Libba Bray: Gemmas Visionen

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Libba Bray: Gemmas Visionen
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
A Great and Terrible Beauty
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783423712286

Informationen zum Buch

Seiten
477

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
"Bitte sag nicht, dass die zu meinem Geburtstagsessen heute Abend gehört."

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Handlungsort

Handlungsorte
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England,1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Eines Tages passiert es dann: Für Gemma öffnet sich ein Tor aus Licht und mit ihren Freundinnen tritt sie in ein fantastische Reich über, in dem alle Träume und Wünsche wahr werden. Doch bald schon erkennen sie, dass das magische Reich bedroht ist. Eine schreckliche Macht namens Circe will die Magie des Ortes für sich besitzen.

Autoren-Bewertungen

4 Bewertungen

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4.2
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4.3  (4)
(Aktualisiert: 21 Februar 2012)
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Gemmas Visionen

Dieses Buch handelt von der 16-jährigen Gemma, die nach dem Tod ihrer Mutter nach England in ein Internat für höhere Töchter geschickt wird.
Immer wieder überfallen sie Visionen, die sie anfangs nicht kontrollieren und verstehen kann. Außerdem machen es ihr ihre Mitschülerinnen nicht gerade einfach sich einzugewöhnen.

Der Anfang und der letzte Abschnitt haben mir sehr gut gefallen und hatten genau das Tempo und die Spannung, die ich mir erhofft hatte. Doch dazwischen war mir die Handlung, was das Mystische betrifft, einfach zu harmlos. Ich hatte mir das Buch insgesamt etwas düsterer vorgestellt und das reale Leben der Protagonistinnen ist oft bedrohlicher als die Gefahren, denen sie in der magischen Welt begegnen.

Das Buch ist schön geschrieben und gut zu lesen, doch leider lässt es für meinen Geschmack richtige Höhepunkte vermissen. Es gibt gewisse spannende Momente, die sich jedoch immer recht harmlos auflösen.
Das sogenannte magische Reich ist ein wahrgewordener Mädchentraum, wo es zwar auch dunkle Bereiche geben soll, von denen wir aber kaum etwas zu lesen bekommen.
Gelungen ist die Beschreibung des Lebens von Frauen und Mädchen im 19. Jahrhundert in England. Da wundert es mich nicht, dass sich die Protagonistinnen in ein magisches Reich wünschen wo sie alle gesellschaftlichen Fesseln und Zwänge hinter sich lassen können.
Die Handlung ist ideal für junge Leser. Nicht zu düster, mit etwas Dramatik und schönen fantastischen Elementen. Doch mir war es etwas zu harmlos und nett.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich neugierig genug geworden bin, um die Fortsetzung zu lesen.

Bei meiner Bewertung habe ich berücksichtigt, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt.

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Der erste Satz:

„Bitte sag nicht, dass die zu meinem Geburtstagsessen heute Abend gehört.“

Meine Meinung zum Buch:

Um dieses Buch bin ich lange herumgeschlichen, bevor ich mich zum Kauf entschlossen habe. Als Jugendliche habe ich Internatsgeschichten geliebt, und die beschriebenen Mystery-Elemente machen das Ganze noch reizvoller, aber eigentlich bin ich über das Jugendbuch-Alter ziemlich hinaus. Doch irgendwann musste ich zugreifen.

Es hat sich auch gelohnt! Die Geschichte ist flüssig erzählt, Humor und Witz fehlen auch nicht, der „Horror-Anteil“ ist sehr dezent und für ein Jugendbuch damit ok. Die Spannung ist über die ganze Geschichten hinweg spürbar und auch ein sehr trauriges Ereignis wird nicht ausgelassen.

Die Jugend im victorianischen England wurde sehr gut eingefangen. Bedrückend wirkten manchmal die Zukunftsaussichten der Mädchen – und da gab es nur eine, nämlich eine vorteilhafte Ehe.

Auch wurde die Gefühlswelt der heranwachsenden Mädchen gut dargestellt – die Verwirrungen, die romantischen Träume, die Schwärmereien, Hoffnungen und Enttäuschungen.

Wie in meinen alten „Mädchenbüchern“ spielt Freundschaft eine wichtige Rolle. Gemmas Entwicklung von der Außenseiterin zum Cliquenmitglied wird glaubwürdig beschrieben. Überhaupt ist der Umgang der Mädchen untereinander sehr gut geschildert – all die kleinen und großen Gemeinheiten, die Streiche, das gemeinsame Gekicher und der Zusammenhalt wenn’s ernst wird – das ist heute wie damals so.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen, und auch wenn die Figuren für die damaligen Verhältnisse etwas zu modern in ihren Taten und Ansichten geraten sind, so war das nicht so bedeutend, dass mich das gestört hätte. Ich werde die Folgebände sicher auch noch lesen – nicht sofort, aber in absehbarer Zeit.

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Gemma lebt mit ihrer Familie in Indien und wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich wie ihr Bruder Tom, der dort studiert, nach England zu ziehen, wo die Wurzeln der Familie liegen. An ihrem 16. Geburtstag ist sie mit ihrer Mutter in der Stadt unterwegs. Nach einem Streit gehen die beiden getrennte Wege - und plötzlich wird Gemma von einer furchtbaren Vision heimgesucht, die ihr den gewaltsamen Tod ihrer Mutter zeigt. Wenig später erweist sich dieses Bild als traurige Wahrheit.

Da der Vater gesundheitlich nicht auf der Höhe ist, erfüllt sich Gemmas Wunsch - sie wird nach England in ein Mädchenpensionat geschickt, in dem "höhere Töchter" auf das Eheleben und die bessere Gesellschaft vorbereitet werden. Mit ihrer offenherzigen Art eckt Gemma zunächst überall an, empfindet die Lehrerinnen als kalt und unfreundlich und die Mitschülerinnen als oberflächlich und eingebildet. Nur bei Miss Moore, der Zeichenlehrerin, macht der Unterricht Spaß.

Eines Tages findet Gemma nach einer erneuten Vision im Wald das Tagebuch einer gewissen Mary Dowd, die von merkwürdigen Geschehnissen und besonderen Kräften berichtet. Ein paar Mitschülerinnen haben zu Gemmas Leidwesen von dem Tagebuch erfahren, und zunächst nur widerwillig trifft sie sich heimlich mit ihnen, um darin zu lesen.

Und plötzlich entdeckt Gemma, dass sie Zutritt zu einem paradiesischen Reich hat, einer wunderschönen Zauberwelt, in der ihre Mutter noch lebt und phantastische magische Kräfte wirken. Dass diese auch Gefahren bergen, will sie zunächst nicht wahrhaben ...

Ein netter Mysteryroman, angesiedelt in der verklemmten viktorianischen Zeit, im Mikrokosmos eines Mädchenpensionats. Die willensstarke Gemma ist eine sympathische Hauptperson, die sehr unter den Zwängen ihrer Zeit leidet, aber auch ganz genau dem Genreklischee der "starken weiblichen Hauptfigur" entspricht, bis hin zu den natürlich roten und unbändigen Haaren.

Die Eifersüchteleien und Ränkespiele zwischen den Schülerinnen lassen zunächst beinahe vergessen, dass da eine phantastische Komponente im Spiel ist, erst relativ spät verlagert sich die Handlung auf die Magie-Ebene. Die Handlung ist spannend, schön ausgedacht, aber hier und da schleicht sich das Gefühl ein, dass man noch mehr aus dem Grundgedanken hätte herausholen können, es wird kaum einmal wirklich richtig schön unheimlich und gruselig, wie man es von einem echten Gothic-Roman erwarten würde - allerdings ist es auch ein Jugendbuch.

Kein Buch, dass die ganz große atemlose Spannung bringt, aber durchaus eine nette, stimmungsvolle Lektüre.

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5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Die 16jährige Gemma ist in Indien aufgewachsen und wünscht sich mittlerweile nichts sehnlicher als nach England ins Internat geschickt zu werden. Als ihre Mutter überraschend und unter mysteriösen Umständen stirbt, wird ihr Wunsch Wirklichkeit und sie kommt auf eine Schule für höhere Töchter. Gemma findet schnell einen Platz in der Hierarchie der Mädchen, doch seltsame Visionen plagen sie, ein geheimnisvoller Mann warnt sie davor, sich den Visionen hinzugeben und, wie sie dank eines gefundenen alten Tagesbuches herausfindet, es gibt scheinbar auch noch einen Zusammenhang zu zwei ehemaligen Schülerinnen des Internats, die einem mysteriösen, geheimen, magischen Orden angehörten und ähnliche Visionen hatten.

Stilistisch fand ich die Kombination aus Präsens und Ich-Form zu Beginn recht gewöhnungsbedürftig, nach einiger Zeit ist es mir aber tatsächlich gar nicht mehr aufgefallen. Gemma selbst ist zu vorlaut, selbstständig und modern für ein tatsächliches Mädchen ihrer Zeit und Schicht und somit nicht ganz realistisch beschrieben, sie ist aber trotzdem eine sympathische Heldin, in die man sich gut einfühlen kann. Ihre Mitschülerinnen und Lehrerinnen sind zwar ein wenig stereotyp, aber immerhin noch halbwegs realistisch dargestellt. Neben den magischen Geschehnissen tauchen auch so einige Elemente einer klassischen Internatsgeschichte auf.

Vielleicht hat außer mir noch die eine oder andere in ihrer Jugend diese Denise-Mystery-Groschenheftchen gelesen, bis darauf, dass hier kein gleichaltriger Junge für die dort obligatorische Liebesgeschichte aufgetaucht ist, erinnert mich das Geschehen nämlich sehr an den typischen Plot dieser Heftchen. Da das Buch aber als Jugendbuch klassifiziert ist, will ich mich nicht beschweren, es scheint mir für seine Zielgruppe ideal zu sein und bekommt seine Bewertung deswegen auch unter der Prämisse Jugendbuch. Für mich selber musste ich allerdings feststellen, dass ich dieser Sorte Buch nicht so wirklich viel abgewinnen kann, die Fortsetzung werde ich vermutlich nicht lesen.

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