Kathy Parks: Echt mieser Zufall

 
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Kathy Parks: Echt mieser Zufall
Untertitel
oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Lifeboat-Clique
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783401602493
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
328

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Kurz bevor Trevor Dunham ertrank, redete er ziemlich viel über sein bestes Stück.

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Handlungsort

Land
Kontinent
Handlungsorte
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Als die Küstenregion von Los Angeles von einer Riesenwelle überrollt wird, findet sich Denver in einem Rettungsboot wieder. Hinter ihr treiben die Trümmer des Strandhauses, in dem sie gerade noch ihren ersten Kuss erleben wollte. Mit im Boot sitzen drei der beliebtesten High-School-Schülerinnen und Trevor, der Schlagzeuger der Schulband - den Rest des Jahrgangs hat es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit dahingerafft. Das Problem: Denver ist nicht beliebt. Eigentlich so ziemlich das Gegenteil. Und das macht das Überleben auf hoher See nicht gerade einfacher …

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4.0

Wundervolles Buch

Ich glaube, jeder der in die Schule gegangen ist, kennt diese Rangordnung die unter den Teenagern herrscht.
Es gibt die unterschiedlichsten Cliquen, und ganz oben stehen die "coolen Kids", die, die das sagen an der Schule haben.
Denver befindet sich in der untersten der unteren Schichten. Sie hat überhaupt keine Freunde mehr seit ihre ehemals beste Freundin Abigail sie fallen gelassen hat. Schlimmer noch: Sie wird gemieden. Wie eine Krankheit. Der Grund dafür liegt bei Abigail.
Und dass war auch das was mir an dem Buch so gefallen hatte. Es geht nämlich nicht nur um die Situation wie 5 Teenager versuchen auf der offenen See zu überleben. Es geht auch darum wie es zum Bruch zwischen Denver und Abigail kommen konnte. Wie aus "best friends", fast schon Schwestern, verbitterte Feinde wurden.
Der Roman wird aus Denvers Sicht in der Ich-Form erzählt. Und für mich ist es spannend gewesen Denver beim erzählen "zuzuhören". Sie hat einen wunderbar bissigen Humor sodass ich trotz der Tragödie doch öfter lachen musste. Es lockerte die Stimmung auf. Sie hält sich bei ihrer Erzählung nicht zurück und ist schonungslos ehrlich. Vor allem verschont sie sich nicht selbst bei ihren Rückblenden, wenn sie von ihrer Vergangenheit erzählt.
Immer öfter rückt dann der andere Teil des Buches in den Vordergrund. Wie es für Denver ist mit den anderen im Boot zu sitzen. Zusammen mit zwei der arrogantesten Zicken der Schule, die verhasste Abigail und Trevor, der coole Surfer.
Wie all die kleinen Probleme die jeder Jugendlicher hat, unwichtig werden. Die Rangordnung, die in diesem Boot keinen Wert und keinen Platz haben.
Die Angst und Verzweiflung und die Hoffnung und Träume der Teenager gingen mir beim lesen richtig nahe. Es kam sehr authentisch rüber. Vor allem die beiden Hauptfiguren Denver und Abigail sind mir ans Herz gewachsen und ich habe richtig mit ihnen gebangt.
Fazit: Eine wunderschöne, aber auch traurige Geschichte über die Freundschaft und das Leben und über das was am Ende überhaupt wichtig ist.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Gelungenes Jugendbuch rund um Freundschaft und Naturkatastrophen

Meine Meinung
Seit einiger Zeit meide ich Jugendbücher, da mich der Stil und das Liebesgesülze oft nicht mehr überzeugen, aber dieses Buch mochte ich sehr. Denver ist eine typische Jugendliche mit typischen Problemen. Sie war mir sympathisch, auch wenn ich nicht alle ihre Entscheidungen gut fand. Nachvollziehen konnte ich ihr Handeln aber immer (was man nicht von allen Jugendbüchern behaupten kann :zwinker:).

Sehr gefallen hat mir, dass es viel um Freundschaft geht. Denver und Abigail waren einst beste Freundinnen, quasi untrennbar. Zum Zeitpunkt der Riesenwelle sind sie allerdings die größten Feindinnen und man erfährt erst nach und nach, wie es zu der Trennung kam. Interessant finde ich, dass die Freundschaft schon vor dem Bruch nicht perfekt war. Abigail ist sehr dominant und Denver ihr ergebener Fan. Trotzdem kommen sie wunderbar miteinander aus und geben sich gegenseitig genau das, was sie brauchen. Umso härter trifft Denver das Auseinandergehen der Freundschaft.

Die Sache mit der Riesenwelle fand ich auch schlüssig. Gerade die Konstellation in dem Rettungsboot ist sehr spannend und obwohl es ums Überleben geht, können die alten Gewohnheiten zunächst nicht abgestellt werden. Die Rangordnung bleibt bestehen, die coolen Kids haben das Sagen. Doch schon bald stellen sie fest, dass man Schminke und Ohrringe nicht essen kann und langsam weichen die Abgrenzungen auf. Gerade diese Phase, als alle merken, wie unwichtig es ist, wie beliebt man ist oder welche Klamotten man trägt, ist faszinierend. Gegen Ende wird es mir dann wieder etwas zu rosarot und blümchenhaft, da hätte man vielleicht noch mehr rausholen können.

Als Leser erlebt man all das aus der Sicht von Denver mit. Der Schreibstil ist wirklich gelungen und witzig. Denvers Sprache ist schnoddrig und direkt, sie hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Dadurch liest sich alles sehr amüsant und lustig, auch wenn man an traurigen Stellen durchaus Denvers Gefühle erkennen kann.
Der Schreibstil nimmt der ganzen Situation etwas die Schärfe, immerhin gibt es viele Tote und das Kämpfen ums Überleben ist auch kein Spaß. Manchmal wirkt dadurch alles wie ein großes Abenteuer, dass es wirklich ums Überleben geht und wie die Bedingungen an Bord sind, kommt für meinen Geschmack nicht immer so ganz heraus. Umso geschockter war ich dann, als tatsächlich jemand starb.

Insgesamt hat mir das Buch trotz einiger kleiner Kritikpunkte viel Spaß gemacht. Ich vergebe 4 Sterne.

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Eher für die jüngere Generation.

Erster Satz:
"Kurz bevor Trevor Dunham ertrank, redete er ziemlich viel über sein bestes Stück."

Meine Meinung zum Buch:
Ich hatte das Buch bereis in der Arena Vorschau gesehen und war sofort hin und weg von dem Cover. Es ist zwar etwas kitschig, aber dennoch sehr einfach gehalten. Auch wenn der Titel lustige Ansätze hat, war die Story oftmals sehr durchwachsen. Dies lag vor daran, dass die Autorin auf Biegen und Brechen komm raus komisch sein wollte und eine sarkastische Hauptprotagonistin erschaffen hat. Nur leider hat das nicht zu einer Story gepasst, in der die Jugendliche ums Überleben kämpfen.

Erzählt wird die Story aus der Sicht von Denver. Zum einen gibt es die Gegenwart. Man erfährt wie sie versuchen nicht zu verdursten, wie sie versuchen Fische zu fangen oder wie die Jugendlichen langsam zu Freunden werden. Und dann gibt es noch die Vergangenheit, in der Denver schildert, wie es zum Bruch mit ihrer damaligen besten Freundin kam, wie sie zum Gespött der Schule wurde usw. Denn seitdem ist Denver alles andere als beliebt bei ihrem Mitschülern.

Die Story hatte definitiv gute Ansätze, aber beim Lesen habe ich einfach gemerkt, dass ich nicht zur angesprochenen Zielgruppe gehöre. Die Anschuldigungen Denver gegenüber sind mir mächtig auf den Zeiger gegangen. Ich konnte mich zwar in Denver, als auch in ihrer damalige beste Freundin Abigail hineinversetzen, es hat aber trotzdem nichts an meinen Empfindungen geändert. Denver lässt sich von ihrer Freundin manipulieren und sie ist wie ein Papagei der alles nachplaudern muss. Sie hat zwar ein paar coole Erwiderungen drauf, die mich hin und wieder zum Schmunzeln gebracht haben, aber diese ganze humorvolle/sarkastische Schiene war irgendwie fehl am Platz.

Außerdem hätte ich mir ein paar Kapitel aus der Sicht von Abigail gewünscht. Ich hätte gerne gewusst wie sie mit alldem umgegangen ist, denn es gab nicht nur den Bruch der beiden Freundinnen, sondern parallel lief noch eine andere Story. Für mich war der Fokus daher zu sehr auf Denver gelegt, obwohl Abigail eine ebenso große Rolle spielt wie Denver.

Fazit:
"Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging" ist eher ein Buch für die jüngere Generation. Für mein Geschmack viel zu viel Drama in dass ich mich nur bedingt hineinversetzen konnte bzw. wollte.


Wäre ich wieder ein Teenie, hätte mir das Buch sicherlich viel besser gefallen.
Dennoch gebe ich dem Ganzen 3,5 von 5 Federn!

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