Karen M. McManus: One of us is Lying

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Karen M. McManus: One of us is Lying
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
One of us is Lying
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783570165126
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Ein Sex-Tape.

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Handlungsort

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An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv...

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Starke Charaktere, spannende Handlung

Aus den vier verschiedenen Perspektiven der vier Hauptverdächtigen in dem Mordfall um ihren Mitschüler Simon nähert sich die Autorin den Geschehnissen. Ohne viel Vorgeplänkel geschieht der Mord direkt auf den ersten Seiten und erst mit Zeit verschafft der Leser sich einen Überblick über die vier Hauptpersonen. Durch den regelmäßigen Perspektivenwechsel bekommt der Leser einen Einblick in alle Gedanken. Zuerst hat mich dieser Wechsel zunehmend verwirrt und ich musste ganz bewusst die Namen der Jugendlichen lesen und mir klar machen, durch welchen Blickwinkel ich gerade schaue. Aber je mehr Kapitel hinter mir lagen, desto leichter fielen mir die Wechsel und irgendwann überlas ich die Namen teilweise und fand ich mich immer auf Anhieb zurecht. Die Autorin schafft es dadurch, dass der Leser mit allen Protagonisten warm wird. Gleichzeitig verdirbt sie aber nicht die Spannung an der Spekulation, wer denn jetzt Simon umgebracht haben könnte. Ein Balanceakt, den die Autorin wunderbar meistert!

Neben dem Mord stehen vor allem die Probleme und Geheimnisse der Jugendlichen im Fokus. Dabei ist das übergeordnete Thema eine Gossip-App, die die Geheimnisse aufdeckt und somit das Leben der Jugendlichen (nicht nur der vier Hauptcharaktere, sondern auch von allen anderen Mitschülern) massiv erschwert. Drahtzieher hinter dieser App ist von Anfang an bekannt: das Mordopfer. Solche Apps oder Websites sind mittlerweile teilweise auch in Deutschland schon ein Problem und somit thematisiert dieser Roman ein wichtiges Thema über den Umgang mit Social Media und dem Internet. Doch auch die Geheimnisse sind thematisch an die Zielgruppe angelehnt: der Druck gute Leistungen zu erbringen, Liebesgeschichte in hetero- und homosexuellen Beziehungen, Freundschaften zu Mitschülern und Geschwistern, Eltern-Kind-Probleme etc. Die Palette ist vielseitig und vielschichtig und macht das Buch gehaltvoll und tiefgründig.

Die Charaktere sind dabei toll gezeichnet. Es gibt gute und schlechte Seiten, aber vor allem ist ihr Verhalten nachvollziehbar. Gekrönt wird das Ganze durch eine tiefgehende Entwicklung, die alle durchmachen. Die Entwicklung wird deutlich herausgearbeitet, ohne sie direkt zu benennen. Es macht viel Spaß, sie zu verfolgen und zu sehen, wie und wo am Ende alle stehen.

Insgesamt ein klasse Buch mit starken Charakteren, einer spannenden Handlung mit viel Platz für Spekulationen! Ein absoluter Buchtipp!

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Für mich ein Highlight

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig und ich muss sagen, dass es für mich wirklich ein Highlight war. Ich bin ein riesiger Fan von der Serie "Pretty Little Liars" und "One of us is lying" hatte für mich genau die gleiche Atmosphäre und es gab viele Parallelen zu der Serie. Auch wenn es hier nicht um ein paar Freundinnen geht, erinnerten mich manche Protagonisten an die aus der Serie, was ich aber nicht weiter schlimm fand.
Es werden typische Highschoolklischees eindrucksvoll dargestellt und Geheimnisse aufgedeckt.

Simon ist immer auf der Suche nach Geheimnissen und veröffentlicht sie in einer Gossip-App, zerstört damit Leben und Beziehungen, denn seine Enthüllungen entsprechen immer der Wahrheit. So gibt es auch einen Post, der noch nicht veröffentlicht wurde und sich mit Geheimnissen von Bronwyn, Addy, Nate und Cooper befasst und somit hätten alle vier ein Motiv um ihn zu töten. Die Autorin hat ein Händchen dafür, dass man hier wild spekuliert. Ich habe im Laufe des Buches so ziemlich jeden verdächtigt, bin aber nicht auf die endgültige Enthüllung gekommen.
Dafür habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie die Autorin alles stimmig aufdröseln wird, was ihr wirklich gelungen ist.

Mit manchen Geheimnissen und die Reaktionen die darauf folgten, konnte sie mich schockieren, vor allem da sie die Protagonisten liebevoll und detailliert ausgearbeitet hat. Man erfährt im Laufe des Buches ganz nebenbei mehr über jeden Einzelnen.
Bronwyn ist die typische Eliteschülerin, die sich immer an Regeln hält und ein klares Ziel vor Augen hat.
Nate ist der typische Bad-Boy und Drogendealer, der aber eigentlich echt lieb ist, es im Leben aber einfach schwer hat.
Addy ist die typische Schulschönheit, die auf den ersten Blick nicht viel im Kopf hat und sich von ihrem Freund herumkommandieren lässt. Doch nach und nach merkt man, was wirklich in ihr steckt.
Und schließlich Cooper, der typische erfolgreiche Baseball-Spieler, der Chancen auf ein Stipendium hat.
Wie man schon an meiner Wortwahl sieht, sind es wirklich typische und klischeehafte Figuren, die aber im Laufe des Buches ganz unerwartete Seiten von sich zeigen, sodass sie irgendwann gar nicht mehr so klischeehaft sind, was ich echt gelungen fand.

Und auch sonst fand ich das Buch großartig. Es ist spannend, geheimnisvoll, voller Liebe und Emotionen. Ich konnte gar nicht anders als mit den Protagonisten zu fühlen und zu leiden. Das Ganze wird durch einen tollen, leicht zu lesenden, aber auch fesselndem Schreibstil untermauert, der einfach zu den vier Protagonisten passt. Vor allem da das Buch abwechselnd aus verschiedenen Ich-Perspektiven geschildert wurde, spürt man die Emotionen besonders stark.

Wie schon erwähnt, finde ich das Ende durchweg gelungen und ich habe es geliebt zu rätseln, wer hinter allem steckt. Für mich war das Buch wirklich ein Highlight.

Fazit
"One of us is lying" erinnert mich in manchen Punkten stark an die Serie "Pretty Little Liars" und gerade deswegen mochte ich das Buch so sehr. Es ist zwar voller Klischees, aber dennoch konnte es mich voll und ganz überzeugen und ich kann es jedem empfehlen, der gerne miträtselt.

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Der Mörder-Club

Fünf Schüler werden zum Nachsitzen verdonnert. Einer von ihnen wird diesen Nachmittag nicht überleben.
Er wurde vergiftet und es wird schnell klar, dass es nur einer der vier anderen Schüler gewesen sein konnte.
Zu verbergen haben sie alle etwas, und auch wenig Interesse daran, dass ihre Geheimnisse ans Tageslicht geraten.
Also, wer von ihnen lügt?

Von diesem Buch bin ich wirklich schwer begeistert. Das hat mehrere Gründe...

- Es wird abwechselnd aus der Sicht der vier Tatverdächtigen in der Ich-Form erzählt. An diesen Stil musste ich mich erst einmal gewöhnen, denn die Perspektive wechselt recht häufig und so hatte ich Schwierigkeiten mich mit den Protagonisten anzufreunden. Kaum hatte ich Zeit mit ihnen warm zu werden, zack, befand ich mich wieder in einer anderen Figur.
Aber, das war nur am Anfang so. Zwei, drei Kapitel später brauchte ich schon gar nicht mehr nach dem Namen zu sehen, denn jede Figur hat seine Eigenheiten und es war immer gleich klar, in wessen Gedanken ich gerade steckte.
Und das ist auch eine der Besonderheiten an diesem Buch: Obwohl der Leser in den Gedanken der vier Tatverdächtigen drinsteckt, und alle Gefühle und Träume und Wünsche mitbekommt, kann man doch nicht herausfinden welcher von ihnen nun der Mörder ist.

- Bei den Beschreibungen der vier Tatverdächtigen am Anfang musste ich erstmal die Augen verdrehen weil sie wirklich jedes Klischee erfüllten. Wir haben die Streberin, den Sportler, die Oberzicke und den Bad Boy. Dabei bleibt es aber nicht lange. Durch den Mordfall erfahren die Vier Ausgrenzung, sie werden in die Ecke gedrängt oder völlig links liegen gelassen. Sie erfahren ob ihre Freunde zu ihnen halten oder wie die Eltern damit umgehen und jeder der Vier, geht anders mit der Situation um.
Die Figuren entwickeln sich weiter, sie gewinnen an Tiefe und man kann nur noch mit ihnen mitfiebern.
Das Buch lebt also nicht nur vom Mordfall und seiner Aufklärung, sondern auch von den Beziehungen und Aktionen zwischen den Protagonisten, die für mich genauso spannend zu lesen waren wie die Auflösung selbst.

- Und dann natürlich der Mordfall an sich. Auch wenn ich ab der Hälfte ungefähr eine Ahnung hatte, eine Ahnung wohlgemerkt, wer denn nun der Mörder sein könnte, wurde ich am Ende doch völlig überrascht. Die Autorin hat das ganze wirklich sehr clever und logisch aufgedröselt und mit der Auflösung war ich zumindest, völlig zufrieden.

Für mich war das ein Buch, dass mich von vorne bis hinten überzeugt hat. Ich wüsste nicht was man hier besser hätte machen können. Von mir gibt es eine klare Lese-Empfehlung und ich hoffe, die Autorin schreibt noch so einiges in der Art.

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Ein Toter, vier Verdächtige und viele Geheimnisse

5 völlig unterschiedliche Schüler müssen einen Nachmittag gemeinsam mit Nachsitzen verbringen. Simon, der eine Gossip-App betreibt und immer wieder die Geheimnisse seiner Mitschüler bösartig an die Öffentlichkeit zerrt und sich dadurch sicher nicht Freunde macht, Bronwyn, eine ausgezeichnete Schülerin und perfekte Tochter, Addy, eine Schönheit ohne wirkliche Persönlichkeit, Nate, der Außenseiter, der bereits mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist und Cooper, der allseits beliebte Sportler.

Bis zu diesem Nachmittag haben sie wenig miteinander zu tun. Aber jetzt werden ihre Leben grundlegend verändert: während des Nachsitzens bricht Simon zusammen, verstirbt wenig später. Ein allergischer Schock war die Ursache – allerdings: wo war sein eigener EpiPen? Wo waren die Pens der Schule? Wie kommt überhaupt Erdnussöl in einen Wasserbecher?

Rasch geraten die vier ins Visier der Polizei, werden zu Tatverdächtigen und natürlich verändert sich auch das Verhalten der Mitschüler sofort.

Auf den ersten Blick scheinen Bronwyn, Addy, Nate und Cooper allen gängigen Klischees zu entsprechen. Aber im Laufe der Geschichte lernt man sie gut kennen (und lieben). Die Autorin lässt alle vier Protagonisten im Wechsel ihre persönliche Sicht der Ereignisse erzählen. Dadurch entwickeln sie sich zu vielschichtigen Charakteren, die weit mehr sind, als man vorerst annehmen möchte! Dieser ständige Perspektivenwechsel ist nur zu Beginn verwirrend. Mit der Zeit unterscheidet man sie schon an der Ausdrucksweise – wirklich großartig gemacht von der Autorin!

Durch diese genaue Charakterisierung tritt zwischendurch sogar die Mördersuche in den Hintergrund - zu interessant sind die persönlichen Geschichten. Und eines wird schnell klar: jeder von ihnen hat ein schwerwiegendes Geheimnis. Und alle diese Geheimnisse waren dem Mordopfer bekannt.

Ich liebe Geschichten, die nicht vorhersehbar sind, wo man also nicht sofort weiß, wer der Täter ist. Gerade deshalb hat mir dieser Thriller so besonders gut gefallen – weil ich bis zum Schluss ziemlich ahnungslos war.
Karen McManus Stil ist flüssig und locker zu lesen, sie zeichnet detailliert die Entwicklung nach, die die Tatverdächtigen mitmachen und am Schluss überrascht sie den Leser mit der logischen und dramatischen Auflösung eines komplizierten Falles.

Zwar ist es ein Thriller für Jugendliche bzw. junge Erwachsene, aber auch ich (und ich bin schon weit über dieses Alter hinaus) fand die Lektüre interessant und fesselnd. Außerdem hab noch einiges über die komplizierten Lebenswelten von Jugendlichen erfahren.
Ein bemerkenswerter Debütroman, ein tolles Buch – unbedingt lesenswert!

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