Floortje Zwigtman: Ich, Adrian Mayfield

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Floortje Zwigtman: Ich, Adrian Mayfield
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Schijnbewegingen
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783836957328

Informationen zum Buch

Seiten
512

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
niederländisch
Übersetzer/in
Erster Satz
O ... hell!

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Handlungsort

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London 1884. Adrian Mayfield ist keine 17 und Lehrjunge bei einem Maßschneider in Soho. Als er eines Tages seine Anstellung verliert, sitzt er völlig mittellos auf der Straße. Bei einem ehemaligen Kunden, einem Kunstmaler namens Augustus Trops, findet er zunächst Unterschlupf und beginnt, Modell zu sitzen. Beim Modellsitzen bleibt es nicht, zu Adrians allergrößtem Erstaunen: Ja, er liebt Männer! Im London dieser Zeit ein Verbrechen. Durch Trops erhält Adrian Zugang zu den erlesensten Künstlerkreisen Londons, an deren Spitze Oscar Wilde im Café Royal thront. Adrian beginnt Gefallen zu finden an dieser dekadenten Gesellschaft, an ihren Eskapaden, ihrem Witz, ihrer Freizügigkeit und Intelligenz. Doch weder ein Zuhause noch wahre Freunde findet er hier, auch wenn er das feine Spiel der Verkleidungen und Scheinmanöver bald perfekt beherrscht. Zuviel trennt ihn von dieser illustren Gesellschaft. Am wohlsten fühlt er sich noch bei Vincent Farley, einem reichen jungen Maler, für den er als Modell arbeitet. Doch auch der verlässt im August London, und so bleibt Adrian nur der Weg in das Etablissement in der Little College Street, um nicht zu verhungern. Sind Adrians Träume von der großen Liebe und einem Zuhause nur Luftblasen? Wunschträume, auf deren Erfüllung einer wie er sowieso nicht hoffen darf?

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unmoralisches London

London, 1894: Adrian ist 15 Jahre alt und arbeitet bei einem Herrenausstatter in London. Er hasst seine Stellung, aber immerhin hat er dadurch einen Schlafplatz und bekommt etwas zu Essen. Mutter und Schwester leben in einem anderen Stadtteil und sind beim Theater beschäftigt, der Vater schlägt sich als Aushilfsschauspieler durch, wenn er nüchtern genug ist. Als ein Kunde ihm sexuelle Avancen macht, lehnt er zunächst ab, doch als er nach einem Streit mit seinem Chef auf der Straße landet, erinnert er sich an die Einladung des Kunden.

Adrian landet im Dunstkreis der Londoner Bohème, man spricht über Kunst und Literatur und er sitzt tatsächlich mit Oscar Wilde an einem Tisch. Zugleich spürt er immer wieder, dass er ihnen gesellschaftlich nicht gleich gestellt ist und selbst wenn er gerade genügend Geld für eine sorgenfreie Zeit hat, droht ihm stets der Absturz. Genügend Geld lässt sich aber, wie er bald bemerkt, als gutaussehender junger Mann durch Sex mit Männern relativ leicht verdienen. Zudem findet er einige tatsächlich attraktiv und muss sich der Tatsache stellen, dass die verbotene und gesellschaftlich geächtete Homosexualität womöglich seinen Vorlieben entspricht.

Ich würde eigentlich schon gerne wissen, wie Adrian „endet“, also wo ihn sein Weg hinführt, habe aber die Befürchtung, dass mich der Weg selbst nicht sonderlich interessieren wird. Schon bei diesem Buch hatte ich nicht immer das Bedürfnis, unbedingt weiterlesen zu wollen. Wäre es weniger leichtgängig gewesen, hätte ich es sicherlich zwischendurch unter- oder womöglich nach längerer Pause sogar abgebrochen. Wirkliches Interesse für die Schicksale der Figuren kam bei mir nämlich nicht auf, der Hintergrund hat mich deutlich mehr interessiert, dieser ist der Autorin sehr gut gelungen. Neben dem Leben in London zeigt sie auf faszinierende Art, wie sich die düsteren Seiten der verbotenen und käuflichen Sexualität mit der Anziehungskraft des Unkonventionellen überschneiden.

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