Jonathan Stroud: Die raunende Maske

Jonathan Stroud: Die raunende Maske

 
4.7 (3)
 
4.7 (2)
529   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Jonathan Stroud: Die raunende Maske
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Hollow Boy
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783570159637

Informationen zum Buch

Seiten
464

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Ganz Großbritannien befindet sich in den Fängen einer Geisterepidemie.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Die Agenten von Lockwood & Co.: Anthony Lockwood, Lucy und George, führt ihr jüngster Fall mitten ins Zentrum der Geistererscheinungen, die London unerbittlich heimsuchen. Ein traditionsreiches Londoner Kaufh aus scheint Brutstätte des grausigen Phänomens zu sein. Wurde es doch auf den Überresten einer Pestopferruhestätte und über den Ruinen eines mittelalterlichen Kerkers errichtet. Gemeinsam mit Geisterjägern aus anderen Agenturen wagen sich Lockwood und seine Freunde bei Nacht in das Gebäude. Wer hier überleben will, braucht Mut und einen kühlen Kopf. Doch Lucy und ihre neue Kollegin Holly belauern sich eifersüchtig, Lockwood kommt von einem dunklen Geheimnis in seiner Vergangenheit nicht los und die düsteren Warnungen des wispernden Schädels verheißen Fürchterliches.

Autoren-Bewertungen

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.7  (3)
Charaktere 
 
4.7  (3)
Sprache & Stil 
 
4.7  (3)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

.

Nach ihrem jüngsten Erfolg sind die drei Geisterjäger von Lockwood & Co. gefragter denn je. Angesichts der Flut von Aufträgen können Lucy, Lockwood und George nur noch selten gemeinsam auf Einsätze gehen, meist müssen sie sich aufteilen, um überhaupt alles zu schaffen. Vom sich anhäufenden Papierkram und dem Zustand des Hauses mal ganz zu schweigen.

Lockwood zaubert dafür eine Lösung aus dem Hut: Holly Munro, ein hübsches Organisationstalent, das stets das Richtige tut und, so findet Lucy, ein kleines bisschen zu perfekt ist. Holly ist zwar objektiv gesehen eine große Hilfe für die Mini-Agentur, für die Freundschaft zwischen den dreien aber eher eine Last.

Außerdem macht eine Verdichtung von ominösen Vorkommnissen in Chelsea ganz London das Leben schwer, die Menschen sind verunsichert und verängstigt. Niemand scheint die Quelle der Massenheimsuchung finden zu können ... aber es kommt auch zunächst keiner ernsthaft auf die Idee, Lockwood & Co. ins Boot zu holen.

Die schöne Harmonie, die bei aller Kabbelei immer zwischen Lockwood und seinen beiden Angestellten zu bestehen schien, ist in diesem Band praktisch dahin, die Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur wegen der viel zu ordentlichen, viel zu wohlerzogenen, viel zu adretten Holly, obwohl die Jungs für Lucys Geschmack viel zu angetan von ihr sind, sondern auch, weil Lucys besondere Gabe immer deutlicher wird, Lockwood aber davor zurückscheut, sie sie einsetzen zu lassen.

Lockwoods mysteriöse Vergangenheit spielt natürlich auch wieder eine Rolle, und genauso der körperlose Protagonist, der sich schon im letzten Band mit Schnodderschnauze in mein Herz gekeift hat: der Schädel im ausbruchsicheren Geisterglas, sarkastisch-treffender Kommentator all dessen, was Lucy und der Rest der Bande so treiben.

Im dritten Teil der Reihe steht weniger die Aufklärung eines übergreifenden großen Falles im Mittelpunkt - keine Sorge, es gibt trotzdem einen schaurig-spannenden Showdown - als das Zwischenmenschliche innerhalb der Agentur. Man merkt deutlich, dass die Geisterjäger zwar professionell, erfahren und gewitzt, aber im Grunde doch nur Teenager sind, es gibt ordentlich Zündstoff, wobei Holly ist gleichzeitig Fremdkörper und Katalysator ist und ein paar Auseinandersetzungen ins Rollen bringt, die hoffentlich in einem späteren Band doch wieder zur Versöhnung führen.

Das soll jetzt nicht heißen, dass die Reihe zum einseitigen Teenie-Beziehungsdrama verkommen ist. Die komplexe Geisterwelt, ein an allen Ecken und Enden heimgesuchtes London, skurrile Charaktere und natürlich Strouds unvergleichlicher Humor sind nach wie vor mit von der Partie, und der Mix aus Spannung, Spaß, Mystery und Menschelndem sorgt mal wieder für größtes Lesevergnügen. Der Cliffhanger am Ende war allerdings ziemlich fies, Mr. Stroud!

Lobend erwähnen möchte ich auch noch die ausgezeichnete Übersetzung von Katharina Orgaß und Gerald Jung, die den Sprachwitz schön ins Deutsche bringt.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Eine gelungene Fortsetzung der Reihe um die jungen Geisterjäger

Inhalt:
Immer mehr Geister machen London des Nachts unsicher. Die drei Geisterjäger der Agentur Lockwood & Co., Lucy Carlyle, George Cubbins und Anthony Lockwood, sind hoffnungslos überarbeitet. Sie brauchen dringend Unterstützung, und so stellt Lockwood die hübsche Holly ein, die den dreien zur Hand gehen soll. Während die Herren sich gerne von Hollys Backkünsten verwöhnen lassen, reagiert Lucy eifersüchtig. Da sind die bissigen Bemerkungen des wispernden Schädels auch nicht gerade hilfreich.

Meine Meinung:
Dies ist der 3. Teil einer Reihe. Man kann ihn eventuell auch ohne Vorkenntnisse lesen. Zumindest das Wichtigste aus den ersten beiden Bänden wird kurz wiederholt. Doch hat man sicher mehr Spaß daran, wenn man die Vorgänger gelesen hat und die Geschichte von Anfang an verfolgen kann.

Wieder einmal konnte mich Jonathan Stroud regelrecht begeistern – im doppeldeutigen Sinne des Wortes. Denn natürlich begegnen dem Leser auch in diesem Buch jede Menge Geister, bei deren Beschreibung der Autor viel Fantasie beweist. Ich bin immer wieder erstaunt und fasziniert, welche Vielfalt von Geistern sich in diesen Büchern tummelt. Und dieses Mal bekommen wir bzw. Lockwood & Co. es sogar mit einem Massenausbruch an geisterhaften Phänomenen zu tun. Unsere Helden finden sich mehr als ein Mal in einer äußerst brenzligen und potentiell tödlichen Situation wieder – nicht zuletzt dank Lucys Extratouren. Ihre besondere Gabe entwickelt sich immer weiter, und sie möchte sie natürlich gerne anwenden. Allerdings kollidiert das in der Regel mit Lockwoods Anweisungen. Nur durch den absoluten Zusammenhalt der Freunde gelingt es ihnen immer wieder, mehr oder weniger heil aus dem Schlamassel zu kommen.

Die Kabbeleien im Team und die Konkurrenz mit den anderen Agenturen, allen voran die Truppe von Quill Kipps, geben der Handlung eine ordentliche Portion humorvolle Würze. Auch die Eifersüchteleien zwischen Lucy und Holly fand ich nett zu lesen. So war dieses Buch alles in allem wieder ein rundum gelungenes Lesevergnügen, das ich gerne an junge und jung gebliebene Leser empfehle.

Die Reihe:
1. Die seufzende Wendeltreppe
2. Der wispernde Schädel
3. Die raunende Maske

***Gratisexemplar***

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Spannender dritter band

Endlich halte ich ich ihn in meiner Hand!
Dem dritten Lockwood & Co-Band fiebere ich schon entgegen seit ich "Der wispernde Schädel" beendet habe.
Etwas Sorge hatte ich allerdings schon, ob meine hohen Erwartungen wieder erfüllt werden können.
Aber da konnte ich eigentlich ganz beruhigt sein. Schon nach der ersten Seite war ich wieder mitten drin in Ektoplasma, Salzbomben und Waberern.

Dieser Band fängt diesmal mit einem kleinen, in sich abgeschlossenen Abenteuer an. Das ist zwar erst einmal etwas frustrierend, denn man würde doch zu gerne wissen, was denn nun im geheimen Zimmer in Lockwoods Haus zu finden ist (Leser von Band 2 erinnern sich sicher!), aber da muss man sich noch einige Seiten gedulden. Der erste Fall ist allerdings bestens geeignet um wieder ganz in das geisterverseuchte London eintauchen zu können. So wird man perfekt auf die folgenden Geschehnisse eingestimmt.

Unsere drei Helden sind zunächst wie immer. Sympathisch und kampfbereit sorgen sie sie für jeden Menge Action. Langweilig wird es garantiert nicht!
Schön, dass Stroud es bei der Ich-Erzählerin Lucy belässt und noch schöner, dass der Schädel noch mehr Anteil bekommt. Gerade seine Kommentare sorgen für den richtigen Pfeffer in diesem Band!

Leider bleibt es nicht so harmonisch bei Lockwood und Co. Da mir die Dynamik zwischen den dreien immer besonders gut gefallen hat, musste ich diesmal leider einige Abstriche machen. Hier entfernt sich Lucy nämlich aus verschiedenen Gründen immer weiter von der Gruppe. Das führte dazu, dass ich mich diesmal nicht ganz so wohl gefühlt habe wie in den ersten beiden Bänden.
Die Entwicklung der einzelnen Charaktere wird jedoch einfühlsam und plausibel beschrieben, so dass man über die Qualität dieses Bands nicht meckern kann.

Wie immer ist die Geschichte aber nicht nur äußerst spannend, sondern auch extrem witzig. Man wird auf das Beste unterhalten! Besonders Strouds bildhafte Vergleichen regen immer wieder zum Schmunzeln an.

Allerdings dauert es diesmal etwas bis die Hauptgeschichte rund um die Geschehnisse in Chelsea in Gang kommt. Es gibt mehrere kleine Fälle, die viel Platz bekommen. Eigentlich geht es mehr um Lucys stärker werdende Gabe, die in mehreren Fällen zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Das endet dann in einem ganz bösen Cliffhanger, weil Stroud auf der letzten Seite eine ziemliche Bombe platzen lässt. Nun müssen wir uns um das Team echte Sorgen machen und uns bis zum nächsten Teil gedulden um zu wissen, wie es weiter gehen wird.

Aber nicht nur wegen der Geschehnisse auf der letzte Seite will man unbedingt weiter lesen. Auch in diesem Band geht es eher nur häppchenweise mit der übergreifenden Handlung voran, dafür bieten sich aber unzählige Gelegenheiten für die wildesten Spekulationen. Ich bin schon gespannt, wie am Ende tatsächlich alles zusammenhängen wird!

Fazit: Wieder beste Unterhaltung!

Lockwood & Co-Reihe:
1. Die seufzende Wendeltreppe
2. Der wispernde Schädel
3. Die raunende Maske
(The Dagger in the Desk)

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (2)
Charaktere 
 
4.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.5  (2)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Lockwood & Co macht süchtig!

Jonathan Stroud - Lockwood & Co - Die Raunende Maske - CBJ

Immer noch herrscht in England die Geistersieche. Wenn die blaue Stunde beginnt, sollte man sich schleunigst auf dem Heimweg machen oder man fällt einem "Wegelauerer" zum Opfer. Nein, keine menschlichen, die trauen sich selber um die Uhrzeit nicht mehr auf die Straßen von London.
Geister aller Klassen, vom Waberer bis zur Blutrippe machen die Metropole zu einem unsicheren Pflaster. Auch in uraltem Gebälk stecken Poltergeister und bringen ihre Bewohner um den Verstand. Ein Abreissen des alten Gemäuers macht nicht zwangsläufig alle Geisterwesen obdachlos. Sollte ein gewaltsamer Tod in tieferen Sphären stattgefunden haben, gärt und brodelt es und bald bricht die Vergeltung aus einem Rachepfad hervor. Wehe dem, der sich gerade zur falschen Zeit am falschen Ort befindet.
Gut, das es Geisteragenturen wie "Lockwood & Co" gibt, denen unter uns gesagt, weil schlampig geplant, fast - das ein oder andere Mal - die Puste ausgeht, bzw auch die Salzbomben. Schlecht organisiert gibt es jetzt nicht mehr, denn dafür gibt es jetzt die süße Holly Munro. Anthony und George sind hoch erfreut, sie putzt, räumt auf, schmiert Brote und bepackt die Rucksäcke. Lucy hasst sie vom ersten Augenblick an, sogar der schwätzende Schädel, der sich immer über die Unordnung beklagte, kann sie nicht leiden. Lucy kann nicht glauben, was sie da eines Abends sieht: Holly in voller Montur, sie trägt Lockwoods Pullover und sogar einen Säbel und ist bereit für einen Ausseneinsatz.
Dieses Mal gilt es die größte Heimsuchung aller Zeiten zu bekämpfen, sie arbeiten mit Kipps und seinem Team zusammen. Es gibt ein Wiedersehen mit dem Themsenmädchen Flo, dem fiesen Leopold und dem charmanten Sir Rupert.
Es ist der schwärzeste Geisterwinter und die kleine Agentur ist ausgebucht..
Wie immer sind Lockwood & Co in Höchstform, ihr größtes Abenteuer haben sie jeweils vor Augen. Spannender Gruselspaß, spekulierfreudig und atemberaubend bis zum letzten Satz. Pageturner, voller abenteuerlicher Wendungen, ein sehr überraschendes Ende. Gänsehaut garantiert, denn die Nacht wird durchgelesen.
Viel Vergnügen mit Lockwood & Co! Klare Empfehlung, das perfekte Geschenk!
Ich kann die Fortsetzung - wie immer - gar nicht erwarten. Der Jonathan Stroud, der kann was! :-)
Bisher erschienen im CBJ-Verlag:
1. Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe
2. Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel
3. Lockwood & Co. - Die Raunende Maske

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Spannung und Spannungen satt

Das Buch:
Hinter den Kulissen der aufstrebenden Geisterjäger-Agentur "Lockwood&Co." knirscht es gewaltig. Lucys Fähigkeit, mit Geistern kommunizieren zu können, wird immer stärker, doch anstatt diese Gabe bei ihren Fällen einzusetzen, sieht Lockwood Lucys Kontaktversuche mit der Geisterwelt nicht gerne. Hat der mysteriöse Tod seiner älteren Schwester etwas damit zu tun?
Dass der Anführer ihres Teams nach den ganzen gemeinsam bestandenen Abenteuern immer noch so zurückhaltend ist und vor allem über seine geheimnisvolle Vergangenheit gerade mal das Nötigste preisgibt, ärgert Lucy mindestens so sehr wie die Tatsache, dass er hinter ihrem Rücken Zuwachs für das Team angeheuert hat - Holly, die so perfekt ist, dass Lucy es kaum aushält.
Während die Fälle der Agenten immer anspruchsvoller werden, wirken sich die unterschwelligen Spannungen bald auf die Einsätze von "Lockwood&Co." aus - das kann gefährlich werden für Lucy und ihre Kollegen...

Meine Meinung:
Während mir die Handlung in Band 2 teilweise zu schleppend voranging, läuft Autor Jonathan Stroud in Band 3 zu Höchstform auf. Hier ist alles vertreten, was dem Leser Spaß bereitet:
Gefährliche und gruselige Einsätze für die Agentur von "Lockwood&Co.", ein Wiedersehen mit allen geliebten und gehassten Figuren und gleichzeitig frischer Wind in der Agentur durch die neue Mitarbeiterin Holly.
Gerade die Spannungen zwischen Lucy und Lockwood auf der einen und Lucy und Holly auf der anderen Seite waren für mich das Tüpfelchen auf dem i. Großes Kompliment an den Autor, dass er sich so einfühlsam in ein Teenager-Mädel hineinversetzen kann. Man leidet als Leser richtig mit, wenn Lockwood mal wieder vor versammelter Mannschaft Lucys empfindliche Gefühle kränkt.
Mit Holly hat er eine neue Figur geschaffen, die es an Vielschichtigkeit locker mit dem schon vorhandenen Ensemble aufnehmen kann: Nervtötend perfekt, immer strahlend, aber gleichzeitig auch schwer durchschaubar. Welche Geheimnisse verbirgt Holly tatsächlich hinter ihrem Zahnpasta-Reklame-Lächeln und welche Ziele haben sie in die Agentur geführt?

Auch in diesem Band gibt es wieder kleinere und größere Einsätze für die Geisterjäger. Die kleinen Fälle zu Beginn haben keinen direkten Bezug zur Handlung, machen aber deutlich, dass Lucys Fähigkeiten immer stärker und damit auch immer unberechenbarer werden. Lucy ist davon überzeugt, dass einige Geister mit einer bestimmten Motivation zurückkehren, die sie mit Hilfe ihrer Fähigkeiten herausfinden möchte - undenkbar für Lockwood, der jeden gesichteten Geist so schnell wie möglich unschädlich machen möchte. Nicht nur aufgrund dieser unterschiedlichen Auffassung über ihre Arbeit geraten Lucy und Lockwood immer wieder aneinander.
Die Spannungen im Team fand ich besonders unterhaltsam und auch glaubwürdig - es kann nicht immer nur "Friede, Freude, Eierkuchen" im Team herrschen, vor allem wenn das Gefühle ins Spiel kommen, die weniger mit der Arbeit zusammenhängen...

Dass es neben dieser ernsten Thematik auch wieder gewohnt humorvoll zugeht, dafür sorgt neben George und einigen bekannten Personen aus den letzten Bänden vor allem der Schädel im Glas, dessen boshafte Kommentare (zum Glück) nur Lucy verstehen kann. Für einen Geist hat er einen ziemlich scharfen Blick für menschliche Beziehungen, und nicht selten muss sich Lucy seine Gehässigkeiten zum Thema Lockwood anhören. Gleichzeitig ist es schon wieder richtig rührend, wie er Lucy aufzumuntern versucht, wenn diese sich über Holly geärgert hat oder unter dem abgekühlten Verhältnis zu Lockwood leidet.

Wie gewohnt endet auch dieser Band mit einem gemeinen Cliffhanger, der neugierig macht auf den nächsten Band. Dass der Leser darauf jetzt wieder ein ganzes Jahr warten muss, ist schon sehr grausam von Jonathan Stroud, aber wenn dabei so ein Meisterstück herauskommt wie der vorliegende Band, nehme ich die Wartezeit gerne in Kauf.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue