Teri Terry: Gelöscht

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Teri Terry: Gelöscht
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Slated
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783649611837

Informationen zum Buch

Seiten
431

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Ich renne.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Kyla wurde geslated. Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern?
Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

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Fulminanter Auftakt zu einer spannenden Trilogie


In einer nicht allzu entfernten Zukunft hat sich die Regierung zur Vermeidung von Terroranschlägen und sonstigen Gefahren eine neue perfide Methode überlegt: Jugendliche, die auffällig sind oder offziell gefährlich für den Staat werden einem sogenannten "Slating" unterzogen. Dabei wird ihnen jede Erinnerung an ihr früheres Leben genommen und sie nach einer kurzen Reha-Zeit in neue Familien als neue Kinder gesteckt. Bedingt durch das Slating können sie keine Gewalt mehr anwenden und sind insgesamt einfach nur glücklich und nicht provozierbar. Auch Kyla wurde geslated. Jedoch scheint sie anders zu sein: Immer wieder hat sie Alpträume, die anscheinend aus ihrem früheren Leben stammen und sie reagiert anders, als die anderen Slater. Jedoch weiß sie auch, dass es ihre letzte Chance ist. Sollte sie wieder auffällig werden, wird sie getötet...

Das Buch ist ein wahrer Page-Turner und ich hatte es innerhalb kürzester Zeit beendet. Auch der Ich-Perspektive erlebt der Leser mit, wie Kyla sich in einer Welt zurecht finden muss, in der sie eigentlich schon 16 Jahre lebt, in der sie sich aber an die einfachsten Dinge nicht erinnern kann. Gleichzeitig quälen sie Alpträume und Flashbacks und sie muss langsam lernen, was wirkliche Träume sind und was Erinnerungen an ihr früheres Leben darstellen.

Geschickt wird dabei ebenfalls durch die Augen von Kyla zum einen beschrieben, wie die geslateten Kinder durch das Leben gehen und zum anderen doch auch der kritische Blick auf das System geworfen. Schnell wird klar, dass da einige Dinge nicht rechtens zugehen und nicht wirklich nur gefährliche Jugendliche aus dem Verkehr gezogen werden. Ein kritisches Wort und die Jugendlichen laufen schnell Gefahr, dass sie ihrer Erinnerungen beraubt und aus ihrer Heimat weggeschafft werden.

Das Buch steigert sich zu einem sehr spannenden Höhepunkt, der Leser erfährt doch schon relativ viel aus Kyla's Vergangenheit, aber trotzdem bleiben noch viele Fragen am Ende offen. Da das Buch wieder auf eine Trilogie angelegt ist, hoffe ich, dass viele der Fragen im Laufe der weiteren Bände geklärt werden. Mit diesem Teil ist der Autorin auf jeden Fall schon mal ein fulminanter Einstieg gelungen.

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Spannung auf der psychischen Ebene

Inhalt:
England, ca. 40 Jahre in der Zukunft. Die 16-jährige Kyla beginnt ein neues Leben, nachdem sie geslated wurde. Slaten bedeutet die Erinnerungen nehmen, die Persönlichkeit auslöschen. Die Slater müssen alles neu lernen, sogar sprechen und laufen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden sie einer neuen Familie zugeteilt, stehen aber ständig auch unter der Überwachung des Staates. Kyla merkt schon bald, dass sie anders ist als andere Slater, denn bei ihr kommen immer wieder Erinnerungsfetzen hoch, doch das darf niemand erfahren…

Meine Meinung:
Sicher ist „Gelöscht“ ein Buch, über das man unterschiedlicher Meinung sein kann. Wer großartige Action sucht, wird hier enttäuscht werden. Die Spannung wird hier viel subtiler erzeugt, nämlich auf der psychischen Ebene. Kyla wird aus dem Krankenhaus entlassen und weiß praktisch nichts von der Welt. Und je mehr sie herausfindet, desto unsicherer wird sie, denn sie merkt, dass sie nicht so funktioniert, wie sie eigentlich sollte. Anstatt brav und glücklich zu sein, stellt sie unbequeme Fragen und macht sich eigene Gedanken. Doch sie muss vorsichtig sein. Falls ihre Überwacher etwas davon mitbekommen, ist ihre letzte Chance vertan. Doch wem kann Kyla trauen? Ihrem Dad, ihrer Mum oder ihrer Schwester Amy, die auch geslated wurde? Dem Slater Ben, in den sie sich verliebt? Oder gar der Ärztin Dr. Lysander, der Gruppenleiterin Penny, der Schulbetreuerin Mrs Ali? Diese Entscheidung ist nicht einfach, denn fast alle sind gute Schauspieler und haben etwas zu verbergen, zeigen nicht ihr wahres Gesicht.

Nach und nach findet Kyla immer mehr Puzzlestückchen, aus denen sich ihre Persönlichkeit zusammensetzt. Aber will sie überhaupt wissen, wer sie einmal war? Denn nach ihren Träumen ist es nicht auszuschließen, dass sie mit Terroristen zusammengearbeitet hat und an der Ermordung zahlreicher Jugendlicher beteiligt war. So fürchtet Kyla sich nicht nur davor, endgültig ausgelöscht zu werden, sondern auch vor ihrem eigenen Ich.

Der Schreibstil passt sehr gut zum Inhalt. Im Präsens erzählt Kyla in der Ich-Form. Dadurch wird man als Leser direkt in die Handlung hineingezogen und ganz nah an der Protagonistin durch das Buch geführt. Kein Gedanke, kein Gefühl bleibt dem Leser verborgen. Man weiß allerdings auch nicht mehr als Kyla. Kurze, knappe Sätze vermitteln gut Kylas Gehetztsein. Bisweilen erscheint Kyla etwas naiv, doch muss man sich immer vor Augen halten, dass sie keine normale 16-Jährige ist, sondern vor wenigen Monaten erst wieder ein neues Leben begonnen hat und wie ein Baby ganz von vorn anfangen musste.

„Gelöscht“ ist der erste Band einer Trilogie und endet an einem Teilabschluss. Der Cliffhanger ist nicht allzu schlimm, sodass man die Wartezeit bis zum Erscheinen des zweiten Bandes "Zersplittert" im Frühjahr 2014 überleben kann ;-) Doch sind noch so viele Fragen offen, dass ich mit dem ersten Teil allein nicht ganz befriedigt bin.
Fazit:
„Gelöscht“ hebt sich wohltuend von der Masse der Dystopien ab. Es ist erfrischend anders, aber nicht minder spannend. Wer nicht unbedingt Wert auf rasante Actionszenen legt, findet hier einen klasse Pageturner.

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Fans von Dystopien, die ohne actionreiche Szenen auskommen, werden das Buch lieben.

Auf "Gelöscht" hatte ich mich ganz besonders gefreut, da die Reihe schon lange auf meiner Wunschliste stand. Mit diesem Reihen-Auftakt hat Teri Terry hat es geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Das Buch ist ein richtiger Pageturner. Man fliegt nur so durch die Seiten, immer auf der Suche nach Kylas wahrer Identität.

Kyla sieht aus wie ein ganz normales Mädchen, doch sie ist ein Slater. Ihre richtige Identität wurde aus ihren Erinnerungen gelöscht. Dies ist ein Verfahhren, das die Regierung bei straffällig gewordenen Jugendlichen anwendet, um ihnen eine zweite Chance zu geben. Durch das Löschen muss Kyla alles neu erlernen. Denn nicht nur die Erinnerung an ihre Identität, sondern auch an alles andere wurde zerstört. Wie ein Kleinkind muss sie laufen lernen und die Welt neu entdecken. Doch irgendetwas ist bei ihr anders, als bei den restlichen Slatern. Obwohl es nicht möglich sein sollte, blitzen immer wieder Erinnerungen an ihr altes Ich auf. Doch was sie sieht, ist alles andere als beruhigend. Könnte es wirklich sein, dass sie eine Terroristin war? Ihre Erinnerungsfetzen deuten darauf hin. Als sie Ben, einen anderen Slater kennenlernt, vertraut sie sich ihm schnell an. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Der Einstieg in das Buch ist mir durch den angenehmen und flüssigen Schreibstils von Teri Terry sehr leicht gefallen. Dank ihrer bildhaften Erzählweise hatte ich alles direkt vor den Augen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Kayla erzählt. Dadurch erhält man einen tiegen Einblick in ihre Gefühle und deckt nach und nach das Geheimnis um ihre Vergangenheit auf. Kayla ist eine unheimlich sympathische Protagonistin. Sie wirkte absolut authentisch und ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihr mitgefiebert, gehofft und gelitten. Denn der Weg zur Wahrheit ist lang und steinig. Nach einiger Zeit merkt Kayla, dass Menschen, die Fragen stellen, einfach verschwinden. Das erschwert die Suche nach ihrer Identität um einiges. Dazu kommt ihre wachsende Sorge um Ben, in den sich Kyla Hals über Kopf verliebt. Doch schnell muss sie erkennen, dass sie eine Gefahr für Ben darstellt. Ben war mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte auch nachvollziehen, dass Kyla sich so schnell in ihn verliebt. Er ist ihr einziger richtiger Halt in der ihr unbekannten Welt und zudem ein Slater wie sie. Die Charaktere wurden insgesamt alle gut ausgearbeitet. Genauso wenig wie Kayla, weiß auch der Leser nicht, wer Freund und wer Feind ist. Grundsätzlich mißtraut man ersteinmal jedem neuen Protagonisten, was einen Teil der Spannung des Buches ausmacht. Neben Kyla und Ben haben mir Kylas Mutter und die Ärztin Dr. Lysander besonders gut gefallen.

Obwohl das Erzähltempo langsam beginnt und sich erst nach und nach steigert, hält Teri Terry den Spannungsbogen konsequent aufrecht. Dabei arbeitet sie weniger mit actionreichen Szenen, sondern mit häppchenweisen Informationen, die den Weg zur Wahrheit weisen. Dadurch konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Nach und nach kann der Leser zusammen mit Kyla die verschiedenen Puzzlestücke zusammmensetzen und nähert sich der Wahrheit. Dabei erfährt man viel und doch nichts. Denn mit den meisten Informationen kann man nicht viel anfangen, solange der Kontext fehlt. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, weil ich endlich wissen wollte, wer Kayla wirklich ist. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger und lässt viele Fragen offen. Mich konnte die Geschichte vollkommen in ihren Bann ziehen und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung "Zersplittert" zu lesen.

Fazit: „Gelöscht“ von Teri Terry ist ein wundervoller Reihen-Auftakt. Die Story konnte mich von Anfang an fesseln und punktet mit einer spannenden Handlung und einem tollen Schreibstil. Fans von Dystopien, die ohne actionreiche Szenen auskommen, werden diese Reihe lieben. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung, die ich nun direkt verschlingen werde.

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Spannendes Debüt mit Raum nach oben

Inhalt:

Slating. Die Chance für straffällig gewordene Jugendliche bis sechzehn Jahre auf ein neues Leben. Auch die sechzehnjährige Kyla wurde geslated: ihre Erinnerungen, ihre Persönlichkeit, ihr altes Leben und ihr Ich wurden unwiderruflich gelöscht. Ebenso wurde ihr Hormonhaushalt durch die Operation künstlich verändert: sie ist glücklicher als nicht geslatete Menschen und nicht provozierbar oder sollte es zumindest sein, denn: Kyla ist anders.

Sie hat immer wieder Alpträume und scheint sich an Bruchstücke aus ihrem früheren Leben zu erinnern. Doch das Slating stellt ihre letzte Chance dar und so versucht sie sich in die Gesellschaft und ihre neue Familie, die sie nach der Operation zugeteilt bekommen hat, einzufügen. Trotzdem hinterfragt sie das Slating. Aus welchem Grund wurde ihr Gedächtnis gelöscht? War sie wirklich eine Verbrecherin? Als dann noch ein Bild von ihr als Kind auf einer Homepage mit vermissten Kindern auftaucht, hat sie nur noch mehr Fragen.

Sie möchte einerseits dem Geheimnis ihrer wahren Identität auf die Spur gehen, andererseits versucht sie aber auch sich so unauffällig wie möglich zu verhalten, damit sie nicht auch, wie so viele andere Menschen, von den Lordern mitgenommen wird.

Gestaltung:

Das Cover gefällt mir, trotz dem für Jugendbücher typischem Mädchengesicht, gut. Ich finde es toll, dass das Originalcover übernommen wurde. Und auch die prägnante Frage am oberen Rand des Covers ist super gewählt. Sie spiegelt meiner Meinung nach den Inhalt und vor allem Kylas inneren Konflikt gut wieder. Mir gefällt auch, dass der Titel auf weißem Hintergrund in der Mitte des Covers steht und dies mit Spotlack hervorgehoben wird. Es sieht so aus, als wäre Papier weggerissen worden, was, wie ich finde, die Geschichte passend darstellt. Wenn man ein mit Papier verpacktes Päckchen öffnet, kommt auch nur Stück für Stück das zum Vorschein, was darunter liegt. Genau wie bei Kyla und ihrer Vergangenheit. Diese wird auch nur schrittweise aufgedeckt.

Meine Meinung:

„Gelöscht“ hat mir gut gefallen, obwohl die von mir erwartete Action erst ungefähr gen Ende des Buches einsetzte. Zunächst erfährt man als Leser alles über Kyla, ihr neues Leben und ihre Anpassungsversuche. Man durchlebt mit ihr ihr Anderssein und ihre Träume, von denen Kyla (und somit auch der Leser) sich nie sicher sein können, ob sie wirklich nur Träume sind oder vielleicht doch Erinnerungsstücke. Dieses Rätsel um ihre Erinnerungen (bzw. Träume) wird konsequent über den Verlauf des Buches aufrecht erhalten. Nie kann sich der Leser sicher sein, ob Kyla eine Erinnerung durchlebt oder doch nur träumt. Das liegt daran, dass es immer einen Auslöser gibt, nach dem Kyla dann einen Traum hat. Auslöser und Traum sind dabei so gut verwoben, dass man immer leichte Zweifel hegt, ob Kyla sich nun wirklich erinnert oder alles erträumt. Das hat mir persönlich besonders gut gefallen, da man gebannt an den Seiten hängt und hofft, Klarheit über das Rätsel ihrer Erinnerungen zu erhalten.

Der Schreibstil von Teri Terry ist schnell und flüssig zu lesen, so dass man das Buch schnell verschlingt. Auch die kurzen Kapitel empfand ich als sehr gut, da man so immer z.B. zwischen Pausen weiter lesen kann.

Die Charakterdarstellung ist meiner Meinung nach besonders spannend und gut gelungen. Charaktere, die einem zu Beginn sympathisch waren, erscheinen im weiteren Verlauf des Buches in einem ganz anderen Licht. Ebenso sind Figuren, die man zu Beginn nicht mochte, einem am Ende sympathisch. Bestes Beispiel hierfür sind Kylas Mutter und Vater. Erschien der Vater zu Beginn nett und lieb und die Mutter streng, wurden die Rollen im Laufe des Buches komplett getauscht. Aber es gab auch Charaktere, die bis zum Ende undurchschaubar blieben, wie Dr. Lysander oder Mr. Hatten. Solche Figuren sind es, die mich voller Spannung sehnsüchtig auf den nächsten Band warten lassen.

Jedoch vergebe ich nicht volle 5 Sterne, da mir die Darstellung der Welt bzw. der Zukunftsentwurf etwas zu flach war. Es gab einfach zu wenige Informationen über die Geschehnisse, die zum Zustand der Gesellschaft (wie Kyla sie kennt) geführt haben. Ich finde es auch etwas unrealistisch, dass (nachdem England sich von der EU distanziert) nur Teenager protestieren. Und warum sollten dann nur Jugendliche straffällig werden? Was ist mit den Erwachsenen? Haben die schweigend zugesehen? Ich fand es etwas störend, dass (als man endlich etwas über den Weltentwurf erfuhr) nur von Jugendlichen und Studenten die Rede war.

Zudem muss ich sagen, dass so ca. in der Mitte des Buches, die Handlung etwas abflaute. Zu Beginn hat man förmlich an den Seiten geklebt und mit Kyla die Welt entdeckt, aber ab der Hälfte wiederholen sich immer wieder bestimmte Geschehnisse (ich sage nur: Kater oder Laufen) und Kylas Alltag wird einfach zu lang gezogen, sodass nicht mehr allzu viel passiert und man sich ein wenig langweilt. Erst gegen Ende kommt wieder Schwung in die Geschichte und findet zur Spannung des Anfangs zurück.

Fazit:

Ein gelungenes Buch, das sich super gut für „zwischendurch“ eignet. Es bewegt den Leser zum mit rätseln, mitfiebern und regt ihn zum Nachdenken an. Sind die Menschen, die Kyla trifft, diejenigen, die sie vorgeben zu sein? Man kann sich bis zur letzten Seite nicht sicher sein, ob der Schein trügt. Und genau deswegen hängt man so gebannt an Kylas Geschichte. Dennoch gibt es noch Spielraum nach oben und offene Fragen, so dass ich gespannt bin auf die kommenden Enthüllungen im 2. Band „Zersplittert“.

4 von 5 Sternen!

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