Jennifer E. Smith: Dich immer wiedersehen

Jennifer E. Smith: Dich immer wiedersehen

 
4.6 (3)
 
4.7 (5)
702   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Jennifer E. Smith: Dich immer wiedersehen
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783551556592

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Am ersten Septembertag verdunkelte sich die Welt.

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei Thalia kaufen

Handlungsort

Region
Land
Kontinent
Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen? Ein wunderbarer neuer Schmöker von Jennifer Smith (“Geschmack von Glück”) – hochromantisch, unterhaltsam und trotzdem mit Tiefgang.

Karte

Move Map
Start/Ziel tauschen

Autoren-Bewertungen

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.6
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.3  (3)
Charaktere 
 
4.3  (3)
Sprache & Stil 
 
5.0  (3)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Schöne Liebesgeschichte

Lucy und Owen sind zwei Jugendliche, die im gleichen Hochhaus in New York leben. Sie ist die Tochter reicher Eltern und lebt in Appartmend 24 D, während Owen als Sohn des Hausmeisters im Keller wohnt.
Ist es Zufall oder Schicksal, dass die beiden bei einem Stromausfall zusammen im Fahrstuhl stecken bleiben? Diese Momente verbinden die beiden und nach ihrer „Befreiung“ verbringen sie gemeinsam eine magische Nacht im stromlosen New York.
Was so zauberhaft beginnt wird von den Plänen der Eltern durchkreuzt. Lucy muss nach Europa ziehen und Owen treibt es mit seinem Vater Richtung Westen. Werden sich die beiden jemals wiedersehen?

Die Autorin hat ein wunderbares Gespür für Sprache. Die Bilder, welche sie mit ihren Worten malt, haben dafür gesorgt, dass ich gerne in dieser schönen und ruhigen Geschichte versunken bin.

Lucy und Owen haben beide ihr Päckchen zu tragen. Lucy lebt oft lange Zeit alleine in New York, während ihre Eltern ohne schlechtes Gewissen in der Welt herumreisen und Owen hat vor kurzem seine Mutter verloren. Er steht seinem Vater in dieser schweren Zeit bei, unterstützt und stützt ihn wo er nur kann und vergisst dabei fast an sich selbst und seine Bedürfnisse zu denken.
Die Gedanken und Emotionen der beiden werden glaubwürdig geschildert und ich habe vor allem mit Owen und seinem Vater mitgefühlt.

Das Cover passt prima zur Kommunikation per Postkarten, die sich im Verlauf der Handlung ergibt.

Fazit: Ich habe diese schöne, romantische und ruhige Geschichte gerne gelesen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
(Aktualisiert: 31 August 2016)
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Romantik und Seelenverwandtschaft

Die 16jährige Lucy, die in einem New Yorker Apartmenthaus lebt, und Owen, der scheue 17-jährige Sohn des Hausmeisters, lernen sich näher kennen, als sie einem heißen Sommerabend wegen eines Stromausfalls zusammen im Fahrstuhl steckenbleiben. Sie verbringen die Nacht damit, gemeinsam auf dem Hausdach in die Sterne zu schauen, und für beide ist diese Nacht etwas ganz Besonderes. Als wenig später Lucy mit ihren Eltern nach Europa zieht und auch Owen das Apartmenthaus Richtung USA-Westküste verlassen muss, da sein Vater die Stelle als Hausmeister verloren hat, bleiben sie in Verbindung, indem sie sich Postkarten schicken.

Obwohl die Postkarten selten und knapp im Text sind, stellen die beiden schnell fest, dass sie Seelenverwandte sind und einander nicht vergessen können. Die große Entfernung kann der Verbindung, die zwischen ihnen besteht, nichts anhaben. Diese Verbindung bringt Trost und Beständigkeit in die Leben der beiden, denn Owen zieht zunächst rastlos von Ort zu Ort und auch Lucy muss nochmals umziehen, bevor sie endlich in einem Zuhause ankommt.

Die Idee des Postkartenschreibens ist außergewöhnlich in Zeiten von e-mail und Smartphone, doch Owen ist ein e-mail-Verweigerer. Doch warum nicht diese Art der Kommunikation, zumal sie direkt an die gemeinsame Zeit der beiden anknüpft und weniger Flüchtigkeit besitzt als elektronische Kommunikation. Sie schlägt sich auch in der Gestaltung des Buches nieder, indem das Cover aussieht wie eine Postkarte bzw. ein Briefmarkenblock und innen die Überschriften der fünf Teile (die Ortsbezeichnungen wie Hier, Dort, Überall usw. tragen) sowie die Kapitelüberschriften in Form von Poststempeln gestaltet sind.

Die Charaktere von Owen und Lucy sind glaubhaft geschildert. Beide haben ihr Päckchen an Problemen zu tragen – Lucys Eltern sind mehr unterwegs als anwesend, und Owens Mutter starb bei einem Unfall. Trotzdem strahlt die Geschichte der beiden Zuversicht und Vertrauen in die Welt aus, sowie die Gewissheit, dass man sein Schicksal auch dann zumindest teilweise selbst bestimmen kann, wenn man vom Leben gebeutelt wird und dass jeder Wohnort auch sein Gutes hat.

Kapitelweise abwechselnd folgt man im Lauf der Monate Owen quer durch die USA und Lucy durch Europa. Die Seelenverwandtschaft zwischen den beiden wird deutlich greifbar, auch wenn sehr wenige Worte zwischen ihnen ausgetauscht werden. Trotzdem wächst langsam eine liebevolle Verbundenheit. Spannend ist es auch, zu verfolgen, wie sie den Umgang miteinander erst lernen müssen und sich dabei manches Mal zuerst selbst im Wege stehen. Allerdings bleiben die anderen Personen, besonders Lucys Eltern, relativ flach und schemenhaft und daran kann auch ihr Wandel am Ende nichts ändern.

Fazit: ein unterhaltsames, schnell lesbares Jugendbuch, das mehr Tiefe hat als ich erwartet habe, mit einer Liebesgeschichte, die keineswegs süßlich-kitschig ist.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Romantisch und tiefgründig

Lucy lebt schon ihr ganzes Leben ins NYC, als sie auf dem Weg in ihre Wohnung im Hochsommer aufgrund eines Stromausfalles im Fahrstuhl stecken bleibt. Ebenfalls an Bord: Owen, der gerade mit seinem Vater aus Pennsylvania in die Weltstadt gezogen ist und nun in der Kellerwohnung des Hochhauses lebt.
Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch und schlendern - auf der Suche nach etwas Abkühlung - gemeinsam durch die Straßen und wagen später den Aufstieg auf das Dach ihres Zuhauses. Dort lernt die 16jährige Lucy, wie schön ein Himmel ohne Lichtverschmutzung sein kann...
Doch als Lucy am nächsten Morgen erwacht, sieht die Welt anders aus: der Strom kehrt zurück und mit ihm die Realität. Das Mädchen soll ihren weitgereisten Eltern dauerhaft nach Europa folgen - ausgerechnet jetzt. Ob sich Owen und Lucy wiedersehen?

Mir hat das Buch auf Anhieb richtig gut gefallen, denn auf mich wirken die Hauptfiguren sehr authentisch - vielleicht gerade, weil sie aus unterschiedlichen Familien stammen. Lucy aus betuchten Verhältnissen; Owen aus eigentlich bodenständigen, doch ihm wurde gerade der Boden unter den Füßen weggezogen...
Zwischen den Zweien entsteht eine emotionale Bindung, die sie zeitweise selbst vielleicht nicht so perfekt greifen können, die aber in meinen Augen etwas besonders ist. Beide sind zwar noch jung, mussten aber schon einige Dinge in ihrem Leben wegstecken und haben durchaus eine teilweise einsame Situation zu bewältigen. Zudem sind sie spezielle Charaktere, die nicht immer zu unseren heutigen Erwartungen an Jugendliche passen. Im positiven Sinne.

Eine richtig schöne, gefühlvolle Geschichte, die toll erzählt ist. Leicht und luftig, realistisch und mit einem großartigen Gespür für die jugendlichen Protagonisten, die große Umbrüche in ihrem Leben zu bewältigen haben. Hinzu kommt eine ordentliche Prise Romantik, ohne auch nur einen winzig kleinen Anflug von Kitsch.

Lediglich der Schluss, der in meinen Augen ein wenig zu offen ist, verhindert eine perfekte Bewertung.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

5 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.6  (5)
Charaktere 
 
4.8  (5)
Sprache & Stil 
 
4.6  (5)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Eine Liebe in Postkarten

INHALT
Lucy (16) und Owen (17) hätten sich unter normalen Umständen nie kennengelernt. Doch ein Stromausfall in New York zwingt sie dazu. Beide bleiben in einem Wohnhauslift stecken und erleben nach ihrer Rettung eine wunderschöne Nacht unterm Sternenhimmel.

Doch Lucys Eltern wollen wegziehen und Owens Vater verliert seinen Job als Hausmeister und will mit Owen andere Bundesstaaten bereisen. Man will sich Postkarten bzw. E-Mails schreiben, um sich nicht zu vergessen, doch hat die aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance?

MEINUNG
Jennifer E. Smiths Jugendroman besticht durch seine authentische und z.T. recht tiefgründige Erzählweise. Owens und Lucys Romanze ist etwas ganz Besonderes. Hier haben sich zwei einsame Seelen gefunden, die ähnlich ticken und nur zusammen glücklich sein können. Aber ehe beide dies begreifen, müssen erst 9 Monate und unterschiedliche Wohnorte hinter ihnen liegen.

Das bezaubernde Element der Geschichte ist, wie bereits das Cover zeigt, die Postkarte. Owen, ein Verweigerer der modernen Kommunikation via Internet, schreibt Lucy von jedem neuen Ort, den er mit seinem Vater bereist, meist eine Ansichtskarte. Und Lucy wählt unabhängig davon, in England fast dieselbe aus, so dass man von einer magischen Art der Seelenverwandtschaft sprechen kann. Die kurzen Botschaften auf ihren Postkarten rühren das Leserherz und lassen noch an die Kraft und Magie der Liebe glauben. Obschon diese Art der Korrespondenz recht veraltet ist, geht von ihr ein ganz besonderer, sehr persönlicher Reiz aus.

Die Autorin geht wechselweise auf Owens und Lucys Leben ein, so dass man als Leser über beide Charaktere recht gut im Bilde ist. Und ihre persönlichen Geschichten bewegen. So ist z. B. Owens Mutter gestorben und sein Vater nur ab und zu berufstätig und Lucys Eltern sind so gut wie nie zu Hause. Sie ist mehr oder minder sich selbst überlassen, zumal ihre Brüder bereits an einem anderen Ort studieren. In Kenntnis dieser Vorgeschichte mutet Owens und Lucys Zusammentreffen als "unvermeidliches" Schicksal an. Ihre kurze gemeinsame Zeit ist wie eine schützende Blase, die keiner von beiden vergessen oder gar zerstören will.

Smiths Geschichte vom Suchen und Finden der Liebe wird nicht nur jugendliche Leser mitten ins Herz treffen. Zudem stimmt diese nachdenklich und lädt dazu ein, den Augenblick mehr Gewicht beizumessen. Das etwas offen gehaltene Ende passt dazu vorzüglich.

FAZIT
Eine romantische Geschichte über eine spezielle Großstadtliebe, die bis zur letzten Zeile mitreißt.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Liebe durch Zufall...

Von der Autorin hatte ich bis dato noch nichts gelesen, da ich aber ein großer Fan von Jugendbüchern bin und mir die optische Gestaltung so gut gefiel, begann ich unvoreingenommen mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Owen und Lucy, die sich bei einem Stromausfall in New York in einem Fahrstuhl, in dem sie stecken geblieben sind, kennenlernen. Doch das Alltagsleben trennt sie voneinander, aber die Beiden können sich einfach nicht vergessen. War die Begegnung im Fahrstuhl Vorsehung? Werden sie gemeinsam ihr Glück finden oder getrennte Wege gehen müssen?

Die Handlung erleben wir mal aus der Sicht von Lucy und mal aus der Perspektive von Owen, so dass man als Leser unglaublich nah an den Figuren ist und ihre Handlungsweisen deutlich besser versteht.

Beide Charaktere haben ihr Päckchen im Leben zu tragen und ich fühlte mich bei beiden direkt wohl und konnte mich gut in sie einfühlen.

Gerade in der heutigen Zeit fand ich es so goldig, dass sich Owen den modernen Medien verweigert und lieber auf Postkarten statt auf Facebook und Co setzt. In unserer heutigen Gesellschaft ist das Briefe- und Postkartenschreiben doch arg in Vergessenheit geraten.

Der Schreibstil der Autorin hat sich so angenehm lesen lassen, dass ich nur so durch die Seiten flog und gar nicht wollte, dass diese Geschichte mit ihrer zarten Romanze jemals endet.

Der Roman vermittelt ganz klar, dass Liebe alles überwinden und schaffen kann, was mich tief berührt hat.

Auch wenn ich kein Fan von offenen Enden bin, so passt es hier gut. Die Beiden sind noch so jung und es kann noch so viel mit ihnen passieren, dass ich hier nur zu gern selbst weiterspinne was die Beiden erleben und wie ihre Zukunft aussehen könnte.

Fazit: Ein sehr intensives Jugendbuch, was mich komplett abgeholt hat. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Genial!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Über die erste Liebe

Das Buch ist hauptsächlich für Jugendliche geschrieben, geht es doch um 2 Teenager im Alter von 16 bzw. 17 Jahren und die erste Verliebtheit.
Allerdings liest es sich auch für Erwachsene hervorragend und ich habe nicht bereut, es gelesen zu haben.

Eingeteilt ist die Geschichte, in Anlehnung an den englischen Titel "The Geography of you and me", in 5 Teile, die alle im weitesten Sinne Ortsbeschreibungen sind. "Hier", "Dort", "Überall", "Irgendwo" und "Zu Hause".

Auch wenn der Hauptanteil des Buches darin besteht, dass die beiden Teenager Lucy und Owen räumlich nicht zusammen sind, so sind sie doch trotzdem auf ganz spezielle Weise miteinander verbunden. Man hat gleich von Anfang an den Eindruck, dass sie einfach sehr gut zusammen passen und sich ergänzen, auch wenn man das möglicherweise in dem "jungen" Alter so noch gar nicht sagen kann. Desweiteren sind die einzelnen Kapitel mit Briefmarkenähnlichen Stempeln versehen, was meines Erachtens sowohl zur Thematik des Buches, als auch zur Geographie hervorragend passt.

Es geht um Lucy und Owen, die zusammen bei einem Stromausfall in "ihrem" New Yorker Apartmenthaus stecken bleiben. Sie können zwar befreit werden, entschließen sich aber dazu, den Rest des Tages/der Nacht zusammen zu verbringen. Schnell merken jedoch beide, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Besonders von den Einstellungen und den Gefühlen her, scheint es, als wenn die beiden einfach füreinander gemacht sind.
Allerdings trauen sich beide nicht, etwas zu sagen...

Umso schlimmer, dass Lucy kurz darauf von ihren Eltern mitgeteilt bekommt, dass sie ihre Heimatstadt New York verlassen muss, da der Vater ein gutes Jobangebot in Europa ergattern konnte.
Lucy macht einen recht einsamen Eindruck, da sie viel Zeit alleine verbringt. Sie empfindet das zwar nicht unbedingt als schlimm, aber sie führt auf jeden Fall kein Teenagerleben, wie man sich das in dem Alter vorstellt. Ihre Eltern verreisen oft, so dass sie alleine zu Hause bleibt.

Owen widerum hat ebenfalls ein schweres Schicksal zu tragen, denn vor kurzem ist seine Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Nun versucht sein Vater sich als Hausmeister in NYC. Es fällt dem Vater schwer, wieder in ein geregeltes (und vor allem einigermaßen glückliches) Leben zurückzufinden. Und auch Owen, der den Verlust der Mutter verkraften muss, sorgt sich außerdem um seinen Vater und fragt sich, wie ihrer beider Zukunft denn wohl aussehen kann.
Durch das Treffen der beiden bemerken sie das Schöne im Leben.

Durch einige Umstände zieht sowohl Lucy mit ihren Eltern, als auch Owen mit seinem Vater, durch die Gegend und beide wohnen an den unterschiedlichsten Orten. Verbunden bleiben die zwei per mail bzw. Postkarte. Allerdings ist es schwierig, die einmalige Verbindung über die Distanz hinweg aufrecht zu erhalten.

Und so ist der Leser letzten Endes sehr gespannt, ob es den jungen Leuten gelingen wird, sich nicht nur auszutauschen und auszusprechen, sondern auch die Hoffnung auf den Anfang einer wunderschönen Liebesgeschichte nicht aufzugeben.

Die Autorin hat es wunderbar geschafft, diese Geschichte zu erzählen. Mit Lucy und Owen hat sie zwei sehr sympathische Teenager geschaffen, die man äußerst gerne durch ihr Leben begleitet. Währenddessen kann man sich selbst auch noch einmal gut in seine eigene Jugend zurückversetzen!

Einmal mit dem Buch angefangen, liest man einfach so weiter und wundert sich plötzlich, dass das Buch schon durch ist. 

Für mich war das eine ausgezeichnete Geschichte im Bereich Jugendbuch, die ich jedoch auch einem älteren Publikum problemlos empfehlen kann.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Eine wunderbare, liebevoll erzählte Geschichte über eine schicksalhafte Begegnung !!

Klappentext:
"Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen?"

Meine Meinung:

Das Cover hat mich gleich sehr angesprochen, mir gefällt die farbliche Gestaltung sehr. Alle wichtigen Pfeiler, die eine Rolle in der Geschichte spielen sind hier wunderbar miteinander verbunden worden.

Bevor ich "Dich immer wiedersehen" gelesen habe, kannte ich die Autorin Jennifer E. Smith nicht, ich kann also keinerlei Vergleiche zu anderen Werken von ihr anstellen. Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen und so war schnell klar, dass ich das Buch gerne lesen will. Die Autorin nimmt uns mit in den Alltag der beiden Protagonisten Lucy und Owen. Mir waren beide Charaktere von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte schnell eine emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen. Beide haben ihre Last zu tragen, eine höhere, als manch ein anderer Jugendlicher, so habe ich es jedenfalls empfunden. Lucy lebt mehr oder weniger auf sich allein gestellt in einem luxuriösen Appartement, die Eltern lassen sie viel allein und gehen auf Reisen. Sie bekommen nicht viel von Lucys Leben mit, was ich ziemlich traurig finde. Lucy ist eine eher zurückhaltendes junges Mädchen, das nicht so schnell Kontakte knüpft. So wie die Autorin es schildert, würde ich mich sehr allein gelassen fühlen. Owen ist ein verantwortungsbewusster, kluger junger Mann. Durch häufige Umzüge hat auch er nicht viele Kontakte, als man ihn kennenlernt. Er trägt nicht nur den Verlust der Mutter, der in seinem Leben eine große Rolle spielt, auf seinen Schultern sondern auch die Hoffnungslosigkeit seines Vaters. Die Entwicklung, die die Charaktere im Laufe der Handlung durchlaufen, wirkt sehr authentisch und lebensnah.

Die Handlung wurde in vier Abschnitte geteilt, die ich auch als jeweilige "Lebensabschnitte" der Protagonisten bezeichnen würde. Abwechselnd wird jeweils in der dritten Person aus dem Leben von Lucy und Owen erzählt, an dieser Stelle hätte ich wieder einmal lieber die Sichtweise aus der Ich-Perspektive erlebt, schlichtweg weil ich oft dadurch noch intensiver berührt werde. Das ist der einzige kleine Punkt, der mich ein wenig gestört hat, an mancher Stelle kamen die Gefühle nicht ganz im Herzen an. Dennoch hat mich der bildliche und authentische Schreibstil von Jennifer E.Smith gefesselt und ich musste mich beherrschen immer schön die Leseabschnitte einzuhalten.

Mir hat "Dich immer wiedersehen" sehr gut gefallen, es ist eine recht tiefgründige Erzählung für ein Jugendbuch, was mich persönlich angesprochen hat. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und gebe vier von fünf Sternchen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Eine Liebe die Kilometer überwinden kann

KurzRezi - Dich immer wiedersehen


ACHTUNG: Rezension kann Spoiler enthalten!


Der Inhalt...

Eine Nacht die alles verändert: Ein Stromausfall legt New York und ihre Umgebung komplett ins Dunkeln. Lucy und Owen sind gerade im Fahrstuhl, als dieser mit einem Ruck stehenbleibt. In der kurzen Zeit auf engstem Raum lernen die zwei sich besser kennen und beschließen diese Nacht zusammen auf dem Dach ihres Wohngebäudes unter dem endlich sichtbaren Sternenhimmel zu verbringen. Eine magische Nacht, die beide zusammenschweißt, aber das Schicksal hat einen anderen Plan für sie: Lucys Eltern ziehen um und auch für Owen heißt es Abschied von New York und Lucy zu nehmen. Hat ihre junge Liebe so überhaupt eine Chance?

Meine Meinung...

Lucy und Owen sind zwei liebenswürdige und authentische Hauptprotagonisten. Ich mochte die zwei schon ab der ersten Seite an, obwohl ich sagen muss, dass Owen mein heimlicher Favorit war. Ich fand es einfach wahnsinnig schön, wie liebevoll er in jeder Situation mit seinem Vater umging. Er unterstützte ihn wo er nur konnte: Sei es bei seinen Jobs, im Haushalt, in Krankheit oder einfach nur um zu ihm zu stehen und mit ihm im Auto quer durchs Land zu reisen, damit die zwei endlich einen Ort fanden, an dem sie sich zur Ruhe setzten konnten. Stets stand Owen ihm bei und stellt sein Wohl immer hinten an. Teilweise tat mir sein Vater auch wirklich leid. Er wollte so gerne sesshaft werden, bekam aber schlichtweg keine Chance dafür. Und somit blieb eben immer nur noch eins: In die nächste Stadt reisen. Und doch hab ich mich mehrfach gefragt: Sollte er nicht langsam an sein eigenen Ziele und Wünsche denken? Es ist bemerkenswert, wie aufopferungsvoll Owen sich um seinen Vater kümmert, doch die Frage um die eigene Zukunft sollte dabei nicht in den Hintergrund rücken, finde ich.

Schnell merkt man: Beide Jugendliche haben ihr Päckchen zu tragen. Lucy, die von ihren Eltern vernachlässigt wird, weil diese viel lieber von Stadt zu Stadt jetten, als sich um ihre Tochter zu kümmern. Owen, der nach dem Tod seiner Mutter deutliche Schuldgefühle gegenüber seinem Vater hat und Angst hat diesen „auch noch zu verlassen“. Beide umgibt eine Traurigkeit und Einsamkeit, die sie zu so einem passenden Pärchen machen. Ihre zarte und schüchterne erste Begegnung fand ich so herrlich realistisch und süß. Keine flachen Sprüche oder großen Töne, einfach nur pure Natürlich- und Ehrlichkeit zwischen den beiden. Sie passen scheinbar so gut zusammen, und doch hat das Schicksal seinen eigenen Plan. Toll fand ich, WIE die zwei versucht haben im Kontakt zu bleiben: symbolische Postkarten, statt schnöde Email und SMS. Und das in unserem heutigen technischen Zeitalter. Kilometer voneinander entfernt versuchen die zwei irgendwie ihr neues, anderes Leben zu führen. Doch so ganz gelingt ihnen das nicht. Klar ist es schön zu sehen, dass sie trotz dieser weiten örtlichen Entfernungen immer wieder mit den Gedanken beim jeweils anderen sind und denjenigen nicht mehr aus dem Kopf kriegen – und doch fand ich es (als eingefleischte Realistin mit Hang zum Pessimismus :D) teilweise einen Tick zu viel. Immerhin sind es Jugendliche, die sich – wie das Klischee gerne sagt – alle fünf Minuten in jemand anderen verlieben. Ich würde gerne an so etwas wie Seelenverwandtschaft glauben, kann es mir bei einem solch jungen Pärchen aber schlichtweg schwer vorstellen. Dabei will ich nicht sagen, dass die zwei nicht süß zusammen sind und toll miteinander umgehen, aber bei mir ist dieser absolut letzte und endgültige Funke nicht übergesprungen. Und trotzdem hab ich den Verlauf ihrer Liebesbeziehung mit Spannung verfolgt – und über die Landesgrenzen hinaus.

Das Ende war mir definitiv ein Dorn im Auge. Zum einen fand ich die Reaktion und die Auflösung um die Eltern sehr unrealistisch, zu plötzlich und unbefriedigend; zum anderen war mir das endgültige Ende leider zu offen und teils zu ungeklärt. Manche mögen so etwas ja gerne; lassen ihren eigenen Gedanken freien Lauf und spinnen Ideen, wie das ganze genausten enden könnte. Ich bin jemand, der gerne alles bis ins kleinste Detail wissen möchte und fand es dementsprechend etwas unvollständig. Das war aber nur ein kleiner Kritikpunkt! Da hat mich die Sache mit den Eltern viel mehr genervt.

Für mich ist und bleibt die Geschichte um Owen und Lucy ein typischer Sommerroman. Denn trotz der überraschenderweise eher tiefgründigeren Probleme der zwei Jugendliche umgibt das Buch eine frische Leichtigkeit, die ich gerne gelesen habe.

Das Fazit...

Ein schönes und leichtes Jugendbuch über eine Liebe, die Kilometer überwinden kann. Hat mir trotz kleinerer Kritikpunkte gut gefallen!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue