rund in dieser Geschichte. Unwahrscheinlich gut gefallen haben mir die wirklich tollen utopischen Begriffe wie Magnetrans, SmartSets, FoodPrinter, InfoScreen, FloatBoard uvm

Dieses Buch hätte meiner Meinung nach durchaus Potential für einen Mehrteiler, oder evtl. für ein Buch mit mind. 200 Seiten mehr, gehabt. Vieles blieb mir leider zu oberflächlich, die Personen zu blass und wenig tiefgründig, die Geschichte lief insgesamt für meinen Geschmack einfach zu glatt.

Obwohl es einen netten gleichmäßigen Spannungsbogen durch das ganze Buch gibt, der erst zum Schluss eine echte Steigerung erfährt, fehlten mir so ein bisschen die, ja wie soll ich es ausdrücken, Ecken und Kanten, sowohl bei den Personen als auch in der Geschichte. Es gab so gut wie keine unvorhersehbaren Wendungen und Schwierigkeiten, erst ganz zum Schluss.
Leider erfährt man meiner Meinung nach auch einfach zu wenig über das Leben und Wirken der Menschen und wie sie mit ihrem Leben zurechtkommen. Auch die Menschen, die Tessa im Untergrund trifft, lernt man eigentlich kaum kennen, sie bleiben im Hintergrund. Sehr aufwühlend fand ich die Grundproblematik des Buches, die ja zum Teil auch schon recht aktuell ist und nicht als rein utopisch angesehen werden kann.

Mein Fazit:
Eine gut geschriebene und durchaus gelungene Dystopie für Jugendliche mit einer äußerst interessanten und erschreckenden Thematik und einem guten Spannungsbogen. Für mich lief die Geschichte etwas zu glatt und hätte durchaus ein paar Seiten mehr vertragen.

4 Sterne vergebe ich für dieses durch und durch frostige Abenteuer!

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