Kim Kestner: Anima

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Kim Kestner: Anima
Untertitel
Schwarze Seele, weißes Herz
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783401602523
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Um kurz vor neun waren wir bei der Waldkapelle.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show - er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann.
Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.

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Ein Kampf zwischen Gut und Böse

Inhalt:
Jedes Jahr verbringt Abigale den Sommer mit ihrer Familie in Acadia, einem Feriencamp. Dieses Jahr lernt sie dort den Illusionisten Juspinn kennen und fühlt sich wie magisch von ihm angezogen, aber gleichzeitig auch irgendwie abgestoßen. Und bald muss sie feststellen, dass die Menschen um sie herum sich verändern und immer aggressiver werden …

Meine Meinung:
Die Idee zu diesem Buch finde ich ziemlich toll. Auch der Schreibstil von Kim Kestner hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre im Feriencamp, die immer bedrohlicher wird, ist super beschrieben. Auch die Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Abby, die keiner Fliege etwas zuleide tun kann. Ihre Schwester Virginia, die gerne im Mittelpunkt steht und notfalls auch über Leichen gehen würde. Und Juspinn, der überirdisch schöne junge Mann mit ganz besonderen Fähigkeiten, den alle weiblichen Wesen anhimmeln, selbst Abby.

Sie alle entwickeln sich im Lauf der Handlung weiter, und bei Virginia und Juspinn konnte ich diese Entwicklung auch sehr gut nachvollziehen. Bei Abby habe ich sie nicht wirklich verstanden. Sie ist manchmal schon sehr naiv und nervt ein wenig. Auch wie sie Juspinn zeitweise anschmachtet, war mir zu kitschig und klischeelastig, obwohl das natürlich genau so von der Autorin gewollt ist und in die Geschichte passt. Ich fand es aber einfach nicht schön, das zu lesen.

Erzählt wird hauptsächlich in der 1. Person aus Abbys Perspektive. Trotzdem blieb eine gewisse Distanz zwischen dieser Protagonistin und mir, was mich beim Lesen schon etwas gestört hat, denn normalerweise kann ich bei dieser Erzählweise ganz tief in die Geschichte eintauchen und mich darin verlieren. Hier war das leider nicht so.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt, die an verschiedenen Orten spielen. Den ersten Teil fand ich zwar nicht so spannend, dafür aber logischer als den zweiten. Im zweiten Teil ging mir vieles einfach zu schnell beziehungsweise zu sprunghaft.

Obwohl es in der Geschichte um Gut und Böse und damit auch um Gott und Religion geht, hat mich das nicht gestört, obwohl ich nicht religiös bin. Oder hat es mich nicht gestört, weil ich nicht religiös bin? Der Kampf zwischen Gut und Böse ist auf jeden Fall gut dargestellt und es werden einige Fragen aufgeworfen, über die es sich nachzudenken lohnt.

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Tolles Lesevergnügen mit tiefschürfender Hintergrundthematik

Abigaile, genannt Abby, ist voller Vorfreude. Wie jedes Jahr fährt ihre Familie im Sommerurlaub in den Nationalpark Acadia. Für Abby ist Acadia das Paradies – doch dieses Jahr ist alles anders. Der Betreiber hat einen Magier zur Unterhaltung der Gäste engagiert und dieser hat eine äußerst merkwürdige Wirkung auf die Menschen. Abby fühlt sich ebenfalls sofort zu ihm hingezogen, doch sie wird nicht so von ihm beeinflusst wie alle anderen um sie herum. Woran liegt das? Wer ist dieser geheimnisvolle Juspinn beziehungsweise was ist er? Warum kann ausgerechnet Abby seiner unheilvollen Wirkung widerstehen?

Das Buch umfasst knapp 500 Seiten und ist ein ganz schöner Wälzer! Es ist in zwei Hauptteile aufgeteilt, die sich auch ziemlich voneinander unterscheiden. Im ersten Teil lernen wir die Protagonisten kennen und die Spannung baut sich immer weiter auf. Hier ist vieles noch rätselhaft. Leser, die gerne spekulieren, können ihrer Phantasie hier freien Lauf lassen, es gibt durchaus Hinweise, die einen in die richtige Richtung führen.

Während ganz zu Beginn noch eine recht lockere Stimmung herrscht, verkehrt sich diese immer mehr ins Bedrohliche und Unheimliche.

Im zweiten Teil gibt es erst einmal einen Szenenwechsel und dann auch einige Antworten. Dennoch flacht die Spannung hier kaum ab, denn längst nicht alle Fragen werden schon beantwortet.

Was ist Gut, was ist Böse? Kann es das eine ohne das andere geben? Wo sind die Grenzen zwischen den beiden? Gibt es einen Ausweg für Liebende, die auf verschiedenen Seiten stehen?

Diese Fragen beschäftigen den Leser das ganze Buch hindurch und so bleibt es spannend und interessant.

Die Charaktere sind gut dargestellt, wirken authentisch und glaubwürdig, wenn mich auch Abbys Entwicklung streckenweise ziemlich erschreckt hat!
Die Handlung an sich ist spannend und stimmig, vom langsamen Beginn über die verschiedenen Stationen bis hin zum fulminanten Showdown. Ich habe mich lange gefragt, wie die Autorin hier am Ende zu einer jugendbuch-gerechten Lösung kommen will und hatte schon meine Zweifel, dass das überhaupt möglich ist, aber es gelingt!

Insgesamt ein tolles Lesevergnügen mit tiefschürfender Hintergrundthematik!

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ein absolutes Lesehighlight

Als allererstes will ich sagen, dass ich dieses Buch in einer ganz tollen, autorenbegleiteten Leserunde lesen durfte.
Hierdurch konnte ich, zum eigentlichen Buch selber, auch noch Hintergrundinformationen der Autorin bekommen.
An dieser Stelle danke nochmal, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war ein absolutes Highlight für mich!!!

Das Buch ist mir durch das tolle Cover aufgefallen, als ich dann den Inhalt angesehen habe, war klar, das will ich
unbedingt lesen...
Das Buch ist ein absolutes Lesevergnügen, von der ersten bis zur letzten Seite habe ich es genossen. Der Schreibstil
ist unvergleichlich, aber auch die Charaktere und vielschichtigen Elemente die eingearbeitet wurden, sind unverbesserlich.

Während des Lesens haben wir mal die einzelnen Elemente aufgezählt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein echtes
Talent ist, soviele verschiedene Themen, Kulturen usw aufzufassen ohne dass es zu einem Durcheinander ausartet.
Hier, hat einfach alles zusammengepasst und ist stimmig ineinander übergegangen!!! Großes Kompliment!!!

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt... Der erste Teil war fast schon nicht mehr zu übertreffen, doch dann kam der
Zweite... Der Unterschied in den Teilen ist die Veränderung der Charaktere, die Entwicklung hat mir gefallen und auch
die Hintergründe hierzu, wobei nicht alle Veränderungen in positiver Hinsicht waren.

Die Spannung im Buch hätte nicht höher sein können... kaum hat man es begonnen, will man es einfach nicht mehr zur
Seite legen!!!

Leider ist es schwierig näher auf Personen oder Inhalte einzugehen, da der Klappentext schon recht viel aussagt und
ich ansonsten spoilern würde!
Ich kann nur sagen, für mich war es ein absolutes Lesehighlight, schade, dass es nicht mehr als 5 Sterne gibt!!!

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Spannende Fantasygeschichte von Anfang bis Ende!

Ich liebe Fantasygeschichten über alles, deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch „Anima: Schwarze Seele, weißes Herz“. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist spannend von Anfang bis Schluss – ich konnte das Buch gar nicht mehr weg legen.

Die Story dreht sich um Abby, die wie jeden Sommer die Ferien im Nationalpark Acadia verbringt. Doch diesmal ist alles anders: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show - er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Doch was ist das Geheimnis vun Juspinn? Und wie steckt Abby mit drin?

Es gab im Fantasybereich schon viele Romeo und Julia-Liebesgeschichten, aber dort ging es vorrangig um Vampire, Gestaltswandler, Werwölfe, Hexen usw. - das wurde mir bald zu langweilig, weil es nicht mehr innovativ genug war. Aber das ist bei „Anima“ komplett anders. Solch eine Geschichte hat es bisher noch nicht gegeben – und genau das hat mich so fasziniert.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen – genau mein Ding. Es war ein toller Lesefluss gegeben, der die Seiten einfach nur dahin fliegen ließ. Man hat auch gemerkt, dass sich die Autorin über die Mythologie wirklich Gedanken gemacht hat. Es ist alles schön stimmig.

Die Hauptfigur Abby ist mir sehr sympathisch. Sie hat ein ruhigeres, fürsorgliches Wesen – mit ihr kann ich mich sehr gut identifizieren. Ihre Schwester Virginia dagegen ist ein echtes Miststück. Arrogant, eingebildet, ein männermordendes Vamp und einfach nur unsympathisch. Wer solch eine Schwester hat, braucht keine Feinde mehr. Sie ist das genaue Gegenteil von der warmherzigen Abby.

Juspinn war mir anfangs ein ziemliches Rätsel und ich hatte zahlreiche offene Fragen. Diese wurden nach und nach beantwortet – und genau das hat mich so an die Geschichte gefesselt. Sie wurde nie langweilig und gab nach und nach Informationen frei. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber überraschende Wendungen gibt es hier zuhauf.

Das Buch ist dabei in zwei Teile gesplittet. Beim ersten Teil werden die einzelnen Figuren vorgestellt und die Geschichte zum Laufen gebracht. Beim zweiten Teil geht es dann richtig zur Sache. Spannung pur! Das Ende war dann sehr spannend und hat mich richtig gepackt. Ich hoffe, es wird eine Fortsetzung der Geschichte geben, denn diese hat sehr viel Potential für eine Trilogie.

Fazit:
Eine spannende Story, interessante Charaktere und eine tolle Liebesgeschichte – dieses Buch hat alles – und viel Potential für eine Fortsetzung!

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Erkenne dich selbst

Kürzlich traf AnimA bei mir ein, für die Leserunde. Natürlich machte der Klappentext mich neugierig, aber auch das Cover war sehr ansprechend. So war ich dann also sehr gespannt, was mich wohl erwarten würde. Der Verlag hat sich nicht nur mit dem Cover viel Mühe gegeben, es lagen auch noch ein Aufkleber, ein Lesezeichen, und eine Karte dabei. Vielen Dank dafür, diese Beigaben geben einem als Leser das Gefühl der Wertschätzung.



Inhalt:

Abigale steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Wie jedes Jahr fährt sie mit ihrer Familie in die Sommerfrische nach Acadia, einem Nationalpark in Kanada. Normalerweise bedeutet das eine unbeschwerte, glückliche Zeit für Abigale und ihre Eltern, aber dieses Jahr ist anders.

Der Illusionist Jusspin hat einen sehr negativen Einfluss auf alle Anwesenden, und auch Abby kann sich seinem Einfluss nicht entziehen. Sie muss ein paar schwerwiegende Entscheidungen treffen.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich nicht losgelassen. Es ist hervorragend geschrieben und überzeugt total.

Die Charaktere sind sehr schön herausgearbeitet, desgleichen der Konflikt in dem Abby sich befindet. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit über gehalten, was es unglaublich schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Für mich ist es gar nicht so sehr Fantasie, obwohl es ausreichend fantastische Elemente hat; wer hier aber eine übliche Fantasiegeschichte erwartet wird sie nicht finden. Es geht vielmehr um Moral, Ethik, und Werte. Was ist man bereit zu tun, um das zu erhalten, was man am dringlichsten haben möchte? Welchen Preis zahlt man?

Abby ist eine 'gute, reine' Seele. Sie will es jedermann Recht machen, will allen helfen.

Sie hat eine Menge Macken, sprich: zwanghaftes Verhalten, was sie sympathisch und glaubwürdig macht -- ich soll ja nicht mit ihr leben, ansonsten würde sie mich vermutlich in den Wahnsinn treiben. Wäre sie nur gut, wäre es langweilig. Als Gegenpol ist da ihre Schwester Virginia, die absolut nichts liebenswertes an sich hat. Von der hätte ich mir irgendwie mehr erhofft, aber auch sie ist vollkommen glaubwürdig. Ja, und dann ist da Juspinn... Wer oder Was ist er? Was sind seine Ziele? Er gibt nicht nur Abby Rätsel auf. Im Laufe der Geschichte findet Abby nach und nach mehr über ihn heraus. Sie ist magisch zu ihm hingezogen, es steigert sich zur Besessenheit. Und daraus ergibt sich eine Wandlung. Abby muss sich fragen, was ihr wichtig ist. Sie muss Entscheidungen treffen, denen sie nicht wirklich gewachsen ist, muss ihr Werte- und Moralsystem einer Prüfung unterziehen. Wie wird sie entscheiden? Bleibt sie ihren Wertvorstellungen treu, oder wirft sie alles über Bord um ans Ziel ihrer Wünsche zu gelangen? Kann sie Juspinn beeinflussen? Mit Entsetzen, Faszination, aber auch Verständnis, verfolgt man Abbys Werdegang.

Der Schluss ist fulminant und erschütternd! Er rüttelt den Leser auf, lässt ihn zweifeln, und bleibt dabei vollkommen glaubwürdig. Man möchte direkt eingreifen, und geht total mit.

Ich muss der Autorin ein großes Lob aussprechen, denn das Buch regt zum Nachdenken und Nachforschen an, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Eine klare Leseempfehlung!

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Überraschend tiefgründig

Inhalt
Wie jeden Sommer verbringt Abby zusammen mit ihrer Familie die Zeit im Nationalpark Acadia. Sie liebt diese Zeit und freut sich jedes Jahr darauf. Doch dieses Jahr ist alles anders. Sie trifft auf den mysteriösen Juspinn, der als Magier im Nationalpark arbeitet. Direkt fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch nicht nur sie und auf einmal verändern sich alle Menschen im Nationalpark zum Negativen und keiner außer Abby scheint etwas zu merken...

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal das Cover des Buches gesehen hatte, wollte ich es lesen. Denn es konnte direkt meine Neugierde wecken und auch der Klappentext klang spannend. Doch so richtig wusste ich nicht, was mich hier erwartet und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht wurde.

"Anima- Schwarze Seele, weißes Herz" ist ein tiefgründiges Buch, das zum Nachdenken anregt und sich mit dem Thema befasst, was Gut ist und was Böse und wie Menschen sich unter einem schlechten Einfluss verändern können und dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt.
Nach einem geheimnisvollen Prolog, geht es zuerst recht normal los und man begleitet Abby und ihre Familie bei ihrer Ankunft im Nationalpark. Man lernt sie und den Park näher kennen und hier haben mir besonders die wunderschönen Beschreibungen gefallen, sodass ich am liebsten selber einmal den Park besuchen würde.

Nach und nach lernt man Abby und ihre Familie kennen und schnell wird klar, dass Abby eigentlich zu gut für diese Welt ist. Sie ist etwas naiv, aber von Grund auf gut und möchte es jedem immer recht machen. Sie kann nicht mal lügen ohne zu stottern, was sie schon fast langweilig machen würde. Doch sie hat so einige Ticks, die sie dann wieder liebenswert machen, so kann sie z.B. keine Deckel offen lassen und muss auch Deckel, die von anderen geöffnet werden schließen. Sie verändert sich sehr stark in dem Buch und macht eine Wendung durch mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ich mochte sie sehr, vor allem weil sie eine spannende Hintergrundgeschichte hat.
Neben Abby gibt es noch ihre Schwester Virginia, die ich schon zu Beginn nicht mochte. Sie ist so ganz anders als Abby und scheint gar nicht in die eigentlich perfekte Familie reinzupassen. Virginia bricht Regeln, liebt Abenteuer mit Jungs und gönnt ihrer Schwester gar nichts.
Und dann wäre da natürlich noch Juspinn, zu dem ich aber gar nicht viel sagen möchte, außer dass er so einiges verbirgt und ich ihn total spannend fand.

Natürlich ist hier eine Liebesgeschichte vorprogrammiert, aber mir gefällt die Umsetzung. Die Gefühle entwickeln sich nach einer anfänglichen Besessenheit ganz subtil und realistisch und es geht nicht zu schnell. Dazu passt sie gut in den Plot und ist wichtig für einen Teil der Geschichte.
Über den Plot kann ich jetzt leider nicht viel verraten, da das die Spannung nehmen würde. Im Laufe des Buches findet Abby raus, wer Juspinn ist und irgendwann macht das Buch eine ziemliche Fantasywendung durch, die mir wirklich gut gefallen hat.

Der Hauptanteil des Plots wird aus Abbys Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde. Hin und wieder gibt es aber einen Perspektivwechsel, der die Ich-Perspektive einer anderen Person darstellt, was ich ebenfalls gelungen finde.
Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm zu lesen und neben den schon erwähnten tollen Beschreibungen, werden hier auch Emotionen eindrucksvoll dargestellt. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin, weil Kim Kestner durchweg spannend schreibt und überraschende Wendungen eingebaut hat.

Vor allem das Finale hat es in sich. Das Ende bietet einen grandiosen Abschluss einer sehr eindrucksvollen Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Fazit
"Anima- Schwarze Seele, weißes Herz" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Es ist ein Buch voller Emotionen, was erstaunlich tiefgründig ist und mich so schnell nicht mehr loslassen wird. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen und freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.

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Gut oder Böse, in welchem Team spielst du?

Ehrlich gesagt bin ich über dieses Buch mehr gestolpert als dass ich es wirklich lesen wollte und das ist wohl mein Glück. Der mysteriöse Klappentext machte mich nur mäßig neugierig, aber oft sind es die Zufälle, die zu den besten Ergebnissen führen, so auch hier...

In der Geschichte geht es um Abby, die wie jedes Jahr Ferien mit ihrer Familie in Acadia, einem ruhigen Nationalpark, macht. Doch dieses Jahr ist anders, denn der Veranstalter hat einen rätselhaften Zauberer engagiert. Irgendwie scheinen alle dem Magier Juspinn zu verfallen, was geht da nur vor?

Die Handlung wird uns über Abby als Ich- Erzählerin nahe gebracht, so dass man sehr intensiv ihre Gedanken und Gefühle mitbekommt. Zu Beginn weiß man noch gar nicht so recht was eine erwartet, aber je mehr man liest, desto mehr bekommt man eine tiefgründige Geschichte geboten, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern einen zudem grübeln lässt wie viel Gutes oder Böses in einem selbst steckt.

Die dargestellten Charaktere sind sehr vielfältig und mit Tiefe gezeichnet, so dass jeder Leser seinen Protagonisten finden wird, der ihm zusagt. Mir hat hier besonders gefallen, dass Abby und ihre Schwester Virginia solche Gegensätze sind und auch Magier Juspinn berührt den Leser auf seine Weise. Mein Lieblingsnebencharakter war Indianerin Eyota, denn ich favorisiere besondere Darsteller, deren Leben zudem nicht immer perfekt verläuft.

Auch vom Setting hat die Autorin einiges zu bieten. Die Anlage im Nationalpark fühlte sich für mich wie Dirty Dancing an und die Einsamkeit und Kälte von Grönland konnte Kim Kestner ebenfalls sehr gut rüberbringen. Und einen Abstecher nach Rom bekommt der Leser oben drauf.

Die Autorin, von der ich bisher leider noch nichts anderes gelesen hatte, hat eine mitreißende Schreibe, die einen das Buch regelrecht verschlingen lässt. Ihr Ideenreichtum überzeugt und für ein Jugendbuch ist der Roman wirklich sehr tiefgründig.

Fazit: Ein besonderer Jugendroman, der als Einzelband daher kommt und immens spannend ist. Das perfekte Buch zum unter der Bettdecke lesen, man kann einfach nicht genug bekommen. Zückt eure Taschenlampen und legt los. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, genial!

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