Jandy Nelson: Ich gebe dir die Sonne

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Jandy Nelson: Ich gebe dir die Sonne
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
I'll give you the Sun
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783570164594
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
So fängt alles an.

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Handlungsort

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Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...

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Eine prall mit Leben und Liebe gefüllte Geschichte

Inhalt:
Jude und Noah sind Zwillinge mit allem Drum und Dran. Sie haben eine besonders innige Verbindung zueinander, konkurrieren aber auch um die Aufmerksamkeit der Eltern. Als sie dreizehn sind, geschehen Dinge, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Und die beiden entfernen sich immer weiter voneinander …

Meine Meinung:
Gleich vorweg: Jandy Nelson hat mich mit ihrem Jugendbuch total begeistert. Hier steckt so viel drin, Liebe, Herzschmerz, Verlust, Tragödie, Komödie, Glück und Unglück, Schuld und Vergebung und noch vieles mehr. Oft habe ich bei Romanen schon gedacht, der Autor hätte sich lieber auf ein oder zwei wesentliche Dinge beschränken sollen und nicht so viel in einen einzigen Roman hineinpacken. Nicht so hier. Die verschiedenen Erlebnisse und Erfahrungen der Protagonisten greifen perfekt ineinander und zeigen ein pralles Leben, das wie eine Achterbahn anmutet, Aufs und Abs in schneller Folge.

Es wird in zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt. Noah lernen wir als Dreizehnjährigen kennen und damit die Anfänge der Geschichte. Jude erzählt als Sechzehnjährige, nachdem das Drama seinen Lauf genommen hat und das Leben der Familie vor dem Abgrund steht. Nur ganz allmählich kommen die Ereignisse, die in diesen drei Jahren passiert sind, ans Licht. Das hat Jandy Nelson sehr geschickt gemacht. Als Leser fragt man sich natürlich die ganze Zeit, was vorgefallen sein mag, was dazu geführt hat, dass die Zwillinge nicht mehr miteinander reden. Es herrscht permanent eine ungute, geladene Atmosphäre, die einen ans Buch fesselt, bis auch das letzte Puzzlestück an seinen Platz gerückt ist.

Die beiden Protagonisten fand ich sehr interessant. Der stille Noah steht immer ein wenig im Schatten seiner quirligen Schwester, scheint aber der Liebling der Mutter zu sein, während er den Vater fürchtet. Er ist homosexuell, was aber niemand wissen soll, zumal er auch so schon ständig von den anderen Jugendlichen gemobbt wird. Seine Liebe zu dem neuen Nachbarsjungen Brian scheint keine Chance zu haben. Auch Judes erste Erfahrungen mit der Liebe sind alles andere als positiv.

Von ihrer Mutter haben die Zwillinge ihre künstlerische Begabung geerbt. Noah zeichnet alles und jeden, während sich Jude an Sandskulpturen versucht. Jeder fürchtet, der andere könnte besser sein. Und als sie sich um die Aufnahme an der örtlichen Kunstschule bewerben, zerplatzt ein Traum.

Kunst spielt also eine sehr große Rolle in diesem Roman, aber auch der Tod, die Geister der Ahnen und natürlich immer wieder die Liebe in allen Variationen. Mich hat dieses Buch sehr berührt, zeigt es doch, wie ein kleiner dummer Fehler zu einem Orkan anschwellen kann, aber auch, dass es nie zu spät ist, das Richtige zu tun.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für „Ich gebe dir die Sonne“ für Mädchen und Jungen ab ca. 14 Jahren, aber auch Erwachsenen kann dieses Buch viel geben.

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(Aktualisiert: 11 Dezember 2016)
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Eine sehr schöne und emotionale Geschichte

Kurzbeschreibung:
Jude und ihr Zwillingsbruder Noah leben gemeinsam mit ihren Eltern in Lost Cove am Meer. Während Jude im Meer surft und ihr junges Leben in vollen Zügen gemeinsam mit ihrer Clique genießt, ist Noah ein Einzelgänger der am liebsten zeichnet und sich mit seiner Mutter über Kunst unterhält.
Doch trotz dieser Gegensätze sind die beiden eng miteinander verbunden, bis dramatische Ereignisse an einem verhängnisvollen Tag dafür sorgen, dass sie ihre Verbindung zueinander und sogar zu sich selbst verlieren...

Meine Eindrücke:
Die Handlung beginnt, als Noah und Jude 13 Jahre alt sind und wird zu Beginn aus Noahs Sicht erzählt. Ihre Welt ist noch in Ordnung, auch wenn Noah das Gefühl hat, ein Außerirdischer unter Menschen zu sein und leider hat ihm niemand erklärt wie man sich richtig und unauffällig verhält. Sein Lebensinhalt ist das Malen und sein größter Traum ist es an der Kunstschule CSA angenommen zu werden. Er drückt seine Gefühle und Erlebnisse in Bildern aus, die er manchmal nur in seinem Kopf zeichnet. Der Autorin ist es wunderbar gelungen dies zu verdeutlichen und dementsprechend bildgewaltig ist stellenweise die Sprache.

Kapitelweise springt die Handlung drei Jahre in die Zukunft und wieder zurück, bis sich beide Zeitstränge treffen und man endlich das komplette Ausmaß der tragischen und traurigen Ereignisse kennt. Genauso wie die Zeit wechselt, erzählen auch die Zwillinge abwechselnd als Ich-Erzähler was geschehen ist. Und so erfahren wir von der 16jährigen Jude, dass sie und ihr Bruder ganz andere Wege eingeschlagen haben, als ursprünglich geplant. Was ist nur in der Zwischenzeit geschehen? Und warum haben die beiden ihre enge Verbindung zueinander verloren?

Jude hatte schon immer einen Hang zum Esoterischen und eine starke Verbindung zu ihrer Großmutter. Nach deren Tod wird ihr Geist zu einer wichtigen „Bezugsperson“ für Jude, denn es kommt eine Zeit, wo niemand sonst mehr für Jude da ist und sie nur noch Halt und Sicherheit in ihrem Aberglauben und ihren Zwiegesprächen mit ihrer Oma findet.

Von der ersten Seite an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Mal ist es unterhaltsam und fast schon schwarzhumorig und dann wieder sehr emotional und tieftraurig. Es geht um die intensiven Gefühle zweier unterschiedlicher Teenager und dem dazugehörigen Gefühlschaos. Die beiden sind nicht nur in der Pubertät, sondern sie müssen auch schlimme Erlebnisse, die erste große Liebe und Konflikte mit den Eltern verarbeiten und dabei versuchen sie sich selbst und ihren Weg zu finden.

Fazit: Eine schöne und berührende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

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Wunderschöne und liebevoll gestaltete Geschichte !!

Klappentext:
"Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ..."

Meine Meinung:

Das Cover, aber auch der Inhalt des Buchs, hat mich gleich angesprochen. In der Mitte des Covers steht der Titel geschrieben und um ihn herum, sieht man viele bunte Strahlen, die wie das Sonnenlicht erscheinen. Es ist schlicht, aber wirklich interessant gestaltet. Ich kannte vorher kein Werk der Autorin Jandy Nelson und so habe ich, wieder einmal, eine neue Autorin durch das Forum kennenlernen dürfen.
Zu Beginn der Handlung musste ich mich jedoch erst einmal ein wenig mit dem Schreibstil der Autorin zurechtfinden. Nachdem ich jedoch in der Geschichte angekommen war, habe ich es wirklich kaum noch zur Seite legen können. Erzählt werden die Ereignisse abwechselnd aus Sicht von den beiden Zwillingen Noah und Jude, in der Ich-Perspektive. Einerseits hat mich der Inhalt wirklich berührt und bewegt, andererseits trägt der Erzählstil, der hier wirklich poetisch und sehr liebevoll, bis ins kleinste Detail. Jandy Nelsons Schreibstil lebt von Metaphern und einer sehr bildlichen Schreibweise. Ich konnte mich nach einer Weile wirklich in "Ich gebe dir die Sonne" fallenlassen, was mir nicht so oft gelingt. Das Buch hat mich gefesselt und ich habe mich darin verlieren können.
Sehr gut gelungen ist der Autor auch die Gestaltung der Charaktere. Ich konnte mich recht schnell in sie hineinversetzen und beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Auch  der Umgang miteinander und die Entwicklung, die man als Leser im Laufe des Buchs miterleben darf, hat mich fasziniert.

Ich kann und möchte Euch dieses Werk wirklich nur empfehlen :-). Es ist einfach wunderschön !!

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