Kenneth Oppel: Vom Suchen und Finden

Kenneth Oppel: Vom Suchen und Finden

 
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Kenneth Oppel: Vom Suchen und Finden
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Every hidden thing
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783791500409
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Als gewalttätig hätte ich meinen Vater nicht unbedingt bezeichnet, aber er scheute keineswegs davor zurück, seine Fäuste einzusetzen.

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Handlungsort

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Wer sucht, der findet? Zwei junge Menschen im Westen Amerikas, zwei verfeindete Familien von Wissenschaftlern und eine große Liebe, die nicht sein darf. Rachel Cartland will Professorin werden, Paläontologe wie ihr berühmter Vater. Leider kommen ihr die veralteten Vorstellungen ihrer Familie dazwischen. Und dann ist da auch noch Samuel Bolt: Der hat nicht nur einen rivalisierenden Wissenschaftler als Vater, sondern auch ein unwiderstehliches Lächeln. Vielleicht sind Saurier doch nicht die faszinierendsten Wesen der Welt?

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Indiana Jones meets Romeo und Julia im Wilden Westen

In diesem Buch geht es um zwei Männer deren größte Leidenschaft es ist bei ihrer Suche nach Fossilien neue Dinosaurierarten zu entdecken. Zwischen den beiden herrscht ein unerbittlicher Konkurrenzkampf und es ist ihnen fast jedes Mittel Recht den anderen auszustechen. Erzählt wird die Geschichte von ihren beiden Kindern Samuel und Rachel, die sich bei einer zufälligen Begegnung sofort zueinander hingezogen fühlen und das ausgerechnet jetzt wo die Jagd nach einem Fossil von bisher noch nie dagewesener Größe beginnt – dem T-Rex.

Die Handlung spielt in Amerikas Wildem Westen im späten 19. Jahrhundert und wurde inspiriert von dem sogenannten „Bone War“ – dem Krieg der Knochen zwischen den amerikanischen Paläontologen Edward Drinkwater Cope und Othniel Charles Marsh.

Genau wie ihre berühmten Kollegen versuchen Professor Cartland und Michael Bolt, die Väter von Samuel und Rachel, sich gegenseitig zu übertrumpfen, ihre Arbeit zu untergraben und schrecken auch nicht vor dem Versuch zurück den Ruf des anderen zu zerstören.

Doch die eigentlichen Hauptpersonen sind Samuel und Rachel, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Beide begleiten ihre Väter auf der Suche nach dem sagenhaften Fossil. Während Samuel Bolt alleine mit seinem Vater und zwei Begleitern mit geringen finanziellen Mitteln reist, wird die Expedition von Rachels Vater in großem Stil, mit vielen Helfern und einer Eskorte ausgestattet. Es ist interessant zu lesen, wie unterschiedlich die beiden Teams ausgestattet und organisiert sind, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben und wie sie mit den Indianern und ihren Traditionen umgehen.

Immer wieder lässt der Autor Informationen einfließen, die einen groben Eindruck der damaligen Zeit vermitteln. Besonders deutlich wird anhand von Rachel, wie schwer es für Frauen war ihr eigenes Leben zu leben oder gar zu studieren.

In gewohnt flüssigem Schreibstil erzählt Kenneth Oppel seine spannende Geschichte um diesen Wettlauf im Wilden Westen. Die Romanze zwischen den Kindern der verfeindeten Forscher erinnert ansatzweise an Romeo und Julia, hat mich aber nicht immer überzeugt.

Fazit: Spannende und unterhaltsame Mischung aus Indiana Jones meets Romeo und Julia im Wilden Westen.

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Bonewars

Kenneth Oppel - Vom Suchen und Finden - Dressler

Wilder Westen, um 1860
Die rivalisierende Paläontologen Cartland und Bolt, können das Streiten nicht lassen. Sie behindern sich in ihren wissenschaftlichen Arbeiten, wo sie nur können.Bei der öffentlichen Vorstellung Bolts neuesten Dinosaurierfundes - bei dem sich alles, was Rang und Namen in der Branche versammelt - widerlegt Cartland Bolts
Interpretation der Anatomie seines aufgebauten Kolosses.
Der Schädel der Kreatur sitzt am anderen Ende, Proffessor Cartland fackelt nicht lange und tauscht ungefragt dessen Position, es macht klick, wie bei einem Legostein.
Die Szenerie kippt und eskaliert, die beiden angesehenen Professoren liefern sich eine Prügelei, die sich gewaschen hat.

Ein denkbar schlechter Start für Samuel Bolt und Rachel Cartland, als sie sich anfreunden, wissen sie nicht, wer ihre Väter sind, als sie es wenig später herausfinden, ist es bereits zu spät, sich wieder zu trennen. Die beiden ungewöhnlichen jungen Menschen haben einen Draht zueinander und sehen in sich bereits als Seelenverwandte. Ihre verwitweten Väter nehmen darauf keine Rücksicht und verbieten ihnen unnützerweise, den Umgang.

Zuhause die nächste böse Überraschung, die sorglos von Proffessor Bolt benutzte "Fußkiste" birgt einen enormen Fund, nur steht die Kiste schon ca 9 Wochen ungeöffnet unterm Tisch. Ein riesiger Zahn eines unerforschten Dinosauriers, dessen Rest darauf wartet ausgegraben zu werden.
Samuel will diese Expedition unbedingt und so telegrafiert man sofort. Die ungenutzte Zeit hat Folgen, der Konkurrent Cartland sitzt schon im Zug, samt Entourage und seiner erfinderischer Tochter, die Schlangen im Bett der geplanten Aufpasserin, legte.

Die beiden Professoren halten alle, während ihrer gesamte Expedition, auf Trapp.
Man könnte sagen, sie machen Den Wilden Westen unsicher..
Studenten, Reporter, Militär und sogar Indianer sind Zeitzeugen einer einzigartigen

Expedition, die ersten großen Dinosaurierfunde in Amerika, der Entdeckung des Tyrranosaurus Rex.
Dazwischen ein junges Paar, das eine große Leidenschaft verbindet und auf dem besten Wege ist, sich zu verlieben. Wie das bekannteste Liebespaar aus Verona - Romeo und Julia - müssen sie auch sie um ihr Glück kämpfen.
Eine spannende Wissenschafts-Dramödie, Indiana Jones im Doppelpack, ein flüssiggeschriebenes Abenteuer, witzig, skurril und charmant.

Ich muss sagen, ein Buch das einfach die Laune hebt und das im Fluge. Ich bin sofort in die Geschichte reingekommen und die positive Spannung hat angehalten.

Absolut lesenswert, AllAge-Pageturner! Gute Unterhaltung!

Little Trivia:
Die beiden Kontrahenten hatten bekannte Paten:
In den Badlands von Wyoming, Colorado und Montana machten Edward Drinker Cope und Othniel Charles Marsh viele neue Entdeckungen.
Die beiden Forscher waren erbitterte Feinde und ihre illustren Ausgrabungen gingen als "Bonewars/Knochenkriege" in die Geschichte der Paläontologie ein.

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Schöne Romeo und Julia-Story

Auf das Buch „Vom Suchen und Finden“ habe ich mich sehr gefreut, denn der Klappentext hat sich schon einmal sehr gut angehört. Ich war auch sehr zufrieden mit der Story, denn eine schöne Portion Humor, Spannung und eine tolle Liebesgeschichte haben mich sehr gut unterhalten. Leider gab es aber auch ein paar Passagen, die sich gezogen haben, aber im Großen und Ganzen war ich zufrieden.

Die Story dreht sich um Rachel, die eine Paläontologin werden will, wie auch ihr Vater ist. Ihr ganzes Leben hat sie auf diesen Traum ausgerichtet. Männer spielen da nur eine untergeordnete Rolle. Doch dann kreuzt Samuel ihren Weg, der Sohn eines rivalisierenden Wissenschaftlers ihres Vaters. Gleich sind die Beiden voneinander hingerissen – doch die Rivalität ihrer Väter steht ihnen etwas im Wege. Eine schöne Romeo und Julia-Story beginnt…

Der Schreibstil ist sehr angenehm und bildlich. Zudem ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Rachel und Samuel habe ich Beide direkt in mein Herz geschlossen. Sie sind auf ihre Art und Weise total liebenswert und ich habe den Beiden gleich von Anfang an die Daumen gedrückt ?

Am Besten unterhalten habe ich mich gefühlt, als die Beiden ihre witzigen und teils auch neckenden Gespräche geführt haben. Da musste ich immer mal wieder schmunzeln, da man dort schon gemerkt hat, wie gut die Beiden sich ergänzen. Zudem gibt es immer wieder mal wissenschaftliche und auch interessante Infos zu den Dinosauriern und dem Bereich der Ausgrabungen.

Diese Romeo und Julia-Story hat mich gefesselt von Anfang bis Ende. Leider gab es zur Mitte hin einige Längen, die etwas zäh waren, aber trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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Viel Potenzial bleibt ungenutzt, dennoch eine schöne Liebesgeschichte

Inhalt
Rachel und Samuel wünschen sich beide nichts mehr als Fossilien ausgraben und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ihre Väter befassen sich ebenfalls damit, doch sie sind Rivalen und hassen sich. Rachel versucht alles um Paläontologin zu werden, doch ihr Vater wünscht sich, dass sie heiratet. Samuel dagegen möchte sich nicht mit studieren aufhalten, doch das wäre seinem Vater lieber. Durch Zufälle treffen Rachel und Samuel aufeinander und schnell fühlen sie sich trotz der Feindschaft ihrer Väter zueinander hingezogen. Als ihre Väter in den Badlands landen um Ausgrabungen zu starten, spitzt sich die Lage zu, denn beide hoffen auf den größten Dinosaurierfund, den es je gab.

Meine Meinung
"Vom Suchen und Finden" gehört zu den Büchern, die mir beinahe entgangen wären. Dabei finde ich die Grundidee und das Setting sehr gelungen. Der wissenschaftliche Aspekt rund um Dinosaurier und auch die Ausgrabungen fand ich spannend und auch die Konflikte der rivalisierenden Väter sind sehr gut dargestellt. Hier mochte ich besonders die hitzigen Wortgefechte der beiden, die aber nicht nur bei Wortgefechten blieben, denn schon ziemlich zu Anfang prügeln sich die beiden.

Auch mochte ich die Konflikte, die Rachel und Samuel mit ihren Vätern auszutragen haben, auch wenn ich sagen muss, dass der Fokus der Geschichte wirklich auf der Liebesgeschichte liegt. Dadurch wird vieles andere nur angerissen und bleibt zu oberflächig dargestellt. So tauchen hier z.B. die Sioux-Indianer auf, die etwas dagegen haben, dass in ihrem Revier Ausgrabungen durchgeführt werden. Aber dieser Aspekt wird für meinen Geschmack viel zu schnell und problemlos abgehandelt. Dabei finde ich das Thema hochspannend und es hätte so viel Potenzial gehabt, das hier leider etwas ungenutzt blieb.
Auch so lösen sich meiner Meinung nach viele Konflikte einfach zu schnell in Luft auf und alles geht irgendwie zu leicht.

Dafür ist die Liebesgeschichte wirklich schön dargestellt und die Verbindung zu Romeo und Julie durchweg spürbar, sodass vor allem das Ende hochdramatisch und emotional ist. Ich mochte Rachel und Samuel sehr gerne und fand ihre Gefühle authentisch dargestellt, auch wenn mir vieles zu glatt lief.
Sie haben beide nicht immer ein einfaches Leben, aber ihre Ziele vor Augen und sie waren mir beide sehr sympathisch.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker geschrieben und auch die wissenschaftlichen Aspekte sind sehr gut lesbar. Zwar zieht sich der Plot immer wieder in die Länge und ist insgesamt sehr vorhersehbar, aber dennoch schaffte es der eingängige Schreibstil, dass ich das Buch in eins lesen konnte. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Rachel und Samuel geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Dazu schreibt der Autor besonders die Dialoge mit einem gewissen Biss, was für gute Unterhaltung sorgt.

Das Ende ist wie schon erwähnt hochemotional und trotz meiner Kritik bin ich froh, dass ich das Buch gelesen habe. Aus der gelungenen Idee hätte man noch mehr herausholen können, aber dennoch konnte mich das Buch alles in allem gut unterhalten.

Fazit
Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. "Vom Suchen und Finden" hat viele positive Aspekte, aber vieles gefiel mir auch nicht so gut. Meiner Meinung nach blieb viel Potenzial ungenutzt, aber ich denke, dass besonders jüngere Leser Gefallen an der Liebesgeschichte finden dürften, denn diese mochte ich auch sehr. So vergebe ich sehr gute drei Sterne.

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