Markolf Hoffmann: Ines öffnet die Tür

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Markolf Hoffmann: Ines öffnet die Tür
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783800056750

Informationen zum Buch

Seiten
287

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Als Ines die Tür zum ersten Mal sah, hatte sie das eigenartige Gefühl, dass diese sie ebenfalls anschaute.

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Handlungsort

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Im Raum der gefährlichen Wünsche Eine rätselhafte Tür im Haus ihrer Oma führt Ines in einen Raum, den sie vorher nie gesehen hat. Es ist ein magischer Raum, in dem die Zeit rascher verstreicht, der seinen Ort wechseln kann und in dem Wünsche in Erfüllung gehen. Doch wer ihn betritt, muss seine Regeln beachten. Als Ines die Regeln nach und nach bricht, stößt sie auf finstere Mächte, von denen sie bislang nichts ahnte.

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Ines öffnet die Tür

Die dreizehnjährige Ines entdeckt eines Tages im Hause ihrer Großmutter Agnes eine geheimnisvolle Tür, die mal da ist und mal nicht. Es ist die Tür zu einem wundersamen Raum, dem Refugium, das ihr überallhin folgt, Wünsche erfüllen kann und von der Großmutter an Ines vererbt werden soll. Der Raum gehört Ines allein und nur sie kann die Tür sehen, jedoch gibt es vier Regeln, die Ines beachten muß, wenn sie den Raum benutzt.

Doch noch ehe Ines von ihrer Großmutter genauere Informationen über das Refugium und den Sinn der Regeln bekommen kann, verschwindet Agnes spurlos. Teils zufällig, teils absichtlich bricht Ines eine Refugiumsregel nach der anderen, und sie stellt fest, daß sie die Folgen weder kontrollieren noch vorhersehen kann. So scheint z.B. ein mysteriöser alter Herr Ines nun zu verfolgen und sie muß ohne Agnes mit der Bedrohung durch ihn zurechtkommen.

Durch die Refugiumsregeln und die unbekannten Folgen ihrer Verletzung wird ein unvorhersehbares Element in die Handlung gebracht. Der Leser kann eifrig mitspekulieren, was wohl nach dieser oder jener Tat von Ines geschehen wird. Er kann aber auch darüber nachdenken, wie sinnvoll und möglich es ist, Regeln einzuhalten, deren Gründe man nicht kennt. So gewinnt das Buch an Tiefe.

Daneben gibt es einen Handlungsstrang in der realen Welt: Ines´ Leben in der Schule, in der Familie, mit ihren Freunden. Dieser verschränkt sich immer mehr mit dem phantastischen Handlungsteil rund um das Refugium. Hier begegnet dem Leser eine realistische Ines, ein ganz normales sympathisches Mädchen mit Stärken und Schwächen. Sie verhält sich wie eine Dreizehnjährige, manchmal unbedacht, manchmal klug, vernünftig und mitfühlend, und manchmal kindlich. Die erste Verliebtheit spielt ebenso eine Rolle wie ihre Freundschaft mit der gleichaltrigen Sonja, und die nicht immer einfachen Verhältnisse in Ines´ Familie, in der es Liebe und Zusammenhalt, aber auch größere und kleinere Probleme gibt wie in vielen Familien.

Durch die Folgen ihrer Regelbrüche macht Ines wichtige Erfahrungen. Die allerwichtigste davon ist wohl, wie wertvoll Freunde sind, auf die man sich verlassen kann, denen man vertrauen kann. Zusammen mit solchen Freunden kann man vieles erreichen, was auf den ersten Blick unmöglich scheint. Doch es gibt auch Menschen, auf die Ines sich nicht verlassen kann, obwohl es ihnen auf den ersten Blick nicht zuzutrauen war, und am Ende hat Ines wohl gelernt, andere Menschen besser einzuschätzen. Zwar ist das Ende des Buches ist ein wenig unbestimmt, es werden nicht alle Rätsel gelöst, die sich im Lauf der Ereignisse gestellt haben. Doch so ist es ja auch im realen Leben und der Abschluß ist rund genug, um das Buch zufrieden zuzuklappen, und auch später noch hin und wieder an Ines zurückzudenken.

Das Buch richtet sich an Kinder/Jugendliche ab ca. 11-12 Jahren und wird in erster Linie für Mädchen interessant sein, vermag jedoch gewiß auch Jungen anzusprechen. Der Raum, der Wünsche erfüllen kann, ist ein unkonventioneller Ausgangspunkt für diese Geschichte und sorgt für eine mystische Stimmung, Atmosphäre und Spannung.

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(Aktualisiert: 18 März 2012)

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Ein ruhiges, sehr intelligentes Jugendbuch

Ein Wochenendbesuch auf dem Dorf mit den Eltern und ihrem kleinen Bruder Julian bei Oma Agnes ist für die 13-jährige Ines immer ein schönes Erlebnis. Während Mutter Carmen ihrer gescheiterten Opernkarriere mit Depressionen zu kämpfen hat und Vater Veith mit ihren Launen nicht selten zu einem Nachbarn treibt, ist das urige Haus der Oma voller Wunder und verrückter Dinge. Doch alte Puppen mit Drahtgliedern, traurig schauende Statuen, nostalgische Plakate und gläserne Schatullen ohne Öffnung sind nichts gegen die geheimnisvolle Tür, die plötzlich auftaucht und nur von Ines und Agnes wahrgenommen werden kann. Ines nimmt all' ihren Mut zusammen und öffnet die Tür zu einem Raum voller Wunder. Das Refugium, ein Ort, in dem Wünsche in Erfüllung gehen können. Doch kein Wunsch ohne feste Regeln - die Ines nach und nach bricht und schließlich von den Konsequenzen ihrer Handlungen eingeholt wird.

"Ines öffnet die Tür" richtet sich vor allem an Mädchen (und Jungen) ab 12 Jahren. So ganz entspreche ich der Zielgruppe also nicht mehr und natürlich: Es ist kein Roman für Erwachsene. Wenn man sich aber auf das Buch einlässt, sich zurückerinnert, wie wir uns mit zwölf Jahren fühlten, wenn wir unser erwachsenes Ich einfach mal ein bisschen vergessen und daran denken, wie es war, als wir uns mit unserer besten Freundin gestritten haben und das für uns fast so was wie ein Weltuntergang war. Oder als wir uns völlig unverstanden fühlten von all' den Erwachsenen? Dann merken wir schnell, dass Markolf Hoffmann hier ein sehr genaues Bild dieser Altersgruppe zeichnet.

Insgesamt vermisste ich im Buch eigentlich nur die Wortexperimente, die ich bereits aus der Fantasy-Saga "Das Zeitalter der Wandlung" kennen und schätzen gelernt habe. Aber diese wären dann doch auch weniger der Zielgruppe entsprechend. Am aktuellen Trend mit explodierenden Vampiren und blutsaugenden Engeln schrammt der Autor jedoch knapp vorbei, das Buch ist dafür aber um Längen intelligenter aufgebaut. Es ist rätselhaft und geheimnisvoll, zeigt Familienprobleme und lässt auch die Themen Verlust, Trauer, Schwärmereien und beste Freundinnen (die sich auch mal richtig zoffen können und schließlich doch wieder versöhnen) nicht außer Acht. Es findet sich ein Plätzchen für den ersten Kuss, Enttäuschung, Hilfe durch einen Fremden, und nicht zuletzt: Ein wirklich großartiger, sehr würdevoller Fasan tritt auch noch auf. Und Geheimnisse, so viele Geheimnisse. Dies alles in so wenige Seiten verpacken, dabei trotzdem die Handlung logisch vorantreiben und die Spannung aufrecht erhalten - das ist schon eine beachtliche Leistung.

Die Szenen zwischen Ines und ihrer besten Freundin Sonja waren für mich Dreh- und Angelpunkt. Wie wichtig ist es für jeden von uns, beste Freunde zu haben? Freunde, auf die man sich verlassen kann? Anfangs konnte ich mit Sonja nicht so viel anfangen, aber sie entwickelte sich zu einem wahren "Sonnenschein" im Laufe der Zeit. Und in einer Krisensituation halten die beiden zusammen wie "Pech und Schwefel". Auch die sehr dezente Liebesgeschichte empfand ich als sehr stimmig. Ines' Schwarm Karol entsprach nicht unbedingt auf Anhieb einem "Traumtypen". Optisch zwar ein Mädchenschwarm, hat er doch seine ganz eigenen Seelenqualen zu tragen.

Das Refugium und die Wünsche gerieten irgendwann für mich eher so ein bisschen in den Hintergrund. Ich habe mir anfangs überlegt, was ich mir in dieser Situation wünschen würde und mir fiel nichts (erfüllbares) ein. Ines' Wünsche waren bodenständig. Sie wollte zuerst Wissen, dann Liebe. Ist das nicht eigentlich wirklich großartig? Ganz besonders, wenn es in einem Jugendbuch transportiert wird?

Das Ende fand ich wunderbar. Es ist etwas melancholisch und ungewiss. Wie das Leben. Das mag ich sehr gerne. Obwohl das Buch sehr gut für sich alleine stehen kann, bietet es reichlich Potential für eine Fortsetzung.

Insgesamt also ein ruhiges und intelligentes Jugendbuch, das nicht nur Mädchen anspricht. Für die meisten Erwachsenen ist es aber vermutlich etwas zu zahm geraten.

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Ines öffnet die Tür

Im Haus ihrer Großmutter entdeckt Ines eine Tür, die sie nie zuvor gesehen hat. Agnes offenbart ihr dann das Geheimnis um den Raum der Wünsche und macht ihn Ines zum Geschenk. Doch schon bald zeigt sich, dass dieses Refugium nicht nur großartige Dinge vollbringen kann. Es gelten Gesetze und die sollte Ines befolgen. Bricht sie die Regeln, kann es sehr ungemütlich werden. Lange besteht Ines die Bewährungsprobe nicht und muss mit den Konsequenzen leben.

Markolf Hoffmann legt ein Jugendbuch vor, in dem man direkt ab Beginn eintauchen kann. Ohne große Eingewöhnung spürte ich sofort, dass Großmutter Agnes und ihr Haus einige Geheimnisse verbinden. Die Geschichte des Refugiums überzeugt durch Spannung und unheimliche Geschehnisse ohne dabei actionüberladen zu sein. Ich empfand das als sehr gelungen und fühlte mich auch als Erwachsene gut unterhalten.

Die Details um das mysteriöse Zimmer laden förmlich zur Spekulation ein. Diesen Teil der Geschichte habe ich am liebsten gelesen. Doch auch typischer Teenie-Alltag gehört dazu. Schule, die beste Freundin, die erste Liebe und Familienleben beschreibt der Autor in flüssigem Schreibstil und integriert sie in das Geschehen. Mit dem Ende war ich nicht gleich einverstanden, konnte mich aber daran gewöhnen.

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Markolf Hoffmann – Ines öffnet die Tür

Im Haus ihrer Großmutter Agnes findet die dreizehnjährige Ines auf einmal eine geheimnisvolle Tür – an einer Stelle, an der zuvor keine Tür gewesen war. Zunächst lässt sie sich nicht öffnen, doch schon bald findet Ines mit Agnes' Hilfe heraus, was es mit der Tür auf sich hat. Und schon steckt sie mitten in eine Geschichte um Träume und Wünsche – was aber zunächst schön und zauberhaft zu sein scheint, zeigt schon bald, dass es auch eine dunkle und unheimliche Seite hat …

Die Kraft dieser Geschichte liegt getreu dem Sprichwort in ihrer Ruhe – den Leser erwartet hier kein Feuerwerk an Action, sondern eine Geschichte, die dennoch keinen Mangel an Spannung aufkommen lässt. Ines ist eine authentische Protagonistin, ein echter Teenager eben. Manchmal ist man regelrecht schockiert über ihre Naivität, dann wieder muss man sich eins grinsen, weil einen die Erinnerung an die eigene Teenie-Zeit überfällt.

Die Geschichte um Ines' Erlebnisse hinter und vor der titelgebenden Tür sind logisch, wenn sie auch etliche Fragen offen lässt. Einige der Spannung erzeugenden Elemente kommen nach ein-, zweimaliger Erwähnung nicht mehr vor, das ist mehr als schade, denn sie machten den Leser so neugierig und waren ja ursächlich am Spannungsaufbau beteiligt.

Noch ein kleiner Makel des Buches: Im Verlauf des Buches kann man es kaum weglegen, man rätselt und spekuliert, liest, liest liest – und dann kommt das Ende, so unaufgeregt und einfach, dass es zumindest mich ein wenig enttäuscht hat.

Das mag jetzt vielleicht ein wenig widersprüchlich klingen, aber ich finde es sehr schön, dass keine Gewalt zelebriert wird, das ist leider in heutigen Zeiten schon eine kleine Ausnahme im Jugendbuchbereich. Der Autor versteht es, auch ohne Folter und Kampf eine Spannung aufzubauen, die den Leser am Ball bleiben lässt. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Zielgruppe auf das Buch reagieren wird.

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Spannendes Jugendbuch!

Zum Buch:
Ines ist 13, als ihre Großmutter Agnes ihr ein ganz besonderes Geschenk anvertraut. Einen Raum, der Wünsche erfüllen kann! Doch das Refugium hat auch so seine Tücken, vor allem müssen einige wichtige Regeln beantwortet werden: Man darf sich nicht länger als 24 Stunden darin aufhalten, man darf keine Gegenstände über längere Zeit aus dem Zimmer mit hinausnehmen, man darf niemandem davon erzählen und auf gar keinen Fall darf man das Fenster des Zimmers öffnen!
Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, aber wie man sich denken kann, werden die Regeln gebrochen werden und das wird Konsequenzen haben!

Meine Meinung:
Von Markolf Hoffmann hatte ich bereits die Kurzgeschichten „Das Flüstern zwischen den Zweigen“ gelesen und war schon sehr gespannt, wie sich der Autor nun bei diesem Jugendbuch machen wird.
Ines ist meiner Meinung nach ein sehr gelungener Charakter, ihre Handlungen ließen mich als Erwachsene zwar öfter entsetzt den Kopf schütteln, aber für eine 13jährige fand ich das alles sehr gut beschrieben und nachvollziehbar.
Die Idee des Refugiums an sich finde ich total spannend. Meine erste Überlegung war, was ich mir denn wünschen würde. Und das entpuppt sich unter den oben aufgeführten Regeln als gar nicht so einfach, denn die meisten Dinge, die wir uns wünschen, wollen wir ja haben und behalten oder es sind immaterielle Wünsche.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, eine Fortsetzung aber durchaus denkbar – und ich würde sie gerne lesen und erfahren, wie es Ines weiter so ergeht!

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Ein Raum, der jegliche Wünsche erfüllt und ein Mädchen, die so einen Raum von ihrer Großmutter geschenkt bekommt.
Eine interessante und gut umgesetzte Idee.

Durch Ines fühlte man sich in die eigene Kindheit zurückversetzt und lässt den Gedanken aufkommen, wie man wohl
selbst gehandelt hätte, hätte man selbst so ein Refugium bekommen.

Das Buch wartet auch mit den Problemen einer Heranwachsenden auf, von der ersten Liebe, hin zu den Auseinandersetzungen mit Freunden und der Familie.

Es werden Fragen aufgeworfen, die zwar nicht so richtig beantwortet werden, aber auf eine Fortsetzung hoffen lassen.

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Spannend und ein bisschen mystisch

Bei einem Besuch der Großmutter Agnes entdeckt Ines in deren Haus eine geheimnisvolle Tür, die sie vorher noch nicht kannte und das merkwürdigste ist, diese Tür erscheint dann auch in ihrem Zimmer zu Hause. Dahinter verbirgt sich ein Refugium und die Großmutter schenkt ihr diesen Raum der Wünsche erfüllt - es gibt aber auch 4 Regeln an die sich Ines halten soll, doch das ist gar nicht so einfach für einen Teenager, aber auch für Erwachsene. Doch Ines stellt sich der Gefahr, die daraus erwächst...

Die Geschichte ist spannend und mysteriös - die Charaktere sind schön gezeichnet. Sehr gut fand ich, dass auch Probleme und Schwächen einzelner Personen zum Tragen kommen und es keine heile Welt und die perfekte Familie ist, in der Ines lebt. Ines selbst ist in ihrer Suche zwischen Kind und Erwachsenem interessant und glaubwürdig dargestellt, auch wenn ich als "Erwachsener" manchmal den Kopf schüttelt über Probleme, Fragen und Handlungen. Liebe, Freundschaft und Verrat spielen neben den fantastischen Elementen eine große Rolle - mich selbst haben diese Themen nicht so stark berührt, ich konnte mich schwer in diese "Mädchenprobleme" hinein versetzen, aber ich denke bei der entsprechenden Altersgruppe kommt es gut an. Fasziniert hat mich dagegen das Refugium, sein Aufbau, seine Macht und die Welt, die dahinter steht - hier hätte es auch gern etwas mehr Information sein können, aber andererseits ist es auch schön sich eigene Gedanken und Vorstellungen dazu aufzubauen. Für die Geschichte sind alle notwendigen Infos vorhanden, auch wenn ein paar Handlungsstränge und Personen nur angedeutet werden.
Für mich ein sehr schöner Roman, der hoffentlich auch in der Altersgruppe entsprechend angenommen wird.

Ach eine kleine Sache ist mir noch eingefallen, wo ich das Buch Revue passieren lassen - die Aufmachung ist toll, schade fand ich, dass es kein Lesebändchen gab, das hätte das Buch von der Aufmachung perfekt gemacht.

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Für Kinder/Jugendliche empfehlenswert, für Erwachsene mit Abstrichen

Obwohl ich nicht mehr ins Zielgruppenalter falle, hatte ich sehr wohl meine Freude an Ines öffnet die Tür. Allerdings denke ich, dass mir das Buch früher noch besser gefallen hätte.

Das Buch spielt halb in der realen Welt, wo Ines alle Höhen und Tiefen des Lebens einer 13jährigen durchlebt, halb im sogenannten Refugium, einem magischen Raum, der unter gewissen Bedingungen Wünsche erfüllt. Um die Verflechtung der beiden Welten im Rahmen zu halten, nennt Ines' Großmutter vier Regeln, die es zu beachten gilt. Nach und nach gerät jedoch alles außer Kontrolle, und Ines merkt, in welche Gefahr sie geraten ist ...

Der Fantasyteil ist sehr stimmungsvoll, mysteriös und lädt zum Mittüfteln ein. Dabei geht es ziemlich ruhig und weitgehend ohne Action ab, es baut sich eine andere Art von Spannung auf. Ich fand die Erzählweise und den Handlungsverlauf sehr angenehm - immer tut sich etwas, aber es wird nie aufdringlich spektakulär.

Der Real-Life-Teil hat mich eher mäßig mitgerissen. Es ist nun mal kein All-Age-Roman, und zum richtigen Hineinkippen bin ich der Welt aus Schulstunden, heimlichem Knutschen und Streit mit der besten Freundin wohl schon zu lange entwachsen. Dabei halte ich die Beschreibungen für ziemlich realitätsnah und ich bin mir sicher, dass sich viele Mädchen und Burschen hier wiederfinden.

Gut fand ich die verschiedenen familiären Themen, die zwar eher im Hintergrund laufen, bei denen Markolf Hoffmann aber viel Feingefühl beweist und vor allem zeigt, dass zwischenmenschliche Beziehungen eben sehr komplexe Gebilde sind und man immer mindestens zwei Seiten betrachten sollte, bevor man sich ein Urteil über jemandes Verhalten bildet.

Insgesamt hätte das Gewicht für meinen Geschmack ruhig etwas mehr auf Mysteryseite liegen dürfen. Trotzdem glaube ich, dass ich im entsprechenden Alter ziemlich begeistert gewesen wäre, und an Kinder/Jugendliche aus der Zielgruppe würde ich das Buch auch auf jeden Fall verschenken. :)

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Schönes Jugendbuch

Ein schönes Jugendbuch, bei dem ich gleich von Anfang an auf einer Wellenlänge mit den Charaktern war. Ines ist nicht in allen Dingen "typisch" für ihr Alter, aber trotzdem glaubwürdig. Ich musste ständig an mich denken, als ich noch so jung war.

Die ganze Story ist sehr spannend und ich habe ständig gegrübelt, was ich wohl in dieser oder jener Situation tun würde. Besonders über meine Wünsche an das Refugium habe ich noch lange nachgedacht. Natürlich darf ein bißchen Liebe und Schwärmerei nicht fehlen: Ich fand es war in Maßen und nicht überladen. Sehr schön.

Obwohl ich schon seit langem nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, hat mir das Buch gut gefallen.

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