Gesa Schwartz: Nacht ohne Sterne

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Jugendbuch oder doch schon High Fantasy?
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Naya gehört nirgends so richtig dazu. Als Mischwesen - halb Elf, halb Mensch - lebt sie ein tristes Dasein in New York und arbeitet nebenbei im Antiquariat ihres Vaters. Lediglich ihre Feen-Freundin Rosa und ihr bester Freund, der Lichtelf Jaron halten stets zu ihr. Dieser kämpft, zusammen mit den anderen Askari, gegen die Machenschaften der Dunkelelfen. Eine schicksalshafte Nacht, in der sie dem Dunkelelf Vidar begegnet, stellt ihr Leben gehörig auf den Kopf. Als sie in de jahrhundertealten Krieg zwischen Licht und Dunkel gezogen wird, weiß sie nicht mehr weiter: Wem kann sie noch trauen? Wer verfolgt welche Ziele? Und was passierte damals wirklich?



Puh, war das ein Kampf mit diesem Buch! Wo soll ich nur anfangen? Ich denke es sagt schon ziemlich viel aus, wenn man die letzte Seite gelesen hat, und heilfroh ist, es endlich geschafft zu haben. Ich bin ganz ehrlich: Mir hat es nicht gut gefallen.



Schon allein die Charaktere waren nicht ganz nach meinem Geschmack. Fangen wir doch mal mit Naya (btw ein wunderschöner Name!) an: Sie ist ein recht unscheinbares, liebes und nettes Mädchen mit dem Herz am richtigen Fleck. Leider blieb sie mir zu blass und unausgereift, und in manchen Handlungen auch schlichtweg naiv und unverständlich. Ihr blindes Vertrauen in Vidar ließ mich nur mit dem Kopf schütteln und mehrfach mit den Augen rollen. Als sie Jaron dann auch noch den Rücken kehrte, und ihrem jahrelangen (in meinen Augen) wahren Freund für einen Jungen (oder eher Dunkelelf) links liegen ließ, den sie seit gerade mal zwei, drei Wochen kannte, wollte ich sie am liebsten nur schütteln. Wie konnte sie ihm so was nur antun und ihn so verletzten? Und dass, obwohl Jaron wirklich alles für Naya getan hat, und ein durch und durch toller und liebenswerter bester Freund war! Das war für mich wirklich unverständlich. Und von meinem Liebling Jaron, der neben der schlagfertigen und kecken Fee Rosa mein favorisierter Charakter in diesem Buch war, kommen wir zu Vidar. Tja, was soll ich bloß sagen? Er und ich wurden leider keine Freunde. Das lag wahrscheinlich vor allem an seiner perfekten und durch und durch makellosen Art. Er war gutaussehend, perfekt trainiert, klug, schlagfertig, kräftig wie Hulk und hatte noch tausende andere Fähigkeiten, die ihn zu so einem anbetungswürdigen Charakter machen ließen. Normalerweise, wäre ich auch mit die erste, die trotz des Klischees, „hier“ schreien würde, wenn es gut gemacht ist, aber bei Vidar ist bei mir einfach nicht der Funke übergesprungen. Ich fand seine Art einfach öde, vielleicht gerade deswegen, weil dieses Image, was er an den Tag legte, schon mehr als ausgelutscht ist. Ich mochte ihn leider einfach nicht... Eventuell lag es auch einfach daran, dass ich immer fürs Team „Nayaron“ (Hoffentlich versteht ihr meine Anspielung...) gespielt habe :D



Ein zweiter Kritikpunkt ist für mich leider der Schreibstil. Durch sehr verschachtelte und lange Sätze, hatte ich manchmal Probleme der Geschichte zu folgen. Manche lässt diese verträumte und verschnörkelte Erzählweise vielleicht in Ekstase versetzen - mich machte sie einfach nur müde, und hat das lesen für mich nur noch anstrengender gemacht. Komisch: trotz dieses wirklich detaillierten Schreibstils, blieb mein Kopfkino völlig aus. Jaron, Naya und Co. blieben für mich gesichtslose Puppen und die meisten Umgebungen der Elfenwelt seltsam leer. Den einzigen den ich mir richtig gut bildlich vorstellen konnte war Ashar, der Panther und Vidars Gefährte. Ihn hab ich auch total ins Herz geschlossen (ich steh auf tierische Heldengeschichten) , und war über sein letztendliches Schicksal sehr traurig!



Ich finde es total schade, dass mich die Geschichte nicht wirklich mitgerissen hat, dabei hatte sie wirklich sehr viel Potenzial! Vor allem die Idee mit Naya als Mischwesen fand ich sehr interessant und war äußerst gespannt auf die Umsetzung. Leider war diese dann für mich eben sehr enttäuschend. Bis zum Schluss habe ich viele Szenen nicht wirklich verstanden und Nayas Rolle in der ganzen Geschichte ist mir bis jetzt auch noch relativ unklar geblieben. Oftmals ließen mich die gelesenen Seiten mit einem dicken fetten Fragezeichen auf der Stirn zurück. Ich weiß nicht genau woran es lag, dass ich so dermaßene Verständnisprobleme hatte, aber ich denke der verworrene Schreibstil hat seinen Teil dazu beigetragen. Durch vielerlei, auch wirklich komplizierte Bezeichnungen und Erklärungen hatte ich leider auch mehrfach das Gefühl eher High Fantasy zu lesen, als eines im Bereich Jugendbücher. Ich könnte mir auch vorstellen, dass manch einer (ähnlich wie ich :D) etwas überfordert mit den vielen Begriffen ist. Ich fürchte, dass ich das Buch daher auch unterbrochen hätte, wenn ich es nicht für eine Leserunde gelesen hätte! Eine kleine Sache hat mich auch immens im ganzen Buch gestört: Die Kapitel fingen öfter damit an zu erzählen was passiert ist, anstatt die Geschichte zeitnah zu erzählen. Ich glaube ich gebe euch mal ein Beispiel, damit ihr versteht was ich meine. Alles natürlich ganz spoilerfrei: Naya und Vidar sind auf dem Markt und die Szene (und somit das Kapitel) endet damit, dass Krieger der Schatten auf sie zukommen. Anstatt, dass das nächste Kapitel direkt dort wieder ansetzt, wie normalerweise, befinden wir uns schon ein paar Stunden in der Zukunft, und Naya denkt darüber nach, wie heikel ihre Flucht vor den Kriegern war. Versteht ihr was mein Problem war? Für manche mag das nicht störend sein, mich hat das die ganzen Kapitel über aber schrecklich genervt... Leider häufen sich dann doch eher die negativen Dinge, dass ich das Buch nicht besser bewerten konnte, auch wenn das Cover nichtsdestotrotz wunderschön ist!



Fazit: Leider gar nicht mein Fall. Eine anstrengende Geschichte, die mich wenig mitreißen konnte. Schade, obwohl das Cover überzeugen konnte!
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Auf das Buch bin ich vor allem durch das unheimlich hübsche Cover aufmerksam geworden. Da ich bisher von Gesa Schwartz noch nichts gelesen hatte, begann ich unvoreingenommen mit dem Lesen.

In der Geschichte geht es um die 16 Jahre alte Naya, die teils Mensch, teils Elfe ist und keine magischen Fähigkeiten besitzt. Naya lebt zusammen mit ihrem Vater, der ein Antiquariat besitzt, in New York. Doch eines Tages tut sich in puncto Fähigkeiten doch etwas und die Welt von Naya sieht völlig anders aus. Wird sie im Krieg zwischen Licht- und Dunkelelfen bestehen können?

Der Einstieg ins Buch fiel mir alles andere als leicht, da die Autorin für meinen Geschmack keinen roten Faden verfolgt. Da begleitet man eben noch Naya durch das nächtliche New York und im nächsten Moment wird etwas aus der Vergangenheit geschildert, was völlig aus dem Zusammenhang gegriffen ist. Durch diese ständigen Unterbrechungen wurde der Lesefluss in meinen Augen stark gestört.

Zudem werden gleich zu Beginn zahlreiche Wesen eingebracht, von denen man erst einmal keine Vorstellung hat. Auch die Menge an Wesen hat mich überfordert, weniger wäre hier wirklich besser gewesen.

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht und die Autorin beschreibt sehr ausführlich und bildhaft, was mir nicht immer gefiel.

Zu Naya als Protagonistin hatte ich nur bedingt Zugang. Ihr Handeln war für mich nicht immer schlüssig. Hervorragend hat mir dagegen ihr bester Freund Jaron, der Lichtelf, gefallen, denn er hat gezeigt, dass man mit Hilfe von wahren Freunden wirklich alles schaffen kann. Der Dunkelelf Vidar gefiel mir auch recht gut, vor allem seine mysteriöse Ader, denn bei ihm wusste ich als Leser nie woran ich bin und er hat mich öfter überrascht.

Die Liebelei zwischen Naya und Vidar las sich angenehm und überzeugend. Erst hatte ich die Befürchtung, dass die Geschichte in einer Dreieckskiste zwischen Naya, Jaron und Vidar enden würde, aber dem war zum Glück nicht so.

Unheimlich schade fand ich, dass man vom Setting New York rein gar nichts gespürt hat. Die Handlung hätte auch an jedem anderen Ort stattfinden können. Ich hatte die Vorstellung, dass die Autorin uns New York bildlich vor Augen führen wird, doch das ist nicht passiert.

Nach Beendigung der Lektüre war ich ehrlich gesagt froh, dass ich das Buch geschafft hatte, denn immer wieder hegte ich den Gedanken abzubrechen, aber irgendwie bestand die Hoffnung, dass es noch besser wird.

Es gab einige actionreiche Szenen, die mir wirklich gut gefallen haben, gesamt betrachtet hat mich dieses Jugendbuch dann aber leider nicht überzeugen können. Vielleicht fehlt mir auch einfach die Vorstellungskraft in die erdachte Welt von Frau Schwartz abzutauchen, ich weiß es nicht.

Fazit: Leider ist bei mir der Funke nicht übergesprungen und so bleibe ich nach der Lektüre enttäuscht zurück. Ich würde das Buch Hardcore- Fantasy- Fans empfehlen, denen der Zugang zu völlig fremden Welten sehr leicht fällt, allen anderen rate ich von diesem Jugendbuch ab.
N
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